"Die Kunst ist zwar nicht das Brot, aber der Wein des Lebens." (Jean Paul)




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 Nicht trocknende Aquarellfarben. 
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Beitrag  Re: Nicht trocknende Aquarellfarben.
Kleines Update,

Habe mir einen neuen Napf White Nights geholt u. festgestellt, dass die sich die Farbe genauso verhält, also wirds wohl an dem Honig liegen?! Ausserdem Hab ich mir noch Reeves Farben geholt und festgestellt, dass die viel weniger aktiv sind, sich im Wasser nicht so ausbreiten.

Frage jetzt dazu:

Wie soll man damit malen? Im Prinzip geht keine Technik die ich jemals irgendwo gesehen habe?!

z.B

Nass in Nass: Farbe ist so dermaßen aktiv wenn Nass, dass es schwer ist irgendetwas hinzukriegen, wo die Farbe nicht zum Rand migriert während des trocknens oder sich total gleichmäßig auf der Gesamten Fläche verteilt. Vorteil ist natürlich, dass es super einfach ist eine homogene Fläche gleichmäßig auszumalen.

Lasuren: Farbe wird sofort wieder angelöst, kann nach dem "trocknen" quasi nicht mehr berührt bzw. befeuchtet werden, ansonsten löst sich die Farbe und migriert zum Rand der befeuchteten stelle.

Wie geht man damit nur um? irgendwie muss es doch gehen?

Nach oben 16.12.2013, 16:27 Nach unten

Mischtechniken

Beitrag  Re: Nicht trocknende Aquarellfarben.
Beitrag: Re: Nicht trocknende Aquarellfarben. - 12.12.2013, 12:01 GoldSeven hat geschrieben:
Ich muss sagen, dass Aquarell ja eigentlich nicht für seine Wasserfestigkeit bekannt ist. Wenn ich Gemaltes wieder nassmache, muss ich, egal auf welchem Papier und egal mit welcher Marke, damit rechnen, das Untere wieder anzulösen.

Hallo nihilas,
so sehe ich das auch... da kannst Du noch so viel probieren... dann weißt Du zwar, wie sich die Farben
verhalten... doch ändern kannst Du sie nicht... da hilft nur, die Farben zu akzeptieren, wie sie sind...
wenn sie nicht für Deine Art zu malen passen, hilft es nur, auf ein anderes Produkt umzusteigen...

ich hatte auch mal White Nights Farben... doch mir gefiel das, was ich damit malte, überhaupt nicht...
ich male meistens Nass in Nass... da bin ich zu Horadam zurückgekehrt...

aber auch da löst sich die untere Farbe, wenn Nass drüber gemalt wird... das ist eben das Typische bei Wasserfarben
und ich weiß es zu nutzen...

:winken: Karin

Nach oben 16.12.2013, 18:56 Nach unten

Beitrag  Re: Nicht trocknende Aquarellfarben.
Danke für die Antwort Karin,

Denke dann muss ich wohl ne neue Marke suchen. Dass sich Aquarellfarben wieder ablösen können ist mir ja klar, aber zumindest will ich eine einfache Lasur ausführen können ohne dass alles sich alles vermischt weil sich die Farbe ablöst. Gibt es da Marken die dafür bekannt sind sich nicht so schnell abzulösen?

Ansonsten werd ich nochmal die Schellackseife ausprobieren. Wäre schön wenn jemand wüsste ob man danach jedes mal die Pinsel rigoros auswaschen gehen muss, dann bräucht ich sie mir eventuell nicht kaufen.

Nach oben 16.12.2013, 19:30 Nach unten

Aquarell, Gouache, Acryl

Beitrag  Re: Nicht trocknende Aquarellfarben.
Sorry, sehe diesen Thread jetzt erst, ja Farben die mit Honig angerührt werden (z.B. White Nights oder auch M.Graham) brauchen wesentlich länger zum Trocknen und sind leichter zu befeuchten, als Farben die mit Gummi Arabicum angerührt wurden.

Das der Effekt jetzt so krass ausfällt überrascht allerdings auch mich. White Nights habe ich keine hier, aber M.Grahams ein Paar und ich hatte nie solche Probleme damit eine Lasur zu machen :hmm:

Nach oben 16.12.2013, 20:57 Nach unten

Aquarell und Tempera

Beitrag  Re: Nicht trocknende Aquarellfarben.
welchen Pinsel benutzt du eigentlich? Vllt ist der zu hart und die untere Farbschicht löst sich deshalb?

Nach oben 16.12.2013, 21:01 Nach unten

z.zt.Aquarell u.div.Zeichenmat

Beitrag  Re: Nicht trocknende Aquarellfarben.
könnte es sein,dass Du beim Auftragen der Lasur evtl vesuchtst Fehler auszubessern? dann löst Du durch das "Wischen" mit dem Pinsel die Farbe so an,das sie sich unvorteilhaft vermischt.
beim Lasieren in eine Richtung arbeiten und nicht auf der nassen Fläche hin und zurück,sonst löst sich die Farbe unvorteilhaft auf und vermischt sich

zum Auftragen von Lasuren einen weichen Pinsel verwenden und darauf achten,das der Pinsel nicht zu "nass" ist


Grundsätzlich ist zu vermeiden,mit Ochsengalle oder Schellackseife in die Farbnäpfe zugehen,da verdirbst Du Dir die Näpfchen.
besser Du mischt Dir in Seperaten Schälchen was an und wäscht den Pinsel gut aus,wenn Du ins Näpfchen gehst.

Ochsengalle fördert das Fließverhalten der Farbe,es kann auch daran liegen.

Nach oben 16.12.2013, 21:34 Nach unten

Beitrag  Re: Nicht trocknende Aquarellfarben.
nihilas hat geschrieben:
Wie soll man damit malen? Im Prinzip geht keine Technik die ich jemals irgendwo gesehen habe?!

z.B

Nass in Nass: Farbe ist so dermaßen aktiv wenn Nass, dass es schwer ist irgendetwas hinzukriegen, wo die Farbe nicht zum Rand migriert während des trocknens oder sich total gleichmäßig auf der Gesamten Fläche verteilt. Vorteil ist natürlich, dass es super einfach ist eine homogene Fläche gleichmäßig auszumalen.

Lasuren: Farbe wird sofort wieder angelöst, kann nach dem "trocknen" quasi nicht mehr berührt bzw. befeuchtet werden, ansonsten löst sich die Farbe und migriert zum Rand der befeuchteten stelle.

Wie geht man damit nur um? irgendwie muss es doch gehen?


Ein paar Dinge musst Du beachten:

Wenn Du in nasse Farbe malen willst, darf die Farbe am Pinsel nicht nasser sein (wässriger) als die, die sich auf dem Papier befindet. Die besten Resultate erzielst Du, wenn die Farbe am Pinsel recht dick angemischt ist. Bevor Du die Farbe mit dem Pinsel aufnimmst, den Pinsel mit einem Küchenkrepp abtrocknen, sonst verwässerst Du die Farbe wieder. Die auseinanderdriftende Farbe ist der ganz normale Effekt bei der nass in nass Malerei. Je nasser das Papier und je mehr Wasser am Pinsel um so mehr fließt die Farbe. Wenn Du willst, dass die Farbe nur leicht auseinanderfließt, dann warte bis das Papier beginnt wieder zu trocknen und nicht mehr glänzt. Den richtigen Zeitpunkt zu treffen ist nicht ganz einfach aber wenn man es ein paar mal geübt hat, klappt es.

Im Video, das Du oben verlinkt hast, könnte ich mir vorstellen, dass das Papier zuvor mit Fixativ behandelt wurde. So klar und fest hält Aquarellfarbe normalerweise nicht. Es gibt allerdings auch Farben, die stärker haften als andere. Welche das sind und woran das liegt habe ich noch nicht herausgefunden.

Zu guter Letzt, für NiN nimmt man am besten rauhes Papier, je dicker desto besser. Man kann aber auch auf glattem Papier sehr nass malen, wenn man die Farbe und das Wasser kontrollieren kann.

Wenn Du weiter mit Aquarellfarbe malen willst, dann erwarte für den Anfang keine Wunder. Jeder hat mal bei Null angefangen und bekanntlich ist noch kein Meister vom Himmel gefallen.

Wie wäre es, wenn Du einfach mal ein Bild malst und dieses dann hier einstellst, damit wir Dir Tipps geben können.

LG Jutta

Nach oben 16.12.2013, 22:34 Nach unten

Beitrag  Re: Nicht trocknende Aquarellfarben.
Ich gebe Jutta Recht, und würde hinzufügen, es wirklich einmal anders herum zu probieren: In Aquarell arbeitet man halt von unten her, erst helle Schichten, dann dunkle. Wenn du so arbeitest, ist es auch egal, ob sich darunterliegende Farbe anlöst, denn sie ist ja heller und "kontaminiert" dir so nicht die darüberliegende Farbschicht. Wenn du mit hell über dunkel lasiert, wirst du immer ein Ausfransen/Ausbluten der unteren Schichten haben, außer du benutzt entweder fixierende Malmedien oder Tsuche.

Nach oben 16.12.2013, 23:18 Nach unten

Beitrag  Re: Nicht trocknende Aquarellfarben.
Ich glaube ich hab es jetzt verstanden, es liegt am Papier.

Papiere sind ja mit einem hydrophoben Mittel behandelt und beschichtet. Die Farbe haftet deshalb nicht an dem Papier sondern verbindet sich mit der Beschichtung bzw. trocknet oben auf dem Papier.

Das, in Verbindung mit den feuchten White Nights führt dazu, dass die Farbe vom Papier wieder abgelöst wird, auch bei wenig Wasser.

Mir wurde dazu geraten besseres Papier zu benutzten (100% Hadern/Baumwolle).

Wenn ich die Beschichtung vom Papier entfernen würde, dann würde "minderwertiges" Papier aus Cellulose Auflösungserscheinungen zeigen weil die schützende Wasserabweisende Schicht nicht mehr da ist , und auch beim Entfernen der Beschichtung schon das Papier beansprucht würde. Bestimmt wisst ihr ja, dass die Wirkung der Farben stark von der Intaktheit der Papierfasern abhängig ist.

Ich habe die selbe Prozedur in meinem Skizzenbuch ausprobiert, was wohl nicht beschichtet ist, und siehe da: der Effekt mit den Rändern tritt nicht auf, selbst bei relativ grober "Misshandlung", dafür löst sich aber das Papier irgendwann auf.

Nach oben 18.12.2013, 15:10 Nach unten

Acryl

Beitrag  Re: Nicht trocknende Aquarellfarben.
Beitrag: Re: Nicht trocknende Aquarellfarben. - 12.12.2013, 10:58 Adrian hat geschrieben:
Was die Wiederanlösbarkeit betrifft, kann auch das mittels Schellack-Seife noch zusätzlich individuell eingestellt werden.


Grüss dich,

das hört sich interessant an. Was passiert da genau ?

Lg Raimund

Nach oben 29.03.2014, 20:53 Nach unten

Acryl

Beitrag  Re: Nicht trocknende Aquarellfarben.
Beitrag: Nicht trocknende Aquarellfarben. - 11.12.2013, 23:35 nihilas hat geschrieben:


Nun frage ich mich ob das an den Farben liegt, oder ich mir das selbst zuzuschreiben habe.

Ich sollte dazu sagen, dass ich mal mit Ochsengalle und Alkohol experimentiert habe und die Näpfchen damit geringfügig kontaminiert sein könnten, ich habe aber keine Ahnung ob das einen Einfluss haben kann, da Alkohol ja schnell wieder verdampft ist und bei Ochsengalle habe ich keine Ahnung.



Grüss dich, also das kann durchaus sein das dies das Problem ist. Die Oberflächenspannung wird bei Ochsengalle eine andere mit Alkohol auch. Das heist im Klartext die Oberflächenspannung wird minimiert weswegen die Pigmente sich schneller absetzen am Rand ( Das fällt sehr gut auf wenn man mal Alkohol in die Nasse Farbe tropft.. Wenn du in deinen Napf Ochsengalle bekommen hast, dann denk ich wirds daran liegen. Es gibt auch unterschiedliche Pigmente die ein anderes Gewicht haben ( orgianische /unorganische Pigmente). Organische sind leichter als unorganische weswegen sie oben auf schwimmen aber die unorganischen sinken schneller ab weil sie schwerer sind. Das wäre auch vielleicht eine Erklährung. Es git auch Pigmente die sich schwerer anlösen lassen als andere.

Lg Raimund

Nach oben 29.03.2014, 21:22 Nach unten

Acryl

Beitrag  Re: Nicht trocknende Aquarellfarben.
So jetzt habe ich mal meine getestet und die Farbe läst sich leichter anlösen als die Schmincke Horadam und deswegen gibt es diese Wassertropfenränder. Die Wassertropfen ziehen sich zusammen und ziehen somit die Farbe mit beim trocknen, dadurch enstehen diese Ränderfarbansammlungen. Da reicht anscheind schon die leichte Spannung vom Wasser.
Die Frage wäre wieso löst sich die White Nights Farbe leichter an als die Schmincke Horadam.
Würde mich interessieren ob man diesen Effeckt steuern kann mit einem Malmittel.

Lg Raimund

Ps. das passiert natürlich nur bei Glatten Untergrund bzw. Kaum saugenden Untergrund. Ich habe Plakatkarton genommen.
Beim saugenden untergrund wird die Farbe ja eingesaugt und liegt nicht oben auf.

Nach oben 30.03.2014, 02:40 Nach unten
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