"Das Auge sieht, was es sucht." (Max Slevogt)




 [ 9 Beiträge ] 
 Kunststimmen gegen Armut 
Autor Nachricht

Beitrag  Kunststimmen gegen Armut
Hallo ihr Lieben,

Bin leztens auf ein Projekt hingewiesen worden, was sehr interessant ist.
Es heißt " Kunststimmen gegen Armut ".
Es werden alle Künstler aufgerufen ein Bild oder ein Objekt zu einem bestimmten Tag an unsere Bundeskanzlerin zu schicken.
Thema ist Hartz 4 und die allgemeine Verarmung von Deutschlands Bevölkerung. Bitte seht es euch mal an und lest es euch mal durch. Es ist ne gute Sache finde ich.
Vielleicht können wir ja noch die Bilder vorstellen, die wir dann da hinschicken.

ICH MACHE MIT!!!

http://www.kunststimmen-gegen-armut.de

Ich hoffe ich kann auf euch zählen...Bild

Gruß von malfee BildBild

Nach oben 20.09.2007, 12:12 Nach unten

PC

Beitrag 
Ich finde die Aktion sehr interessant, sicherlich können auch viele Kritzelmeister-Künstler eigene Werke beisteuern. Um auch hier an dieser Stelle schnell zu erfassen, worum es eigentlich genau geht, hier der offizielle Aufruf (auf der Homepage als PDF oder Word downloadbar):

    AUFRUF ZUR AKTION „KUNSTSTIMMEN GEGEN ARMUT“

    Armut in Deutschland,
    oder wenn der Job die Familie nicht mehr ernährt.



    Liebe/r Künstler/in, liebe/r Mitbürger/in, liebe/r Arbeitnehmer/in
    liebe/r Schüler/in, liebe/r Lehrer/in, liebe/r Rentner/in,
    liebe/r Arbeitssuchende/r, liebe/r Hartz IV-Empfänger/in,

    seit längerer Zeit beschäftigt uns - einige freischaffende Künstler - die „neue“ Armut in Deutschland. Durch eine aktuelle Diskussion unter einigen Künstlern, die zum Teil selbst betroffen sind, haben wir die Aktion „kunststimmen gegen armut“ in's Leben gerufen.

    Einige Auszüge von Stimmen, die uns zu diesem Schritt veranlasst haben:

    „Nein, die Politiker lachen nicht über uns, die SEHEN uns einfach nicht. Die sind in einer Luftblase, völlig abgeschottet, Elfenbeinturm, Bezug zur Basis: Null. Sie sehen schon gar nicht, dass WIR sie bezahlen und es sie ohne uns nicht gäbe.“

    „Hier in München gibt es zur Zeit ca. 50.000 Familien, die ihre Miete nicht mehr bezahlen können. Aber man will jetzt noch zusätzliche Millionen für den Trans-Rapid locker machen, den hier fast keiner (außer die Selbstdarsteller) will.“

    „Ein Stellenangebot in der Süddeutschen sieht ungefähr so aus: Wir, ein Superweltweitbetrieb für Bla-Bla suchen unentgeltlich, einen/eine Praktikant/in als Bla-Bla-Manager auf Zeit. Ihr Profil: 18 - 24 Jahre, abgeschlossenes Studium, mehrjährige Berufserfahrung, gesund und nachweislich nicht zeugungsfähig.“

    „...egal ob es um Hartz IV-Empfänger, „nicht arbeiten Wollende“, Rentner oder Familien geht, die ihre Kinder mit einem Allein-Verdienenden kaum noch satt bekommen. Die Arbeit alleine ist aber nicht alles! Wirklich schlimm wird es erst, wenn Du Hilfe vom Amt benötigst. Da bist Du der letzte Dreck!“

    „Großunternehmen entlassen 3.000 Leute und die Aktie steigt! Global Player verhalten sich wie Heuschrecken: Sie schlucken gesunde, mittelständische Unternehmen mit dem Ergebnis des Bankrotts nach einjähriger Spekulation mit der Ware „Arbeitnehmer“. Qualifizierte Arbeitnehmer werden entlassen, um nach einiger Zeit dem gleichen Unternehmen als 1-Euro-Jobber zu dienen - vermittelt durch die Agentur für Arbeit. Zwangsarbeit auf Lohn-Dumping-Niveau! Hallo Mittelalter!“

    „Der letzte Schrei sind Schulen für „ausgemusterte“ Sonderschüler mit dem Fach „Hartz IV“ auf dem Lehrplan (siehe Dokumentation im WDR vom 27.08.2007). Geschichte und Grammatik sind vom Stundenplan gestrichen, dafür werden die Probleme eines Lebens mit Hartz IV erörtert „ z. B. im Fach Mathematik: Wie komme ich mit 345,- Euro monatlich zurecht? Wie finde ich eine billige Wohnung in der Zeitung und billige Lebensmittel im Aldi-Prospekt? Hautnahes Erleben wird durch einen vom Lehrer eingeladenen 1-Euro-Jobber ermöglicht. Die Schüler werden auf die bittere Realität vorbereitet: Arbeitslosigkeit und ein Leben mit Hartz IV. Resignation pur!“


    WAS TUN?
    1989 machten uns mutige DDR-Bürger vor, wie man mit friedlichen Mitteln sehr viel bewegen kann. „Wir sind das Volk“. Dieser Ausruf hat auch unsere Politiker in höchstem Maße begeistert, wird er doch gerade von ihnen gerne zitiert. Dieser Begeisterung wollen wir Rechnung tragen. Jetzt! Mit Dir, mit Ihnen - mit der Aktion „kunststimmen gegen armut“

    ZUM STICHTAG 15. NOVEMBER 2007
    werden wir ALLE ein Bild, eine Skizze, ein Objekt, eine Fotografie, ein Gedicht, ein Buch, ein Musikstück, ein Häkeldeckchen etc. an den Deutschen Bundestag senden. Ein Begleitschreiben mit einer Forderungsliste (siehe Anlage) haben wir vorbereitet, welches Sie - auch ergänzt mit eigenen, persönlichen Inhalten - der Werksendung beilegen können. Ob bildender Künstler, Hobbymaler, Fotograf, Musiker, Autor, Schauspieler, Lehrer, Schüler, Schulklasse, Azubi, Student, Kind, Jugendlicher, Arbeitnehmer, Arbeitssuchender, Oma, Opa, - jeder möge sich angesprochen fühlen, sich zu folgenden Themen auszudrücken
    (Format und Material nach eigener Wahl):

    - Hartz IV
    - Armut
    - Nichts zu essen
    - Daraus folgende Emotionen
    - Sind wir Deutschland?


    Ihr Werk und das Begleitschreiben senden Sie bitte eigenständig
    und auf eigene Kosten ein bis zwei Tage vor dem 15. November 2007 an:

    Deutscher Bundestag
    Platz der Republik 1
    D-11011 Berlin

    WICHTIG: BITTE NUR ZUM GENANNTEN TERMIN EINSENDEN!
    Erst der geballte, konzentrierte Kunst-Eingang wird etwas bewirken.

    Die Aktion wird zum Stichtag 15. November 2007 medienwirksam kommuniziert.


    Wir bitten Sie, uns in den nächsten Tag per Mail mitzuteilen, ob Sie sich an dieser Aktion mit einem Werk beteiligen wollen. Im Vorfeld wollen wir herausspüren, ob „genügend“ Energie da ist. Denn nur eine gewisse Quantität an Einsendungen wird etwas bewirken. Teilnahmebestätigung bitte per Mail an:



    Achtung: Wir bitten um Verständnis, dass wir Ihre Mails nicht alle oder ggfls. gar nicht persönlich beantworten können. Jeder Teilnehmer bestätigt, aus privatem Grund und ohne Ansprüche zu handeln.

    Macht mit! äußert Euch zur Situation in deutschen Landen. Und verteilt diesen Aufruf an Eure Freunde! Meckern war gestern, verändern ist heute!

    Mit herzlichem Dank und ebensolchen Grüßen

    kunststimmen gegen armut
    Thomas Baier / Bettina Gladisch / Anne Radstaak / Mona Schwenker

    [Anschrift, Hintergründe und Kontakt der Initiatoren siehe Originaldokument]

    Anlage: Begleitschreiben für Ihre Werksendung:
    siehe http://www.kunststimmen-gegen-armut.de -> DOWNLOAD


Nach oben 20.09.2007, 21:38 Nach unten

PC

Beitrag 
Anmerkung:
Darüber, in wie weit das politisch etwas bewegen wird bzw. in wie weit die Forderungen nach Abschaffung der Hartz IV-Gesetze sowie Einführung flächendeckender Mindestlöhne für den Erhalt des Lebensstandards in Deutschland (insbesondere im weltweiten Kontext) überhaupt sinnvoll sind, kann und sollte man sicherlich ausgiebig diskutieren. Wer diese Ziele für eine unterstützenswerte Sache hält, sollte als Künstler auf jeden Fall mitmachen!

Nach oben 20.09.2007, 22:06 Nach unten

Beitrag 
Na tollBild,

hab ich total vergessen und verpasstBild, das ich ja dafür noch ´en Bild malen wollteBild.......... :huch: .....so ein Mist, der Termin war ja gestern.....Bild

Nach oben 16.11.2007, 11:19 Nach unten

Acryl

Beitrag 
Bin mal gespannt wie die Ressonanz war!

Grüssle Eva

Nach oben 16.11.2007, 12:22 Nach unten

Beitrag  Re: Kunststimmen gegen Armut
Sorry, ich halte das für einen Schmarrn.

Habe mir gerade die Site angesehen. Wo ist der Brief?

LG

Jutta

Nach oben 02.01.2008, 21:43 Nach unten

Beitrag  Re: Kunststimmen gegen Armut
Aquapainter hat geschrieben:
Sorry, ich halte das für einen Schmarrn.

Habe mir gerade die Site angesehen. Wo ist der Brief?

LG

Jutta


Hallo Jutta,

ich glaub nicht, das da überhaupt jemand was hingeschickt hat. Deswegen fehlt wahrscheinlich auch der Brief :mhh: .

gruß malfee :winken:

Nach oben 03.01.2008, 14:16 Nach unten

PC

Beitrag  Re: Kunststimmen gegen Armut
Wieso? Ist doch noch alles da. Den Brief gibt's wie die Resonanzen über die ca. 20.000 Einsendungen auf der Homepage... Hier der Brief: http://www.kunststimmen-gegen-armut.de/brief.pdf

Sehr ironisch finde ich (wie vieles andere an dieser Aktion), dass das hauptsächlich denjenigen genutzt hat, die nun bereits über einen Mindestlohn verfügen: nämlich der Post! :wink:

Nach oben 03.01.2008, 14:25 Nach unten

Beitrag  Re: Kunststimmen gegen Armut
Ach, das hab ich gar nicht gesehen...... :oops:...ich dachte die Aktion wär völlig untergegangen....... :|

Nach oben 03.01.2008, 14:29 Nach unten
 [ 9 Beiträge ] 




© Kritzelmeister.de • Alle Inhalte, Bilder und Werke sind Eigentum der entsprechenden Rechteinhaber und dürfen ohne ausdrückliche Genehmigung nicht verbreitet bzw. kopiert werden!