"Kunst ist eine ansteckende Tätigkeit - je ansteckender, desto besser." (Leo N. Tolstoi)




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 Lichter Ocker klumpt 
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Beitrag  Re: Lichter Ocker klumpt
Ich würde die Farbe wegschmeißen. Lieber eine Farbtube umsonst gekauft, als ein Bild mit irgendwelchen Farbknübbelchen zu versauen.
Marken, die derart klumpende Farben im Sortiment haben, lieber meiden. Ich habe gute Erfahrungen mit Lascaux, Liquitex, Golden und Amsterdam gemacht, die Farben bleiben auch nach Jahren unverändert.

Große Flasche bzw. Dosen kann man ab und zu mal aufschrauben und ein wenig destilliertes Wasser mit einer Sprühflasche hineinnebeln. Von Farben, die man nur selten braucht, nur kleine Tuben kaufen... auch wenn manchmal Angebote locken und große Gebinde billiger sind. ;) Mit kleinen Tuben kann man die Farbe besser dosieren und es steht nicht so viel Luft drin.

Nach oben 31.03.2012, 15:37 Nach unten

Beitrag  Re: Lichter Ocker klumpt
Wir haben dazu von LUKAS eine offizielle Rückmeldung erhalten:

1.) Problem bei speziell zuvor noch geschlossenen Tuben:
Auf jeder Verpackung gibt es eine Chargen-Nummer, anhand derer die Hersteller den Herstellungsprozess und die Farbkonsistenz nachvollziehen können. Bei Verdacht auf Mängel-Fälle wendet Euch bitte damit direkt an den Hersteller bzw. an den Verkäufer (eine Klärung sollte bei gewissenhaften Händlern auch in deren Interesse sein).

Zum Eingangsbeispiel dieses Themas bezüglich dem "Lichten Ocker" wurde festgestellt, dass die Farbe bereits 2001, also vor 11 Jahren (!) abgefüllt wurde. Bei so langen Lagerzeiten ist dies wenig verwunderlich, man spricht hier von "Überlagerung". Da die Lagerzeit bei den Herstellern in aller Regel nur wenige Wochen beträgt, sollte man damit den Händler konfrontieren.


2.) Allgemein bei Verklumpungen von Acrylfarben:
Das Labor von LUKAS macht deutlich, dass eine angetrocknete/verklumpte Acrylfarbe in der Regel nicht wieder aufbereitet werden kann. Auch sei dort diese geschilderte Problematik des systematischen Verklumpens von Farben nicht bekannt, insbesondere keine regelmäßigen Problemfälle bei geschlossenen Tuben. Man kann sich diese Effekte dort nur durch ungünstige Lagerbedingungen oder bei der jeweiligen Verarbeitung erklären:

"Die Haltbarkeit einer Acrylfarbe ist nicht nur durch das Produkt selber bestimmt, sondern natürlich auch durch die Lagerbedingungen! Acrylfarben sind unbedingt vor Frost zu schützen und sollten möglichst nicht unnötig Wärme oberhalb 50 °C ausgesetzt werden. Optimal sind Lagertemperaturen um 20 °C. Beim Verarbeiten sollte man – analog zu Lebensmittel – immer nur sauberes Werkzeug verwenden. Und: Beimischungen von Malmitteln erfolgen optimaler Weise auf der Palette und nicht im Gebinde!"


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Nach oben 25.04.2012, 11:24 Nach unten
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