"Kunst ist immer und durchaus Ausdruck der Persönlichkeit." (Erich Mühsam)




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 Erfahrungen mit Schelllack-Seife und ersatzmitteln dafür ? 
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Acryl

Beitrag  Erfahrungen mit Schelllack-Seife und ersatzmitteln dafür ?
Hallo beisammen,

hat jemand Erfahrungen mit Schellack-Seife und gibt es einen sehr guten Ersatz dafür?

Kann man nicht auch einfach ein Acrylmalmittel nehmen das wasserfest auftrocknet statt Schellack-Seife ( z.b. lascaux medium 3 )?

Wirkt sich die dunkle Farbe der Schelllack - Seife auf die Farbbrillianz aus und hat sie Einflüss auf die Haltbarkeit der Farbtöne ( Lichtechtheit ).

Lg Raimund

Nach oben 10.04.2014, 20:55 Nach unten

Beitrag  Re: Erfahrungen mit Schelllack-Seife und ersatzmitteln dafür ?
Hmmm... um welchen Verwendungszweck geht es denn? Möchtest du Aquarellfarben wasserfest machen?

Nach oben 11.04.2014, 20:02 Nach unten

Acryl

Beitrag  Re: Erfahrungen mit Schelllack-Seife und ersatzmitteln dafür ?
Grüss dich,

Ich bastle ja an meiner Landschaftsmaltechnik für Aquarellmalerei und Acrylmalerei und dafür wäre es für manchen Effeckt sinnvoll die untern Schichten schrittweise einzustellen von der Wasserfestheit. Das heist, das sie zwar wasserlöslich sind aber erst z.b. bei 4 mal drüberpinseln oder längeres einweichen wieder wasserlöslich werden. Das hätte den Vorteil das ich die unteren Schichten nicht gleich angelöst werden könnte trotzdem korregieren könnte. Das ich es anschliessend mit einen zwischenfirnis sichernen könnte ohne den Untergrund zu verwischen beim auftragen mit dem Pinsel um Washings zu machen für bestimmte Effeckte.

Die Schelllackseife macht dies möglich, aber dafür werden zig läuse umgebracht bei der Herstellung ca. 300000 pro Liter. Das möchte ich nicht und deswegen wäre ein Syntetischer ersatz dafür Recht.

Lg Raimund

Nach oben 11.04.2014, 20:43 Nach unten

Beitrag  Re: Erfahrungen mit Schelllack-Seife und ersatzmitteln dafür ?
Nun, so wie du das beschreibst, könnte man meinen du wolltest mal einen saugenden Malgrund ausprobieren, z.B. gutes Aquarellpapier. ;)

Nach oben 12.04.2014, 00:04 Nach unten

Acryl

Beitrag  Re: Erfahrungen mit Schelllack-Seife und ersatzmitteln dafür ?
Beitrag: Re: Erfahrungen mit Schelllack-Seife und ersatzmitteln dafür ? - 12.04.2014, 00:04 Beowulf hat geschrieben:
Nun, so wie du das beschreibst, könnte man meinen du wolltest mal einen saugenden Malgrund ausprobieren, z.B. gutes Aquarellpapier. ;)



Ich habe schon sehr viele Untergründe getestet und nach wie vor ist der schoellershammer 4 g dick das beste für meine zwecke.
Angefangen von Fotokarton, Malplatten, Malplatten mit Leinwandstruktur, verschiedene Leinwandände, MDF Platten, HDF Platten, selbstgrundierte MDF Platten, Schreinermalplatten von einem Freund für Ölmalerei, verschiedene crescent boards unter anderem das was Sorayama nimmt für seine malerei. verschiedene Zeichenpapiere, ölmalpapiere, 7 verschiedene Aquarellmalpapiere unterschiedlicher Oberflächen ,Plakatkarton, Airbrushpapier von Schoellershammer, Lanavanguard und natürlich Schoellershammer 4 g dick.

Das was ich möchte geht nur auf einem glatten Karton richtig gut oder man grundiert Aquarellmalpapier mit Lascaux Medium 3. Am besten ist jedoch der Schoellershammer 4 g dick.
Carl W. Röhrig nutzt ebenfals schoellershammer 4 g dick für seine Gouache malerei. Der Grund ist ganz klar weil er die besten Eigenschafen hat und man damit am meisten Effeckte machen kann.

Lg Raimund

Nach oben 12.04.2014, 00:27 Nach unten

Beitrag  Re: Erfahrungen mit Schelllack-Seife und ersatzmitteln dafür ?
Das mag ja alles sein, aber ein saugfähiger Untergrund hält die Pigmente besser fest und macht dadurch selbst Aquarellfarben (ohne irgendein Zaubermedium) widerstandsfähiger. Denn du darfst nicht vergessen, dass sich durch eine Zwischenfirnis die Eigenschaften des Malgrundes dann sowieso wieder ändern. Ebenso gibt es Fixative zum Sprühen.

Nach oben 12.04.2014, 00:43 Nach unten

Acryl

Beitrag  Re: Erfahrungen mit Schelllack-Seife und ersatzmitteln dafür ?
Das stimmt schon das die Pigmente besser halten, aber das will ich ja gerade beim Malen vermeiden um die Farbe komplett wieder entfernen zu können.
Deswegen eignet sich ein saugfähiger Untergrund nicht für meine Technik. Außerdem verwende ich Füssigmaske, da ist Schoellershammer 4 g dick am besten geignet dafür.
Ich verwende als Sperrschickt Lascaux medium 3 und das hat eine leicht raue glatte Oberfläche und ist ideal zum malen für meine Technik.
Ich möchte kein fixativ zum sprühen benutzen.

Lg Raimund

Nach oben 12.04.2014, 00:55 Nach unten

Beitrag  Re: Erfahrungen mit Schelllack-Seife und ersatzmitteln dafür ?
Hmmm... du willst also, dass die Farben durch ein bisschen Acryl auch nur ein bisschen wasserlöslich werden? Dünne Farbaufträge aus Acrylfarbe lassen sich auch so wieder anlösen, auch nach dem Trocknen. Auch wird es dir nicht gelingen, jede der hauchdünnen Schichten getrennt voneinander anzulösen. Du wirst dabei wohl immer direkt den Malgrund freilegen, oder dafür sorgen dass die Farbschichten ineinander sinken. Besonders die Verwendung von Aquarellfarbe zwischen Acrylschichten könnte dazu führen, dass die Farbe irgendwann abblättert.

Man sollte ein Bild nicht "zu Tode korrigieren", die Farbschichten können dadurch unschön aufreißen und sich in Form von kleinen Flocken lösen. Sperrschichten begünstigen das.

Das ist die Achillesverse transparenter Maltechniken, die du wohl auch nicht mit einem Zaubermedium in den Griff bekommen wirst. Sorgfältige Planung (z.B. kleine Farbskizzen) und Ausführung finde ich da aussichtsvoller.

Nach oben 12.04.2014, 02:04 Nach unten

Acryl

Beitrag  Re: Erfahrungen mit Schelllack-Seife und ersatzmitteln dafür ?
Beitrag: Re: Erfahrungen mit Schelllack-Seife und ersatzmitteln dafür ? - 12.04.2014, 02:04 Beowulf hat geschrieben:
Hmmm... du willst also, dass die Farben durch ein bisschen Acryl auch nur ein bisschen wasserlöslich werden? Dünne Farbaufträge aus Acrylfarbe lassen sich auch so wieder anlösen, auch nach dem Trocknen. Auch wird es dir nicht gelingen, jede der hauchdünnen Schichten getrennt voneinander anzulösen. Du wirst dabei wohl immer direkt den Malgrund freilegen, oder dafür sorgen dass die Farbschichten ineinander sinken. Besonders die Verwendung von Aquarellfarbe zwischen Acrylschichten könnte dazu führen, dass die Farbe irgendwann abblättert.

Man sollte ein Bild nicht "zu Tode korrigieren", die Farbschichten können dadurch unschön aufreißen und sich in Form von kleinen Flocken lösen. Sperrschichten begünstigen das.

Das ist die Achillesverse transparenter Maltechniken, die du wohl auch nicht mit einem Zaubermedium in den Griff bekommen wirst. Sorgfältige Planung (z.B. kleine Farbskizzen) und Ausführung finde ich da aussichtsvoller.


Also mit Schelllack-Seife geht es habe schon getestet, aber ich brauche einen Ersatz dafür. Lascaux Medium 3 geht auch aber nicht so gut wie Schelllack- Seife für diesen zweck.
Lascaux medium 3 ist dafür sehr gut als zwischenfirnis und zum weiterarbeiten, das macht keine Probleme. Ich möchte nur einen Tick weniger Anlösbarkeit, mehr will ich garnicht.

Lg Raimund

Nach oben 12.04.2014, 02:52 Nach unten

Beitrag  Re: Erfahrungen mit Schelllack-Seife und ersatzmitteln dafür ?
Eigentlich ist Schellack nach dem Trocknen unlöslich in Wasser, ähnlich wie Acryl. Nun, das einzige was mir da noch einfällt: Je geringer der Bindemittelanteil, desto höher die Anlösbarkeit. Vielleicht nutzt du zu viel Medium, bzw. der Pigmentanteil ist zu gering? Versuch es mal mit stark verdünntem Medium, Lascaux M3 ist recht ergiebig.

Nach oben 12.04.2014, 04:12 Nach unten

Acryl

Beitrag  Re: Erfahrungen mit Schelllack-Seife und ersatzmitteln dafür ?
Beitrag: Re: Erfahrungen mit Schelllack-Seife und ersatzmitteln dafür ? - 12.04.2014, 04:12 Beowulf hat geschrieben:
Eigentlich ist Schellack nach dem Trocknen unlöslich in Wasser, ähnlich wie Acryl. Nun, das einzige was mir da noch einfällt: Je geringer der Bindemittelanteil, desto höher die Anlösbarkeit. Vielleicht nutzt du zu viel Medium, bzw. der Pigmentanteil ist zu gering? Versuch es mal mit stark verdünntem Medium, Lascaux M3 ist recht ergiebig.



Also ich habe ganz wenig Schnelllack-Seife reingetan um diesen effeckt zu erziehlen. Lascaux Medium 3 enthält Reinacrylat-Dispersion und zusätzlich Kieselsäure.
Von lascaux medium brauche ich allerdings viel mehr als vond em schelllack-Seife ist mir aufgefallen.
Der Pigmentanteil war sehr hoch, da ich keine Lasur aufgebracht habe sondern das ganze fast deckend in einem dunkelbraunen ton.
Also ich habe gelesen das Schmincke Aqua-fix zur steigerung von Wasserbeständigkeit anbietet, das je stärker man es hinzufügt um so wasserfester wird es. Vielleicht ist das ja das richtige. Allerding habe ich auch gelesen das dieses Additiven und Wasser in Reinacrylatdispersion beinhaltet, da wäre ich ja mit meinen Lascaux schon richtig.

Lg Raimund

Nach oben 12.04.2014, 04:25 Nach unten
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