"Kunst gibt nicht das Sichtbare wieder, sondern macht sichtbar." (Paul Klee)




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 Chromoxydgrün 
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Beitrag  Chromoxydgrün
Inhalte über Chromoxidgrün aus dem Thema Ei, so einfach kann man aus Pigmenten und Tempera Farben selbst machen separiert:




Stimmt, ich habe es mit Chromoxidgrün verwechselt… Um keine Missverständnisse zu erzeugen, hast du für mich eine Pigment Index Nummer von dem Chromoxidgrün? es gibt meines Wissens zwei verschiede Variationen.

Nach oben 01.06.2013, 16:50 Nach unten

Eitempera

Beitrag  Re: Ei, so einfach kann man aus Pigmenten und Tempera Farben selbst mach
Ich habe keine C.I. Nummer. In aller Regel sind es, wie gesagt, Mischungen verschiedener C.I.-Pigmente.

Nach oben 01.06.2013, 17:28 Nach unten

Beitrag  Re: Ei, so einfach kann man aus Pigmenten und Tempera Farben selbst mach
John, du meinst wahrscheinlich Chromoxidhydratgrün als zweite Variante. Es ist etwas bläulicher, daher wahrscheinlich nicht das hier verwendete. Allerdings ist das Pigment anscheinend auch strahlender und gelblicher als das Chromoxidgrün was ich kenne, zumal Chromoxidgrün in der Farbpalette des Herstellers extra noch mal enthalten ist. Ich vermute daher eine Mischung aus Azo-Gelb und Phthalocyaningrün oder ähnliches. Sehr viele Hersteller mischen diese neonartigen Grüntöne auf diese Weise. Vielleicht ist es aber auch ein anderes, neues künstliches Pigment.

Nach oben 01.06.2013, 18:39 Nach unten

Beitrag  Re: Ei, so einfach kann man aus Pigmenten und Tempera Farben selbst mach
Ja, glaube auch das es Phthalocyaningrün ist, ich habe es mir selbst vor kurzem geholt aber in ihrer reinen Form, ein sehr dunkles grün und fast schon ein extrem brillantes Blau/grün.
Kann man auch gut verwenden, allerdings empfehle ich es wirklich nur als Single Pigment, da es so um einiges Dynamischer ist.
Chromoxidhydratgrün wäre die zweite Variation, eine etwas Stumpfes Grün was man aber nicht wirklich braucht.

Das Chromoxidgrün (PG18) ist mein Favorit, es ist nicht so farbextrem wie Phthalocyaningrün und damit lassen sich schneller natürlichere Farben erzeugen. Beim Phthalocyaningrün ist schon sehr Extrem und wirkt schnell künstlich wenn man nicht aufpasst, ist aber auch sonst eine schöne Farbe.

Nach oben 01.06.2013, 18:58 Nach unten

PC

Beitrag  Re: Ei, so einfach kann man aus Pigmenten und Tempera Farben selbst mach
Das "eigentliche" Chromoxidgrün ist PG17, wird meist in den Farbtönen "Chromoxidgrün stumpf" verwendet. Als "Chromoxidgrün feurig" wird oft auch das Phthalocyaningrün PG7 verwendet, gelegentlich auch in Verbindung mit dem "Chromoxidhydrat" PG18 :winken:

edit: Dabei wird von Hersteller zu Hersteller teilweise ziemlich viel gepfuscht oder getrickst, weshalb die reinen Farb-Namen da nicht viel hergeben. Die CI-PigmentNummern sind gerade auch bei diesem Farbton essentiell.

Nach oben 01.06.2013, 19:07 Nach unten

kritzelkram

Beitrag  Re: Ei, so einfach kann man aus Pigmenten und Tempera Farben selbst mach
:winken:

John hat geschrieben:
Chromoxidhydratgrün wäre die zweite Variation, eine etwas Stumpfes Grün was man aber nicht wirklich braucht


Vermutlich meinst du, Chromoxidgrün "stumpf" (Chrom(III)-oxid Cr2O3), auf den ersten blick strunzlangweilig, aber für die meisten landschaftsmaler unverzichtgar, da eines der wärnsten grüns und in alle richtungen hin gut mischbar...

:grins: / :winken:

Nach oben 01.06.2013, 19:44 Nach unten

Beitrag  Re: Ei, so einfach kann man aus Pigmenten und Tempera Farben selbst mach
Beitrag: Re: Ei, so einfach kann man aus Pigmenten und Tempera Farben selbst mach - 01.06.2013, 19:44 hermann hat geschrieben:
:winken:

John hat geschrieben:
Chromoxidhydratgrün wäre die zweite Variation, eine etwas Stumpfes Grün was man aber nicht wirklich braucht


Vermutlich meinst du, Chromoxidgrün "stumpf" (Chrom(III)-oxid Cr2O3), auf den ersten blick strunzlangweilig, aber für die meisten landschaftsmaler unverzichtgar, da eines der wärnsten grüns und in alle richtungen hin gut mischbar...

:grins: / :winken:



Hmmm…. Nein, ich meine nicht die Stumpfe Version, das war mein erster Fehlkauf gewesen. Ich meine schon PG18, die Feurige Variante. Zumindest steht es so auf der Rembrandt Tube drauf, im englischen nennt sie sich Viridian und kommt sehr häufig vor.
PG17 habe ich auch, aber ist eigentlich unflexibel. Ich hänge mal ein Foto mit ran von dem Farbton. Das ist die Farbe mit der man in fast jede Richtung gehen kann.

Nach oben 01.06.2013, 20:07 Nach unten

Beitrag  Re: Chromoxydgrün
obige Beiträge wurden aus dem Thema Ei, so einfach kann man aus Pigmenten und Tempera Farben selbst machen separiert


Signatur


Nach oben 01.06.2013, 21:29 Nach unten

kritzelkram

Beitrag  Re: grün
Hallo John,

wenn du schreibst, stumpfer als...(...das optimum), dann nick ich einfach mal, stimmt natürlich, du hast recht, das liegt heutzutage zwischen fisch und fleisch.

Andererseits muss man natürlich auch sehen, dass es ein altes pigment ist, mit dem schon die impressionisten gemalt haben und das unsere sehgewohnheiten (mit)geprägt hat. Ist auch deutlich "körperlicher" als die modernen pigmente, was man ggf. als pluspunkt werten könnte...

Es ist ja nicht nur der farbton, der ein pigment (und seine wirkung) ausmacht, sondern auch seine physis...

:hmm: / :winken:
:grins:

Nach oben 01.06.2013, 21:52 Nach unten

Beitrag  Re: Chromoxydgrün
Hi,
also ich weiß auch nicht direkt welches von Beiden als erstes da war…. Eigentlich sind sie Chemisch gleich, aber wenn man die feurige Variante nur minimal erhitzt, erhält man die stumpfe Sorte.
So wie ich es verstanden habe, ist Chromoxidgrün nun die stumpfe Version, und das Chromoxidhydratgrün die feurige…
So wie ich es gelesen habe, wurde Chromoxidhydratgrün schon im Jahre 1859 patentiert. Hier die Quelle http://www.seilnacht.com/Lexikon/chromox.html

So, ich habe nun mal Fotos gemacht um alle genau zu vergleichen. Die Aufnahmen erfolgten mit einer Vollspektrum Lampe, müssten also Farbgenau sein.

Die erste Farbe ist PG7, dann kommt PG18, gefolgt von PG17. Als Bonus habe ich noch maldas Green Gold hinzugefügt, ist auch ein schönes Grün PY129.

Nach oben 01.06.2013, 22:24 Nach unten

Beitrag  Re: Chromoxydgrün
Beitrag: Re: Chromoxydgrün - 01.06.2013, 22:24 JohnD hat geschrieben:
So wie ich es verstanden habe, ist Chromoxidgrün nun die stumpfe Version, und das Chromoxidhydratgrün die feurige…

Richtig!

Was deinen Farbvergleich angeht: Man sieht sehr deutlich, dass die feurige Variante als dicker Farbauftrag fast schwarz wird, und dünn aufgetragen sehr bläulich wirkt. Es überdeckt sich da in seinen Eigenschaften zu sehr mit Phthaloblau oder Ultramarin, als dass ich es wirklich notwendig empfinden würde. Die meisten Grüntöne aus der Tube sind eh zu blaustichig, daher ist die stumpfe Chromoxidvariante so besonders: Dick aufgetragen bleibt die Farbe recht hell, und erzeugt auch nicht ständig diesen lästigen Blaustich. Man erspart sich viel Mischerei mit Erdtönen => die Farbigkeit ist im Endeffekt nicht geringer, da Mischvorgänge ebenso die Leuchtkraft reduzieren.

Nach oben 02.06.2013, 13:57 Nach unten

Beitrag  Re: Chromoxydgrün
Nun ja, das ist nicht ganz richtig… Ich habe schon in etwa erwartet dass dieses Augment eingeworfen wird, dass es zu bläulich sei... In der Praxis ist es aber gegenteilig der Fall. Auf Grund der nicht so enormen Färbestärke lässt sich das Grün mit anderen Pigmenten sehr schnell abwandeln, in jeglichen beliebigen Farbton.
Daher habe ich noch ein Foto gemacht, um zu zeigen wie umfangreich das Grün sein kann. Mit einem etwas dunkleren Gelb bekomme ich die stumpfe Version hin, aber umgekehrt lässt sich aus der stupfen Version keine feurige Version machen. Somit ist die stumpfe Version eingeschränkter in den Variablen und der daraus folgenden Harmonien die sich damit bilden lassen. Und ich hätte noch viele andere Farben mit denen ich diese Harmonie fortführen könnte…

Darum würden unerfahrene so wie Anfänger wohl abschreckt sein von so einer Farbe, weil sie sich das nicht so vorstellen können, aus so einem kalten Grün alle erdenklichen Untertöne zu mischen, man kann sogar ein Violett daraus mischen….
Daher her wäre die Stumpfe Version eher überflüssig, diese könnte ich sogar auch noch mit anderen Gelbtönen und Blau er mischen. Auch wären Töne wie Mai Grün und andere Brillante Gelb/grün Tuben überflüssig, wie Oliv grün oder Grüne erde….

Nach oben 02.06.2013, 14:46 Nach unten

Beitrag  Re: Chromoxydgrün
Na ja, etwas einseitige Sichtweise, findest du nicht auch? Was hindert einen daran, Ultramarin zwecks mehr Bläulichkeit ins Grün bzw. Gelb zu mischen? Richtig, nichts, zumal es für Landschaften eh im Himmel gebraucht wird.

Keiner deiner ermischten Farbtöne scheint auch nur halbwegs Deckkraft zu haben... und schon muss Weiß beigemischt werden, um halbwegs das Violett sichtbar zu machen. ;) Womit wir wieder bei dem anderen Thema wären...

Trag doch mal Chromoxidgrün stumpf, Siena natur deckend, Siena gebrannt deckend, Umbra gebrannt deckend und Coelinblau nebeneinander auf. Dann wird dir vielleicht bewusst, wie gut derartige Farben miteinander harmonieren, und wie sie trotz dickem Farbauftrages noch die Farbigkeit und Helligkeit des Bildes erhalten können. Und vielleicht streichst du das Chromoxidgrün stumpf mal nicht so "halbherzig" aus, sondern so schön dünn und gleichmäßig wie bei den anderen Farben.

Nach oben 02.06.2013, 16:18 Nach unten

Beitrag  Re: Chromoxydgrün
Es ist überhaupt keine einseitige Sichtweiße, es ist eine sehr effiziente Sichtweiße, eine Tatsache. Es ist nun mal so…. Meine Farben sind da deckend, und wenn ich Ultramarin in die stumpfe Variante hinzufüge, ergibt es auch wieder ein anderes Grün. Würde ich dieses Grün in Harmonien weiter verwenden, ergeben sich auch eine andere Brillanz wie auch andere Farbtöne. kann man brauchen oder eben auch nicht.
Ich zeige hier nur die Dynamik dieser Farbe auf, die Auswirkungen in der tatsächlichen Praxis haben, und nicht in irgendwelchen Theorien. Pigmente haben nun eine Eigenart…

Schau mal hier http://oilcolorpalettes.blogspot.de/ schau dir die Paletten der jeweiligen Profis an, fast alle haben Viridian auf ihrer Palette, weil es eben effizient ist.
Wenn du meinst dass es eine einsichtige Sichtweiße ist, musst du mich schon vom Gegenteil überzeugen. Momentan kommt man mit solchen Augmenten nicht weiter, immer nur etwas zu behaupten was einseitig ist und was nicht, da fehlt es an Substanz.

Und klar ergeben auch alle anderen Mischungen mit der stumpfen Version auch eine Harmonie, sie ist nur eben nicht so umfangreich.
Die Regel ist doch ganz einfach, man kann aus Chroma armen Farben keine Chromatischen Farben machen, umgekehrt geht es aber schon(aus weniger kann man nicht mehr machen, aber man kann aus mehr weniger machen)
Auch das ist keine einseitige Sichtweise….

Auch müsstet du die dich wirklich mal mit der Harmonie befassen, denn selbst ein Violett ist nicht gleich Violett. Es gibt so viele unterschiedliche Unterarten dieser Farbe… Die Frage ist nicht die, welches Violett das schönste ist, sondern welches am besten ins Bild passt und sich integrieren kann.
Und da kommt eben die Harmonie ins Spiel… Wenn ich eine Landschaft aufbaue mit Chromoxid, und dessen Dominanz dort herrscht, und man will Violette Akzente setzten, fallen die meisten Violetten töne sehr schnell aus dem Bild heraus, also muss man eins aus der jeweiligen Harmonie heraus schaffen. Diese Wege können vielfältig sein, aber wenn man sich für ein Violett aus der Familie der Chromoxide entscheidet, passt dieses unter Garantie.

Also müsste ich nun fragen, ist deine Sicht nicht ein wenig einseitig? Wenn nicht, wie wollen wir es nun rausfinden? ;) Meine Karten liegen nun zumindest auf dem Tisch.

Noch mal ein Nachtrag: Mich hinter daran ein Ultramarin ins gelb zu mischen, weil dieses Grün damit nicht imitiert werden kann, auch nicht wenn du mehr Ultramarin rein kippst… Es ist nun mal eine nicht zu imitierende Farbe.
Quelle http://kremer-pigmente.de/44250.htm

Hier ein paar aussagen“ Für denjenigen Künstler, der sich alle Farbtöne mischen möchte, die möglich sind, ist Guignetgrün unentbehrlich, da man diese tief blaugrüne Nuance ansonsten nur durch den organischen Farbstoff Heliogengrün erzielen kann. Was die Verarbeitbarkeit betrifft, sind dem Künstler anorganische mineralische Pigmente aus verschiedenen Gründen angenehmer.“ Und das kann ich so auch bestätigen.

Nach oben 02.06.2013, 17:28 Nach unten

Beitrag  Re: Chromoxydgrün
Sei nicht albern John. Als ob ich nicht wüsste dass es unterschiedliche Violetttöne gibt. Und Harmonien können derart unterschiedlich sein... da lassen sich kaum Aussagen treffen. Wenn Violett wirklich ein wichtiger Bestandteil des Bildes wäre, dann würde ich das Pigment der Palette hinzufügen. So einfach ist das. Und so machen es die Künstler, deren Paletten du verlinkt hast, auch.
Außerdem ist Vielseitigkeit oft überflüssig, wenn die speziellen Eigenschaften für ein Bild besonders vorteilhaft sind. Chromoxidgrün ergibt, als Lasur über erdfarbene Untermalungen, wunderbar körperhafte und natürlich dezent wirkende Grüntöne. Wenn jemand für gewisse Töne Chromoxidhydratgrün braucht, der kann das ja gerne benutzen, ich wäre der letzte dem so was missfallen würde.

Aber da du Kremer ja so gerne zitierst:
"Von den erhältlichen Pigmenten ist diese Farbe als die am natürlichsten wirkende zu betrachten, was insbesondere für den Landschaftsmaler von grosser Bedeutung ist. Dem Laien hingegen ist der Farbton in der Tat zu stumpf, was sich ja auch in der Tatsache niederschlägt, dass man diese wichtige Farbe weder in Schulfarbkästen noch in Buntstiftsortimenten vorfindet. Unter Zugabe von den verschiedensten Gelb-, Braun- oder Orangetönen zu Chromoxidgrün lässt sich eine wertvolle Palette von Naturgrünen erzielen, was mit kälterem oder reinerem Grün aufwendiger und auch kostspieliger wäre."
http://kremer-pigmente.de/44200.htm

Nach oben 02.06.2013, 18:40 Nach unten

Beitrag  Re: Chromoxydgrün
Ich bin da nicht albern, ich reflektiere nur deine Aussagen;) Ist wie in alten Zeit mit den Diskussionen mit dir.

Die Betonung “stumpf“ ist nur ein Relativer Begriff, stumpf zu was? Es ist nun mal stumpfer als die Feurige Variante. Aber es ist vielleicht nicht stumpf für den einen oder anderen Naturmaler, das stimmt. Er schreibt auch zum Schluss“ …Chromoxidgrün lässt sich eine wertvolle Palette von Naturgrünen erzielen“
Beim dem anderen steht aber“ Für denjenigen Künstler, der sich alle Farbtöne mischen möchte, die möglich sind, ist Guignetgrün unentbehrlich.“ Das klingt doch ein wenig uneingeschränkter, oder nicht?
Nur darum geht es mir, also warum die stumpfe Version nehmen, wenn diese aus einem paar Handgriffen schon mit einer feurigen Version mischbar ist, und sogar noch mehr. Ich halte meine Plattete nun mal eher klein, warum soll man es sich so schwer machen...
Es ist auch eine Frage der Kunstrichtung, ein Fotorealist zum Beispiel wird sich schon mit der stumpfen Version zufrieden geben, weil Fotos kaum oder nur sehr wenig über die volle Brillanz hinausgehen.
Vielleicht langt ihm sogar schon ein gelb und ein blau…. Aber das tut auch nichts zur Sache, es geht nur um die tatsächlichen Eigenschaften wie weit eine Farbe vom Spektrum her reicht, nicht mehr und nicht weniger.
Man kann auch seine Pigmente in dem jeweiligen Farbkreis her einteilen, man sticht da eine Nadel rein und zieht einen Faden drum, und schon sieht zu welche Farben alle er mischbar sind.

Und Leute die ein Extra Violett haben, haben es eben auch nur für bestimmte Situationen wenn diese gefragt sind, aber sie nehmen es bestimmt nicht wegen jedem Pups hervor.

Nach oben 02.06.2013, 19:37 Nach unten

Beitrag  Re: Chromoxydgrün
Beitrag: Re: Chromoxydgrün - 02.06.2013, 19:37 JohnD hat geschrieben:
Man kann auch seine Pigmente in dem jeweiligen Farbkreis her einteilen, man sticht da eine Nadel rein und zieht einen Faden drum, und schon sieht zu welche Farben alle er mischbar sind.

Ja klar, deshalb ergeben Schwarz und Ocker auch Dunkelgrün. :roll: Lässt sich ja so alles prima erklären mit den "Farbtheorien". Bist du sicher, ob du wirklich so viel von Grüntönen verstehst?
Beitrag: Re: Chromoxydgrün - 02.06.2013, 19:37 JohnD hat geschrieben:
Das klingt doch ein wenig uneingeschränkter, oder nicht?

Aber wie der andere Text schon sagte: Es ist umständlicher und teurer. Und falls du es nicht schon herausgefunden haben solltest: Lasierende bzw. halblasierende Pigmente sind immer leuchtender als deckende Pigmente, das liegt in der Natur der Sache. Aber das ist kein Grund immer nur auf lasierende Farben zu setzen, zumal bei Herstellung von Deckkraft durch Beimischung von z.B. Weiß die Leuchtkraft eh wieder in den Keller geht.
Und um dich mal selber zu zitieren:
Beitrag: Re: Ei, so einfach kann man aus Pigmenten und Tempera Farben selbst mach - 01.06.2013, 18:58 JohnD hat geschrieben:
Das Chromoxidgrün (PG18) ist mein Favorit, es ist nicht so farbextrem wie Phthalocyaningrün und damit lassen sich schneller natürlichere Farben erzeugen. Beim Phthalocyaningrün ist schon sehr Extrem und wirkt schnell künstlich wenn man nicht aufpasst, ist aber auch sonst eine schöne Farbe.

Genau die gleiche Argumentation kann man auf Viridian anwenden. Wer Chromoxidgrün und Phthalogrün hat, kann jedenfalls auf eine höhere Bandbreite von Farbtönen zurückgreifen, bei besserer Deckkraft und geringerem Preis.

Nach oben 02.06.2013, 22:29 Nach unten

Beitrag  Re: Chromoxydgrün
Bleib doch bitte einfach beim Thema mit sachlichen Fakten. Tut mir Leid, auf so was gehe ich nicht mehr ein, es werden leider wieder Provokative Fragen gestellt die mich eher in Rechtfertigung not bringen sollen. Du kannst mich das auch höfflich fragen wenn du etwas nicht verstanden hast, anstatt mir die Frage zu stellen, ob ich sicher sei, dass ich auch was von Grün verstehe. Da geht leider auch keine richtige Frage hervor.

Der von dir zitierte Text von mir, diese Methode nennt man Gamut Masking http://www.youtube.com/watch?v=qfE4E5goEIc

Dunkel Grün ist im Value Bereich vertreten, der in einem Farbkreis nicht ersichtlich ist, weil der Farbkreis nur ein Querschnitt von dem ist. Auf dem Querschnitt ist Hue und Chroma abgebildet….
Aber den Rest kannst du dir von nun an selbst zusammen tragen, da ich nicht die Zielscheibe für etwas sein möchte, oder meine Kompetenzen in Frage gestellt werden sollen. Dazu bin ich nicht hier…

Nach oben 02.06.2013, 23:50 Nach unten

Beitrag  Re: Chromoxydgrün
Es ging doch um folgendes: Hermann und ich haben die Vorzüge von Chromoxidgrün erläutert, du wolltest uns aber nicht glauben, da angeblich Chomoxidhydratgrün dieses überflüssig macht. Darauf habe ich geantwortet, dass aber bei Chromoxidgrün (z.B. bei Naturmotiven) viel unnötige Mischerrei wegfällt. Du hast dann wieder betont dass man Chromoxidhydratgrün so toll mischen kann (was ich aber mit dem anderen Grün doch gerade verhindern will)... und ab da drehte sich doch alles im Kreis.

Daher betone ich es noch mal: Es ist hier vollkommen unerheblich, ob ein Farbton mit höherer Farbbrillanz mehr Mischmöglichkeiten erlaubt. Meine Sichtweise war, dass das "stumpfe" Chromoxidgrün Deckraft besitzt und schon sehr "natürlich" daherkommt, und somit die manchmal etwas knifflig zu handhabenden Grünmischungen erleichtert. Es hat also Eigenschaften bezüglich Handhabung und Bildwirkung, die sich eben nicht mit Chromoxidhydratgrün imitieren lassen... das gilt natürlich auch umgekehrt.

Was das Gamut Masking angeht: Dieses ist etwas sehr theoretisches, welches vielleicht im gewissem Maße auf Druck- bzw. Computergrafiken anwendbar ist. Aber die Farben aus unseren Tuben verhalten sich anders. Ein Bild besteht nicht nur aus Farb-, sondern vor allem auch aus Tonwertkontrasten. Und gerade diese Tonwertkontraste führen oft eine starke Veränderung des Farbtons herbei.
Während z.B. das leicht grünliche Phthaloblau mit Schwarz sich sehr in Richtung Türkis verschiebt, ist das Ultramarin eher nicht davon betroffen, es behält seine Nuance bei. Weißausmischungen bringen oft ähnliche Probleme mit sich, besonders warme Rottöne wirken gerne sehr kalt. => die mit den "Grundfarben" festgelegte Farbharmonie (welche in deinem Video durch eine Dreieckteilfläche des Farbkreises dargestellt wird) gerät etwas aus den Fugen. Es lassen sich Farbtöne mischen, die außerhalb des vorher festgelegten Gamut-Bereichs liegen. Und je nachdem ob die Pigmente lasierend oder deckend sind, ist das Mischverhalten sehr unterschiedlich, also schwer zu kontrollieren.
Aber nicht nur Mischungen, sondern auch Lasuren bringen derartige Probleme mit sich. Farbharmonie ist generell etwas sehr schwieriges und komplexes, da hilft nur sehr viel Erfahrung.
Die Probleme fangen schon beim Farbkreis an. Schau dir den im Video bei 0:50 an, und versuche, ein gräuliches Gelb allein durch Mischung von intensivem Rot und intensivem Grün hinzubekommen... oder ein gräuliches Cyan durch Mischung von intensivem Blau und intensivem Grün. Dann wirst du verstehen was ich meine.
Das ist aber ein ganz anderes Thema, das hier in diesem Thema etwas zu weit führen würde, vielleicht machst du ja ein anderes auf wenn es dich wirklich interessiert.

Nach oben 04.06.2013, 15:08 Nach unten

Beitrag  Re: Chromoxydgrün
Beitrag: Re: Chromoxydgrün - 04.06.2013, 15:08 Beowulf hat geschrieben:
Es ging doch um folgendes: Hermann und ich haben die Vorzüge von Chromoxidgrün erläutert, du wolltest uns aber nicht glauben, da angeblich Chomoxidhydratgrün dieses überflüssig macht. Darauf habe ich geantwortet, dass aber bei Chromoxidgrün (z.B. bei Naturmotiven) viel unnötige Mischerrei wegfällt. Du hast dann wieder betont dass man Chromoxidhydratgrün so toll mischen kann (was ich aber mit dem anderen Grün doch gerade verhindern will)... und ab da drehte sich doch alles im Kreis.

Daher betone ich es noch mal: Es ist hier vollkommen unerheblich, ob ein Farbton mit höherer Farbbrillanz mehr Mischmöglichkeiten erlaubt. Meine Sichtweise war, dass das "stumpfe" Chromoxidgrün Deckraft besitzt und schon sehr "natürlich" daherkommt, und somit die manchmal etwas knifflig zu handhabenden Grünmischungen erleichtert. Es hat also Eigenschaften bezüglich Handhabung und Bildwirkung, die sich eben nicht mit Chromoxidhydratgrün imitieren lassen... das gilt natürlich auch umgekehrt.


Kann ich zwar nicht ganz nachvollziehen… Aber das mischen wird einem nie erspart bleiben, man muss nun verstehen was genau mit mischen gemeint ist? Meint man damit die umfangreichen Töne die man aus einer Farbe mischen kann? Oder das einem das Mischen erspart bleibt, so wie auch im Handling wie sich eine Farbe mischen lässt? Das sind noch mal Unterschiede.

Im Grunde ist es plus minus Null wenn man die Anstrengung des Mischens meint. Wenn ich ein Chromoxidgrün oder ein Chromoxidhydratgrün immer nur mit einer anderen Farbkomponente mische, ist es ja nicht anstrengender oder einfacher. Vielleicht habe ich ein anderes Mischsystem… Jemand der evtl. Chromoxidgrün gewohnt ist, würde vielleicht das Chromoxidhydratgrün zuerst in ein Chromoxidgrün Verwandeln(im Farbton) um daraus die folgenden Töne zu mischen die er gewohnt ist. Das wären dann zwei Misch-Vorgänge… Wenn man aber mit dem Chromoxidhydratgrün vertraut ist, kann man auch ohne Umwege direkt zu nur mit einem Mischvorgang zu dem gezielten Ton finden(hängt von der restlichen Palette ab).
Man muss nur umdenken, um so die kürzeren misch-Instanzen zu finden. Somit ist der eigentliche Vorgang nicht umständlicher.
Was ich aber meinte, ist nicht das man das Mischen im eigentlichen Vorgang erschwert, sondern nur umfangreichere Töne mischen kann. Ich meine nur dass sie Scala umfangreicher ist, wie auf einem Klavier, da sind ja die Tasten auch nicht schwer oder leichter zu erreichen weil nur mehr zur Verfügung stehen.

Was die Deckkraft betrifft, ist in dem Fall keine wirkliche Diskussion wert. Ich habe einige gelbe Cadmiumfarben oder auch Ocker, wenn ich die Farben damit verbinde habe ich Denkkraft.

Beitrag: Re: Chromoxydgrün - 04.06.2013, 15:08 Beowulf hat geschrieben:

Was das Gamut Masking angeht: Dieses ist etwas sehr theoretisches, welches vielleicht im gewissem Maße auf Druck- bzw. Computergrafiken anwendbar ist. Aber die Farben aus unseren Tuben verhalten sich anders. Ein Bild besteht nicht nur aus Farb-, sondern vor allem auch aus Tonwertkontrasten. Und gerade diese Tonwertkontraste führen oft eine starke Veränderung des Farbtons herbei.
Während z.B. das leicht grünliche Phthaloblau mit Schwarz sich sehr in Richtung Türkis verschiebt, ist das Ultramarin eher nicht davon betroffen, es behält seine Nuance bei. Weißausmischungen bringen oft ähnliche Probleme mit sich, besonders warme Rottöne wirken gerne sehr kalt. => die mit den "Grundfarben" festgelegte Farbharmonie (welche in deinem Video durch eine Dreieckteilfläche des Farbkreises dargestellt wird) gerät etwas aus den Fugen. Es lassen sich Farbtöne mischen, die außerhalb des vorher festgelegten Gamut-Bereichs liegen. Und je nachdem ob die Pigmente lasierend oder deckend sind, ist das Mischverhalten sehr unterschiedlich, also schwer zu kontrollieren.
Aber nicht nur Mischungen, sondern auch Lasuren bringen derartige Probleme mit sich. Farbharmonie ist generell etwas sehr schwieriges und komplexes, da hilft nur sehr viel Erfahrung.
Die Probleme fangen schon beim Farbkreis an. Schau dir den im Video bei 0:50 an, und versuche, ein gräuliches Gelb allein durch Mischung von intensivem Rot und intensivem Grün hinzubekommen... oder ein gräuliches Cyan durch Mischung von intensivem Blau und intensivem Grün. Dann wirst du verstehen was ich meine.
Das ist aber ein ganz anderes Thema, das hier in diesem Thema etwas zu weit führen würde, vielleicht machst du ja ein anderes auf wenn es dich wirklich interessiert.


Wenn es ein ganz anderes Thema ist, warum schreibst du denn noch so ausführlich? Ich werde da auch nicht weiter drauf eingehen, nur aber sagen dass der Typ seine Theorien in tolle Bilder umwandeln kann, bzw. anwendet. Das ist ja das wichtigste, dass was man sagt auch für sich nutzten kann. Umgekehrt wäre es eher bedenklicher.Ich bleibe da auch bei meiner alten und guten Color Charts.

Nach oben 04.06.2013, 20:30 Nach unten
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