"Kunst ist etwas, was so klar ist, daß es niemand versteht." (Karl Kraus)




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 Hilfsmittel in der Malerei? Watn dat??? 
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Beitrag  Hilfsmittel in der Malerei? Watn dat???
Da hier schon häufiger über die Verwendung von Hilfsmittel in der Malerei diskutiert wurde und mitunter recht unsachliche Argumente vorgetragen wurden, möchte ich gerne einmal ein wenig auf dieses Thema eingehen, wobei ich mich allerdings nur auf die Verwendung dieser Hilfsmittel in der Kunst beschränken werde.

Generell ist erst einmal gegen die Verwendung von Hilfsmitteln egal welcher Art nichts zu sagen, da alleine das Endergebnis zählt. Historisch betrachtet gab es Hilfsmittel schon immer, die mit der Zeit natürlich auch immer ausgefeilter wurden. Ob es z.B. um die Verwendung von architektonischen Lehrbüchern ging, um z.B. Gebäude im Hintergrund korrekt ins Bildgeschehen einzufügen, oder um die Wiedergabe von Verkürzungen
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a-duerer-a-man-drawing-a-lute.jpg

ist eigentlich unerheblich, wenn diese technischen Erleichterungen als Mittel gesehen werden um zu einem optimalen Endergebnis, also zum fertigen Bild zu gelangen und diese Hilfsmittel nicht zum Selbstzweck werden und damit über den Status eines Pinsels oder eines anderen Handwerkszeug erhoben werden. Damit will ich sagen, dass die Verwendung von Hilfsmitteln sich schnell zu einem Fluch entwickeln kann, wenn man seine Kreativität letztendlich diesen Hilfsmitteln unterordnet und sich nur noch auf die direkte und korrekte Kopie eines vorgegebenen Gegenstandes reduziert. Selbst im Fotorealismus oder Hyperrealismus geht es eben nicht nur um die absolut detailgetreue Wiedergabe eines Sujets, sondern diese Malerei ist eingebunden in einen spezifischen Kontext, der ihn vom bloßen Kopieren ausgewählter Gegenstände unterscheidet.

Ein schönes und empfehlenswertes Buch über die Entwicklungsgeschichte der technischen Hilfsmittel in der Malerei ist vom Maler David Hockney
In diesem Buch geht es vorrangig darum aufzuzeigen, das auch schon große Meister der klassischen Malerei vielfältige optische Gerätschaften benutzt haben, um zu ihren Endergebnissen zu gelangen. Daran ist nichts verwerfliches, auch wenn für viele dabei der überkommene Geniebegriff ins Wanken gerät. Es bedeutet natürlich auch nicht, dass man mit solchen Untersuchungen den alten Meistern ihre handwerklichen Fähigkeiten im Bereich der Zeichnung und Malerei abspricht, sondern es bedeutet lediglich, dass die Verwendung von technischen Hilfsmitteln den Arbeitsvorgang zur Umsetzung einer Bildidee erleichtern kann. Da aber die meisten „Kunstkenner“ immer noch „das Genie“ mit einer von Gott gegebenen außergewöhnlichen Fähigkeit gleichsetzen, ist es auch nicht erstaunlich, dass es immer noch viele Menschen gibt, die man mit diesem Thema besser nicht konfrontieren sollte. Daher lässt sich auch leicht erklären, warum viele Maler die Verwendung von Hilfsmitteln verschwiegen haben und verschweigen, da es immer noch gering geschätzt wird und gleichzeitig die Fähigkeiten eines Malers in dem Ansehen der Allgemeinheit herabsetzt. Jeder ist gerne schnell bereit und aus völliger Unkenntnis heraus den beliebten Kommentar „DAS kann ich auch“ (ein Spruch der in Kindheitstagen eher noch der Ausdruck eines Wunsches ist und sich erst im späterem Entwicklungsstadium zu einer schlichtweg negativen Beurteilung entwickelt) herauszuschreien, um dabei völlig zu übersehen, dass er noch nicht einmal fähig ist einen einfachen Stuhl auf einer zweidimensionalen Ebene korrekt wiederzugeben. Mal ganz abgesehen von der Bildidee und ihrer Umsetzung, bedeutet der Einsatz von Hilfsmitteln nicht, das man dann über keinerlei weiteren handwerklichen Fähigkeiten, Erfahrungen, Ästhetik, Komposition usw. mehr zu verfügen braucht.

Seit der Entdeckung des photografischen Verfahrens wird auch die Fotografie in natürlicher Weise als Hilfsmittel zur Malerei eingesetzt, wie z.B. bei dem Ölbild von Jean-Auguste-Dominique Ingres „Die Quelle“ von 1856, bei dem er als Vorlage ein Foto von Nadar mit der Schauspielerin Marie-Christine Roux als Aktmodell benutzte.
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Jean Dominique Ingres.jpg

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Nadar.jpg

Wie auch bei dem Ölbild „Prinzessin von Metternich“ von Edgar Degas, 1865, das auf einer Fotografie von André Adolphe-Eugène Disdéri, Prinz und Prinzessin von Metternich, ca. 1860, basiert,
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Edgar Degas Prinzessin.jpg

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andré adolphe-eugène disdéri.jpg

um nur zwei Beispiele herauszugreifen. Dabei war die Einbindung der fotografischen Vorlage als Hilfsmittel zur Malerei, für die Maler selbst eher ein selbstverständlicher Prozess, wohingehend oft die Beurteilung von „Sachverständigen“ der Kunst, für diese Vorgehensweise eher ins Negative ging.

In der Kunstgeschichte gab es von Anfang an Techniken zur Übertragung, wie z.B. der Entwurfsskizzen auf die Leinwand. Dabei wurden verschiedene Techniken zum Abpausen entwickelt und auch verschiedenen Systeme zur Übertragung der meist kleineren Entwurfsskizzen auf das größere Endformat. Auch das Rastersystem hielt damit frühzeitig Einzug in der Entwicklungsgeschichte der Malerei. Dabei wurde das Rastersystem jedoch weniger genutzt um eine Vorlage genauestens zu kopieren, sondern eher als einfaches Übertragungssystem oder als Hilfsmittel zur perspektivischen Verkürzung. Da die Vorzeichnungen für ein Gemälde oft auf einer kleineren Entwurfszeichnung ausgeführt wurden, benutzte man zum Übertragen der Vorzeichnung auf das größere Endformat ein Gitternetz. Dieses Verfahren wurde erstmalig 1435 in Albertis Traktat „Della pittura“ erwähnt.

Auch das uns bekannte Pauspapier, Kohlepapier oder Durschlagpapier entwickelte sich in dieser Zeit aus dem Verfahren eine Entwurfsskizze auf Papier in der Größe des Bildes an ihren Hauptlinien mit einer Nadel zu durchstechen um sie danach auf den Untergrund des Bildes zu legen und mit dem Pausbeutel, gefüllt mit Kohlestaub, zu bestäuben. Nimmt man danach den aufgelegten Papierbogen ab, dann zeichnen sich natürlich die punktierten Linien auf dem weißen Bildgrund ab. Später ging man dazu über einen mit Kohle- oder Kreidepulver eingeschwärzten Papierbogen zwischen Entwurfszeichnung und Bilduntergrund zu legen und die Zeichnung in ihren Konturen direkt mit einem Griffel durchzugriffeln.

Bei der heutigen Verwendung von Rastersystemen, als genaues Übertragungsmittel z.B. einer Fotografie stellen sich jedoch folgende Probleme, die ich schon während meiner Studienzeit bei einigen Studenten beobachten konnte. Das Rasternetz ist ein verlässliches Hilfsmittel, das den Benutzer automatisch dazu verführt immer mehr ins Detail zu gehen, was auch dadurch erkennbar wird, das er mit der Zeit ein immer enger werdendes Raster benutzt. Somit ist es nur eine Frage der Zeit und der handwerklichen Fähigkeit bis es im gemalten Bild zu einer fast fotografisch Abbildung kommt, wie man es z.B. an den Bildern von Chuck Close wunderbar ablesen kann.
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Close, Frank.jpg

Wobei sich seine Malerei an der indirekten Wirklichkeit der Fotovorlagen orientiert und sich damit über das reine Abbilden von Fotografien erhebt. Hier zeigen das fertige Bild und der Kontext in dem es steht, die Unterschiede zwischen reiner Abbildung, Foto und gemaltem Kunstwerk auf. Zumal er bedingt durch eine spätere Körperbehinderung, seine grundlegende Vorgehensweise in der Ausführung seine Portraits nicht geändert hat und selbst durch eine gröbere Behandlung der einzelnen Rasterquadrate, doch zu Ergebnissen gelangt, die seinen früheren detailierten Arbeiten in nichts nachstehen.

Benutzt man jedoch solch ein Rastersystem zur reinen Abbildung einer fotografischen Vorlage, sollte man sich klar darüber werden, das dieses System sehr fokussierend wirkt, also den Maler dazu zwingt eine mikroskopische Sicht der Dinge anzunehmen, da sich seine Konzentration auf das korrekte Ausfüllen der einzelnen Kästchen beschränkt und damit die individuelle oder spontane Malweise eingeschränkt wird. Außerdem verliert er dabei automatisch den Blick für die Einbindung der einzelnen Gegenstände ins Bildgefüge, denn es kann auch ein besonderer Reiz sein in jedem Augenblick des Malens individuell und spontan eingreifen zu können, also in jedem Moment die Möglichkeit zu besitzen, etwas zu verändern, was dem fertigen Bild vielleicht einen ganz anderen Eindruck verleihen würden.

Man sollte sich bei der Verwendung von Rastersystemen also klar sein, das dieses handwerkliche Hilfsmittel mit Verstand eingesetzt, zu sehr guten Endergebnissen führen kann, dabei gilt es aber zu beachten, das diese Systeme wie auch andere Hilfsmittel nicht automatisch zu einem Kunstwerk führen, selbst wenn das Endprodukt perfekt erscheint und das gilt gleichermaßen auch für Diejenigen die eine strikte Ablehnung dieser Hilfsmittel in der Malerei befürworten.

Ob nun die Methode der Rasterung und Übertragung einer Fotovorlage in Malerei dabei gleich ein Kunstwerk entstehen lässt oder doch nur der Ausdruck einer gewissen handwerklichen Geschicklichkeit ist (denn auch das Kästchenmalen erfordert diese Fähigkeit), das muss jeder, der sich dieser Methode bedient erst einmal vor sich selbst und vor dem eventuellen Betrachter verantworten. Auch ob die dabei entstehende Malerei in direkter Konkurrenz zur Fotografie steht und welchen Stellenwert dann eigentlich noch beide Verfahren haben, das sollte lieber jeder für sich in seinem stillen Kämmerlein überlegen, den mit diesem Thema sind schon ganze Bücherregale gefüllt worden.

LG :spanien1:
Andreas

Nach oben 25.05.2012, 23:44 Nach unten

Mixed

Beitrag  Re: Hilfsmittel in der Malerei? Watn dat???
Sehr interessant, Andreas.

Das Degas Portrait ist eine BEREICHERUNG meines Wissens. Ist das gut gemacht!

Nach oben 26.05.2012, 07:56 Nach unten

Beitrag  Re: Hilfsmittel in der Malerei? Watn dat???
Lieber Andreas, Deine Beiträge heben sich wohltuend von der besserwisserischer Belehrung einiger Kandidaten hier ab.Ich habe schon sehr viel von Dir lernen dürfen.Dafür danke ich Dir sehr :winken:

Nach oben 26.05.2012, 08:06 Nach unten

Aquarell und Tempera

Beitrag  Re: Hilfsmittel in der Malerei? Watn dat???
Beitrag: Re: Hilfsmittel in der Malerei? Watn dat??? - 26.05.2012, 08:06 Gabi Cap hat geschrieben:
Lieber Andreas, Deine Beiträge heben sich wohltuend von der besserwisserischer Belehrung einiger Kandidaten hier ab.Ich habe schon sehr viel von Dir lernen dürfen.Dafür danke ich Dir sehr :winken:


Da schliess ich mich an. Danke!

Nach oben 26.05.2012, 08:07 Nach unten

Aquarell, Acryl

Beitrag  Re: Hilfsmittel in der Malerei? Watn dat???
lieber Andreas,
möchte mich Gabi und Claudia gerne anschließen :grins:
vielen Dank für deinen interessanten Artikel :danke1:

Nach oben 26.05.2012, 08:22 Nach unten

Acryl

Beitrag  Re: Hilfsmittel in der Malerei? Watn dat???
Wohlabgewogen deine Einschätzung, wie man Hilfsmittel bewerten sollte. Danke für deine Arbeit mit dem geschichtlichen Abriss. Was für Hilfsmittel benutzt du denn oder hast du dich davon gelöst oder eh gar nicht benutzt? :winken:

Nach oben 26.05.2012, 08:29 Nach unten

Acryl, Öl, Kohle

Beitrag  Re: Hilfsmittel in der Malerei? Watn dat???
Andreas, vielen Dank fuer die Arbeit die du dir gemacht hast und wieder einen interessanten Artikel geschrieben hast. :doppeldaumen:

Nach oben 26.05.2012, 08:39 Nach unten

unterschiedlich

Beitrag  Re: Hilfsmittel in der Malerei? Watn dat???
Danke für den interessanten Artikel, Andreas.

Liebe Grüße

Lili :winken:

Nach oben 26.05.2012, 09:21 Nach unten

Beitrag  Re: Hilfsmittel in der Malerei? Watn dat???
Áuch von mir ein DANKE für diesen sehr informativen ausgefeilten Artikel, Andreas!

Du solltest Bücher schreiben!! !Du hast einen tollen Stil, dein Wissen Anderen in einer sehr einprägsamen und leicht verständlichen Art wiederzugeben! :respekt2:

Nach oben 26.05.2012, 09:45 Nach unten

Öl

Beitrag  Re: Hilfsmittel in der Malerei? Watn dat???
Wunderbar Andreas, (nebenbei bemerkt auch ganz meine Meinung) Du kannst nicht nur sehr gut malen, sondern auch schreiben und erklären! Das Buch von Hockney kann ich auch nur empfehlen.
lg Lilla

Nach oben 26.05.2012, 09:48 Nach unten

z.zt.Aquarell u.div.Zeichenmat

Beitrag  Re: Hilfsmittel in der Malerei? Watn dat???
¡ un artículo muy bueno ! ¡Gracias!

hola Andreas,auch ich schliesse mich da Gabi,Claudia und Pit an.

David Hockney,ein sehr interessantes Buch,es wie ein Krimi,sehr spannend und lehrreich, man kann es wirklich nur jedem ans Herz legen! Dann stellt sich eigentlich die Frage auch nicht mehr,darf man Hilfsmittel verwenden oder nicht. Letztlich ist auch die Malerei ein Handwerk, welches man erlenen muss,wie das eines Schreiners usw. da gibts Erfolg und Misserfolg! Der Weg ist lang! und dann trifft der Spruch :es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen!! allemale zu.


ein schönes Pfingstwochenende

LG Ingrid :winken:

Nach oben 26.05.2012, 10:02 Nach unten

Beitrag  Re: Hilfsmittel in der Malerei? Watn dat???
Vielen Dank ihr Lieben! :bluemchen: Tja, ob ich dann mal ein Buch schreiben werde, das hängt erst einmal davon ab, ob ich überhaupt dazu fähig bin mein Kraut und Rübenwissen einigermaßen geordnet aufs Papier zu bringen! :mhh:

Nora, ich benutze alle greifbaren Hilfsmittel oder keine, je nach Bildthema! Leider bin ich aber als Maler oft zu faul, mich auch noch mit irgendwelchen ausgefeilten Bildvorbereitungen abzuquälen und haue dat Dingen einfach auf die Leinwand. Manchmal ärgert mich dabei meine eigene Vorgehensweis, aber meistens nicht! :grins:

LG :spanien1:
Andreas

Nach oben 26.05.2012, 10:52 Nach unten

Fotografie

Beitrag  Re: Hilfsmittel in der Malerei? Watn dat???
Toller Artikel, Andreas!!! Haste dir aber Mühe gemacht - vielen Dank dafür!!!! :winken:

Nach oben 26.05.2012, 12:23 Nach unten

Aquarell, Öl, Pastellkreiden

Beitrag  Re: Hilfsmittel in der Malerei? Watn dat???
Beitrag: Re: Hilfsmittel in der Malerei? Watn dat??? - 26.05.2012, 10:02 wolkenlos hat geschrieben:
¡ un artículo muy bueno ! ¡Gracias!

hola Andreas,auch ich schliesse mich da Gabi,Claudia und Pit an.

David Hockney,ein sehr interessantes Buch,es wie ein Krimi,sehr spannend und lehrreich, man kann es wirklich nur jedem ans Herz legen! Dann stellt sich eigentlich die Frage auch nicht mehr,darf man Hilfsmittel verwenden oder nicht. Letztlich ist auch die Malerei ein Handwerk, welches man erlenen muss,wie das eines Schreiners usw. da gibts Erfolg und Misserfolg! Der Weg ist lang! und dann trifft der Spruch :es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen!! allemale zu.


ein schönes Pfingstwochenende

LG Ingrid :winken:


daß die malerei letztlich nur ein handwerk ist, das sehe ich überhaupt nicht so. letztlich entscheidet eben doch ein gewisses *genie* darüber, wie ein bild wird, und zwar völlig unabhängig davon, welche und ob hilfsmittel benutzt wurden. sogar unabhängig davon, ob einer das handwerk völlig beherrscht..., davon zeugen so viele bilder, die handwerklich absolut perfekt ausgeführt sind und doch keine ausstrahlung haben...

:winken:

Nach oben 26.05.2012, 12:52 Nach unten

Öl, Mischtechnik

Beitrag  Re: Hilfsmittel in der Malerei? Watn dat???
ja, buch schreiben! :dafuer: :dafuer: :grins:

wenn man schon tausende akte oder gebäude oder tiere gezeichnet hat, dann schafft man die sache vielleicht auch ohne hilfsmittel.
ansonsten ist ihr einsatz dort, wo etwas realistisch abgebildet werden soll, eher schwer wegzudenken.

rastern mag ich aus verschiedenen, auch aus den von dir aufgezeigten gründen nicht. auch durchpausen tu ich nicht, und auch nichts auf die leinwand beamen.

wenn ich aber dran denke, wie viele figuren und sonstige objekte sich oft auf den bildern alter meister oder gar auf freskos befinden, würd ich das vielleicht auch tun... :mrgreen: es ist schon schwer genug, eine einzelne person gut darzustellen, aber erst recht ein gewimmel von personen, tieren, gebäuden, landschaft...
ich glaube nicht, dass irgendein mensch in der lage ist, ein großes fresko oder riesiges bild mit vielen personen und sonstigem ohne jedes hilfsmittel darzustellen, das hat sicher nichts mit mangelndem genie zu tun.

Nach oben 26.05.2012, 13:13 Nach unten

Acryl, Öl

Beitrag  Re: Hilfsmittel in der Malerei? Watn dat???
Lieber Andreas, danke für diesen lehrreichen, informativen und interessanten Artikel. Ich finde es großartig von dir, dass du dir die Mühe machst, uns an deinem immensen Wissen teilhaben zu lassen. Ich schließe mich ebenfalls Gabis Worten an. Wenn du was erklärst, ist es verständlich und nachvollziehbar. Ich schätze das sehr und bestelle schon jetzt ein Exemplar des Buches, dass du hoffentlich schreiben wirst. :grins:

Im Ernst Andreas, durch deine Beiträge habe ich schon mehr gelernt als in meinen vielen Büchern, ich bin dir sehr dankbar dafür!

Nach oben 26.05.2012, 13:15 Nach unten

Beitrag  Re: Hilfsmittel in der Malerei? Watn dat???
Hola Kunstalien,

das sehe ich auch so, aber ich wehre mich vehement gegen den Begriff „Genie“! Es gibt kaum einen ähnlichen Begriff, der so dermaßen missbraucht wurde und ich bevorzuge dieses Wort in seiner ursprünglichen Bedeutung, also aus dem griechischen für „der Erzeuger“ zu verwenden.

Ob nun „das Handwerkliche“ maßgebenden Einfluss auf das Endprodukt hat, ist ein anderes Thema und wohl eher individuell zu betrachten, zudem die Beschränkung auf das reine Handwerkliche für mich eher zum Kunsthandwerk führt und die Voraussetzungen zur Erschaffung von Kunstwerken wesentlich umfassender zu sehen sind.

LG :spanien1:
Andreas

Nach oben 26.05.2012, 13:19 Nach unten

Öl, Mischtechnik

Beitrag  Re: Hilfsmittel in der Malerei? Watn dat???
was das handwerkliche betrifft, denke ich das für mich halt so: gutes handwerk macht nicht automatisch ein kunstwerk aus, aber ohne jedes handwerkliche können schauts da auch ziemlich düster aus... :wink:

Nach oben 26.05.2012, 13:37 Nach unten

Beitrag  Re: Hilfsmittel in der Malerei? Watn dat???
Beitrag: Re: Hilfsmittel in der Malerei? Watn dat??? - 26.05.2012, 13:15 mozartkugel hat geschrieben:
Lieber Andreas, danke für diesen lehrreichen, informativen und interessanten Artikel. Ich finde es großartig von dir, dass du dir die Mühe machst, uns an deinem immensen Wissen teilhaben zu lassen. Ich schließe mich ebenfalls Gabis Worte an. Wenn du was erklärst, ist es verständlich und nachvollziehbar. Ich schätze das sehr und bestelle schon jetzt ein Exemplar des Buches, dass du hoffentlich schreiben wirst. :grins:

Im Ernst Andreas, durch deine Beiträge habe ich schon mehr gelernt als in meinen vielen Büchern, ich bin dir sehr dankbar dafür!

Hannelore hat genau das geschrieben was ich auch dachte - :bluemchen: danke dafür!

Nach oben 26.05.2012, 14:33 Nach unten

Aquarell, Öl, Pastellkreiden

Beitrag  Re: Hilfsmittel in der Malerei? Watn dat???
Beitrag: Re: Hilfsmittel in der Malerei? Watn dat??? - 26.05.2012, 13:19 arte60 hat geschrieben:
Hola Kunstalien,

das sehe ich auch so, aber ich wehre mich vehement gegen den Begriff „Genie“! Es gibt kaum einen ähnlichen Begriff, der so dermaßen missbraucht wurde und ich bevorzuge dieses Wort in seiner ursprünglichen Bedeutung, also aus dem griechischen für „der Erzeuger“ zu verwenden.

Ob nun „das Handwerkliche“ maßgebenden Einfluss auf das Endprodukt hat, ist ein anderes Thema und wohl eher individuell zu betrachten, zudem die Beschränkung auf das reine Handwerkliche für mich eher zum Kunsthandwerk führt und die Voraussetzungen zur Erschaffung von Kunstwerken wesentlich umfassender zu sehen sind.

LG :spanien1:
Andreas


halo buchautor in spe,

jo, das verstehe ich. wobei *der erzeuger* irgendwie auch nicht paßt. ist halt dieser schöpferische universelle funke, der aus manchen bildern spricht und aus vielen eben nicht. beethoven wars glaub ich, der mal gesagt hat, die musik fließt ihm zu, er komponiert sie nicht selbst, sondern *es* komponiert - so ähnlich eben. und er war auch nicht der einzige künstler/schriftsteller/gelehrte/wissenschaftler usw., der das so empfunden hat. ich denke, wenn nicht ein *ich* der *erzeuger* ist, sondern ein *es malt durch mich* , dann sind es meisterwerke. so ähnlich halt.

:winken:

Nach oben 26.05.2012, 15:15 Nach unten
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