"Kunst gibt nicht das Sichtbare wieder, sondern macht sichtbar." (Paul Klee)




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 I love ALDI, Wilhelm-Hack-Museum LU, 26.11.11 - 04.03.2012 
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Acryl

Beitrag  I love ALDI, Wilhelm-Hack-Museum LU, 26.11.11 - 04.03.2012
I love ALDI
im Wilhelm-Hack-Museum in Ludwigshafen
vom 26.11.11 - 04.03.2012


Das Prinzip ALDI ist eines der erfolgreichsten Geschäftsmodelle in Deutschland. Das Versprechen lautet »hohe Qualität, niedriger Preis«. Eingelöst werden kann dieses Versprechen nur über ein konsequentes Verfolgen des Discount-Prinzips: Masse bzw. Menge (im Ein- und Verkauf!) als oberstes Gebot; danach ist das wichtigste Prinzip Verzicht: Verzicht auf Zwischenhändler, auf aufwändige Markenwerbung, auf schillernde Wareninszenierungen, auf großes Sortiment. Längst ist das Phänomen ALDI ein gesellschaftliches Thema geworden. Es geht dabei nicht um die Marke ALDI, sondern um das System, das in dieser Marke Kultstatus erreicht hat. Nicht nur in Arbeiterstädten wie Ludwigshafen hat die »Aldisierung« als Gegenmodell zum Luxus-Markenfetischismus alle Einkommens- und Bildungsschichten erreicht und mit dem Billig-Virus infiziert. Das Wilhelm-Hack-Museum widmet sich nun erstmals konsequent dem Thema »Discount« und »billig«. Unter dem Titel »I love ALDI« reflektieren 38 Künstlerinnen und Künstler teils unmittelbar, teils im weiteren Sinne Fragen der industriellen Lebensmittelproduktion, der Billigware und des postmodernen Konsumverhaltens. In fünf Kapiteln (Verpackung,
Inhalt, Konsum, Kunst, Gesellschaft) entfaltet sich ein vielfältiger Ausstellungs-Parcours: Ästhetische Fragen zum Erscheinungsbild der Discounter wie Architektur, Warenpräsentation, Verpackungs- und Logo-Design sind ebenso Thema wie gesellschaftskritische Aspekte bei Joseph Beuys und dessen Schüler Felix Droese. Große, eigens für die Ausstellung geschaffene Installationen von Thomas Rentmeister und Alice Musiol werfen Fragen nach unserem Umgang mit Lebensmitteln auf. Arbeiten wie der Kunstautomat von Baumann/Bien, die (käuflichen!) Discount-Bilder von Hötsch Höhle wie auch die gesamte Aldi-Kunstedition von 2003 agieren auf der Grenzlinie zwischen Kunst und Massenware. Eine kleine Sonderpräsentation zeigt einen Ausschnitt aus Elke Koskas legendärer (Plastik-)Tütenschau, die 1982 im Düsseldorfer Kunstverein präsentiert wurde. Das umfangreiche Begleitprogramm behandelt weitere Aspekte in Podiumsgesprächen und Workshops mit Lebensmittel- und Design-Experten.

http://www.wilhelmhack.museum/ausstellu ... -aldi.html

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