"Sie erwarten von mir, dass ich Ihnen sage, dass ich Ihnen definiere: Was ist Kunst? Wenn ich es wüsste, würde ich es für mich behalten." (Pablo Picasso)




 [ 38 Beiträge ]  Gehe zu Seite 1, 2  Nächste
 Wasservermalbare Ölfarben - wirklich eine Alternative? 
Autor Nachricht

Graphit, Polychrom

Beitrag  Wasservermalbare Ölfarben - wirklich eine Alternative?
Hallo!

Ich hab da mal ne Frage: Sind wasservermalbare Ölfarben eine Alternative zu Ölfarben? Ich bin dabei, mir welche zuzulegen, und da ich keinen eigenen Raum zum malen habe, und dazu mein Wohnzimmer verwenden muss, habe ich doch so meine bedenken, wegen der ganzen Malmittel bei den Ölfarben?! Was sagt ihr, kennt sich da jemand aus? Ist das Ergebnis das gleiche und die Art zu malen? Ich hab schon in Öl gemalt ein bisschen und ich find das schon super :mhh: :hmm: :kapituliere: :kapituliere:

Nach oben 10.10.2016, 15:33 Nach unten

Aquarell, Gouache, Acryl

Beitrag  Re: Wasservermalbare Ölfarben - wirklich eine Alternative?
Es ist eine Alternative, die Frage ist nur für was.

Also ja, wasservermalbare Ölfarben fühlen sich an, wie richtige Ölfarben. Und sie riechen auch genauso intensiv nach Leinöl. Das einzige, was du dir bei den wasservermalbaren Ölfarben ersparen kannst ist das Lösungsmittel für die Pinselreinigung. Wenn du aber gerne und viel Malmittel verwendest... dann macht es fast keinen Unterschied mehr zu herkömmlichen Ölfarben.

Oder mit anderen Worten: richtig empfehlenswert für das Wohnzimmer ist es nicht.

Nach oben 13.10.2016, 23:03 Nach unten

Öl, Acryl

Beitrag  Re: Wasservermalbare Ölfarben - wirklich eine Alternative?
Ich sehe das auch so wie Silvia.
Und auch für normale Öl und Acryl gibts ungiftige und biologisch abbaubare Pinselreiniger.

Ich habe mir auch ein Set Artisan und Cobra gekauft und ausprobiert, steige jetzt aber wieder auf "normale" Ölfarbe um.
Mein Fazit:
Wenn du die Artisan nicht oder nur wenig mit Malmittel verdünnst, sind sie ok für eher kleine Bilder.
Für grosse Flächen mit feinen Übergängen wird es schwierig; die Farben werden schnell klebrig und zäh, aber auch schon ganz frisch, sind sie nie so butterig und sanft vermalbar wie die Ölfarben mit einem flüssigen Malmittel.
Oder ich habe einfach noch nicht das richtige Malmittel gefunden (habe diverse ausprobiert) und Wasser eignet sich schon gar nicht, das verdunstet viel zu schnell und dann sind die Farben nur noch kleberig.

Nach oben 15.10.2016, 09:04 Nach unten

Graphit, Polychrom

Beitrag  Re: Wasservermalbare Ölfarben - wirklich eine Alternative?
Also ich glabu, ich werd bei den "echten" Ölfarben bleiben. Immerhin will ich ja in Öl malen, und da gehört original kein Wasser dazu und das wird schon seinen Grund haben :wink:
Gibt es von den Malmitteln was "weniger" schädliches? Ich hab bisher meis so eine Paste verwendet "Liquin Original" von Winsor & Newton, auf Tipp eines Freundes gekauft.
Welches flüssige Malmittel würdet ihr empfehlen? (eines das vielleicht nicht brennbar ist :roll: )
Im Forum hab ich rausgelesen, dass die flüssigen dankbarer sind beim malen und auch fürs Ergebnis.

Nach oben 15.10.2016, 10:17 Nach unten

Aquarell, Gouache, Acryl

Beitrag  Re: Wasservermalbare Ölfarben - wirklich eine Alternative?
Ganz ehrlich? Etwas harmloses und nicht brennbares gibt es im gesamten Ölfarbenspektrum nicht. Es gibt einige geruchslose Verdünner, aber sonderlich gesund zum Einatmen sind auch die geruchslosen nicht, darum nach Möglichkeit bitte immer in gut belüfteten Räumen malen. Das Brennbarkeitsproblem beginnt ja schon beim Leinöl, also dem Öl mit dem die meisten Ölfarben angerührt sind, das ist nämlich selbstentzündlich. (Also einen mit Leinöl getränkten Lappen bitte immer luftdicht, z.B. in einer Dose oder einem Schraubglas, aufbewahren, bis es getrocknet ist.)

Man kann aber mit allen Mitteln arbeiten, wenn man die entsprechende Vorsicht walten lässt, also keine Angst.

Am flüssigsten bekommst du Ölfarben meiner bescheidenen Meinung nach übrigens mit klassischem Verdünner (also Terpentin oder OMS). So verdünnte Farbe hat außerdem den Vorteil, dass sie wesentlich schneller trocknet, du also folglich schnell eine zweite Schicht darüber malen kannst, wenn du lasierend arbeitest. Außerdem kann man darauf danach mit normaler Farbe aus der Tube arbeiten, sprich, man muss sie nicht öliger machen.

Nach oben 15.10.2016, 20:06 Nach unten

Öl

Beitrag  Re: Wasservermalbare Ölfarben - wirklich eine Alternative?
Wie Silvia schon schrieb, harmlos gibts nicht wirklich. Außer man malt nur mit Leinöl zum strecken (verdünnen) der Farben. Das erfordert aber unter Umständen ein anpassen der Grundierung an den Malstil und damit fängts dann an... Bei Untermalung, einer oder mehrerer Aufbauschichten plus Lasuren wirds dann echt schwer ohne Verdünnungsmittel auszukommen. Das eigentlich gefährliche sind ja die Aromaten in den Verdünnern, seih es Balsamterpentinöl, Terpentinersatz (also Testbenzin) oder was auch immer. Die einen mehr, die anderen weniger.
Die Tage werd ich mal ein (nahezu) aromatenfreies Kohlenwasserstoffgemisch in der Praxis testen und darüber was schreiben. Hatte vor ein paar Wochen schon mal eines, welches aufgrund der zu geringen Lösekraft leider bei mir durchgefallen ist (wenigstens gehts noch als Vorreiniger für die Pinsel :twisted: )
Ansonsten kannst du auch mal Pigmenttankstelle fragen wegen den Wasservermalbaren.

Nach oben 15.10.2016, 22:40 Nach unten

Graphit, Polychrom

Beitrag  Re: Wasservermalbare Ölfarben - wirklich eine Alternative?
Also eine Anfrage betreffend wasservermalbare Ölfarben ging per pn an Pigmenttankstelle, danke Oktavius :winken:

:oops: Also für Dummies nochmal.
Ich hab jetzt nachgelesen und rausgefunden, dass in den fertigen Malmitteln im Prinzip auch nur das gleiche drin ist, also Leinöl, Mohnöl, Terpentin usw., was beim selber mischen auch rein kommt. Nur beim selber mischen kann mans genau so mischen wie mans braucht.
Mischt man sich das dann in einem Glas oder direkt, je nach bedarf immer direkt auf der Malerpalette?

Was is Dammharz in Einkaufssprache? :hmm: :kapituliere: :oops: Ist das der Dammar den es in Pulver oder Stückchen gibt??

Wenn ich mir nun eine Flache Balsamterpentinöl und so ein DammarPulver kaufe, kann ich dann schon loslegen? Brauch es das Leinöl unbedingt???? :mhh: Weil das ist doch der Schurke der von allein zu brennen anfängt nicht?? Wenn ich das einfach weglasse? (Ich bin ein Angsthase... :nein: )

Nach oben 16.10.2016, 12:22 Nach unten

Graphit, Polychrom

Beitrag  Re: Wasservermalbare Ölfarben - wirklich eine Alternative?
Ach da hab ich jetzt noch was spannendes gefunden :dops:
Zeichnung mit Ölmalerei - Mischtechnik mit Kohel und Pastell, das klingt spannend!!!! :dops:
Da steht:
Damit die Bilder in dieser Mischtechnik Tiefe bekommen, kann man die malerischen und zeichnerischen Farbschichten abwechselnd auftragen.
Zeichnerische Elemente werden fixiert, so dass sie sich nicht verwischen oder anlösen.

Weiss zufällig jemand, wie man die fixiert?! Da steht was von FirnisSpray, aber nix genaues :kapituliere: Kann man danach mit Öl da noch drübermalen?

Nach oben 16.10.2016, 12:34 Nach unten

Graphit, Polychrom

Beitrag  Re: Wasservermalbare Ölfarben - wirklich eine Alternative?
Retuschefirnis? :hmm:

Nach oben 16.10.2016, 12:38 Nach unten

z.zt.Aquarell u.div.Zeichenmat

Beitrag  Re: Wasservermalbare Ölfarben - wirklich eine Alternative?
hier gibt es auch noch Infos zum Thema Wasservermalbare Ölfarben

Zum Fixieren gibt es divrs. Fixativs im Handel.Werden aufgesprüht (wie Haarspray)nach dem Fixieren kann man auch mit anderen Medien weitermalen.---auch Öl



Noch eine Anmerkung, es gibt von der Firma Lukas ein Malmittel, mit dem man normale Ölfarben -wasservermalbar- macht.
Wobei es nicht zu empfehlen ist, die Farben dann mit Wasser zu vermischen,dann werden sie milchig und man erkennt den genauen Farbton nicht mehr.
Wasservermal ist etwas irritierend, denn im Prinzip sind die Pinsel mit Wasser auswaschbar. Man spart sich also Terpentin welches ja doch recht stark riecht.

Übrigens kann man Pinsel in Kostengünstigem Salatöl vorab reinigen und dann mit Kernseife und Wasser und hat das gleiche Ergebnis.

Leinöl zum Verdünnen von Farbe bleibt einem auch bei wasservermalbaren Ölfarben nicht erspart.



Aber, die günstigste und geruchsärmste Variante ist die von Pigmenttankstelle! http://www.pigmenttankstelle.de/
Chitosantempera (gibt es bei ihm fertig) und Du mischt es Dir 1:1 mit Wasser oder auch dünner, mischt Pigmenten rein und hast eine fertige geruchsfreie/arme Ölfarbe. Dabei kannst Du Dir nur soviel anrühren,wie Du auch verbrauchst.
Trocknet recht flott auf, man kann jeder Zeit weiter malen,drüber malen......alles möglich.
Pinsel mit Wasser auswaschen..... es gibt wirklich tolle Ergebnisse!
Ich male selber mit diesen Sachen.------ und! eigentlich ist es ÖLFARBE, nur nicht aus der Tube :wink:
Schau mal auf seine Seite!

liebe Grüße
Ingrid

Nach oben 16.10.2016, 13:23 Nach unten

Aquarell, Gouache, Acryl

Beitrag  Re: Wasservermalbare Ölfarben - wirklich eine Alternative?
Ja, wobei bitte bringt die Temperamalerei (worin Pigmenttankstelle Experte ist) bitte nicht mit wasserverdünnbaren Ölfarben durcheinander. Temperamelerei und Ölmalerei sind zwei Paar Schuhe. Beide Malstile haben ihre Berechtigung, ihre Vor- und ihre Nachteile. Aber sie miteinander zu vergleichen ist wie Äpfel mit Birnen zu vergleichen.

Der größte Unterschied für einen Malanfänger ist folgendes: in der Ölmalerei sieht der auf der Palette angemischte Ton später im Bild auch genauso aus, what-you-see-is-what-you-get, wie die Amis sagen würden. Bei der Temperamalerei ist mehr Erfahrung und Können vonnöten, weil manche Pigmente heller, andere dunkler auftrocknen, einige wenige bleiben sich treu. Man kann auch in der Temperamalerei diese ganz weichen, fließenden Übergänge, die ein Merkmal der Ölmalerei sind, nicht so erreichen (bzw. man kann es schon, aber es ist genauso umständlich wie in der Acrylmalerei).

Also bitte, bitte, bitte, die Temperamalerei nicht in einen Topf mit der Ölmalerei werfen.

Nach oben 16.10.2016, 19:34 Nach unten

Öl

Beitrag  Re: Wasservermalbare Ölfarben - wirklich eine Alternative?
Beitrag: Re: Wasservermalbare Ölfarben - wirklich eine Alternative? - 16.10.2016, 12:22 missy hat geschrieben:
Brauch es das Leinöl unbedingt????

Ja, braucht es. Mit Dammarlösung (Balsamterpentinöl und Dammar) malt es sich nicht gut, wird zu schnell trocken (teilweise beim Strich ziehen!).

Dammar plus Leinöl ist sehr dick, ähnlich wie Standöl. Trocknet zügig aber malt sich auch nicht gut.

Leinöl plus Balsamterpentin geht, kann man aber nicht alles machen. Zudem muß man sehr auf die Regel fett auf mager achten.


Für mich erfüllt die richtige Mischung der drei Komponenten alle Anforderungen an die Ölmalerei von der Untermalung über Aufbauschichten bis zu den Lasuren. Das kann man alles mit einem einzigen Malmittel machen.



Beitrag: Re: Wasservermalbare Ölfarben - wirklich eine Alternative? - 16.10.2016, 12:34 missy hat geschrieben:
Damit die Bilder in dieser Mischtechnik Tiefe bekommen, kann man die malerischen und zeichnerischen Farbschichten abwechselnd auftragen.
Zeichnerische Elemente werden fixiert, so dass sie sich nicht verwischen oder anlösen.

Geht auch nur in Öl: machst eine farbgebende, flächige Schicht abwechselnd mit Schraffuren in Weißhöhung. Das ein paar mal gibt tolle Effekte.

Nach oben 16.10.2016, 20:00 Nach unten

Öl

Beitrag  Re: Wasservermalbare Ölfarben - wirklich eine Alternative?
Beitrag: Re: Wasservermalbare Ölfarben - wirklich eine Alternative? - 16.10.2016, 12:22 missy hat geschrieben:
Wenn ich mir nun eine Flache Balsamterpentinöl und so ein DammarPulver kaufe, kann ich dann schon loslegen? Brauch es das Leinöl unbedingt???? Weil das ist doch der Schurke der von allein zu brennen anfängt nicht?? Wenn ich das einfach weglasse? (Ich bin ein Angsthase... )

Im Extremfall brennts vielleicht aaaber die Aromaten in den Lösemitteln sind auf jeden Fall gesundheitsbedenklich!

Nach oben 16.10.2016, 20:05 Nach unten

z.zt.Aquarell u.div.Zeichenmat

Beitrag  Re: Wasservermalbare Ölfarben - wirklich eine Alternative?
Beitrag: Re: Wasservermalbare Ölfarben - wirklich eine Alternative? - 16.10.2016, 19:34 Sharkana hat geschrieben:
Ja, wobei bitte bringt die Temperamalerei (worin Pigmenttankstelle Experte ist) bitte nicht mit wasserverdünnbaren Ölfarben durcheinander. Temperamelerei und Ölmalerei sind zwei Paar Schuhe. Beide Malstile haben ihre Berechtigung, ihre Vor- und ihre Nachteile. Aber sie miteinander zu vergleichen ist wie Äpfel mit Birnen zu vergleichen.

Der größte Unterschied für einen Malanfänger ist folgendes: in der Ölmalerei sieht der auf der Palette angemischte Ton später im Bild auch genauso aus, what-you-see-is-what-you-get, wie die Amis sagen würden. Bei der Temperamalerei ist mehr Erfahrung und Können vonnöten, weil manche Pigmente heller, andere dunkler auftrocknen, einige wenige bleiben sich treu. Man kann auch in der Temperamalerei diese ganz weichen, fließenden Übergänge, die ein Merkmal der Ölmalerei sind, nicht so erreichen (bzw. man kann es schon, aber es ist genauso umständlich wie in der Acrylmalerei).

Also bitte, bitte, bitte, die Temperamalerei nicht in einen Topf mit der Ölmalerei werfen.



Liebe Sharkana, sicherlich hast Du recht! aber Eitempera wie auch Schitosantempera basieren auf Öl! schau mal unter nachfolgenden Llink! Dazu schreibt auch Wolfgang/Pigmenttankstelle recht ausführlich:http://www.kritzelmeister.de/viewtopic.php?t=10849

Nach oben 16.10.2016, 20:21 Nach unten

Öl

Beitrag  Re: Wasservermalbare Ölfarben - wirklich eine Alternative?
Hab mich noch nicht wirklich mit den Wasservermalbaren auseinandergesetzt aber bin gestern Abend mal neugierig geworden und ab in die Pigmentküche.
Habe dann zwei Farben grob angespachtelt mit einer natürlichen Wasser-Öl Emulsion, eine davon sogar harzhaltig. Um die richtig streichfähig einstellen zu können musst ich ein paar Sachen probieren. Hab dann aber doch irgendwas hinbekommen, daß irgendwie zumindest als Untermalung getaugt hat. Hab die Farbe auf der Leinwand nur mit Wasser vermalen können.
Mit richtiger Ölfarbe wie ich sie sonst mache hat das allerdings noch nicht so viel gemeinsam. Glaube da aber eine Lösung gefunden zu haben, in ein paar Tagen wenn alle Zutaten da sind wird sichs zeigen.

Daher mal Frage in die Runde: Welche Ansprüche oder/und Erwartungen stellt ihr an wasservermalbare Ölfarben? Bzw. wenn ihr welche kennt, was sind da die Schwachstellen?

Nach oben 17.10.2016, 16:57 Nach unten

Graphit, Polychrom

Beitrag  Re: Wasservermalbare Ölfarben - wirklich eine Alternative?
Aaalso, ich hab ja noch nicht soviel Erfahrung in Öl. Aber als ich das 1.Mal in Öl gemalt habe, war ich sofort verliebt!! :ja: Ich mag das langsame arbeiten. Acryl ist so hart und rustikal. Ich mag weiche Übergänge, und die Leuchtkraft!!! :ja: Und es gibt sooooo viele verschiedenen Möglichkeiten mit Öl, die ganzen verschiedenen Techniken und dann noch die Mischtechniken! Man muss zwar sehr viel wissen bin ich draufgekommen, aber das Ergebnis ist meiner Meinung nach die Mühe auf jeden Fall wert. Wenn ich sehe, was manche so in Öl zaubern (Octavius zum Beispiel :grins: ), dann will man sich das schon antun :grins:
Also die Farben sollen nicht zu schnell trocknen, oder schneller trocknen, je nach Bedarf. Sie müssen eine hohe Leuchtkraft haben, das auf jeden Fall. Man muss weiche Übergänge schaffen können, sie müssen transparent sein. Sie müssen weich zu vermalen sein. Naja, und nicht gesundheitsschädlich und nicht brennbar :hmm: :roll: Aber beim letzten Punkt würd ich einen Kompromiss eingehen...

Nach oben 18.10.2016, 12:45 Nach unten

Graphit, Polychrom

Beitrag  Re: Wasservermalbare Ölfarben - wirklich eine Alternative?
Ach ja, Octavius! find ich super wenn du das mit den Wasservermalbaren ausprobierst, dann gibt's eine Kritik vom Profi :dops:

Nach oben 18.10.2016, 12:45 Nach unten

Öl

Beitrag  Re: Wasservermalbare Ölfarben - wirklich eine Alternative?
Beitrag: Re: Wasservermalbare Ölfarben - wirklich eine Alternative? - 18.10.2016, 12:45 missy hat geschrieben:
Sie müssen weich zu vermalen sein. Naja, und nicht gesundheitsschädlich und nicht brennbar Aber beim letzten Punkt würd ich einen Kompromiss eingehen...


Mit dem brennbar ist ja nur der Grundstoff Leinöl gemeint. Und auch da betrifft das eher das Halböl, welches aus Leinöl und Terpentin besteht. Durch freiwerdende Oxidationsenergie (Wärme) kann sich sowas wohl u.U. entzünden, deshalb rät man ja auch zum auswaschen bzw. aufbewahren von getränkten Lappen in einem luftdicht verschlossenen Glas. Dafür benutz ich Küchenrolle und leg diese zum aufbewahren in den Holzofen.

Wasservermalbare Ölfarben machen ja nur dann Sinn, wenn man sich wieso auch immer das Lösemittel sparen will. Das schränkt aber automatisch etwas ein. Lösemittel verwendet man z.B. auch zum Benetzen von Kohlenstoffpigmenten und zum streichfähigen Einstellen der Farben. Wenn durch Zugabe von Wasser bei gleichzeitigem Weglassen von Lösemitteln das Malen nur sehr eingeschränkt funktionieren würde, ist die Frage ob da nicht Acryl eine bessere Alternative ist (wer einmal von Öl begeistert ist wird wohl Acryl nicht wirklich als Alternative sehen...). :mhh:

Nach oben 18.10.2016, 14:56 Nach unten

Graphit, Polychrom

Beitrag  Re: Wasservermalbare Ölfarben - wirklich eine Alternative?
Acryl ist DEFINITIV keine Alternative, jedenfalls für mich :ja: :ja:
Ich bin ja eher der Meinung, in der Ölmalerei hat Wasser nix verloren... :hmm:

Nach oben 18.10.2016, 15:40 Nach unten

Aquarell, Gouache, Acryl

Beitrag  Re: Wasservermalbare Ölfarben - wirklich eine Alternative?
Mhm... ich glaube das Problem ist, dass es bei den berühmten wasserlöslichen Ölfarben eine menge Missverständnisse gibt.

Möglicherweise liegt es an der fehlerhaften Benennung der Farben, aber das größte Missverständnis ist, dass Leute versuchen die Farbe tatsächlich damit zu verdünnen beim Malen, das funktioniert mit den heute auf den Markt befindlichen Farben nicht. Und es steht übrigens auch in jeder Gebrauchsanleitung explizit beschrieben, dass man das Wasser nicht zum Malen benutzen soll. Die Wasserverdünnbarkeit ist einzig und allein dazu gedacht, die Pinsel leicht auswaschen zu können und leicht saubermachen zu können, ohne zu Verdünnungsmitteln greifen zu müssen. Das heißt die Farben zielen also vor allem auf die Menschen ab, die Terpentine und ähnliches aus jedem Grund vermeiden wollen.

Das Problem beginnt dann aber, wenn man zum Beispiel lasierend malen will. Normalerweise arbeiten die meisten Maler am Anfang mit verdünnten (z.B. Terpentin) Farben. Zum einen damit die Farben schneller trocknen, zum anderen, um mehrere Schichten aufbauen zu können (Stichwort fett auf mager). Wasservermalbare Ölfarben lassen sich mit Wasser verdünnt jedoch nicht verarbeiten. Dazu muss man dann zu den anderen speziellen Malmitteln greifen, die aber ihrerseits fast immer auch Öl enthalten, was sie aber im Endeffekt fetter macht, was der Maler ja nicht will - und hier liegt der Hase dann im Pfeffer. Wasservermalbare Ölfarben eignen sich aus diesem Grund eigentlich nur für die à la prima Malerei oder für eine Malerei mit maximal 2-3 Schichten Farben. Das ist ihre Hauptschwäche, in my humble opinion.

Die momentan auf dem Markt befindlichen wasservermalbaren Ölfarben sind in ihrer Eigenschaft als Farben gut, aber das einzige was mir persönlich fehlt, ist eine Methode sie wirklich (mager) verdünnen zu können, um anschließend lasierend weitermalen zu können. Und natürlich auch entsprechende Malmedien, die keine unerwünschten Inhaltsstoffe haben. Aber realistisch gesehen ist das wohl nicht wirklich machbar.

Nach oben 18.10.2016, 16:25 Nach unten
 [ 38 Beiträge ]  Gehe zu Seite 1, 2  Nächste

 Ähnliche Themen 
 Thema   Autor   Antworten   Zugriffe   Erstellt 
Wann kann Bild hinter Glas -Wasservermalbare Ölfarben

in Material-Tipps

mel

2

194

13.08.2011, 20:18

Wasservermalbare Ölfarben

in Material-Tipps

Elsbeth

8

1472

07.03.2010, 11:54

Farbige Alternative zu Zeichenkohle?

in Material-Tipps

Luceo non uro

12

650

24.08.2011, 20:15

Staffelei Alternative

in Material-Tipps

Advia

4

666

01.08.2008, 14:06

Wasservermalbare Ölfarbe

in Material-Tipps

Judith

4

1128

30.03.2008, 17:24

Alles nur Quark,.... aber ne gute Alternative

in Material-Tipps

Solarita

5

556

18.09.2013, 09:52

Wasservermalbare Farbstifte Faber Castell / Caran d'Ache

in Material-Tipps

Advia

5

1295

15.12.2007, 11:53

Ölfarben mit Leinölfirnis verdünnen?

in Material-Tipps

Augenschokolade

24

1020

18.11.2015, 12:18

So tolle Sachen kann man mit wasserverdünnbaren Ölfarben machen

in Material-Tipps

pigmenttankstelle

20

1114

28.02.2014, 16:41

Mit Ölfarben auf Lanavanguard ...

in Material-Tipps

Rocky

13

690

31.05.2013, 19:49






© Kritzelmeister.de • Alle Inhalte, Bilder und Werke sind Eigentum der entsprechenden Rechteinhaber und dürfen ohne ausdrückliche Genehmigung nicht verbreitet bzw. kopiert werden!