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 Farbkrusten/ränder bei Aquarellen wegen fehlender O-Galle? 
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Beitrag  Farbkrusten/ränder bei Aquarellen wegen fehlender O-Galle?
Ich ärgerere mich darüber das bei meinen Aquarellen oftmals an den Enden einer Lasurfläche Farbkrusten entstehen.Ich dachte eigentlich immer dass das daran liegt das überschüssiges Wasser immer zu den Enden läuft,aber selbst wenn ich es abtupfe kommen so Farbkrusten.

Ich muss zugeben das ich auch noch nie Ochsengalle verwendet habe,könnten diese Krusten daran liegen das zuwenig Netzmittel übrig ist weil die Farbe zu stark verwässert wurde??Für sowas soll diese Galle ja sein,muss aber zugeben ich hab noch nie welche Probiert,da es immer hieß mann dürfe nur ganz wenig nehmen,und ich die Ogalle nur als Weiche Masse in einem 1/2 Napf von Schmincke habe.

Meine anderen Hilfsmittel habe ich in 5ml Spritzen abgefüllt (Wasser,Ara. Gummi,Aqua-Fix,Aqua-Glanz,Lifting Preparation),am besten ich hole mir mal flüssige Ochsengalle,dann kann ich die auch in Spritzen abfüllen,vorausgesetzt es liegt daran.



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Nach oben 14.11.2008, 12:49 Nach unten

Beitrag  Re: Farbkrusten/ränder bei Aquarellen wegen fehlender O-Galle?
:shock: ich benutze O-Galle eigentlich nur, wenn das Papier vorher zu stark mit den fettigen Fingern etc. in Kontakt gekommen ist - und dann auch nur bevor ich die eigentliche Farbe auftrage. Krusten hatte ich da noch nie :mhh:
Vielleicht hast Du einfach zu viel...????
"Spritze" klingt so, als wenn Du damit dann so richtig losspritzt :wink: - also nur ganz wenig nehmen.
Versuch doch einfach mal auf einem kleinen Stück Papier mit unterschiedlichen Konzentrationen.

(Flüssige Galle ist übrigens besser ( sofern Du nicht draußen malst ) - die kannst Du in ein leeres Farbgefäß füllen und einfach wie Farbe eintrocknen lassen - ist damit wesentlich ergiebiger und billiger als die kleinen Näpfchen. Die Dosierung und Schmutzvermeidung wird jedoch problematischer).

LG
Monika

Nach oben 14.11.2008, 21:47 Nach unten

Beitrag  Re: Farbkrusten/ränder bei Aquarellen wegen fehlender O-Galle?
Ich hab ja wie gesagt noch nie Ochsengalle verwendet,also auch nicht in Spritzen.

Ich wollte nur einen Tipp geben das das anmischen der Napffarben viel leichter geht wenn mann einen Pinsel mit viel Farbe füllt,und diesen dann mit Wasser aus der Sprtitze beträufelt (in der Mischmulde),ebenso kann mann auf diese Methode zb leicht Aqua Fix oder Aqua Glanz in die Mischmulde geben.

Ich habe mir eben mal ein Fläschen Ochsengalle gekauft.
Das Problem ist das ich wohl oft zu starke Farben (zb Kadmiumtöne) zu stark verdünne damit sie halt nicht mehr so kräftig sind,und dadurch wohl der Anteil an Ochsengalle in der Farbe zu niedrig wird.
Dadurch sammeln sich die Farbpigmente an den Rändern.Und ich denke das ist genau das Problem was meine Farbkrusten erzeugt.Ich werde es gleich mal testen ob sich was durch die Galle ändert.

Nach oben 15.11.2008, 10:46 Nach unten

Beitrag  Re: Farbkrusten/ränder bei Aquarellen wegen fehlender O-Galle?
Also es lag ganz klar an fehlender Ochsengalle.Auf einen halben Teelöffel (halt eine kleine Eurostück große Pfütze in der Mischmulde) gebe ich einen kleinen Tropfen flüssige Ochsengalle.Es ist komisch zu beschreiben,aber irgendwie wird die Farbe dadurch dünnflüssiger.
Vorher hatte ich manchmal das Gefühl mit dem Pinsel Pigmente durch eine Wasserpfütze zu schieben,die Pigmente haben sich nicht richtig verteilt (ich male auch sehr Nass,sprühe zb mit einem kleinen Wassersrpüher auf die Farben zum Verlaufen usw).Mit der Ochsengalle ist das alles
anders geworden.Es ist jetzt keine Suppe mehr auf der mann die Pigmente verschiebt,sondern eine Homogene Mischung,die Pigmente verteilen sich ganz gleichmäßig.

Also ich kann es allen nur empfehlen die ähnliches wie oben beschrieben bei sich beobachtet haben.
Grundsätzlich würde ich allen Empfehlen bei Nass in Nass Technicken ein wenig Ochsengalle zuzugeben,durch zuviel Wasser wird der Anteil an Ochsengalle in der Mischung zu Gering,da hilft es echt was dazuzugeben.Ich ärgerere mich jedenfalls es nicht schon früher gebraucht zu haben.

Im übrigen habe ich gerade die Grundierung mit Gummi Arabcium für mich entdeckt,es ist ja was ganz anderes auf einem mit Gummi Arabicum grundierten Papier zu malen,und die Farben leuchten sehr schön.Was auch toll ist dass mann sehr lebhafte Himmel und interesante Strukturen erzeugen kann,einfach durch die Art der Pinselführung,da der Duktus ja größenteils erhalten bleibt.Ich werde in Zukunft auf jeden Fall öfter auf Gummi Arabicum grundierten Papier malen.
Es klebt wenn es Nass wird,und klebt die Farbe praktisch aufs Papier,daher auch die Pinselspuren
Mann muss es nur mit Gummierten Klebeband (Das klebt nur wenns nass wird,klebstoff ist Gummi Arabicum,also geradezu ideal),zb den preiswerten 200 Meter Aquarellklebebandrollen von Bösner,richtig festkleben das es sich nach der G.A Grundierung sehr stark wellen wird,die Wellung geht aber zurück wenn mann das Papier föhnt.

Ich arbeite gerade an einer Venedig ansicht,aber nicht die Klassische "Turner" Methode,sondern auf Gummi Arabicum Papier.Wenns fertig ist seht ihr den Unterschied zu normalen Papier (Falls jemand das Grundieren mit Gummi Arabicum noch nicht kennen sollte).

Nach oben 18.11.2008, 12:40 Nach unten

Beitrag  Re: Farbkrusten/ränder bei Aquarellen wegen fehlender O-Galle?
Hallo

Mensch du entdeckst ja immer tolle sachen...unter den " Farbkrusten" kann ich mir nicht so richtig was vorstellen :mhh: ,zeig uns doch mal den vorher-nachher unterschied ...vielleicht können die noch nicht so geübten Aqurell Maler noch was lernen.

Nach oben 18.11.2008, 16:29 Nach unten

Beitrag  Re: Farbkrusten/ränder bei Aquarellen wegen fehlender O-Galle?
Hallo

Folgende Tipps habe ich probiert, und es funktioniert gut (denn bei Verwendung von Ochsengalle kann Brillianz verloren gehen):

-Das Wasser vorher abkochen und abkühlen lassen oder
-Destilliertes Wasser verwenden (da gibt es garantiert keine Krusten / Ränder mehr).

Denn je nach Härte des verwendeten Wassers ist die Krustenbildung stärker oder schwächer ausgeprägt.

Viele Grüsse

Nach oben 19.12.2008, 10:28 Nach unten
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