"Die Kunst ist eine Tochter der Freiheit." (Friedrich von Schiller)




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 Eitempera 
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Beitrag  Re: Eitempera
neue (persönliche) Erkenntnisse:

kadmiumpigmente in eitempera (getrocknet) lassen sich schlechter mit aceton abreiben als zb titandioxid. ganz schnell gehts zb mit chinacridonrosa. da scheints wohl nicht so gut zu haften :hmm:

auch habe ich den eindruck, dass eine mit aceton zügig abgeriebene fläche (is dann etwas rauher) sich wieder besser bemalen lässt. sicher bin ich mir aber noch nicht.

wiederholende erkenntnisse:
auch dünne schichten kann man (ich) auch nach einem tag trocknungszeit mit extrem gefühlvollem pinseleinsatz nicht übermalen, ohne dass sich die schicht darunter anlöst.

wenn man nicht den finger zum einsatz nehmen kann (zb bei feinen arbeiten) ist lasieren quatsch.

bin etwas gefrustet...... :roll: aber ich ziehs durch mein eitemperabild fertigzumalen.

Nach oben 04.02.2012, 15:53 Nach unten

Beitrag  Re: Eitempera
Nachdem ich in der letzten Zeit einige Eitemperabilder gemalt habe, bin ich nun doch wieder bei Acryl, weil es sich mit eitempera einfach nicht lasieren lässt.

Beitrag: Re: Eitempera - 04.02.2012, 15:53 Luceo non uro hat geschrieben:
wiederholende erkenntnisse:
auch dünne schichten kann man (ich) auch nach einem tag trocknungszeit mit extrem gefühlvollem pinseleinsatz nicht übermalen, ohne dass sich die schicht darunter anlöst.

Ja das hab ich auch festgestellt.

Nach oben 06.02.2012, 06:06 Nach unten

Beitrag  Re: Eitempera
Lasuren im klassischem Sinne sind wohl bei Tempera nicht so einfach umzusetzen. Vielleicht ist eine halbdeckende Malweise besser geeignet, bei der man immer ähnliche Farben dünn übereinander setzt, und somit das Bild Schritt für Schritt verfeinert. Dadurch ist das Anlösen der unteren Schichten nicht so tragisch, und kann einem stattdessen helfen weiche Übergänge hinzubekommen.

Nach oben 06.02.2012, 17:38 Nach unten

Beitrag  Re: Eitempera
Das kann doch gar nicht trocken sein nach einem Tag. Da ist doch Öl drin.
Das braucht nun mal länger.

Nach oben 06.02.2012, 17:47 Nach unten

Beitrag  Re: Eitempera
Beitrag: Re: Eitempera - 06.02.2012, 17:47 Solarita hat geschrieben:
Das kann doch gar nicht trocken sein nach einem Tag. Da ist doch Öl drin.
Das braucht nun mal länger.

trocken nicht, nein, aber auch nicht übermalbar.

Beitrag: Re: Eitempera - 06.02.2012, 17:38 Beowulf hat geschrieben:
Dadurch ist das Anlösen der unteren Schichten nicht so tragisch, und kann einem stattdessen helfen weiche Übergänge hinzubekommen.
nun ja, wenn man die untere schicht wieder anlöst, ist es keine lasur mehr. schlecht wenn man zb einen schatten lasieren will...

Nach oben 06.02.2012, 22:19 Nach unten

mal so mal so......

Beitrag  Re: Eitempera
Hmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmm....


ich habe diese Eitempera ja auch ausprobiert und muss sagen, die Farbtiefe ist faszinierend, und vor allem bleiben die Farben nach dem Trocknen/Oxidieren auch so vorhanden wie man sie aufgepinselt hat, es ist schon eine schöne Malerei, nur für mich persönlich scheint das nix zu sein.
Da warte ich ne Woche und die Pigmente lassen sich, ähnlich wie Pastellkreiden, immer noch von der Oberfläche abreiben, nach zwei Wochen war dann mal Ruhe und ich konnte weitermalen...
Da bevorzuge ich faules Stück doch fertig produzierte Ölfarben, die sind wenigstens nach einer Woche so weit oxidiert dass man weiter rübermalen kann. Diese Tempera ist schön, ich finde auch Veronika Olmas Bilder sehrsehr toll, aber ich persönlich male lieber entweder mit Ölfarben oder rühre gute Pigmente in guten (Guardi-) Acrylbinder.

Da meldet sich einfach mein U-Gen (U=Ungeduld) zu sehr!!
:winken:

Nach oben 07.02.2012, 18:04 Nach unten

Eitempera

Beitrag  Re: Eitempera
Hallo Leute,

lasst uns mal festhalten:

Eitempera ist eine hervorragende Technik für deckende Malerei. Lasieren ist nicht einfach.

Luceo non uro scheint nichts auszulassen, um die Eitempera zu quälen. Nach Salzsäure und Panzerband jetzt auch noch Aceton. Bin schon gespannt, was als nächstes kommt...

Die Umstellung von Acryl auf Eitempera scheint ohne besondere Anleitung nicht unproblematisch zu sein. Ich kann berichten, dass wir in den vergangenen zehn Jahren an die zweitausend MalschülerInnen hatten. Alle haben an einem Wochenende zwei, drei, bis zu acht Bilder fertig gemalt, ohne Trocknungsprobleme. Gestern Abend war ein Malschüler zum Dienstagesmalen ("Abendmal") da, der hat sein Bild von letzter Woche mit etwas Wasser angefeuchtet und weitergemalt, als hätte er die Farben gerade eben erst aufgetragen. "Nie wieder Acryl" haben wir schon zig-mal gehört.

Einige von denen, die hier schreiben, sind im Besitz von Chitosan-Tempera. Das ist was ganz neues, was man praktisch kaum wo kaufen kann. Nehmt mal diese Tempera und verdünnt sie mit Wasser: 1:10, 1:20, 1:30.... Tut dann wenig Pigmente hinein. Ihr wollt nie wieder mit was anderem lasieren... (Geht auch auf Acryl, aber nicht auf Öl!)

Das tollste an Chitosan-Tempera: Sobald es den Kritzelshop gibt, wird man dort Chitosan-Tempera kaufen können!!!!

Frohes Schaffen!

Wolfgang

Nach oben 08.02.2012, 11:17 Nach unten

Aquarell

Beitrag  Re: Eitempera
Hm..als ich den Kurs bei Veronika gemacht habe, ging das eigentlich alles lockerflockig, auch mit dem Übermalen bzw. Überarbeiten fluppte gut. Ob nun mit Ei-oder mit Chitosantempera.

Da hatte ich in einem anderen Ei-Tempera-Kurs vor zwei Jahren eher so meine Probleme. Allerdings wurde da auch zusätzlich mit Tuben-Ölfarben gemalt, was dann öfters zu Matschereien führte und am Ende noch nicht einmal ein 30 x 40 cm-Bild so richtig abgeschlossen werden konnte.

Hey, das ist ja Spitze, wenn es das Chitosan dann auch hier im Shop gibt :dops:

Nach oben 08.02.2012, 13:18 Nach unten

Beitrag  Re: Eitempera
Beitrag: Re: Eitempera - 08.02.2012, 11:17 pigmenttankstelle hat geschrieben:
Luceo non uro scheint nichts auszulassen, um die Eitempera zu quälen. Nach Salzsäure und Panzerband jetzt auch noch Aceton. Bin schon gespannt, was als nächstes kommt...
ich tue was ich kann.
(die acrylfarbe bleibt übrigens auch nciht verschont. das kurioseste war regenabperlmittel für die autoscheibe) :mrgreen:
hab mich gefragt wofür ich nocheinmal panzerband gebraucht habe :logisch: ich habe doch einen versuch gestartet: chitosan und acrylbinder. einmal gemischt, einmal übereinander in schichten.
probekarton gerade hervorgekramt und mit der scherenspitze malträtiert :grins: hält super- beide varianten.

wie es jetzt in ein paar jahrzehnten aussieht... :upps:

Nach oben 08.02.2012, 17:01 Nach unten

Eitempera

Beitrag  Re: Eitempera
@luceo non uro:

Na das hört sich fast versöhnlich an, dass es nicht alleine die Eitempera trifft.

Ich möchte noch ganz klar stellen, dass ich keineswegs sagen will, dass jemand zu doof ist für die Tempera. Nur die Umstellung halt.... Wenn man zum Beispiel gewohnt ist, mit Schwamm und Gartenschlauch zu malen, um einzelne Tempera-Schichten Tage nach dem Auftrag wieder frei zu legen (Super Effekte z.B. in der Akt- und Landschaftsmalerei), wird man mit Acryl und Öl ganz bestimmt nicht glücklich werden. Wenn man eine Temperaschicht nach kurzer Zeit übermalt, dann funktioniert das. Wenn man nach ein paar Tagen die Oberfläche mit dem Finger reibt, dann fühlt sich das halt anders an, als bei Öl und Acryl - man muss halt wissen, dass es egal ist...

Dass Lasieren auch mit Eitempera möglich ist, sieht man zum Beispiel bei Margit Abele: hier Es sind zwar Flaschenetiketten, die hier abgebildet sind, aber Margit Abele malt ausschließlich mit Eitempera (vielleicht bald auch mit Chitosan-Tempera, ich habe ihr eine Probe geschickt) und in riesigen Formaten, bis zu 3 Meter und mehr und auf Keilrahmen und auch mal auf Multiplex. Siehe hier.

Es sind einige KritzelmeisterInnen zu einem unserer Wochen-Malkurse in diesem Jahr angemeldet. Wir werden schauen, dass wir an dieser Stelle möglichst live davon berichten können, welche ungeahnten Möglichkeiten die Temperamalerei bietet (gell Gine?!?).

Am Rande bemerkt: Unser nächster Wochenendkurs in Enkenbach ist am 25./26. Februar 2012. Es gibt noch ein paar freie Plätze. Nächster Termin in Karlsruhe: 31.3./1.4.

Frohes Schaffen!

Wolfgang

Nach oben 09.02.2012, 09:36 Nach unten

Beitrag  Re: Eitempera
Ich möchte noch bemerken, das Eitempera eine sehr felxible Technik ist.
Wenn euch das Trocknen zu lange dauert, dann ändert ihr eben das Rezept und macht euch eine ölärmere Tempera oder vermalt das Ei gar ganz ohne Öl. Das geht auch wunderbar.
Ich male jetzt am liebsten nur mit dem Eigelb. Das kann man natürlich nur kleinformatig verwenden.
Chitosan lasiert wunderbar, aber mir trocknet das zu schnell auf der Palette.
Allerdings hab ich mir jetzt eine kleine Sprühflasche organisiert. Damit kann ich schnell trocknende Farbe zwischendurch ansprühen und sie bleibt länger feucht.

Nach oben 09.02.2012, 10:23 Nach unten

Aquarell

Beitrag  Re: Eitempera
Beitrag: Re: Eitempera - 09.02.2012, 09:36 pigmenttankstelle hat geschrieben:


Es sind einige KritzelmeisterInnen zu einem unserer Wochen-Malkurse in diesem Jahr angemeldet. Wir werden schauen, dass wir an dieser Stelle möglichst live davon berichten können, welche ungeahnten Möglichkeiten die Temperamalerei bietet (gell Gine?!?).


Jawoll, Wolfgang. Das machen wir :wink: Das kriegen wir schon hin :grins:

Schade, die nächsten Wochenenden bin ich schon zugeplant :-( Aber bis April ist es ja nicht mehr so lange ;-) Freue mich schon auf die Kurswoche bei Euch :-)

Nach oben 09.02.2012, 14:46 Nach unten

Beitrag  Re: Eitempera
pigmenttankstelle hat geschrieben:
Einige von denen, die hier schreiben, sind im Besitz von Chitosan-Tempera. Das ist was ganz neues, was man praktisch kaum wo kaufen kann. Nehmt mal diese Tempera und verdünnt sie mit Wasser: 1:10, 1:20, 1:30.... Tut dann wenig Pigmente hinein. Ihr wollt nie wieder mit was anderem lasieren... (Geht auch auf Acryl, aber nicht auf Öl!)

Das tollste an Chitosan-Tempera: Sobald es den Kritzelshop gibt, wird man dort Chitosan-Tempera kaufen können!!!!

Frohes Schaffen!

Wolfgang


Hallo Wolfgang!
Wann ist denn der Kritzelshop geplant...? Das wäre toll, wenn man Chitosan bei Euch auch kaufen könnte!! Ich wäre sehr gespannt auszuprobieren, wie schnell „Chitosan“ oberfächentrocken wird (ich benutze zur Zeit eine Kasein-Ei-Tempera) ! Kann man damit auch auf flexiblen Bildgründen (Baumwolle statt Holztafeln) malen? Damit wäre mir sehr geholfen!!!

Ich werde ganz neugierig nach allem, was ich hier darüber gelesen habe. Am Störendsten finde ich bei der Eitempera, dass sich die Farbe nach dem Trocknen ändert, vor allem, wenn man feine Übergänge im Gesicht schattieren will. Das ist bei Chitosan sicher auch so, aber möglicherweise sieht man schneller, was man gemacht hat und kann es schneller wieder korrigieren. Obwohl es die Rissbildung sicherlich fördert, habe ich mein Bild sogar schon gefönt, um schneller zu sehen, wie die Farbe nach dem Trocknen aussieht.
Kurzum: Ich bin erleichtert zu lesen, dass Tempera nach dem Trocknen allgemein die Farbe verändert und nicht nur bei mir. Und es wäre toll, wenn es eine Alternative gäbe, bei der man das Ergebnis schneller abschätzen könnte!

Nach oben 25.01.2013, 21:40 Nach unten

Beitrag  Re: Eitempera
Beitrag: Re: Eitempera - 25.01.2013, 21:40 Katjen hat geschrieben:
Wann ist denn der Kritzelshop geplant...? Das wäre toll, wenn man Chitosan bei Euch auch kaufen könnte!!


Das Tempera-Angebot wird bei uns noch etwas dauern, wir sind aber mit Wolfgang prinzipiell einig :D. Zwischenzeitlich wende Dich bitte direkt an ihn, vielleicht kann er Dir direkt weiterhelfen :winken:


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Nach oben 25.01.2013, 23:12 Nach unten

Eitempera

Beitrag  Re: Eitempera
Hallo Katjen,

es ist haargenau das, was Dich an der Eitempera stört, was zur Entwicklung der Ölmalerei geführt hat. Anfänglich wurden Landschaften (Hintergrund der Mona Lisa) mit Tempera gemalt und das Portrait im Vordergrund dann mit Öl.
Leute, die mit Acryl malen, scheinen sich weniger an den Farbänderungen beim Trocknen zu stören.

Ob Du mit der Chitosan-Tempera besser zurecht kommst, musst Du selbst beurteilen. Sie ist vor allem für Baumwolle und Leinen geeignet, aber auch für Sperrholz, MDF, Verputz....

Schicke mit Deine Anschrift in einer PN, und ich sende Dir kostenlos eine kleine Probe, wenn Du mir versprichst, hier über Deine Erfahrungen zu berichten. Das gilt auch für alle anderen Kritzelmeister, zumindest mal bis zum Ende des Monats.

Frohes Schaffen!

Wolfgang

Nach oben 26.01.2013, 06:49 Nach unten

Beitrag  Re: Eitempera
Hallo Zusammen,

so, ich kann jetzt auch von meinen ersten Erfahrungen mit Chitosan-Tempera berichten.
Normalerweise male ich sehr viel mit Acryl, hab aber auch schon mit Eitempera und dem eigenen Anrühren von Acrylfarben experimentiert.
In der letzten Zeit habe ich allerdings hauptsächlich mit guten Acrylfarben gemalt; schon aus Zeitgründen. Das zum Hintergrund meiner Erfahrungen:

Ich finde den Geruch sehr angenehm. Die Farben erscheinen mir etwas pastellig zu werden, außerdem verändern sie sich (daran wird man sich wohl erst gewöhnen müssen). Das Lasieren funktionierte bei der Chitosantempera bei mir ganz hervorragend.
Was mir - insb. im Verhältnis zum Acryl - deutlich aufwändiger vorkommt, ist das Pinsel auswaschen (wohl der Ölanteil).
Insgesamt erschien mir die enstehende Farbe allerdings etwas flüssig - egal, wie viel Pigmente ich dazu verwende. Einen so richtig pastosen Farbauftrag hab ich bisher noch nicht hingekriegt.

Wie schon oben mehrfach beschrieben und diskutiert, ist es eine Umstellung, wenn man an die Verwendung von Acryl gewöhnt ist. Bis man mit der Chitosantempera in gleicher Weise zurecht käme, dauert es verständlicherweise.

Bereits bemalte Schichten ließen sich ganz unproblematisch wieder anlösen. Hiemit lassen sich sicher eine ganze Reiche von Effekten erzielen. Wer sich dafür besonders interessiert, ist bei der Tempera sicher sehr gut aufgehoben.

Ich kann mir gut vorstellen, dass sich das Malen mit Chitosan-Tempera sehr gut für den Anfang eignet und man dann wohl kaum bereit sein wird, sich auf die Eigenschaften des Acryls umzustellen/einzustellen.

Liebe Grüße,

Michaela

Nach oben 02.02.2013, 17:03 Nach unten

Eitempera

Beitrag  Re: Eitempera
Hallo Michaela Aquamarin,

vielleicht sollten wir mal einen anderen Thread aufmachen. Die Chitosan-Tempera hat zwar viele Gemeinsamkeiten mit Eitempera, aber es gibt auch Unterschiede.

Vielen Dank für´s Testen und für Deine Erfahrungen!

Das Auswaschen der Pinsel ist tatsächlich aufwändiger als bei Acryl, wenn man gewohnt ist, den Pinsel immer gleich nach dem Malen zu waschen, weil er sonst austrocknet. Es wird aber viel einfacher, wenn Du sämtliche Pinsel auf einmal wäscht. Nimm beim Farbwechsel erforderlichenfalls einfach einen frischen Pinsel. Zum Waschen hast Du zwei, drei Tage Zeit.
Bei uns werden die Pinsel, die man nicht mehr benötigt, aber auch bei bestimmten Farbwechseln mit einem Tuch grob gereinigt. Das hat auch den Effekt, dass weniger Pigmente und Öl ins Abwasser geraten. Chitosan dürfte ruhig in´s Abwasser kommen, in vielen Kläranlagen wird es ohnehin zugesetzt. Die gesammelten Pinsel werden nach ein paar Tagen mit möglichst warmem Wasser und Kernseife ganz einfach gewaschen.

Wenn Dir die Farbe zu flüssig ist, musst Du einfach noch weniger Bindemittel in die Pigmente geben. Eine kleine Spritzflasche (Haarfärber) oder eine Einwegspritze können dabei hilfreich sein.

Weiter frohes Schaffen!

Wolfgang

Nach oben 03.02.2013, 12:12 Nach unten

Beitrag  Re: Eitempera
Hallo Wolfgang,

vielleicht sollte man wirklich einen neuen Tread aufmachen, da das Arbeiten mit Chitosam ein Unterschied wie Tag und Nacht ist im Vergleich mit Eitempera. Ich freue mich, dass es mit Chitosan endlich (!!!) ans Vorwärtskommen geht und nicht nur – wie bei meinen bisherigen Eitemperaversuchen - ans Ausbessern zugrunde liegender Farbschichten! Die in ihrer Wirkung sehr schöne Eitempera ist eben leider auch extrem schwer zu handhaben.

Ich schreibe dennoch mal im alten Tread, weil ich Chitosan bei einem Bild einsetze, das ich mit Ei-Tempera schon angelegt hatte und der Vergleich daher für mich naheliegt. Das begonnene Bild hatte sich beim Malen immer wieder selbst zerstört (Auflösen der unteren Farbschichten trotz Zufügens von Kaseinleim).
Meine ersten Eindrücke sind Folgende: Mit Chitosan kann ich alle entstandenen Unregelmäßigkeiten wunderbar einebnen, denn vom Auftrag her ist es sehr viel leichter zu handhaben als die zugrunde liegende Eitempera. Die Flächen lassen sich viel gleichmäßiger anlegen, Lasuren gelingen ebenfalls sehr gut und die Farbe trocknet schneller auf. Alles in allem denke ich, dass ich nach dieser Malerfahrung nicht mehr die Geduld aufbringen möchte, ein Bild ausschließlich wie bisher in Eitempera anzulegen, mit der ich nicht oder kaum weiterkomme, weil ich permanent am Ausbessern von Patzern bin.
Chitosan wirkt beim Auftrocknen tatsächlich „pastellig“, vielleicht liegt das aber auch daran, wie viel Leinölfirniß man zugibt?
Auch ist das Risiko von Schwundrissen bei Kasein-Eitempera sehr groß und mir scheint Chitosan viel strapazierfähiger, weil die Spannung geringer ist. Was das Auswaschen der Pinsel betrifft, so gelingt mir das nun sogar besser, da ich in meiner Eitempera immer in Balsamterpentin gelöstes Harz hatte (zum schnelleren Oberflächentrocknen der Farbe). Und gesünder einzuatmen ist es allemal!
Liebe Grüße,
Katjen

Nach oben 11.02.2013, 14:04 Nach unten

Eitempera

Beitrag  Re: Eitempera
Toll Katjen,

dass Du mit der Chitosan-Tempera Deine Technik erweitern kannst. Ein geeignetes Bindemittel, ein paar Pigmente und schon lassen sich Dinge umsetzen, die vorher nicht möglich waren.

Die Probleme, die Du mit der ursprünglichen Eitempera hast müsste man mal noch etwas näher betrachten. Du verwendest relativ viele Zusatzstoffe (Kasein, Dammarharz ...). Bei uns nur: Ei, Öl, Wasser - fertig.

Die Chitosan-Tempera ist eignetlich gebrauchsfertig. Lediglich mit Wasser 1:1 bis 1:30 muss/kann man noch verdünnen. Leinölfirnis ist eigentlich schon drin. Man kann es zusetzen um eine fettere Mischung zu bekommen. Aber auch ohne weiteres Leinölfirnis haftet die Chitosan-Tempera auch gut auf der eigentlich fetteren Eitempera.

Frohes Schaffen!

Wolfgang

Nach oben 12.02.2013, 08:43 Nach unten

mal so mal so......

Beitrag  Re: Eitempera
Hallo Wolfgang,

habe ich das richtig verstanden dass in deinem Chitosanbindemittel schon Leinölfirniss drin ist? Also ist das nicht lebensmittelecht? Ich frage das weil du irgendwo mal schriebst dass dieses Chitosan das Gleiche sei wie irgendein Schlankheitsmittel und ich hatte überlegt eben dies für die Arbeit mit Kindern zu verwenden, also kleine Kinder die dann wenn man auch ungiftige Pigmente verwendet mal eben die Fingerchen abschlecken dürfen. Aber wenn dort Leinölfirniss schon verarbeitet ist hat das wohl aufgrund der Sikkative keinen Sinn? EIGENTLICH ist doch Chitosan ungiftig, wenn ich das richtig verstanden habe?

LG Verena

Nach oben 12.02.2013, 22:15 Nach unten
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