"Was nützen mir die Farben, wenn ich nicht weiß, was ich malen soll?" (Michel de Montaigne)




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 Für Einsteiger in die Acrylmalerei 
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Beitrag  Für Einsteiger in die Acrylmalerei
Nachdem ich neulich wiedermal sehnsüchtig auf die Schmincke-Acrylfarben geschaut habe, hab ich auf deren Homepage ein sehr interessantes Angebot gefunden (und dann auch selbst wahrgenommen).

Neben den allseits bekannten Künstler- und Akadmiefarben bietet Schmincke im Acrylbereich nämlich auch Collegefarben an. Gerade für den Einsteiger dürften sie nicht uninteressant sein, da sie bewährte Schmincke-Qualität bieten, voll mit den Farben aus den anderen beiden Sortimenten mischbar sind, aber auch für einen kleineren Geldbeutel durchaus bezahlbar sind.

Ich hab sie wie gesagt selber inzwischen und bin vollauf zufrieden. Allemal besser als sonstige "Günstigfarben", wie ich finde.

Hier der Link zu den Schmincke college-Acrylfarben bei Boesner:

Schmincke College Acryl ab 2,70 €

Nach oben 02.04.2011, 13:35 Nach unten

Aquarell

Beitrag  Re: Für Einsteiger in die Acrylmalerei
:danke1: Kristalltraene . Eine Freundin von mir malt mit Amsterdam-Acryl von Boesner und meint, die sind auch sehr den Schmincke ähnlich. Ich persönlich habe keine Erfahrungen, aber ich werde ihr den Tipp weiter geben. :D :winken:

Nach oben 02.04.2011, 19:44 Nach unten

Beitrag  Re: Für Einsteiger in die Acrylmalerei
Noch eine Stimme für Schmincke College.
Eine sehr dichte Farbe, gleichmäßig aufzutragen ohne Bindemittelschlieren, die Pigmentierung ist gut, das Farbgefüge homogen, das Acrylat ist geruchlich unauffällig. Die Farbe setzt sich auch nicht so schnell ab, wie ich das von anderen ähnlich günstigen Produkten durchaus kenne. Die Pinselstriche bleiben im Malfilm gut sichtbar (bei purem ungewässertem Auftrag), die Farbe trocknet seidenmatt mit feinem Glanz auf. Sie erinnert mich vom Glanzgrad ein wenig an die frühere Polytex, allerdings hat College einen buttrigeren Charakter, weniger flüssig als Polytex.
Was die Mischbarkeit mit anderen Fabrikaten betrifft: Ich male mit Acryl quer durchs Gemüsebeet - auch wenn es die einzelnen Firmen ungern hören: Gießt man nicht zentimeterdick unter Spannung auftrocknende Megaschichten auf fragwürdige Untergründe, so kann bei normaler maltechnischer Behandlung davon ausgegangen werden, dass nahezu alle Acrylprodukte miteinander einsetzbar, ja sogar mischbar sind.

Einen kleinen Seitenhieb kann ich mir Schmincke College gegenüber aber nicht verkneifen: Der Farbton "Indigo" ist bestenfalls eine Nacherzählung der echtpigmentierten Farbe... :D

Nach oben 07.04.2011, 23:19 Nach unten

mal so mal so......

Beitrag  Re: Für Einsteiger in die Acrylmalerei
Ich finde diese Schmincke College-Farben nicht so toll, hatte mal zwei Tuben davon, aber an die LukasCryl Studio die ich auch habe kamen sie bei weitem nicht ran. Schmincke hat schon gute Sachen aber dort muss man auch immer ne ganze Menge Geld hinblättern will man was Anständiges haben, dagegen finde ich LukasCryl Studio richtig gut (naja das weiß deckt halt nicht supergut aber das wird bei den Collegefarben nicht viel anders sein, braucht halt ne hohe Pigmentdichte will man viel abdecken und das ist mit diesen günstigeren Farben halt nicht gegeben).
Jedenfalls kommen die College-Farben meiner Meinung nach in keinster Weise an sonstige Schmincke-Qualität ran, die sind um Klassen schechter.
Naja besser als irgendwelche Billigfarben sind sie sicher allemal, so zum probieren und so..
:hmm:

Nach oben 07.04.2011, 23:33 Nach unten

Beitrag  Re: Für Einsteiger in die Acrylmalerei
Beitrag: Re: Für Einsteiger in die Acrylmalerei - 07.04.2011, 23:33 VauKa hat geschrieben:
Jedenfalls kommen die College-Farben meiner Meinung nach in keinster Weise an sonstige Schmincke-Qualität ran, die sind um Klassen schechter.
Naja besser als irgendwelche Billigfarben sind sie sicher allemal, so zum probieren und so..
:hmm:

Wenn sie nicht an Studionfarben heranreichen, dann sind sie auch nichts für zum Probieren. Denn dafür sind sie zu teuer finde ich. Ich meine, mehr als 3€ pro 100ml wenn man jetzt nicht in großen Mengen einkauft...
Ich hatte damit noch kein Vergnügen, aber für zum Probieren reicht sogar die billige Aldifarbe - würde ich sagen.

@kristallträne: Du hast doch die Aldifarben?! Wie sind sie im Vergleich zu den Schminke College?

Nach oben 07.04.2011, 23:43 Nach unten

Beitrag  Re: Für Einsteiger in die Acrylmalerei
@ VauKa: Klar hast du Recht, dass College nicht mit den hochpreisigen Produkten mitkann - ich will es garnicht neben die Leuchtkraft von Lascaux oder auch die Lasurwirkung von Golden stellen! Schmincke selbst hat die College-Serie ja auch ausdrücklich als Studienfarbe bezeichnet... die wissen schon auch zu vergleichen. Im günstigen Preissegment aber steht für mich College weit vorne. Besser, als es der Preis vermuten lässt.

Nach oben 07.04.2011, 23:48 Nach unten

mal so mal so......

Beitrag  Re: Für Einsteiger in die Acrylmalerei
Naja ich schrieb ja nicht nur von hochpreisigen Profifarben, aber diese Collegefarben sind meiner Meinung nach noch wesentlich schlechter als Akademiefarben, die es ja von Schmincke auch gibt und was wohl Studienfarben sein sollen, in der Qualität der Pigmentierung denke ich mal ähnlich LukasCryl Studio.
Ich glaub die kommen in der Pigmentdichte eher an so Eigenmarkenfarben von Gerstaecker und Boesner ran, also nicht sonderlich deckend. Wenn ich aber x mal drübermalen muss bis die Farbe deckt kann ich auch ein paar Euros mehr ausgeben und die Farbe deckt beim ersten Mal, dann hab ich weniger Farbe verbraucht was den Preis wieder reinholt und noch dazu Zeit gespart.

Zu überlegen wäre ob es nicht günstiger ist wenn man einfach mit Binder die Farben selbst anmischt, sprich nen Arm voll Pigmente kauft und somit die Pigmentdichte je nach Zweck selbst bestimmen kann. Meiner Information nach muss man bei modernen Pigmenten die Acrylfarben auch nicht "anreiben" ,das ist wohl nur bei Ölfarben nötig, sondern kann sie einfach mit dem Binder vermischen. Aber die Hand ins Feuer legen möchte ich für diese Aussage nicht.

Hier schwirrt doch irgendwo der nette Mann mit der Pigmenttankstelle rum, dessen Name mir leider gerade entfallen ist, der könnte uns doch da sicher weiterhelfen und wenn nötig mit auch mit den passenden Pigmenten versorgen?

Nach oben 08.04.2011, 16:42 Nach unten

Beitrag  Re: Für Einsteiger in die Acrylmalerei
Beitrag: Re: Für Einsteiger in die Acrylmalerei - 08.04.2011, 16:42 VauKa hat geschrieben:
Naja ich schrieb ja nicht nur von hochpreisigen Profifarben, aber diese Collegefarben sind meiner Meinung nach noch wesentlich schlechter als Akademiefarben, die es ja von Schmincke auch gibt und was wohl Studienfarben sein sollen, in der Qualität der Pigmentierung denke ich mal ähnlich LukasCryl Studio.
Ich glaub die kommen in der Pigmentdichte eher an so Eigenmarkenfarben von Gerstaecker und Boesner ran, also nicht sonderlich deckend. Wenn ich aber x mal drübermalen muss bis die Farbe deckt kann ich auch ein paar Euros mehr ausgeben und die Farbe deckt beim ersten Mal, dann hab ich weniger Farbe verbraucht was den Preis wieder reinholt und noch dazu Zeit gespart.

Ich hoffe du willst nicht mit einer lasierenden Farbe gleich den Hg abdecken. Zumindest im normal dicken Farbauftrag.
Ich habe die Eigenmarke von Gerstäcker. Bin aber ganz zufrieden damit. Nun gerade heute habe ich zufällig diesen Artikel gefunden. Dort werden Pigmente versch. Hersteller verglichen (inwieweit der Test seine Richtigkeit hat :hmm: ) - hauptsächlich sogenannte Künstlerpigmente. Jedoch auch Studienpigmente in der Farbe Gelb. Die Studienpig. von Gerstäcker schneiden extrem schlecht ab, wenn diese auch in ihrer Fertigfarbe Verwendung finden... :? Denn ich schätze ein Volltonwert von 3 statt die angegeben 7 ist nicht gerade sehr gut.

Bei den Künstlerpigmenten sieht es wieder etwas anders aus, aber auch da ist Gerstäcker meistens am schlechtesten, wenn ich das richtig sehe.

Aber vergleicht selbst.



Zitat:
Zu überlegen wäre ob es nicht günstiger ist wenn man einfach mit Binder die Farben selbst anmischt, sprich nen Arm voll Pigmente kauft und somit die Pigmentdichte je nach Zweck selbst bestimmen kann. Meiner Information nach muss man bei modernen Pigmenten die Acrylfarben auch nicht "anreiben" ,das ist wohl nur bei Ölfarben nötig, sondern kann sie einfach mit dem Binder vermischen. Aber die Hand ins Feuer legen möchte ich für diese Aussage nicht.

Hier schwirrt doch irgendwo der nette Mann mit der Pigmenttankstelle rum, dessen Name mir leider gerade entfallen ist, der könnte uns doch da sicher weiterhelfen und wenn nötig mit auch mit den passenden Pigmenten versorgen?

Tja ob es günstiger ist?... :mhh:
Kommt sicher darauf an welches Pigment und ob man lieber pastose Farbe haben möchte oder eben nicht.

Einfach so in den Acrylbinder mischen mache ich selbst, ist auf den ersten Blick überhaupt nicht ideal. Zumindest nicht, wenn man lasiernd malt und recht wenig Pigment verwendet. Denn die Pigmente setzen sich unheimlich schnell am "Boden" ab (sagen wir mal innerhgalb 5 minuten), sei es im Farbmischbecher oder auf der Leinwand (meine Bilder liegen meistens) und der weißliche Binder bleibt an der Oberfläche. So sieht man erst wie es richtig aussieht, wenn der Binder zur Farblosigkeit getrocknet ist. (Naja das ist bei allen Acrylfarben so aber hier ist es extremer)
Zumindest mit meinem Binder und Pigmenten.
Warum mache ich es dann trotzdem? Ich schätze durch diese fabrlosen Schichten des Binders zwischen den Pigmentschichten kann das Licht gut hindurch, wodurch dann die Farben extrem anfangen zu leuchten und die Tiefenwirkung ist super.

In Eitempera setzen sich die Pigmente (meist) nicht ab.

Nach oben 08.04.2011, 17:44 Nach unten

mal so mal so......

Beitrag  Re: Für Einsteiger in die Acrylmalerei
Nein nein, ich weiß das wohl einzuordnen wenn dort lasierend aufgedruckt ist (obwohl ich deckende Farben bevorzuge und mich bisweilen ärgere dass manche Farbtöne lasierend sind), aber wenn auf Titanweiß deckend angegeben ist und es deckt nur maximal medium gut, dann finde ich das ärgerlich.

Hm, mir kam das so vor als sei es günstiger selbst zu mischen, wenn ich überlege dass ich für 750 ml Guardi-Binder knapp sechs Euro zahle und dann dort Pigmente reinmische, ja gut es gibt teure und günstige Pigmente (also vom Grundstoff her nicht von der Marke obwohl es dann ja auch noch darauf ankommt ob die gestreckt wurden), aber man braucht ja nicht sooo wahnsinnig viel Pigment relativ auf die Bindermenge gesehen, dann erscheint mir das auf Dauer sinnvoller als immer diese Tuben zu kaufen, man kann ja auch die Menge die man braucht ca. anmischen und muss nicht den Inhalt einer ganzen Tube nehmen wenn man nur nen Fuß zB mit der Farbe malen will. Aber wenn du sagst es funktioniert nicht gut, dann glaub ich das einfach mal, ich hab zwar nen Arm voll Pigmente hier rumstehen und Binder auch aber dachte ich brauche erstmal die Tubenfarben auf :mrgreen: also noch nicht viel Erfahrung damit gemacht bis jetzt, außer dass ich die Pigmente in aufgetragenen Binder gestreut habe und daraufhin ne riesige Schweinerei hatte :shock:
Naja probieren geht über studieren und alles zu seiner Zeit ..blabla..oder so..

Jedenfalls finde ich es sollten -wenn schon fertige Farben- mindestens Studiofarben sein, damit man sich nicht zu sehr ärgert.
:mhh:

Nach oben 08.04.2011, 18:16 Nach unten

Beitrag  Re: Für Einsteiger in die Acrylmalerei
Beitrag: Re: Für Einsteiger in die Acrylmalerei - 08.04.2011, 18:16 VauKa hat geschrieben:
Nein nein, ich weiß das wohl einzuordnen wenn dort lasierend aufgedruckt ist (obwohl ich deckende Farben bevorzuge und mich bisweilen ärgere dass manche Farbtöne lasierend sind), aber wenn auf Titanweiß deckend angegeben ist und es deckt nur maximal medium gut, dann finde ich das ärgerlich.

Hm, mir kam das so vor als sei es günstiger selbst zu mischen, wenn ich überlege dass ich für 750 ml Guardi-Binder knapp sechs Euro zahle und dann dort Pigmente reinmische, ja gut es gibt teure und günstige Pigmente (also vom Grundstoff her nicht von der Marke obwohl es dann ja auch noch darauf ankommt ob die gestreckt wurden), aber man braucht ja nicht sooo wahnsinnig viel Pigment relativ auf die Bindermenge gesehen, dann erscheint mir das auf Dauer sinnvoller als immer diese Tuben zu kaufen, man kann ja auch die Menge die man braucht ca. anmischen und muss nicht den Inhalt einer ganzen Tube nehmen wenn man nur nen Fuß zB mit der Farbe malen will. Aber wenn du sagst es funktioniert nicht gut, dann glaub ich das einfach mal, ich hab zwar nen Arm voll Pigmente hier rumstehen und Binder auch aber dachte ich brauche erstmal die Tubenfarben auf :mrgreen: also noch nicht viel Erfahrung damit gemacht bis jetzt, außer dass ich die Pigmente in aufgetragenen Binder gestreut habe und daraufhin ne riesige Schweinerei hatte :shock:
Naja probieren geht über studieren und alles zu seiner Zeit ..blabla..oder so..

Jedenfalls finde ich es sollten -wenn schon fertige Farben- mindestens Studiofarben sein, damit man sich nicht zu sehr ärgert.
:mhh:

Ja leider haben nicht alle Pigmente/Farben die gleichen Eigenschaften. Viele Farbtöne die mir nciht gefallen sind Opak (naja Cadmiumfarben sind doch was Schönes), und die die mir gefallen sind lasierend :evil: :rofl:

Naja Farbe, die eine leichte buttrige Konsistenz haben soll, braucht es recht viel Pigment. geschätzt 50:50, Binder:Farbteig

Zumindest mit den Guardi Pigmenten (von Pigmenttankstelle) und dem Acrylbinder von Gerstäcker (der ist sch....) klappt das nicht so gut.
Wollte mir eh den binder von bösner kaufen, wenn der Andre leer ist. (Hast du den von bösner schon ausprobiert? Wenn nicht, wär lieb wenn du mir mal per PN schicks wie du den Binder findest, sobald du ihn probiert hast; trocknet er matt oder glänzend, ist er Wasserfest! usw.)
Generell wärs super wenn du mir deine Erfahrungen mit den Pigmenten schreibst, sobald du sie ausprobierrt hast. :huch:


Ich benutze beides. Tubenfarben und Pigmente. Meist die Studienpigmente als Vorlasur, dann die Pigmente. Und manchmal hab ich gerade keine Lust mit den pigmenten anzumischen, weil ich gerade schnell was klitzekleines ändern will. :mrgreen:

Ohja. Schweinerrei: Wenn aufgestreute Pigmente nicht dort sind wo sie sein sollen hol ich immer sofort den Staubsauger. Denn wegwischen ist keine gute Idee.

Nach oben 08.04.2011, 19:07 Nach unten

mal so mal so......

Beitrag  Re: Für Einsteiger in die Acrylmalerei
Hallo Luceo,
den Binder hab ich schon probiert, nur so als Kleber um was auf die Leinwand zu pappen und dann hab ich ihn drübergekippt wg der homogenen Oberfläche usw und Zeitung auf Papier aufgeklebt und dann mit Acrylfarben drüber und obendrauf Binder, ich finde den klasse, allerdings hab ich keine Vergleichsmöglichkeiten, hab noch keinen andern ausprobiert, er trocknet recht glänzend auf (also pur mit Pigmenten kann ich nicht sagen) und ist wasserfest (soll ja eigentlich auch, ist schließlich Acryl --> Plastikzeugs, jaja!).
Aber ich kann ja mal morgen die Pigmente (auch Guardi, aber von Boesner) mal in den Binder rühren und gucken was passiert dann kann ich dir meine Erfahrungen mitteilen, Labor VK jajaja!
Die Ergebnisse sollte ich dann aber wohl woanders posten, ich glaub ich bin gerade schon wieder sehr OT!
:kapituliere:

Nach oben 08.04.2011, 19:54 Nach unten

Beitrag  Re: Für Einsteiger in die Acrylmalerei
Beitrag: Re: Für Einsteiger in die Acrylmalerei - 08.04.2011, 19:54 VauKa hat geschrieben:
und ist wasserfest (soll ja eigentlich auch, ist schließlich Acryl --> Plastikzeugs, jaja!).

tja der Ansicht war ich auch mal. :rofl: Mel hat auch den Gerstäckerbinder und die selben Probleme wie ich. Tagelang getrocknet, dann ein bisschen mit Wasser einwirken und schon löst sich der Binder wieder...Wenn dir ein einzelner Tropfen aufs Bild kommt und du wischt den erst nach einiger zeit weg hast du ein Fleck... :evil: Deswegen...

Danke dir.

Nach oben 08.04.2011, 20:12 Nach unten

Beitrag  Re: Für Einsteiger in die Acrylmalerei
:D Ja, Binder bzw Acrylfarben, die ein wenig funktionieren wie Gouache, kenn ich... die matt abbindenden, in deren samtiger Oberfläche jeder Fingernagel glänzende Kratzer hinterlässt (Taurocolor zB, die macht sogar Wasserränder, wie eine echte Gouache). Oder welche, die genässt sich wieder ablösen lassen, das hatte ich bei einer (zugegebenermaßen alten) Tube Liquitex.

Ich arbeite manchmal in fertige Farben Pigmente hinein.
Also bin ich ein "Halbreiber". *gg*
Die Farbe von Grund auf anzureiben ist mir in Acryl zu mühevoll, gilt es ja, gegen die Trockenzeit anzuwerken. Bis jedoch so eine buttrige Konstistenz "zamdraht" ist, dauert das ja. Die fertige Farbe aber mit Pigmenten auf gewünschte Dichte zu bringen ist ein ganz feines Mittel. Bietet für meinen Geschmack nur Vorteile. Einzig auf den Glanzgrad muss Augenmerk liegen. Zuviel Pigment macht die Farbe matt - was ja gewünscht sein kann. Sollte man sich aber bewusst machen, ehe man mattierte Stellen in ungünstigen Partien hat.

Nach oben 09.04.2011, 00:20 Nach unten

Beitrag  Re: Für Einsteiger in die Acrylmalerei
Huch, entschuldigt meine späte Reaktion, ich lag die letzten Tage mit a bissl Fieber flach.

Also, ja, ich hab auch das Aldi-Set.

Dazu muss man sagen, die Aldifarben sind so lange gut, wie man sie pur aus der Flasche verwendet. Die Mischbarkeit untereinander ist eine Katastrophe und verdünnt werden die Farben sehr schnell trüb und milchig. Allerdings ist die Deckkraft vom Weiß sehr gut.

Für absolute Einsteiger, die erstmal testen wollen, wie sich Acryl so benimmt gibt es deutlich schlechtere Farben.

Die Schmincke-College hab ich mir auf Empfehlung einer Kunstlehrerin zugelegt, und bin damit eigentlich sehr zufrieden. Die fehlenden Töne hab ich mitlerweile mit Lucas Studio aufgefüllt. Dazu muss ich allerdings auch mal eines klarstellen:

Ich erziele die für mich besten Ergebnisse mit für mich angemessenen Materialien. Ich bin keine Künstlerin, und noch lange nicht so gut, das sich Künstlerfarben für mich in dem Bereich lohnen würden. Studienfarben bieten mir genau das was ich brauche zum angemessenen Preis, und unter den Gesichtspunkten habe ich auch diese Farben gekauft und bewertet. Sie sind nicht der letzte Mist und bilden eine gute, solide Grundlage für das wachsende Farbsortiment. Leere Tuben können durch bessere Farben ersetzt werden, aber man umgeht eine Wahnsinnsinvestition für ein Startsortiment.

So, ich hoffe das macht meine Meinung halbwegs klar ^^

Nach oben 11.04.2011, 05:48 Nach unten

Beitrag  Re: Für Einsteiger in die Acrylmalerei
Beitrag: Re: Für Einsteiger in die Acrylmalerei - 08.04.2011, 20:12 Luceo non uro hat geschrieben:
Beitrag: Re: Für Einsteiger in die Acrylmalerei - 08.04.2011, 19:54 VauKa hat geschrieben:
und ist wasserfest (soll ja eigentlich auch, ist schließlich Acryl --> Plastikzeugs, jaja!).

tja der Ansicht war ich auch mal. :rofl: Mel hat auch den Gerstäckerbinder und die selben Probleme wie ich. Tagelang getrocknet, dann ein bisschen mit Wasser einwirken und schon löst sich der Binder wieder...Wenn dir ein einzelner Tropfen aufs Bild kommt und du wischt den erst nach einiger zeit weg hast du ein Fleck... :evil: Deswegen...

Danke dir.


Ja genau!
Der Gerstäckerbinder ist wirklich nicht das wahre!
Ich leer ihn jetzt noch aus und kauf ihn nie wieder!
Wenn ihr einen brauchbaren kennt, wär ich froh,
wenn ihr ihn hier verraten würdet! :winken:

Nach oben 11.04.2011, 07:15 Nach unten

Eitempera

Beitrag  Re: Für Einsteiger in die Acrylmalerei
Beitrag: Re: Für Einsteiger in die Acrylmalerei - 07.04.2011, 23:19 karana hat geschrieben:
Einen kleinen Seitenhieb kann ich mir Schmincke College gegenüber aber nicht verkneifen: Der Farbton "Indigo" ist bestenfalls eine Nacherzählung der echtpigmentierten Farbe... :D


Hallo Karana,

vermutlich hast Du recht - ich hoffe sogar dass das so ist. Ich möchte ansonsten gar nicht wissen, was in "sahara" und "lachs" ist, und "haut" wäre dann ja wohl voll ekelig!
Ich bin dafür, dass auf Pigmenten/Farben draufsteht, was drin ist.

Sogenannte "Studien"-Farben/-Pigmente haben durchaus ihre Berechtigung, zumindest für Untermalungen und eben für Experimente. Problematisch kann es nur werden, wenn ein Experiment besonders gut gelingt und die Farben aber nicht die volle Leuchtkraft und Lichtechtheit haben.

Die Begriffe "Studien" oder "College" sind nicht geschützt. Sie werden in der Regel für einfachere und preiswertere Farben/Pigmente verwendet. Etiketten sind aber geduldig. Boesner zum Beispiel schreibt "Zank-Studienqualität" auf die 1kg-Tüten und "Guardi-Künstlerpigmente" auf die 250 gr Dosen. Bei Ultramarinblau ist aber der Inhalt absolut identisch (so wie bei Kellog´s und den Flakes von Aldi ... oder so). Ansonsten ist es schon so, dass dort die einfacheren Pigmente kiloweise und die hochwertigeren 250 gr-weise verkauft werden. Bei "Clavé" blicke ich noch nicht ganz durch, aber es scheint so, dass auch da das gleiche drin ist - in 500 gr Packungen. Man kann also bei bestimmten Farbtönen eine höherwertige Qualität erwischen, auch wenn etwas anderes draufsteht. Das trifft auf Pigmente wie auf Fertigfarben zu. Da helfen Probieren und Erfahrung.

Frohes Schaffen!

Wolfgang

Nach oben 06.05.2011, 14:24 Nach unten

Eitempera

Beitrag  Re: Für Einsteiger in die Acrylmalerei
Beitrag: Re: Für Einsteiger in die Acrylmalerei - 08.04.2011, 16:42 VauKa hat geschrieben:
Zu überlegen wäre ob es nicht günstiger ist wenn man einfach mit Binder die Farben selbst anmischt, sprich nen Arm voll Pigmente kauft und somit die Pigmentdichte je nach Zweck selbst bestimmen kann. Meiner Information nach muss man bei modernen Pigmenten die Acrylfarben auch nicht "anreiben" ,das ist wohl nur bei Ölfarben nötig, sondern kann sie einfach mit dem Binder vermischen. Aber die Hand ins Feuer legen möchte ich für diese Aussage nicht.

Hier schwirrt doch irgendwo der nette Mann mit der Pigmenttankstelle rum, dessen Name mir leider gerade entfallen ist, der könnte uns doch da sicher weiterhelfen und wenn nötig mit auch mit den passenden Pigmenten versorgen?


Der Name ist "Pigmenttankstelle" - für Dich auch gerne Wolfgang, aber nur wegen dem "nette"!

Dass man moderne Pigmente nicht mehr anreiben muss, sondern anrühren kann, habe nicht ich gesagt, sondern der große Dörner - ausserdem sagen es meine Lebensgefährtin und deren Erfahrung.

Richtig so Leute: Spart beim Material, wenn es Sinn macht - und wenn die Qualität stimmt. Lasst das Zeug bei Aldi liegen und kauft Euch einen Acrylbinder und die Pigmente. Es gibt hin und wieder noch einen alten Maler/Anstreicher, der froh ist, wenn er seine alten Vorräte los wird. Wenn Ihr Eure Farben selbst anrührt, dann bleibt Euch das Geld, das sonst die Anrührfirma und der Aldi verdienen. Und wenn Ihr noch mehr Geld sparen wollt, dann kauft Euch ein Huhn, und wenn das nicht geht, dann kauft ein Ei (Bioqualität selbstverständlich, man soll ja nicht am falschen Ende sparen) und etwas Leinölfirnis. Das Wasser kommt aus dem Wasserhahn, und ruck, zuck habt Ihr Euer altbewährtes Bindemittel, und das Geld, das sonst die Acrylfirma bekäme bleibt auch noch bei Euch....

In diesem Sinne!

Wolfgang

Nach oben 06.05.2011, 14:43 Nach unten

mal so mal so......

Beitrag  Re: Für Einsteiger in die Acrylmalerei
Beitrag: Re: Für Einsteiger in die Acrylmalerei - 06.05.2011, 14:43 pigmenttankstelle hat geschrieben:
Der Name ist "Pigmenttankstelle" - für Dich auch gerne Wolfgang, aber nur wegen dem "nette"!


Hallo Wolfgang, vielen Dank.
:knicks:

Nach oben 06.05.2011, 19:28 Nach unten
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