"Das Geheimnis der Kunst liegt darin, dass man nicht sucht, sondern findet." (Pablo Picasso)




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 Frauenfeindlichkeit und Obszönität in der Aktmalerei 
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PC

Beitrag  Re: Frauenfeindlichkeit und Obszönität in der Aktmalerei
@Norbert: Diskussionsthemen wie diese stehen all denjenigen frei zur Verfügung, die dazu inhaltlich etwas beitragen wollen. :wink:

@Seke und andere: Die einzige inhaltlich-relevante Frage zur Untersagung solcher Bilder ist, ob es rechtlich bedenklich ist. Dies entscheiden in letzter Instanz entweder wir Betreiber nach eigenem Ermessen, nach entsprechender Amtsmitteilung oder auf Rechtswegen.

Die Vorschläge zur Handhabung wurden bereits teilweise in ein eigenes Thema abgetrennt und werden dort diskutiert:
Deklaration von "Anstößigen Bildern"

:offtopic:

Nach oben 14.09.2010, 13:08 Nach unten

Beitrag  Re: Frauenfeindlichkeit und Obszönität in der Aktmalerei
Beitrag: Re: Frauenfeindlichkeit und Obszönität in der Aktmalerei - 14.09.2010, 12:23 Seke hat geschrieben:

Ich verstehe aber inzwischen, dass man es auch anders betrachten kann. Erfahrungen, Emotionen, unterschiedliche Generationen...alles spielt mit rein.

Ich bin auch dafür, solche Bilder zu kennzeichnen. Doch stellen sich mir dabei ein paar Fragen: Wo fängt die Zensur an, wo hört sie auf? Wer darf das entscheiden? Müssen wir eine Ab-18-Kategorie anlegen? Ich befürchte, dass es dann völlig unbegründete Zensuren gibt...


Genau deswegen werden wir hier nie auf einen Nenner kommen. Was dann auch "gerechte" Maßnahmen gegen - sagen wir mal - "zu gewagter" Aktmalerei, so gut wie unmöglich macht. Irgendjemand bleibt immer auf der Strecke.

@Norbert
Das ist ein Forum...

Nach oben 14.09.2010, 13:15 Nach unten

Beitrag  Re: Frauenfeindlichkeit und Obszönität in der Aktmalerei
Beitrag: Re: Ein bisschen Spass muss sein... - 15.09.2010, 15:39 Adrian hat geschrieben:
@Astrila, Gigirouge, XLisiX: Ich kann Euch beim besten Willen nicht verstehen. Ich kann verstehen, dass es 1.persönliche Probleme im Umgang mit speziellen Themen gibt, ich kann allerdings nicht verstehen 2.wie man das auf den Maler projeziert, ihm 3. Unsensibilität unterstellt und 4.am liebsten verbieten möchte, dass das gezeigt wird.


Lieber Adrian!
Zu 1.
Persönliches trägt jeder mit sich herum! Selbst wenn man versucht objektiv zu bleiben, bringt man seine Empfindungen, die durch persönlich Erlebtes beeinträchtigt sind, in die Betrachtung eines Gegenstandes oder Bildes mit ein. Probleme habe ich persönlich nicht mit der Darstellung des nackten Körpers (als spezielles thema) , sehr wohl aber damit, den Körper als "Gebrauchsgegenstand" zu betrachten. Denn hinter jedem Akt steht der Mensch, der mit Würde und Respekt behandelt und dargestellt werden sollte. (ich weiss, ich bin Idealist, auch wenn es unmodern sein sollte :grins: )

zu 2.
In jedes Bild eines Malers fließt die Gedankenwelt, das Empfinden und seine Sicht der Umwelt mit ein. (Und berichtigt mich, wenn das bei jemanden anders ist) Natürlich trifft man als Betrachter eines Bildes dann auch Rückschlüsse auf den Maler. Wenn man wie Eddieshu nur Aktbilder in sehr provokanten Posen einstellt, dann denke ich mir als Frau, dass er sehr schamlippenfokussiert (was für ein Wort....) ist. Das alleine ist es aber noch gar nicht. Wenn man dazu die Äusserungen aus seinem Fotografenalltag liest, so a la "95% der Frauen unter 30 sind rasiert", dann fange ich schon an, mir meinen Teil dazu zusammenzureimen und vermenge das mit meiner Bildbetrachtung.
Jedes Bild löst in seinem Betrachter etwas aus und ich hoffe doch, dass es hier möglich sein sollte, diese Meinung, ob positiv oder negativ auch kundzutun. Man muss ja nicht gleicher Ansicht sein!

zu 3. (War zu Norberts Thread und ist bereits beantwortet)

zu 4.
Zitat von mir :oops: "....hat das meiner Meinung nach in einem öffentlichen Forum nichts verloren."
Hier hab ich wohl etwas übers Ziel hinausgeschossen und möchte mich dafür entschuldigen!

Aber von verbieten, wie du meintest, Adrian, kann keine Rede sein.

Nach oben 15.09.2010, 20:21 Nach unten

Beitrag  Re: Frauenfeindlichkeit und Obszönität in der Aktmalerei
XLisiX das ist erschreckend. Sind wir wieder in der Steinzeit angelangt. Hexenjagd ist eröffnet. Ich kann dir nicht mehr folgen. Und werde das auch nicht tun. Ringt mir auch nur ein müdes Lächeln ab.
Du hast bei mir im Thread geschrieben.
XLisiX hat geschrieben:
“ zu 4.
Zitat von mir "....hat das meiner Meinung nach in einem öffentlichen Forum nichts verloren."
Hier hab ich wohl etwas übers Ziel hinausgeschossen und möchte mich dafür entschuldigen!

Ist angenommen.OK
Grüße Norbert

Nach oben 15.09.2010, 20:44 Nach unten

Beitrag  Re: Frauenfeindlichkeit und Obszönität in der Aktmalerei
Beitrag: Re: Frauenfeindlichkeit und Obszönität in der Aktmalerei - 15.09.2010, 20:44 Norbert hat geschrieben:
XLisiX das ist erschreckend. Sind wir wieder in der Steinzeit angelangt. Hexenjagd ist eröffnet. Ich kann dir nicht mehr folgen. Und werde das auch nicht tun. Ringt mir auch nur ein müdes Lächeln ab.
Du hast bei mir im Thread geschrieben.
XLisiX hat geschrieben:
“ zu 4.
Zitat von mir "....hat das meiner Meinung nach in einem öffentlichen Forum nichts verloren."
Hier hab ich wohl etwas übers Ziel hinausgeschossen und möchte mich dafür entschuldigen!

Ist angenommen.OK
Grüße Norbert


Das muss ich jetzt aber nicht mehr verstehen...... :mhh: :gruebel:
Und Norbert, bei dir wollte ich mich eigentlich nicht entschuldigen....

Nach oben 15.09.2010, 20:56 Nach unten

PC

Beitrag  Re: Frauenfeindlichkeit und Obszönität in der Aktmalerei
Hallo Lisi, Danke für die separate Stellungnahmen hier aus dem Thema Ein bisschen Spass muss sein...

zu 1.): Das verstehe ich (wie mehrfach betont) voll und ganz, und ausdrücklich ohne jegliche Bewertung desjenigen, der diese individuellen Probleme hat. Darüber kann man freundschaftlich reden, Verständnis fördern und nach gemeinsamen Lösungen suchen, das ist aus meiner Sicht selbstverständlich.

zu 2.-4.): Diese Art von Interpretationen ist gefährlich, insbesondere dann wenn man es anderen vorwirft und eine untermauernde Faktenlage dünn ist. Eine sachliche Aussage z.B., dass "95% der Frauen unter 30 rasiert sind", ist eine Aussage - nicht mehr. Woher speziell diese Zahl stammt wissen wir nicht, umso hinterfragwürdiger ist das. Eine repräsentative Erhebung ergab jedenfalls folgende Statistik, die zumindest größenordnungstechnisch dem einigermaßen Nahe kommt und somit akzeptiert werden kann (ob nun 70, 80 oder 95 % halte ich für sekundär und in diesem Kontext sowieso für nebensächlich, ist aber eine nicht zu leugnende Realität und heutzutage alles andere als "anzüglich")
Repräsentative Umfrage "An welchen Körperteilen rasieren Sie sich?":
Dateianhang:
Aufnahme1.jpg

Quelle: http://de.statista.com/statistik/daten/ ... eschlecht/ November 2008

Auch wenn das für das eigentliche Thema nebensächlich sein mag, so ist es doch verständlich dass Maler damit argumentieren, an der Sache oder Art der Darstellung selbst wäre nichts Ungewöhnliches.

In Summe rate ich jedenfalls dazu, solche persönlichen Unterstellungen oder vagen Interpretationen für sich zu behalten, da diese niemandem etwas bringen und nur für Ärger bei allen Beteiligten sorgen. Anders sieht es aus bei faktischem Fehlverhalten (z.B. Regelverstöße, Gesetzesbrüche, Beleidigungen, etc.), das kann man dann auch dem Verursacher vorwerfen bzw. Konsequenzen daraus fordern.

@Norbert: Wenn wir in der Steinzeit wären, wäre das mit dem Internetforum Kritzelmeister etwas schwierig und wir hätten dieses Thema gar nicht :wink:. Zumindest muss man auf der anderen Seite auch verstehen können, dass andere Menschen auch andere Empfindungen haben können - aus welchen Gründen und ob man daran persönlich etwas ändern kann, will oder soll, oder nicht, ist eine andere Frage. Aber möglicherweise kann man ihnen weiterhelfen, indem man versucht Verständnis zu fördern und Ansichten mitzuteilen.

Nach oben 15.09.2010, 21:00 Nach unten

Beitrag  Re: Frauenfeindlichkeit und Obszönität in der Aktmalerei
Beitrag: Re: Frauenfeindlichkeit und Obszönität in der Aktmalerei - 15.09.2010, 21:00 Adrian hat geschrieben:
.....Aber möglicherweise kann man ihnen weiterhelfen, indem man versucht Verständnis zu fördern und Ansichten mitzuteilen.


:kapituliere: Meine Mitteilungen sind zwar nicht mehr gefragt, doch ich möchte zu Deinem Zitat, lieber Adrian, noch sagen, dass ich Verständnis und Toleranz habe, für Mitglieder, die gewisse Bilder toll finden oder male etc., doch bleibe ich bei meinen Empfindungen und hoffe, dass diese ebenso toleriert werden. Eine Medaille hat nicht nur eine Seite. Beide Seiten sind vorhanden.

Nach oben 16.09.2010, 07:33 Nach unten

Aquarell, Acryl

Beitrag  Re: Frauenfeindlichkeit und Obszönität in der Aktmalerei
ich bin echt erschrocken, was für eine endlose Diskussion ein Bild auslösen konnte!
Ich habe mal einen schönen bayerischen Spruch gehört, den ich (als Nicht-Bayer) lieber auf Schriftdeutsch wiedergebe:

Die Katze mag Mäuse - ich mag's nicht

Bei einem seiner Bilder hat eddie auf eine Anfrage hin geäußert, er liebe frivole Szenen und Darstellungen - ich liebe so etwas nicht und verzichte seither auf's Anschauen und Kommentieren seiner Bilder.
:mhh: :hmm: :mhh: :hmm: :hmm:

Nach oben 16.09.2010, 21:41 Nach unten

PC

Beitrag  Re: Frauenfeindlichkeit und Obszönität in der Aktmalerei
@bad pitt: Wir sind hier schon etwas vorangekommen:
Deklaration von "Anstößigen Bildern"

Hier auch nochmals der Aufruf an alle potenziell Betroffenen sich daran zu beteiligen :winken:

Nach oben 16.09.2010, 21:48 Nach unten

aquarell, acryl

Beitrag  Re: Frauenfeindlichkeit und Obszönität in der Aktmalerei
Ich habe jetzt nicht alle Beiträge zu dem Thema gelesen, aber das was ich gelesen habe regt mich doch zum Nachdenken an. Ist ein weiblicher Körper was obszönes - und bei welchen Teilen/Darstellungen fängt obszön an? Ist es frauenverachtend wenn man eine Frau malt - ich gehe davon aus dass die Maler die Frau schön und anregend finden und sie deshalb malen. Würde er sie malen wenn er die Frauen verachten würden? Ist eine Vagina etwas Verwerfliches das man nicht malen, ansehen etc. darf? Ist nicht der Großteil von uns durch eine Vagina auf die Welt gekommen (die Kaiserschnitte mal ausgenommen :-) ). Wir haben doch als Frauen auch die Freiheit einen Penis zu malen ( wär doch mal ein Thema :rofl: :rofl: :rofl: ). Und ist es nicht das Privileg der "Künstler" die "künstlerische Freiheit" für sich zu beanspruchen? Ich kann das Bild doch jederzeit wegklicken wenn es mich unangenehm berührt, niemand zwingt mich es anzusehen - ich brauche nur eine Sekunde um es wegzuklicken. Was mache ich auf der Straße wenn ich eine pornographische Werbung quadratmetergroß sehe? Laufe ich dann weg oder verlange ich dass diese extra gekennzeichnet wird? Haben wir keine dringlicheren Probleme auf der Welt???? Nix für ungut aber wir sind doch alle erwachsen (und diejenigen die es nicht sind die sehen im Fernsehen ganz andere Sachen....) und haben die Freiheit das Bild wegzuklicken. Dann müsste man ja in Zukunft auch mißglückte Blumendarstellungen kennzeichnen...von manchen ist man ja auch wirklich peinlich berührt aber solange etwas nicht gegen die Grundsätze der Pornographie verstößt sollten wir doch drüberstehen....

Nach oben 20.09.2010, 21:15 Nach unten

Öl

Beitrag  Re: Frauenfeindlichkeit und Obszönität in der Aktmalerei
Hallo Beate,
wäre furchtbar nett, quasi aus Gründen der Wertschätzung :D den anderen Diskussionsteilnehmern gegenüber, wenn du dir vielleicht doch mal gelegentlich die Zeit nehmen würdest, dir die 5 Seiten an Diskussionsmaterial durch zu lesen.
Das zeigt dir möglicherweise die Antworten auf deine Fragen auf. Oder mögliche Ansätze zu Antworten auf deine Fragen... :D
Liebe Grüße,
Ellen

Nach oben 20.09.2010, 23:32 Nach unten

PC

Beitrag  Re: Frauenfeindlichkeit und Obszönität in der Aktmalerei
Hallo Beate,

was sich bisher nach meinem Verständnis unter anderem hier in diesem Thema herauskristallisiert hat, ist:

1.) dass man solche Empfindungsbegriffe wie "obszön", "anstößig" oder "frauenfeindlich" nur schwer sachlich greifen kann, da das jeweilige Empfinden stark von Betrachter zu Betrachter variiert.

2.) dass diese Empfindungen von Außenstehenden, die das nicht betrifft, nur schwer nachvollziehbar sind.

3.) dass das, was man rational "sollte" und "wie man damit am besten umgehe", immer eine persönliche Entscheidung ist; aber dass das, was erlaubt ist, hingegen eine demokratische Mehrheitsentscheidung ist. Dies konkurriert manchmal miteinander ähnlich wie "persönliche Überzeugungen" jeglicher Art.

4.) dass der einzige wirklich sinnvolle Ansatz zu sein scheint, sich jeweils darüber verständnisvoll und freundschaftlich auszutauschen, unterschiedliche Meinungen und Ansichten ernsthaft und offen versuchen zu verstehen, sich dabei gegenseitig in Toleranz zu üben, und dort wo es möglich ist nach praktikablen Lösungen zu suchen.

Nach oben 20.09.2010, 23:45 Nach unten
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