"Das Zeichen der großen Kunst ist Mühelosigkeit." (Alberto Moravia)




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 Erfahrungen mit Retarder 
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Acryl

Beitrag  Erfahrungen mit Retarder
Beitrag: Re: Ochsengalle ersatz ! - 28.03.2014, 20:13 Beowulf hat geschrieben:
Retarder würde ich meiden, die steigern die Offenzeit eher unwesentlich (jedenfalls auf saugenden Untergründen), machen die Farbe dafür lange Zeit klebrig. Na ja, wer auf eingemalten Staub und aufgerissene Farbschichten steht... ;)



Grüss dich, danke dir für die Info :)

Wie kommst du darauf das Farbe für Lange zeit klebrig machen oder Aufgerissene Farbschichten ? Also ich benutze Lascaux retarder schon seit zig Jahren und hatte niemals ein Problem damit. Die airbrush Retarder ebenfals da wars auch niemals ein Problem. Vielleicht hast du ein bestimmte Sorte die da probleme bereitet ?
Ich habe auch mal eine Anleitung im internet gefunden um einen Retarder zum Airbrushen selbst zu basteln und dann habe ich mich da eingelesen alle zutaten gekauft, das ist allerdings nicht so gut wie die gekauften.

Lg Raimund

Nach oben 28.03.2014, 20:31 Nach unten

Beitrag  Re: Ochsengalle ersatz !
Beitrag: Erfahrungen mit Retarder - 28.03.2014, 20:31 ROH hat geschrieben:
Wie kommst du darauf das Farbe für Lange zeit klebrig machen oder Aufgerissene Farbschichten ?

Dieses Problem hat man immer, wenn man hauptsächlich mit dem Pinsel arbeitet. Es dauert einfach "ewig", bis eine mit Retarder angereicherte Farbschicht komplett durchtrocknet. Und so lange dies nicht geschehen ist, ist ein Weiterarbeiten mit dem Pinsel nicht empfehlenswert. Jede mechanische Belastung könnte den Farbauftrag zerstören, auch verhindert die noch mit Feuchtigkeit gesättigte Farbe ein gutes Einziehen der nächsten Schicht, ebenso sehen Pinselstriche ziemlich unsauber aus. So ziemlich jeder hier im Forum, der z.B. mit den "Golden Open"-Farben gearbeitet hat, wird dir dies bestätigen können.

Retarder (egal von welcher Firma) haben mir schon ein paar misslungene Bilder beschert. Die, die funktioniert haben, hätte ich auch ohne Retarder hinbekommen können... und das wahrscheinlich noch schneller. Auch bin ich jemand, der das Bild ab und zu auch gerne mal mit dem Sandpapier bearbeitet. Beim Einsatz von Retarder wäre dies undenkbar.

Nach oben 28.03.2014, 22:42 Nach unten

Acryl

Beitrag  Re: Ochsengalle ersatz !
Beitrag: Re: Ochsengalle ersatz ! - 28.03.2014, 22:42 Beowulf hat geschrieben:
Beitrag: Erfahrungen mit Retarder - 28.03.2014, 20:31 ROH hat geschrieben:
Wie kommst du darauf das Farbe für Lange zeit klebrig machen oder Aufgerissene Farbschichten ?

Dieses Problem hat man immer, wenn man hauptsächlich mit dem Pinsel arbeitet. Es dauert einfach "ewig", bis eine mit Retarder angereicherte Farbschicht komplett durchtrocknet. Und so lange dies nicht geschehen ist, ist ein Weiterarbeiten mit dem Pinsel nicht empfehlenswert. Jede mechanische Belastung könnte den Farbauftrag zerstören, auch verhindert die noch mit Feuchtigkeit gesättigte Farbe ein gutes Einziehen der nächsten Schicht, ebenso sehen Pinselstriche ziemlich unsauber aus. So ziemlich jeder hier im Forum, der z.B. mit den "Golden Open"-Farben gearbeitet hat, wird dir dies bestätigen können.

Retarder (egal von welcher Firma) haben mir schon ein paar misslungene Bilder beschert. Die, die funktioniert haben, hätte ich auch ohne Retarder hinbekommen können... und das wahrscheinlich noch schneller. Auch bin ich jemand, der das Bild ab und zu auch gerne mal mit dem Sandpapier bearbeitet. Beim Einsatz von Retarder wäre dies undenkbar.



Grüss dich,

hm als ich ich Arbeite ja mit der Schmincke Aercolor auf einem glatten Untergrund, aber selbst auf Aquarellpapier habe ich damit keine Probleme. Ich vermute du verwendets nicht Lascaux Retarder 2040. Es gibt auch verschiedene retarder die eine längere öffnung bewirken und wie malbutter wirken. Ich denke es wird an der zu dicken Schicht Farbe liegen die sich dann oben trocknet aber unten feucht ist durch den retarder. Dann wird sich die leicht angetrocknete Farbschicht mit dem feuchten mischen und es kommt zu diesen Pinselspuren.
Man soll ja außerdem nur einen bestimmten prozentualen zusatz von dem retarder geben. Den wo ich nutze ist das Überhaupt kein problem. Wenn ich meine Farbe schnell trocken haben will, dann föhne ich das 30 Sec lang und dann kann ich drübermalen.

Das Bild hier habe ich vor etwa 7 Jahren ohne Airbrush in Lasurtechnik und Trockungsverzögerer gemalt.
Format: Breite 10,2 cm Höhe 23,4 cm Untergrund schoellershammer 4 g dick.

Lg Raimund

Nach oben 28.03.2014, 23:06 Nach unten

Beitrag  Re: Erfahrungen mit Retarder
WoW........... :doppeldaumen:

Nach oben 29.03.2014, 07:28 Nach unten

Beitrag  Re: Erfahrungen mit Retarder
Ich habe bisher nur positive Erfahrungen mit Retarder gemacht (Lascaux und Schmincke). Benutze ihn häufiger und finde man kann damit herrlich arbeiten. Allen die mit Acrylfarben arbeiten, kann ich nur empfehlen ihn mal auszuprobieren (z.B. um Wolken oder Wasser zu malen).

Herzliche Grüße
Marion

Nach oben 29.03.2014, 12:50 Nach unten

Beitrag  Re: Erfahrungen mit Retarder
Beitrag: Re: Ochsengalle ersatz ! - 28.03.2014, 23:06 ROH hat geschrieben:
Das Bild hier habe ich vor etwa 7 Jahren ohne Airbrush in Lasurtechnik und Trockungsverzögerer gemalt.

Wie ich schon sagte, die Bilder mit Trocknunsgverzöger hätte ich im Nachhinein gesehen auch ohne hinbekommen können. Und du sicherlich auch. ;)

Beitrag: Re: Ochsengalle ersatz ! - 28.03.2014, 23:06 ROH hat geschrieben:
Ich denke es wird an der zu dicken Schicht Farbe liegen die sich dann oben trocknet aber unten feucht ist durch den retarder.

Bei einer dünnen Schicht sind die Effekte des Retarders vernachlässigbar. Vor allem auf saugendem Untergrund erhöht sich die Offenzeit durch den Einsatz solcher Mittel nicht merklich. Bist du sicher, dass du da nicht einem Placebo-Effekt unterliegst? Liegt es nicht eher am Wasser zum Verdünnen und dem angefeuchteten Untergrund, dass die Farbe noch ein paar Sekunden lang nachbearbeitbar ist? Und ist es nicht eher so, dass Retarder dazu animieren wollen Ölmaltechniken zu imitieren, anstatt dass man eine Technik wählt die den Vorteilen der Acrylfarben eher gerecht wird?

Beitrag: Re: Ochsengalle ersatz ! - 28.03.2014, 23:06 ROH hat geschrieben:
Wenn ich meine Farbe schnell trocken haben will, dann föhne ich das 30 Sec lang und dann kann ich drübermalen.

Das habe ich früher auch mal gemacht. Bis ich gemerkt habe, dass sich dadurch die Oberfläche der Acrylfarben nachteilig verändert. Das sieht man auf Fotos meist nicht, aber in natura schon. Auch lässt sich auf derart angeföhnten Oberflächen nicht immer so toll malen, sie wirken etwas "speckig".

Beitrag: Re: Ochsengalle ersatz ! - 28.03.2014, 23:06 ROH hat geschrieben:
Ich vermute du verwendets nicht Lascaux Retarder 2040. Es gibt auch verschiedene retarder die eine längere öffnung bewirken und wie malbutter wirken.

Dann sind wohl unser beider Erfahrungen etwas subjektiv. Auch steht in der Beschreibung vom Lascaux Retarder, dass dieser nicht für stark saugende Untergründe geeignet sei. Da ich diese aber bevorzuge, habe ich vor dem Kauf dieses Produktes bisher immer zurückgeschreckt. Auch steht da noch folgendes:
Die Farbe kann über längere Zeit weich und wasser-
empfindlich bleiben. Es ist deshalb nicht zu empfehlen,
Verzögerer für Aussenanstriche zu verwenden, da die
Farben durch Wasser (z.B. Regen) leicht anquellen
können.
http://lascaux.ch/pdf/de/produkte/malhi ... arder_.pdf

Auch ist nicht angegeben, um wieviel sich die Offenzeit wirklich verlängert. Lediglich Schmincke gibt dies bei seinem Retarder an, und zwar um bis zu 50%. Das ist für mich nur ein Tropfen auf dem heißen Stein, brauch ich nicht.

Nach oben 29.03.2014, 16:37 Nach unten

Acryl

Beitrag  Re: Erfahrungen mit Retarder
Beitrag: Re: Erfahrungen mit Retarder - 29.03.2014, 07:28 Gisela hat geschrieben:
WoW........... :doppeldaumen:



Danke Gisela :)

Lg Raimund

Nach oben 29.03.2014, 18:20 Nach unten

Acryl

Beitrag  Re: Erfahrungen mit Retarder
Beitrag: Re: Erfahrungen mit Retarder - 29.03.2014, 12:50 INFARBE hat geschrieben:
Ich habe bisher nur positive Erfahrungen mit Retarder gemacht (Lascaux und Schmincke). Benutze ihn häufiger und finde man kann damit herrlich arbeiten. Allen die mit Acrylfarben arbeiten, kann ich nur empfehlen ihn mal auszuprobieren (z.B. um Wolken oder Wasser zu malen).

Herzliche Grüße
Marion



Grüss dich,

ich finde diese retarder auch klasse.

Lg Raimund

Nach oben 29.03.2014, 18:22 Nach unten

Beitrag  Re: Erfahrungen mit Retarder
Ich kann Beowulfs Probleme mit Retarder bestätigen.
Ich brauch für weichere Übergänge Retarder, sonst trocknet mir die Farbe einfach zu schnell, bzw. bin ich leider einfach zu langsam.

Verwende Retarder einer allgemein doch anerkannten Marke, und achte darauf, dass ich nicht zu viel dazumische.
Allerdings ist mir immer wieder Folgendes passiert: Die Farbe wirkte trocken. Dem Augenschein nach und auch auf Berührung mit der Hand, der Pinsel mit der neuen Farbe hat aber trotzdem die untere (mit Retarder gemischte eigentlich trockene) Farbschicht wieder aufgerissen. Falls ich den neuen Farbauftrag auch noch mit Wasser verdünnt habe, verstärkte sich dieser Effekt noch erheblich.

In größeren Flecken oder auch in vielen kleinen Flöckchen löste sich die retarderhaltige Farbschicht wieder ab und das Ergebnis ist nicht nur unschön, sondern auch eine unebene Oberfläche, denn manche Stellen blieben auf dem Untergrund haften, andere wieder nicht, Ergebnis war sozusagen eine etwas "löcherige" "holperige" Farbschicht.

Wenn ich jetzt Retarder verwende / benötige, dann lass ich das halt dann wirklich ein bisschen länger trocknen, als ich es dem Augenschein nach tun würde.

Nach oben 29.03.2014, 18:46 Nach unten

Acryl

Beitrag  Re: Erfahrungen mit Retarder
Beitrag: Re: Erfahrungen mit Retarder - 29.03.2014, 16:37 Beowulf hat geschrieben:
Beitrag: Re: Ochsengalle ersatz ! - 28.03.2014, 23:06 ROH hat geschrieben:
Das Bild hier habe ich vor etwa 7 Jahren ohne Airbrush in Lasurtechnik und Trockungsverzögerer gemalt.

Wie ich schon sagte, die Bilder mit Trocknunsgverzöger hätte ich im Nachhinein gesehen auch ohne hinbekommen können. Und du sicherlich auch. ;)


Grüss dich,

ja natürlich geht das auch ohne keine Frage. Es gibt aber etliche effeckte die gehen nicht ohne, aber das hat nichts mit Lassieren zu tun. Also dieses Bild wäre ohne auch geggangen keine Frage. Mit Trockungsverzöger kannst du aber schönere Verlaufe malen und stehts nicht so unter Zeitdruck. Gerade bei miniaturen hast du druch den trockungsverzögerer echte Vorteile, weil kleine Flächen viel schnelle trocknen als grosse.


Beitrag: Re: Ochsengalle ersatz ! - 28.03.2014, 23:06 ROH hat geschrieben:
Ich denke es wird an der zu dicken Schicht Farbe liegen die sich dann oben trocknet aber unten feucht ist durch den retarder.

Bei einer dünnen Schicht sind die Effekte des Retarders vernachlässigbar. Vor allem auf saugendem Untergrund erhöht sich die Offenzeit durch den Einsatz solcher Mittel nicht merklich. Bist du sicher, dass du da nicht einem Placebo-Effekt unterliegst? Liegt es nicht eher am Wasser zum Verdünnen und dem angefeuchteten Untergrund, dass die Farbe noch ein paar Sekunden lang nachbearbeitbar ist? Und ist es nicht eher so, dass Retarder dazu animieren wollen Ölmaltechniken zu imitieren, anstatt dass man eine Technik wählt die den Vorteilen der Acrylfarben eher gerecht wird?

Das stimmt nur bedingt, wenn du z.b. Aqurellpapier nimmst und du es vollsaugst mit Wasser + retarder, dann kannst sehr lange nass in nass malen. Habe ich schon getestet funktioniert wunderbar ohne probleme ( Allerdings sollte dann halt auch mein System verwendet werden, weil andere weiss ich nicht ). Schmincke aerocolor, Createx Wicked detail serie und Schmincke Horadam geht. Ich unterliege da keinem placebo Effekt, weil ich schon seit zig Jahren diese Zeugs verwende. Die öffnungszeit hängt von der Menge die du hinzufügst ab
und wie Stark du sie verdünnst logischer weise und ob dein Untergrund Saugend ist oder nicht. Ich benutze ja keine saugenden Untregründe für nasse Farben, weil dies sehr nachteilig ist.

Beitrag: Re: Ochsengalle ersatz ! - 28.03.2014, 23:06 ROH hat geschrieben:
Wenn ich meine Farbe schnell trocken haben will, dann föhne ich das 30 Sec lang und dann kann ich drübermalen.

Das habe ich früher auch mal gemacht. Bis ich gemerkt habe, dass sich dadurch die Oberfläche der Acrylfarben nachteilig verändert. Das sieht man auf Fotos meist nicht, aber in natura schon. Auch lässt sich auf derart angeföhnten Oberflächen nicht immer so toll malen, sie wirken etwas "speckig".

Ich weiss nicht was du für Farben verwendetst mit Schmincke Aeroclor ist das garnichts. Ich habe auch schon sehr viele Farbhersteller ausprobiert, da war bei keinem was.
Ich habe Liquitex Heavy Body (was hajime sorayama ) benutzt, Hansa, Holbein, Createx Classics, Createx wicked Opak serie, Createx wicked details serie, Schmincke akademie acryl, Schmincke Aercolor und bei Rohrer und Klingner war auch nichts. Bei den anderen Farben die ich sonst noch probiert habe z.b. Guache, Aquarell war ebenfals nichts


Beitrag: Re: Ochsengalle ersatz ! - 28.03.2014, 23:06 ROH hat geschrieben:
Ich vermute du verwendets nicht Lascaux Retarder 2040. Es gibt auch verschiedene retarder die eine längere öffnung bewirken und wie malbutter wirken.

Dann sind wohl unser beider Erfahrungen etwas subjektiv. Auch steht in der Beschreibung vom Lascaux Retarder, dass dieser nicht für stark saugende Untergründe geeignet sei. Da ich diese aber bevorzuge, habe ich vor dem Kauf dieses Produktes bisher immer zurückgeschreckt. Auch steht da noch folgendes:
Die Farbe kann über längere Zeit weich und wasser-
empfindlich bleiben. Es ist deshalb nicht zu empfehlen,
Verzögerer für Aussenanstriche zu verwenden, da die
Farben durch Wasser (z.B. Regen) leicht anquellen
können.
http://lascaux.ch/pdf/de/produkte/malhi ... arder_.pdf

Auch ist nicht angegeben, um wieviel sich die Offenzeit wirklich verlängert. Lediglich Schmincke gibt dies bei seinem Retarder an, und zwar um bis zu 50%. Das ist für mich nur ein Tropfen auf dem heißen Stein, brauch ich nicht.




Wenn du die Farbe föhnst, dann härtet die schnell aus. Kommt halt auch auf die menge des retarders an. Das mit dem Untergrund ist bei allen Retardern so, weil er aufgesaugt wird, wenn der Untergrund stark saugfähig ist. Aber saugende Untergründe sind sehr nachteilig, weswegen ich auf nichtsaugenden bzw leichtsaugenden arbeite, da macht ein retarder sehr viel Sinn für bestimmte effeckte ( z.b.Wolken, Gras, Verlaufseffeckte, freilassen von Stellen ).
Mich würde mal interessieren welche Farben du nimmst ?


Lg Raimund

Nach oben 29.03.2014, 18:57 Nach unten

Acryl

Beitrag  Re: Erfahrungen mit Retarder
Beitrag: Re: Erfahrungen mit Retarder - 29.03.2014, 18:46 Martine hat geschrieben:
Ich kann Beowulfs Probleme mit Retarder bestätigen.
Ich brauch für weichere Übergänge Retarder, sonst trocknet mir die Farbe einfach zu schnell, bzw. bin ich leider einfach zu langsam.

Verwende Retarder einer allgemein doch anerkannten Marke, und achte darauf, dass ich nicht zu viel dazumische.
Allerdings ist mir immer wieder Folgendes passiert: Die Farbe wirkte trocken. Dem Augenschein nach und auch auf Berührung mit der Hand, der Pinsel mit der neuen Farbe hat aber trotzdem die untere (mit Retarder gemischte eigentlich trockene) Farbschicht wieder aufgerissen. Falls ich den neuen Farbauftrag auch noch mit Wasser verdünnt habe, verstärkte sich dieser Effekt noch erheblich.

In größeren Flecken oder auch in vielen kleinen Flöckchen löste sich die retarderhaltige Farbschicht wieder ab und das Ergebnis ist nicht nur unschön, sondern auch eine unebene Oberfläche, denn manche Stellen blieben auf dem Untergrund haften, andere wieder nicht, Ergebnis war sozusagen eine etwas "löcherige" "holperige" Farbschicht.

Wenn ich jetzt Retarder verwende / benötige, dann lass ich das halt dann wirklich ein bisschen länger trocknen, als ich es dem Augenschein nach tun würde.



Grüss dich,

Ja aber das ist doch normal wenn man die Farbschicht nicht trocken ist. Wenn die Farbschicht durchgetrocknet ist, dann kann man drübermalen ohne Probleme. Wenn das nicht der Fall ist, dann stimmt was nicht mit dem retarder oder deiner Farbe in Kombination mit dem retarder. Bei Ölmalerei wenn du trocknugnsbeschleuniger benutzt past das selbe. Da hilft nur druchtrocknen lassen. Wenn die Farbe oben schliest, aber darunter noch feucht ist, dann passiert sowas. Es ist immer ratsamsam dunner Schichten aufzubringen und diese zu verwischen auf einen glatten nichtsaugenden, leicht rauen untergrund. Das ist ganz wichtig, weil erstens die Farbe nicht einsaugen kann, und zweitens wenn er zu glatt ist die Farbe schmiert.

Lg Raimund

Nach oben 29.03.2014, 19:08 Nach unten

Beitrag  Re: Erfahrungen mit Retarder
Beitrag: Re: Erfahrungen mit Retarder - 29.03.2014, 18:57 ROH hat geschrieben:
Gerade bei miniaturen hast du druch den trockungsverzögerer echte Vorteile, weil kleine Flächen viel schnelle trocknen als grosse.

Vor allem kleinflächige Farbverläufe bereiten mir die wenigsten Probleme. Oft braucht man nur die Farbe genug zu verdünnen und den Pinsel richtig anzusetzen, und *schwupps* hat man den richtigen Farbverlauf. Das scheint so gut zu funktionieren, dass auf einer Ausstellung mal ein anderer Künstler zur Auffassung gekommen ist, dass ich Airbrush benutze. :roll:

Beitrag: Re: Erfahrungen mit Retarder - 29.03.2014, 18:57 ROH hat geschrieben:
Aber saugende Untergründe sind sehr nachteilig, weswegen ich auf nichtsaugenden bzw leichtsaugenden arbeite

Jein. ;) Sie handhaben sich einfach etwas anders. Ich liebe den sauberen Pinselstrich auf saugenden Untergründen, die tiefe Verankerung der Farbe, ebenso die intensive Einfärbekraft. Auch haben sie den Vorteil, dass sie für eine gewisse Zeit Wasser speichern können (was für mich effektiver wirkt als ein Retarder). Klar, die Pigmente dürfen nicht einfach so "durchrauschen", daher ist z.B. das Bemalen von ungrundiertem Holz alles andere als empfehlenswert.

Beitrag: Re: Erfahrungen mit Retarder - 29.03.2014, 18:57 ROH hat geschrieben:
Mich würde mal interessieren welche Farben du nimmst ?

Liquitex Heavy Body, Lascaux Artist, Old Holland.

Nach oben 29.03.2014, 19:36 Nach unten

Beitrag  Re: Erfahrungen mit Retarder
Hallo Raimund,
inzwischen hab ich das auch gelernt, aber so als Anfängerin, denkt man halt, wenn die Farbe trocken aussieht und sich völlig trocken anfühlt, wäre sie auch trocken. Das war mir halt leider nicht klar, dass ich dann noch nicht drübermalen darf. Leider steht so was weder auf der Retardertube drauf, keiner hat es mir gesagt und nachlesen konnte ich das erst hier im Forum. Inzwischen weiß ich das auch - aber halt erst aufgrund unguter Erfahrung.
Oder vielleicht gibt es Unterschiede, je nachdem welchen Retarder man verwendet? Manche hier im Forum scheinen nur gute Erfahrungen mit Retarder zu haben.
Schöne Grüße
Martine
P. S. Danke zum Hinweis mit dem Trocknungsbeschleuniger bei Öfarbe. Habe so etwas bisher nicht verwendet, wollte aber doch mal Liquin ausprobieren, Flasche steht schon bei mir daheim. So weiß ich, dass ich da doch auch ein bisschen vorsichtiger sein muss, als dem reinen Augenschein zu vertrauen.

Nach oben 29.03.2014, 19:43 Nach unten

Acryl

Beitrag  Re: Erfahrungen mit Retarder
Beitrag: Re: Erfahrungen mit Retarder - 29.03.2014, 19:36 Beowulf hat geschrieben:
Beitrag: Re: Erfahrungen mit Retarder - 29.03.2014, 18:57 ROH hat geschrieben:
Gerade bei miniaturen hast du druch den trockungsverzögerer echte Vorteile, weil kleine Flächen viel schnelle trocknen als grosse.

Vor allem kleinflächige Farbverläufe bereiten mir die wenigsten Probleme. Oft braucht man nur die Farbe genug zu verdünnen und den Pinsel richtig anzusetzen, und *schwupps* hat man den richtigen Farbverlauf. Das scheint so gut zu funktionieren, dass auf einer Ausstellung mal ein anderer Künstler zur Auffassung gekommen ist, dass ich Airbrush benutze. :roll:

Ich weiss nicht wie klein du arbeitest, aber ich habe da ganz andere Erfahrungen gemacht. Dieses Mädel untere der Dusche war damals schon eine Herausforderung ( Kopfgrösse 3cm in etwa ). Ich habe dann später noch ein Bild auf ein Zigarettenenetui gemacht, das eine Kopfgrösse von 1,1cm hatte, das war schon extrem schwer.
Natürlich kann man sagen, das ein saugendern Untergrund weichere Striche macht und somit Verläufe leichter sind, aber die Korrekturmöglichkeiten sind so gut wie nicht vorhanden wenn du transparent Arbeitest.



Beitrag: Re: Erfahrungen mit Retarder - 29.03.2014, 18:57 ROH hat geschrieben:
Aber saugende Untergründe sind sehr nachteilig, weswegen ich auf nichtsaugenden bzw leichtsaugenden arbeite

Jein. ;) Sie handhaben sich einfach etwas anders. Ich liebe den sauberen Pinselstrich auf saugenden Untergründen, die tiefe Verankerung der Farbe, ebenso die intensive Einfärbekraft. Auch haben sie den Vorteil, dass sie für eine gewisse Zeit Wasser speichern können (was für mich effektiver wirkt als ein Retarder). Klar, die Pigmente dürfen nicht einfach so "durchrauschen", daher ist z.B. das Bemalen von ungrundiertem Holz alles andere als empfehlenswert.

Da geb ich dir recht, aber dennoch wirken die Pigmente viel leuchtender und Konrastreicher auf nichtsaugenden Untergründen. Du brauchst außerdem viel weniger Farbe für den gleichen effeckt und die Korrekturmöglichkeiten sind viel besser. Man kann zudem auch wesentlich mehr effeckte machen auf glatten nichtsaugenden Untergründen.

Beitrag: Re: Erfahrungen mit Retarder - 29.03.2014, 18:57 ROH hat geschrieben:
Mich würde mal interessieren welche Farben du nimmst ?

Liquitex Heavy Body, Lascaux Artist, Old Holland.


Das sind sehr gute Farben, da kann man nicht meckern.

Nach oben 29.03.2014, 20:02 Nach unten

Beitrag  Re: Erfahrungen mit Retarder
Beitrag: Re: Erfahrungen mit Retarder - 29.03.2014, 20:02 ROH hat geschrieben:
Natürlich kann man sagen, das ein saugendern Untergrund weichere Striche macht und somit Verläufe leichter sind, aber die Korrekturmöglichkeiten sind so gut wie nicht vorhanden wenn du transparent Arbeitest.

Auch dies kann man mit einem klaren Jein beantworten! :mrgreen: Klar, man kann auf abweisenderen Malgründen die Farbe länger hin und her schieben. Aber auch das hält sich in gewissen Grenzen. Aber auch auf einem saugenden Grund sind Korrekturen durchaus möglich, denn man kann ja u.a. den Farbverlauf von zwei Richtungen aus gestalten, und/oder sich farblich erst einmal vorsichtig herantasten.
Du gehst bei deiner Art der Malerei auf eine ganz gewisse Schiene (wie wohl fast jeder hier), und sobald man sich auf gewisse "Prinzipien" (oder nennen wir sie "Dogmen"?) mal eingelassen hat, dann muss man an vielen Stellen Kompromisse eingehen.
Es gibt viele solcher Dogmen, z.B. "verwende kein Schwarz", "verwende kein Weiß", "verwende am besten nur transparente Farben", "male nicht auf saugenden Malgründen", "Ölfarben leuchten mehr als Acryl", "wässriger Farbauftrag blättert irgendwann wieder ab", "für weiche Farbverläufe braucht man Retarder" und so weiter. Du kennst da sicher noch einige andere.

Sagen wir es mal so: Würde ich eine langsame Trocknung gut finden, würde ich mit Öl malen. Da gibt es mittlerweile eine ganz gute Auswahl. Es müssen auch nicht irgendwelche Chemiekeulen sein, es gibt auch recht milde. Aber auch bei der Ölmaltechnik gibt es immer wieder Versuche, die Trocknung zu beschleunigen. Verkehrte Welt. ;)
Ich verzichte auf Retarder, weil ich nicht Sklave der Trocknungszeiten sein möchte. Ich bin eher ein langsamer Maler. Korrekturen bzw. die weitere Ausarbeitung erfolgt also einfach mit der nächsten Farbschicht, da ist eine schnelle Trockung für mich sehr wichtig.
Die ganzen Spezialeffekte, die du mal in einem anderen Thread aufgelistet und erklärt hast, funktionieren auf einem saugendem Malgrund auch ohne Retarder ganz gut. Dafür muss man ihn vorher nur großzügig mit Wasser einpinseln und dieses eine Minute einziehen lassen.

Nach oben 29.03.2014, 22:14 Nach unten

Acryl

Beitrag  Re: Erfahrungen mit Retarder
Beitrag: Re: Erfahrungen mit Retarder - 29.03.2014, 22:14 Beowulf hat geschrieben:
Beitrag: Re: Erfahrungen mit Retarder - 29.03.2014, 20:02 ROH hat geschrieben:
Natürlich kann man sagen, das ein saugendern Untergrund weichere Striche macht und somit Verläufe leichter sind, aber die Korrekturmöglichkeiten sind so gut wie nicht vorhanden wenn du transparent Arbeitest.

Auch dies kann man mit einem klaren Jein beantworten! :mrgreen: Klar, man kann auf abweisenderen Malgründen die Farbe länger hin und her schieben. Aber auch das hält sich in gewissen Grenzen. Aber auch auf einem saugenden Grund sind Korrekturen durchaus möglich, denn man kann ja u.a. den Farbverlauf von zwei Richtungen aus gestalten, und/oder sich farblich erst einmal vorsichtig herantasten.

Also auf einem saugenden Untergrund mit Aquarellfarben zu malen und die Farbe getrocknet ist, dann hast du keine chance mehr die Farbe komplett zu entfernen. Hier ist ein Glatter nichtsaugender Untergrund wesentlich von Vorteil. Mit einem trockungsverzögerer hat man hier ebfals einen richtigen Vorteil weil die Farbe viel länger offen bleibt.


Du gehst bei deiner Art der Malerei auf eine ganz gewisse Schiene (wie wohl fast jeder hier), und sobald man sich auf gewisse "Prinzipien" (oder nennen wir sie "Dogmen"?) mal eingelassen hat, dann muss man an vielen Stellen Kompromisse eingehen.
Es gibt viele solcher Dogmen, z.B. "verwende kein Schwarz", "verwende kein Weiß", "verwende am besten nur transparente Farben", "male nicht auf saugenden Malgründen", "Ölfarben leuchten mehr als Acryl", "wässriger Farbauftrag blättert irgendwann wieder ab", "für weiche Farbverläufe braucht man Retarder" und so weiter. Du kennst da sicher noch einige andere.

Bleib mal beim Thema sonst wird gleich wieder eine neuer Thread eröffnet bzw verschoben oder mache einen Thread auf zu diesem Thema dann kannst meine Meinung dazu hören.


Sagen wir es mal so: Würde ich eine langsame Trocknung gut finden, würde ich mit Öl malen. Da gibt es mittlerweile eine ganz gute Auswahl. Es müssen auch nicht irgendwelche Chemiekeulen sein, es gibt auch recht milde. Aber auch bei der Ölmaltechnik gibt es immer wieder Versuche, die Trocknung zu beschleunigen. Verkehrte Welt. ;)
Ich verzichte auf Retarder, weil ich nicht Sklave der Trocknungszeiten sein möchte. Ich bin eher ein langsamer Maler. Korrekturen bzw. die weitere Ausarbeitung erfolgt also einfach mit der nächsten Farbschicht, da ist eine schnelle Trockung für mich sehr wichtig.
Die ganzen Spezialeffekte, die du mal in einem anderen Thread aufgelistet und erklärt hast, funktionieren auf einem saugendem Malgrund auch ohne Retarder ganz gut. Dafür muss man ihn vorher nur großzügig mit Wasser einpinseln und dieses eine Minute einziehen lassen.


Das stimmt nicht das die alle auf einem saugend Untergrund funktionieren und ohne Retarder und mit Wasser. Das ist allerdings wider ein anderes Thema.


Lg Raimund

Nach oben 29.03.2014, 23:19 Nach unten
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