"Kreativität heißt: Erfinden, experimentieren, Risiken eingehen, Regeln brechen, Fehler machen und Spaß haben." (Mary Lou Cook)




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 Seinen «eigenen Stil» finden ...? 
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Beitrag  Re: Seinen «eigenen Stil» finden ...?
Nadia,ich finde es Klasse,das Du Dich überhaupt nicht unter Druck setzen läßt.Ich habe das jetzt schon bei mehreren Beiträgen von Dir bewundert

Nach oben 08.06.2010, 13:27 Nach unten

Beitrag  Re: Seinen «eigenen Stil» finden ...?
Beitrag: Re: Seinen «eigenen Stil» finden ...? - 06.06.2010, 08:23 Traveller hat geschrieben:
Beitrag: Re: Seinen «eigenen Stil» finden ...? - 04.06.2010, 23:25 eccola1 hat geschrieben:
Ich kenne eine Kuenstlerin, die malt mit Tusche.
Linien... auf Papier ... und sie sagt: "Sobald ich merke, dass ich anfang zu denken, dann leg ich den Stift/Pinsel weg und mach was anderes."
Ihr Stil entwickelt sich organisch aus ihr Selbst. Das ist gut zu sehen und interessant zu beobachten.


ich habe im letzten Herbst mal ein "Klecks-und-kritzel-Seminar" mitgemacht
am Vormittag hat unsere kleine Gruppe (6 Frauen) mit Acrylfarben, Pinseln, Spachteln, Fingern zuerst auf Papier, dann auf Leinwänden gearbeitet; alles im Format 20 x 20
wichtigste Vorgabe: NICHT DENKEN !!

am Nachmittag haben wir dann mit den Werken theoretisch weitergemacht (Farben, Formen, was passt zusammen, welche Kombinationen geben Spannung etc.)

an Ende sollte jeder seine Bilder aus der Sammlung von 70 (!) Leinwänden heraussuchen
und nachdem wir sie alle an einem großen Tisch vor uns liegen hatten, konnte man erkennen, dass jeder so etwas wie einen "eigenen Stil" hatte
Bilder, die noch auf dem Tisch lagen, konnten ganz klar einer von uns zugeordnet werden
und das, obwohl die einzelnen Werke schon sehr unterschiedlich waren

anscheinend arbeitet das das Unterbewusstsein kräftig mit beim Malen "ohne Denken"


Hallo Adrian, hallo Eccola, hallo Traveller,

das Unbewußte spielt, denke ich eine Rolle beim eigenen Stil. Aber wie entwickelt man sich dann weiter?

Doch nicht nur, indem man durch permanentes Arbeiten seine Fähigkeiten erweitert und dadurch einfach mehr Möglichkeiten des Ausdrucks hat. Das greift mir zu kurz.

Wie wird ein Stil "reifer"?

Viele Grüße,
Rohrdommel

Nach oben 08.06.2010, 16:22 Nach unten

Mixed

Beitrag  Re: Seinen «eigenen Stil» finden ...?
Na, da muss man erst mal definieren, was reif heisst.

Rohrdommel schreibt:
Aber wie entwickelt man sich dann weiter?
Doch nicht nur, indem man durch permanentes Arbeiten seine Fähigkeiten erweitert und dadurch einfach mehr Möglichkeiten des Ausdrucks hat. Das greift mir zu kurz
.

Ich denke: Indem man genau das tut, was du beschreibst ... und indem man lebt, indem man sich auseinandersetzt und mit anderen KuenstlerInnen redet. Indem man sich und auch die Welt besser kennenlernt. Indem man vielleicht Theorie hinter seine Kunst setzt. Indem man ausstellt und hoert, was andere zu sagen haben.... so stell ich mir das vor.
[b]Indem man Fragen stellt und nicht aufhoert neugierig zu sein und das Wachstum zulaesst. [/b]

Rainer Maria Rilke
...Da gibt es kein Messen mit der Zeit, da gilt kein Jahr, und zehn Jahre sind nichts, Künstler sein heißt: nicht rechnen und zählen; reifen wie der Baum, der seine Säfte nicht drängt und getrost in den Stürmen des Frühlings steht ohne die Angst, daß dahinter kein Sommer kommen könnte. Er kommt doch. Aber er kommt nur zu den Geduldigen, die da sind, als ob die Ewigkeit vor ihnen läge, so sorglos still und weit. Ich lerne es täglich, lerne es unter Schmerzen, denen ich dankbar bin: Geduld ist alles! ...

Nach oben 10.06.2010, 11:33 Nach unten

Beitrag  Re: Seinen «eigenen Stil» finden ...?
das Zitat mag ich
vor allem die Formulierung "nicht rechnen und zählen"
das heißt für mich: nicht zu viel wollen, mehr spüren, zulassen

die Aufmerksamkeit der Umgebung gegenüber, in allen Facetten, das Aufnehmen all der Eindrücke ist wohl eine wichtige Grundlage
und dann müssen sich diese Eindrücke in mir drin verbinden, transformieren und treten wieder hervor
und dadurch, dass die Eindrücke durch mich hindurch wandern, steckt dann ein Stück "ich" in dem, was aus den Eindrücken wird
ich spüre das immer stark beim Schreiben, vor allem bei Lyrik
und ich möchte das irgendwann auch auf die Malerei übertragen können

Nach oben 10.06.2010, 11:59 Nach unten

Acrylmalerei

Beitrag  Re: Seinen «eigenen Stil» finden ...?
Hallo Ihr Lieben

Eure Beiträge habe ich mit grosser Aufmerksamkeit und mehrfach gelesen, und danke Euch herzlich dafür! In mir hat sich nun vieles geklärt, auch wenn es in manchem eine Bestätigung dessen ist, was ich dachte oder ahnte. Das Thema beunruhigt mich jetzt nicht mehr.

@ Astrid:
«Stil ist AUsdruck der Körperlichkeit» – das werde ich speziell beobachten. Interessanter Hinweis!
Dass du Rilke zitierst, gefällt mir natürlich sehr. In meiner Galerie kannst du sehen, wie gerne ich Bilder mit Rilke-Texten benenne, weil ich da manchmal eine tiefe Verwandtschaft empfinde.

@ Pinselöhrchen:
Deine Selbstdisziplin mit den «hässlichen Personen» finde ich sehr anregend. In diese Richtung habe ich auch schon gedacht, dies aber nie ernsthaft umgesetzt.

Herzlich
Euer armando

Nach oben 13.06.2010, 17:31 Nach unten

Beitrag  Re: Seinen «eigenen Stil» finden ...?
Ja genau, das, was man sieht, hört, erlebt, muß Teil von einem selbst werden, Traveller und eccola. (hallo Euch beiden).

Ich glaube das ist es, sich immer wieder erneuern, das ist das Anstrengende in der künstlerischen Arbeit. Einmal dadurch. daß einen auch "kleines" Erlebtes, Gehörtes, Gesehenes, Getanes usw. verändert, ich fürchte,d as gehört zum Künstlersein dazu....- aber auch noch mal durch diese Tranformation des Erlebten, Gehrörten usw. in etwas Neues, eben das, was dann vor allem bei künstlerischer Arbeit passiert.

Das wiederum, diese Transformation, die man da erlebt, verändert einen nochmal. Und ich glaube, letztendlich ist das künstlerische Reifen vor allem in der antrengenden Veränderung begründet, die man immer wieder durch die Transformations-Arbeit (sozusagen) durchmacht.

Ist jetzt bloß ein erster Denkansatz als Antwort auf Eure Impulse. Aber der fühlt sich erstmal stimmig für mich an.

Viele Grüße
Rohrdommel

Nach oben 15.06.2010, 10:51 Nach unten

Mixed

Beitrag  Re: Seinen «eigenen Stil» finden ...?
:knuddelbunt: :knuddelbunt: jaaaaaaaaa :knuddelbunt: :knuddelbunt:

Nach oben 15.06.2010, 11:27 Nach unten

Beitrag  Re: Seinen «eigenen Stil» finden ...?
Zitat:
4. Wie pflegt man den «eigenen Stil», ohne dass das einen einschränkt?


Ganz schwierig! Ich kenne Galeristen, die dringend empfehlen, den eigenen Wiedererkennungswert zu pflegen. Das heißt im schlechtesten Fall: Auf demselben Ticket ewig weiter reisen, schöne Variationen desselben Ansatzes herstellen.
Selbst male ich in mehreren Stilen. Zu Stil gleich noch was.


Zitat:
3. Wie fördert man die Entwicklung eines eigenen Stils?


Ich denke, durch häufiges Malen, Zeichnen und natürlich Denken. Der eigene Stil ist die eigene Auffassung von Malerei. Die eigene Auffassung unterscheidet sich zwangsläufig immer von anderen. Aber es dauert wahrscheinlich Jahrzehnte, bis man eine eigene Sichtweise und Auffassung hat.
Vieles an Malerei ist weit unterhalb der Schwelle "zur eigenen Sprache" und Auffassung. Wenn man es auf das Schreiben von Romanen überträgt, würde ich sagen, dass nahezu alle sich mit Rechtschreibung und Grammatik beschäftigen, während das Endziel ja die Mitteilung von eigenen Gedanken mittels Sprache ist.

Zitat:
2. Warum MUSS man seinen eigenen Stil finden und pflegen?
– Bleibt man auf ewig Schüler und Epigone seiner Lehrer und Vorbilder?
– Sind Bilder, die Einflüsse von Vorbildern zeigen, in jedem Fall schlechter und weniger wertvoll?
– Was, wenn ein Schüler seinen Meister überflügelt, aber dennoch bleibt der Einfluss sichtbar?

Der eigene Stil ist wahrscheinlich die Summe der darstellerischen und gedanklichen Eigenheiten, die man entwickelt hat. Leider verwechseln es nahezu alle mit den gestalterischen Attitüden eines Künstlers.
Den oder die eigenen Stile findet man, wenn man sich mit Kunst beschäftigt. Leider befassen sich die meisten mit Maltechnik. Das hat mit Handwerk und Attitüde zu tun.
Stil ist für mich Denken mit Farben. Da erkennt man schon, wer wie denkt. Vorausgesetzt es wurde mit Farbe gedacht.
Man bleibt auch immer Schüler seiner Leherer, aber man kann sie selbstverständlich auch überflügeln. Man denke mal an Klimt und Schiele. Da hat der weniger bekannte Schüler den Lehrer meines Erachtens locker überflügelt.
Man lernt auch an seinen Vorbildern, eine anfängliche Ähnlichkeit ist ehrenhaft. Sie zeigt ja, dass man sich mit denen, die vor einem lebten, auseinander gesetzt hat. Niemand kann heute so malen, als hätte es vor ihm nichts gegeben. Wer es dennoch tut, ist weit entfernt Kunst zu machen.
Wie schon erwähnt, der eigene Stil sind die eigenen Gedanken.
Zitat:
1. Was ist das genau, ein eigener Stil?
– Es muss ja mehr sein als eine «Masche», mit der man gewohnheitsmässig Motive aussucht, Bildthemen bearbeitet, Bildelemente anordnet, Farben auswählt und kombiniert, Striche führt, Gesichtsausdrücke prägt, Stilleben arrangiert – aber was ist es denn?
– Beispiel: Picasso hat sich stetig weiter entwickelt ... und hat trotzdem irgendwie seinen eigenen Stil.
– Woran erkennt man im Einzelfall den «eigenen Stil», wo ist die Grenze zur Stillosigkeit?

Der eigene Stil ist wohl äußere Erscheinung dessen, was man unwiederholbar der Menschheitskunst hinzufügt. Die eigene Sichtweise. Wenn ich das Foto meiner Großmutter in Öl bringe oder mich in Mondrian eindenke und Harmonien in "dieser Weise" male, ist das noch kein selbstständiger Denkansatz.
Man sagt ja ( er selbst auch) Gerhart Richter habe keinen Stil. Ich finde, das stimmt zum Teil, aber oft erkenne ich ihn an seinen Werken wieder. Er macht geometrische Sachen, zum Teil fotorealistische Verfremdungen usw. Sein Denkansatz hat Wiedererkennungswert, also hat er schon einen Stil. Eine Pinselführung a la Van Gogh würde ich heutzutage keinem mehr abkaufen. Das könnte man als angeeignete billige Attitüde werten.
Man könnte auch Stil als Interessensgebiet bezeichnen. Jemand der abstrakt oder gegenständlich malt, hat ja eine Triebfeder. Das ist oft nur banal die Abbildung mit Wiedererkennungswert, oft genug aber auch nicht. Am Interesse welches hinter dem Gegenstand manchmal sichtbar wird, kann man einen Denkstil und ein Interessensgebiet erkennen.
Man sieht bei Picasso z.B. auf allen Arbeiten ein großes Interesse am Gegenstand und an der Farbe. Er hat die gegenständliche Welt immer mehr in vor allem graphische Kürzel zerlegt ohne jemals rein abstrakt zu werden. Hinter seinen Arbeiten steckt ein ganz bestimmtes Bedürfnis nach Formzergliederung und Harmonie, immer gepaart mit einer neuen Bildidee und unerwarteten Grotesken oder Bizarrheiten.
Stillosigkeit ist dagegen Mangel an eigenem Ausdruck und zeugt von wenig Sachinteresse. Wer stillos ist, ist nicht in vielen Stilen "zu Hause", sondern beschäftigt sich mit nichts intensiv und wenn doch, dann ohne Ergebnis, also anders als z.B. Gerhard Richter. Stillosigkeit resultiert aus Armut, jemand der wie Picasso viel Unterschiedliches gemacht hat, besaß stilistischen Reichtum, so würde ich unterscheiden.
zugast

Nach oben 17.08.2010, 18:13 Nach unten

Beitrag  Re: Seinen «eigenen Stil» finden ...?
Lieber Grübler,
wer sagt Dir denn, daß Du deinen eigenen Stil finden mußt?
Ist es nicht schöner, so viel wie möglich mit den Augen zu stehlen, auszuprobieren und dann zu entscheiden, was Dir gefällt?
Ein eigener Stil ist ein großer Begriff, aber wie so viele möchte ich den gar nicht haben. Ich will weiter mit den Augen stehlen, ausprobieren, einfach malen, malen , malen.... das andere das persönliche kommt dann von allein, weil es sich wie ein roter Faden durch deine Bilder zieht

liebe Grüße, Sanni

Nach oben 20.08.2010, 17:13 Nach unten

Beitrag  Re: Seinen «eigenen Stil» finden ...?
Ich glaube dass eigene Still (malen) kann man nicht finden-es findet dich.....
Das braucht Zeit und Übung und so was entwickelt sich dann von alleine.

Nach oben 20.08.2010, 17:17 Nach unten

Acrylmalerei

Beitrag  Re: Seinen «eigenen Stil» finden ...?
Heute gefunden im Buch «Das kann ich auch!» Gebrauchsanweisung für moderne Kunst, von Chrstian Saehrendt und Steen T. Kittl, Dumont:

«Galeristen und Fachkundige können nie mit Bestimmtheit sagen, ob ein vielversprechender Künstler die Erwartungen auf Dauer erfüllen kann oder ob seine Quelle künstlerischer Inspiration versiegt und er irgendwann beginnt, sich selbst zu kopieren – vielleicht sogar, ohne es selbst zu wissen. Der Grat zwischen künstlerischer Vision und routiniertem persönlichen Stil ist äusserst schmal.»

Nach oben 24.08.2010, 18:24 Nach unten

PC

Beitrag  Re: Seinen «eigenen Stil» finden ...?
Beitrag: Re: Seinen «eigenen Stil» finden ...? - 24.08.2010, 18:24 armando hat geschrieben:
Heute gefunden im Buch «Das kann ich auch!» Gebrauchsanweisung für moderne Kunst, von Chrstian Saehrendt und Steen T. Kittl, Dumont:Der Grat zwischen künstlerischer Vision und routiniertem persönlichen Stil ist äusserst schmal.»


Das Buch habe ich auch - beide :D :arrow: Das sagt mir was: Sprachführer Deutsch - Kunst / Kunst - Deutsch

Nur stellenweise finde ich es etwas einseitig-oberflächlich, man könnte nämlich in obigen Kontext auch treffender sagen (was Selbstkopien mit einschließt):

Der Grat zwischen kopierender Stil-Illusion und tatsächlichem persönlichen Stil ist äußerst schmal.

Nach oben 24.08.2010, 18:34 Nach unten

Acrylmalerei

Beitrag  Re: Seinen «eigenen Stil» finden ...?
Beitrag: Re: Seinen «eigenen Stil» finden ...? - 24.08.2010, 18:34 Adrian hat geschrieben:

Nur stellenweise finde ich es etwas einseitig-oberflächlich,

Na klar, hier soll doch die Kunst auch etwas vom hohen Sockel heruntergeholt und zu einem «niederschwelligen Angebot» werden.

Zitat:
man könnte nämlich in obigen Kontext auch treffender sagen (was Selbstkopien mit einschließt):
Der Grat zwischen kopierender Stil-Illusion und tatsächlichem persönlichen Stil ist äußerst schmal.


Stimmt, könnte man auch so sagen.
(Nachdem ich in diesem Satz schon einen Rechtschreibfehler korrigieren musste, würde mich eine inhaltliche Unschärfe auch nicht mehr so verwundern ...)

armando

Nach oben 24.08.2010, 19:30 Nach unten

Beitrag  Re: Seinen «eigenen Stil» finden ...?
Hallo liebe Kritzler ,jetzt möchte ich gerne auch mal was beitragen.
1.Ist es wichtig ob etwas Stiel hat?
2Wer sagt das es Stielvoll ist?
3.Meistens wurden die Stielrichtungen erst im nächsten Jahrhundert verstanden
4.Wenn man Krampfhaft seinen Stiel sucht wem bringt es was?
5.Kann man sich da überhaupt noch entwickeln ,wenn man nach den Algemeingültigen
Richtlinien funktioniert,was zu sein hat und was nicht
Ich Denke Menschen sind wie geschlossene Austern,jeder für sich eine besondere Perle als Inhalt,und das sollte man versuchen raus zu holen.Den die Vorgeschriebenen Art und Weisen
wie was zu sein hat,bringt nur altes hervor.Wenn man einen Quantensprung machen will
dann nicht mit den alten Atributen,sondern einen neuen Weg suchen der eine Sichtänderung bringt.Also kurtz und gut holt mal eure Perlen hervor.Es ist zwar mühsam aber lohnt sich.
Ich habe einen sehr Interessanten Mann,er lebte im 19 Jahrhundert,heisst Ferdinand Cheval
ist Postbote gewesen und hat seine Träume verwirklicht indem er einen Palast gebaut hat
10000Tage93000Stunden.Wahnsinn er hat ihn Palast der Fantasie genannt.
Warum ich das schreibe ihm war es egal ob er Stiel hatte oder nicht,er hat seinen Traum
verwirklicht(trotzdem das er POstbote war.
Ich hänge nachher noch ein paar Bilder davon an.Aber ich musste jetzt schreiben sonst habe ich wieder keine Zeit.
Wenn man Freude und Leidenschaft Liebe hat.Können Kunstwerke gelingen,und dann ist die Stielfrage eigentlich nebensächlich.co :winken: co

Nach oben 26.08.2010, 11:13 Nach unten

PC

Beitrag  Re: Seinen «eigenen Stil» finden ...?
Hi Coco :winken:

ob man sich der Frage stellt, was wann wie Stil hat, oder nicht, ändert nichts an der Antwort darauf. Ob das wichtig ist? Es kommt darauf an für wen. Ist "Geschmack" beim Essen wichtig? Wenn man etwas schmecken will, dann schon. Ebenso ist die Stilfrage dann wichtig, wenn man bewusst etwas Stilvolles schaffen oder stilvoll wirken will. Wenn einem das egal ist, dann ist auch die Frage danach egal.

Nach oben 26.08.2010, 11:28 Nach unten

Pastell, Aquarell, Öl

Beitrag  Re: Seinen «eigenen Stil» finden ...?
:mhh: Stilvoll wirken? Das ist dann so gewollt und eben nicht stilvoll. Vielmehr erkenne ich bei Menschen Stil, die gar nicht darauf abzielen. Aber das nur allgemein..., auf die Malstildiskussion lasse ich mich gar nicht erst ein *kopfeinzieh* :grins: :winken: .

Nach oben 26.08.2010, 11:31 Nach unten

PC

Beitrag  Re: Seinen «eigenen Stil» finden ...?
Beitrag: Re: Seinen «eigenen Stil» finden ...? - 26.08.2010, 11:31 Lucie hat geschrieben:
:mhh: Stilvoll wirken? Das ist dann so gewollt und eben nicht stilvoll. Vielmehr erkenne ich bei Menschen Stil, die gar nicht darauf abzielen.

Ja, klar, das hatten wir weiter oben schonmal: Die Entwicklung des eigenen Stils verläuft überwiegend unbewusst, während die Wahrnehmung von Stil ein bewusster Vorgang ist. In der Selbstreflexion bedeutet das dann, dass man sowohl unbewusste Entwicklungen nach ihrer Wahrnehmung bewusst beeinflussen, als auch bewusste Vorgänge durch unbewusste Verarbeitung als Ausdruck der eigenen Persönlichkeit umsetzen kann. Wenn das in Einklang miteinander steht, dann ist man sich seines "eigenen Stils" bewusst, und ist zudem relativ frei in der weiteren Stil-Entwicklung, ohne bei einer vergangenen Stil-Art zu verharren und sich damit selbst zu kopieren.

In jeder Sekunde ist man ein anderer Mensch als zuvor, ebenso entwickelt sich potenziell die Persönlichkeit, ebenso entwickelt sich potenziell ein eigener Stil als Ausdruck eben dieser. Die Frage ist, ob man das zulässt, bewusst wahrnimmt, oder gar künstlich hemmt. Man kann natürlich auch sagen: "Ist mir egal, ich mach einfach". Das geht auch, ist aber nicht Teil dieses Themas :D

Nach oben 26.08.2010, 11:57 Nach unten

Beitrag  Re: Seinen «eigenen Stil» finden ...?
Beitrag: Re: Seinen «eigenen Stil» finden ...? - 26.08.2010, 11:57 Adrian hat geschrieben:
In der Selbstreflexion bedeutet das dann, dass man sowohl unbewusste Entwicklungen nach ihrer Wahrnehmung bewusst beeinflussen, als auch bewusste Vorgänge durch unbewusste Verarbeitung als Ausdruck der eigenen Persönlichkeit umsetzen kann. Wenn das in Einklang miteinander steht, dann ist man sich seines "eigenen Stils" bewusst, und ist zudem relativ frei in der weiteren Stil-Entwicklung, ohne bei einer vergangenen Stil-Art zu verharren und sich damit selbst zu kopieren.


Das musste ich mehr als einmal lesen. :mrgreen:

Ich denke, die Mischung macht es wirklich. Um es mal etwas platt auszudrücken: Einerseits muss ich aus dem Bauch heraus arbeiten, muss fließen lassen. Andererseits muss ich immer wieder Abstand nehmen und schauen, was ich da eigentlich gemacht habe, was ich weiter verfolgen will und was nicht. Dadurch kann ich mich weiterentwickeln und bleibe mir persönlich trotzdem treu.

Nach oben 26.08.2010, 13:03 Nach unten

PC

Beitrag  Re: Seinen «eigenen Stil» finden ...?
@Traveller: Ja, sorry, der erste Satz ist stark verkürzt und bedürfte zur logisch-nachvollziehbaren Schlüssigkeit noch zwei erklärende Nebensätze, die das Ganze aber auch nicht einfacher gemacht hätten :D

Lucie hat geschrieben:
auf die Malstildiskussion lasse ich mich gar nicht erst ein

Danke noch für den Hinweis, weil darum geht's ja eigentlich hier speziell. :mhh:

Ich denke als Konsens der bisherigen Ansichten kann man folgendes sagen (da wird mir bestimmt auch coco zustimmen :D):

In der Kunst gibt es nur eine Regel: Es gibt keine Regeln! Also jede Menge Freiraum, seine Persönlichkeit auszudrücken. Noch viel mehr als bei Kleidung, Sprache und Schrift.

Ich jedenfalls bin als intensiv-praktizierender Nichtkünstler überzeugt davon: Je öfter man malt, je mehr man kann, je mehr man weiß, je mehr man will, je bewusster man sich selbst ist und je weniger man sich nach Vorgaben orientiert, desto eher entwickelt sich dabei ein "eigener Stil" als Ausdruck der Persönlichkeit.

Wenn man dann noch ab und zu seinen Verstand einsetzt und hinterfragt, ob man das was man tut, aus sich heraus tut, oder vielleicht nur glaubt es tun zu müssen weil andere das so machen bzw. erwarten, dann ist man auf dem besten Weg sich selbst in seinen Kunstwerken zu verwirklichen - mittels eines "eigenen Stils".

Nach oben 26.08.2010, 13:41 Nach unten

Beitrag  Re: Seinen «eigenen Stil» finden ...?
Hallo Adrian jetzt hast du mir wieder die Luft aus den Segeln genommen,mal wieder ein toller Beitrag.
Natürlich ist das richtig,ich wollte auch nur meine Unkonventionelle Art zu Denken erläutern.
Jetzt krieg ich die Bilder nicht hoch von meinem tollen Postboten.Bis heute Abend,ich finde ihn
Genial.Er wird auch Hieronymus Bosch von Frankreich genannt.
Bis heute Abend co :winken: co

Nach oben 26.08.2010, 13:52 Nach unten
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