"Der Unterschied zwischen Landschaft und Landschaft ist klein - doch groß ist der Unterschied zwischen den Betrachtern." (Ralph Waldo Emerson)




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 Wie errechne ich den Verkaufspreis meines Bildes? 
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Aquarell und Öl und .......

Beitrag  Re: Wie errechne ich den Verkaufspreis meines Bildes?
Liebe Margit,
es ist wohl wirklich an der Zeit das du deine innere Einstellung ein wenig änderst!
Sei dir darüber im klaren das DU als Künstlerin gut bist und akzeptiere doch einfach das deine Werke herausragend gut sind!
So!!!
Gerade du brauchst dich überhaupt nicht zu verstecken und deine Bilder kannst du ruhig preislich höher ansetzten als das dein Gefühl dir Glauben machen will. Mein Chef sagt immer:"Wer möchte das wir für ihn arbeiten, muß zahlen!!" So einfach kann das sein!
Wer eins deiner Bilder will, - soll zahlen!
Andernfalls soll er in den Baumarkt oder ins Möbelhaus gehen und sich sowas an die Wand hängen!
Du hast ja gesehen das es diese Leute gibt, - die gute Arbeiten wertschätzen können.
Mir hat eine Galeristin mal gesagt das es bei Bildern diese 300€-Schwelle gibt. Darüber wirde es seehr schwierig was zu verkaufen.
Und dabei ging es auch um Aquarelle. Ich kann und will kein Bild für 100€ verschleudern an dem ich 8Stunden gearbeitet habe.
Das tut mir weh, - deshalb geht´s nicht. Dann bleibt es halt in meiner Mappe, denn dort ist es dann besser aufgehoben als bei irgendwem der es billig gekauft hat und nicht weiß oder ahnt wieviel Mühe dadrinsteckt!

lg udo :winken:

Nach oben 29.03.2010, 07:17 Nach unten

Beitrag  Re: Wie errechne ich den Verkaufspreis meines Bildes?
Lieber Udo,
vielen Dank für deine Aufmunterung! Mit dem Verstand kann ich das auch gut nachvollziehen, jedoch fehlt mir dazu die Gefühlsbasis. Es ist eine komische Sache, ich glaube man kann es auch nicht wirklich nachvollziehbar erklären. Vielleicht wenn man in ein Glas Milch schüttet dann ist das Glas voll und es ist ein Glas Milch, das Glas könnte sagen, ich bin ein Glas voll Milch.
Aber wenn einem Glas der Boden fehlt, dann kannst du noch so viel Milch reinschütten, das Glas wird sich immer leer fühlen. Es kann sagen, es ist so und soviel berechenbare Milch reingeflossen, aber ich fühle mich nach wie vor leer.
Liebe Grüße
Margit

Nach oben 29.03.2010, 07:29 Nach unten

Beitrag  Re: Wie errechne ich den Verkaufspreis meines Bildes?
Liebe Margit,

diese Punkte habe ich ganz gezielt in das Thema/Frage eingebaut, da das unterschwellig stets fühlbar war und ist.
Zwei Anhaltspunkte stelle ich mal kurz vor.

1. Pragmatismus
2. Selbstwertschätzung (die unabhängig von Kindheit oder anderen Konditionen wirkt)

zu 1.
Pragmatismus kann Dich - und all die anderen Kunstschaffenden ect. - unterstützen, auf dem Weg der Präsentation (und Präsenz) in der Öffentlichkeit und Kunstmarkt zugleich. Um es auf einen einfachen Punkt zu bringen, es handelt sind dabei um die Instrumente, gleich "Messer, Gabel, Löffel, Schere". Wir brauchen praktische-praktikable Instrumente, die uns befähigen und unterstützen auf ein Ziel hin. Aber auch in der Planung, im Jetzt.

Stelle Dir einmal vor, wie ein Architekt zuerst eine Ideenskizze anfertigen muß - gemäß der Bauaufgabe und Bedingungen -, anschliessend die Idee ausarbeiten muß. Dazu sind verschiedenste Instrumente und pragmatische Vorgehensweisen (Wissen, Erfahrung, Zusammenarbeit/Synergie ...) nötig. Ein Architekt muß auch mit den Handwerkern (den Gewerken) zusammenarbeiten können. Nie erbaut ein Architekt ein Haus/Gebäude ganz alleine - , es sei denn, er/sie baut eine kleine oder grössere Lehmbauhütte oder Haus. :O) Architekten sind gezwungen, sich einer grossen Konkurrenz innerhalb einer Ausschreibung oder Wettbewerb zu stellen und ihr Büro bzw. Modell an den Kunden zu bringen, dabei zu überzeugen!!

Nun bist Du die Architektin in eigener Sache, nämlich: Deine Modelle zu präsentieren, die nur von Margit derart gemalt werden können. Die Marke heisst: Margit. Bedenke, es gibt nur eine Margit, nämlich Dich und deine Art und Weise des Ausdrucks und Sicht der Welt, der unvergleichliche Pinselstrich, Farb- und Formgefühl. Das kann keine(r) tun, ausser Dir!
Niemand kann Deine Bilder malen und in die Welt tragen.

Bedenke auch, niemand ist grösser oder kleiner als Du (selbst). Aus dieser horizontalen Sicht heraus, begegnen sich Menschen, gehen auf Augenhöhe und dabei geschieht etwas Wunderbares. Lass Dein Licht leuchten.

Helene

Nach oben 29.03.2010, 07:56 Nach unten

Beitrag  Re: Wie errechne ich den Verkaufspreis meines Bildes?
Liebe Helene,
das klingt ganz wunderbar!
Ich bin durch euch hier auch draufgekommen, dass ich mich, Margit als solche in meinen Bildern nicht wirklich geoutet habe, mich nicht getraut, voll meine Person mit reinzuarbeiten.
Das soll nun anders werden, und ich habe erste zaghafte Schritte unternommen. Ich war bisher zu feige mich um die passenden Modelle umzusehen und sie anzusprechen ob ich sie malen darf.
Jetzt habe ich damit begonnen und bin sehr gespannt wie sich das weiter entwickelt und trau mich auch offen zu sagen wenn ich jemanden malen möchte. Mehr als nein kann er oder sie ja nicht sagen, und so habe ich wenigstens eine Chance, dass mal jemand ja sagt.
Ich fühle in mir wundervolle Porträts die raus wollen. Sicher ist unglaublich viel zu lernen und zu üben und zu reifen, aber ich weiss dass sie da ganz im Inneren schon da sind.
Ich freue mich total darauf!

Ich fühle dass das für mich einen Quantenprung in meiner Malerei sein könnte.
Ich wollte immer schon ausdrucksstarke Porträts machen. Aber dazu brauche ich eben die richtigen Modelle, und ganz wenige Menschen sprechen mich so an dass das Feuer der Begeisterung entfacht ist!
Und genau das aber ist die treibende Kraft für die Kunst!
Liebe Grüße
Margit

Nach oben 29.03.2010, 08:06 Nach unten

Beitrag  Re: Wie errechne ich den Verkaufspreis meines Bildes?
Wunderbar, liebe Margit!

da ich gerade sowieso am Schreiben bin, lege ich Dir, aber auch all den anderen Kunstschaffenden und interessierten Menschen, eine Künstlerin nahe. Die österreichische Malerin Maria Lassnig. Im Internet habe ich eine Dissertation gefunden.

Hier der Link zum Nachlesen: http://sylvester.bth.rwth-aachen.de/dis ... 03_048.pdf

Ein ermutigendes Beispiel einer Künstlerin.

Nach oben 29.03.2010, 08:15 Nach unten

Beitrag  Re: Wie errechne ich den Verkaufspreis meines Bildes?
Herzlichen Dank liebe Helene!
Lieb von dir, schau ich mir gleich an!
Liebe Grüße
Margit


Habe hineingeblättert, das ist ja voll interessant!!! Vielen Dank nochmal!

Nach oben 29.03.2010, 08:20 Nach unten

Beitrag  Re: Wie errechne ich den Verkaufspreis meines Bildes?
Einige Lesetipps, die weiter helfen könnten, was das Thema betrifft:

Über die Kunst, Kunst zu verkaufen
Claus C. Schmickler (Autor) und andere..., Ars Momentum

Selbstmanagement im Kunstbetrieb: Handbuch für Kunstschaffende
Kathrein Weinhold, Transcript

und kostenlos zu bestellen oder herunterladen:

http://www.existenzgruender.de/imperia/ ... /gz_51.pdf

viel Spaß beim Lesen

Nach oben 29.03.2010, 14:17 Nach unten

PC

Beitrag  Re: Wie errechne ich den Verkaufspreis meines Bildes?
@Wolkenkalligraphie: Danke für die Links - tolle Infos!

Beitrag: Re: Wie errechne ich den Verkaufspreis meines Bildes? - 29.03.2010, 07:29 MaGie hat geschrieben:
Aber wenn einem Glas der Boden fehlt, dann kannst du noch so viel Milch reinschütten, das Glas wird sich immer leer fühlen. Es kann sagen, es ist so und soviel berechenbare Milch reingeflossen, aber ich fühle mich nach wie vor leer.

Dann wird's Zeit, das Glas zu entsorgen. Nimm einfach die ganze Milchflasche, wozu noch ein Glas? :grins:

Ich weiß natürlich was Du meinst, und der Vergleich hinkt natürlich - andererseits aber auch wieder nicht :wink:
Kein Mensch ist ein Gefäß, und undicht schon gar nicht - Menschen sehen oder fühlen oder betrachten sich manchmal so aus vielerlei Gründen, oder bekommen das von Lebensratgebern so eingetrichtert. Daher: Entsorge das Glas! Du bist Du, mit allen Facetten die Dich ausmachen, weder kaputt noch unvollständig, und all diese Vielseitigkeit spiegelt sich bei einem Künstler in seinen Werken wieder, und umgekehrt. Mach Dich nicht teurer als Du bist, aber auch und vor allem nicht billiger als es sein muss. Und vor allem: Werke sind zwar immer ein Teil des Künstlers, aber nicht der Künstler selbst. Seh das ganze einfach als Spiel: Das Spiel-Ziel besteht darin, seine Bilder so hochpreisig wie möglich zu verkaufen. Und jetzt musst Du nur noch herausfinden, wie das Spiel für Dich am besten funktioniert.

Nach oben 29.03.2010, 16:16 Nach unten

Beitrag  Re: Wie errechne ich den Verkaufspreis meines Bildes?
Danke Adrian! Das ist eine sehr schöne neue Sichtweise!
Ich werde sie in mein Leben integrieren - jetzt kommt der Frühling, eine neue Wohnung, auf geht´s! Wir sind im Spiel!
Lassen wir uns überraschen was das neue Jahr noch so alles bereithält! Manchmal ändert sich auch plötzlich von einem Tag zum anderen alles, sei es im positiven oder negativen.
Ich bin im Grunde eh optimistisch!
Liebe Grüße
Margit

Nach oben 29.03.2010, 16:54 Nach unten

Öl, Pastell, Acryl, Bleistift,

Beitrag  Re: Wie errechne ich den Verkaufspreis meines Bildes?
Liebe Margit,
alle Überlegungen, die du anstellst, haben natürlich ihre Berechtigung.
Existenzängste sind aber auch nur Ängste und müssen nicht unbedingt
die Realität spiegeln.
Angst ist der schlechteste Berater, den es gibt. Sie ist subjektiv, wie Selbstüberschätzung.
Das Gegenteil von Angst ist Vertrauen.
Deshalb wünsche ich dir Mut und Vertrauen in deine Fähigkeiten.

Ich habe mir deine Internetseite angesehen. Die ist mit Sachverstand
aufgebaut und zeigt deine Vielseitigkeit.
Das Künstlerleben ist ein ewiges Auf- und Ab. Es gibt nur wenige Ausnahmen,
die sorgenfrei leben können.

Wenn große Entscheidungen anstehen, teile ich ein Blatt in zwei Hälften und
teile sie ein: links, was spricht (z.B.) für die Aufgabe meines Ateliers, rechts was
spricht dagegen.

Meine Ansicht ist, dass es nicht effektiv ist, sich soviel auzubauen und es dann
wieder aufzugeben.
Besser wären hier Überlegungen, wie du dein Metier wieder ankurbelst.

Liebe Grüße von Herz zu Herz
Gigi

Nach oben 30.03.2010, 10:53 Nach unten

Beitrag  Re: Wie errechne ich den Verkaufspreis meines Bildes?
Liebe Gigi,
ich danke dir ganz herzlich für deine lieben Ratschläge und Überlegungen.
Ich werde das Atelier nicht überstürzt auflassen, zumal ich erstmal ja mit dem Wohnungsinhalt übersiedeln muss und erst dann schauen kann ob ich noch Platz für Malsachen habe.
Ich habe das Atelier mit sehr viel Liebe aufgebaut und ausgestaltet, auch einiges Geld investiert in Warmwasser, Beleuchtung und Möbel wie praktische feste Klapptische für die Kurse.
Doch ich möchte auch mit meinen Kräften haushalten lernen, und wenn ich dann zu müde bin um nach den Kursen die ich machen muss um alles zu erhalten, selber nicht zum Malen komme, ist das sicher auch nicht der Sinn und Zweck. Sogern ich Kurse mache, und so sehr es mir Freude macht was zu vermitteln, so strengt es mich auch schon sehr an und zehrt an meiner Substanz.

Aber du hast Recht mit den Existenzängsten, ich habe es ja immer all die 24 Jahre meiner Selbständigkeit geschafft über die Runden zu kommen; aber vielleicht waren es die Existenzängste die mich auch mobilisiert haben mir immer was Neues einfallen zu lassen.

Ich werde das mit dem Zettel und Aufschreiben machen. Ich glaube aber wenn ich hier mal umgezogen bin, werde ich dann in der Praxis sehen ob erstens in der Wohnung genug Platz ist und zweitens ob ich noch Lust habe dann noch in das Atelier zu fahren. Das wird dann darüber entscheiden was ich mache, ich werde die äußeren Umstände meinen Bedürfnissen entsprechend verändern.

Ich glaube das erfordert gar nicht so viel Grübeln, es wird sich einfach ergeben.
Momentan habe ich noch laufend Kursanmeldungen, solange das so klappt lasse ich es mal so wie es ist.

Ich danke dir ganz herzlichst, dass du dir Gedanken darüber gemacht hast, das ist sehr lieb von dir, und du bist eine ganz liebe!
Ich habe auch neue Malideen, wer weiss, vielleicht kommt dann auch wieder ein Aufschwung? Es gibt so vieles was plötzlich überraschend eintrifft und eine hilfreiche Wende herbeiführt.

Liebe Grüße
Margit

Nach oben 30.03.2010, 15:21 Nach unten

Öl, Pastell, Acryl, Bleistift,

Beitrag  Re: Wie errechne ich den Verkaufspreis meines Bildes?
Ja Margit, du bist noch jung, da kann noch viel geschehen!

Manchmal muss man sich dem Fluss des Lebens überlassen...

Nach oben 30.03.2010, 15:38 Nach unten

Beitrag  Re: Wie errechne ich den Verkaufspreis meines Bildes?
Hallo Ihr Lieben,

nun bin ich heut, spät erst, Dank Gigi, in diesen Thema gestolpert.

Da überfällt mich Wehmut, denn gestern habe ich mit grosser Traurigkeit
Margits Weggang verschmerzen müssen.
Das tut nach Lesen dieses spannenden Threads grad nochmal doppelt weh.
Ich würd mir wünschen, Margit liest hier mit und kommt dann wieder :winken:

Aber zum Thema:

Ich hab mich letzten September ja zum ersen Mal in die Öffentlichkeit gewagt.
Mehr zufällig als geplant.
Da hab ich mich ebenso wie ihr hier, mit der Preisfindung herumgeplagt.
Was ich als Fazit dieser Themenentwicklung aber immer wieder für mich
herausarbeite:
Was der/die Künstler/-in als Preis sich ausdenkt, oder kühl kalkuliert, oder
sich vom Markt aufdrücken lässt entscheidet zu oft, sowohl den Wert der Kunst als auch
wie "wertig" sich der Schaffende damit fühlt.
Und im Grunde ist genau das der Teufelskreis.
Wenn ich mich als Künstlerin schon im Vorfeld nicht "wertig" -zuerst und vor allem als Person-
fühle, dann werd ich mir immer schwer tun mit meiner "Wertigkeit" als Künstlerin.
Und logischerweise ist es mir deshalb beinah unmöglich meine Werke zu "bewerten"

Ich fühle mich den Schilderungen Margits teilweise sehr sehr nah.
Sie wird, wenn sie so weiterdenkt an mangelndem Selbstbewusstsein scheitern, obwohl sie schon so lange Grund genug hätte sehr stolz auf sich zu sein.

Ich habe momentan das Gefühl das Scheitern beginnt bei mir schon vor dem Anfangen.
Nach meiner Ausstellung hatte ich ein ernstzunehmendes Angebot eine weitere Ausstellung zu bekommen - nur für mich.
Ich drück mich seit nem halben Jahr darum, da überhaupt je nochmal anzurufen.
Warum auch?
Ich fliehe seither vor meinem eigenen Anliegen viel mehr zu malen....
Und eigentlich hauptsächlich deshalb, weil ich mit der Bewertung meiner Bilder nicht klarkomme.
Da können meine Freunde und Familie und sonstwer auch soviel Milch hineinschütten wie sie wollen - es kommt leider nix an.

Manchmal hab ich das Gefühl - es soll vermutlich nicht sein, da zu einem wirklichen Künstler die Leidenschaft gehört, sich über all das absolut hinwegzusetzen, da er MALEN MUSS.

Da gibts einen Fallensteller im Kopf - heißt er Realität? Angst? mangelndes Selbstbewusstsein? Feigheit? Funktionismus? Bequemlichkeit?

Zumindest bietet mir mein Leben genügend Fluchtwege mir einzureden das was anderes grad viel "dringlicher" von mir erwartet würde.......kann man sich ja immer gut zurechtlegen, wenn man nicht über Hobby-Sponsoren-Geld verfügen kann, sondern es sich selbst verdient.
So flüchte ich mich derzeit in meine mittlerweile 6 Gärten die pflege, tüte Briefe ein (auf Kleingewerbebasis und für Hungerlohn) und geh meinem 400 Euro-Job nach.
Da bleibt kaum Zeit zu überlegen was man Nachts gerne träumen tät...
Aber dadurch erübrigt sich auch, sich dem Thema Kunst und Wertigkeit zu stellen.

Sehr überzeugt bin ich - wenn ich von der Frau mit dem Spass-Kurs lese, dass es Typen gibt, die verkaufen auch die blassesten Aquarelle oder die obskurste Kunst - weil sie an sich glauben und nienicht irgendeinen Zweifel aufkommen lassen, dass - was sie verkaufen - "sehr hochwertig" ist.
Das ist der Schlüssel - denn da ist der Preis wirklich ziemlich wurscht.
Dann natürlich auch noch die Kriterien die Adrian bereits benannt hat: Der Markt

Obig beschriebene Leutchen haben sogar die Gabe, den Markt zu bestimmen - sie bringen den Markt dazu, das zu brauchen, was sie anbieten.
Wir denken wir wären dem Markt ausgeliefert - Nein -
wir stehen uns einfach ständig und überall selbst im Weg.

Das soll nun nicht frustriert klingen - ich hab mich längst mit meinen Hoch- und Tiefs abgefunden.
Derzeit wart ich auf die nächste Flamme der Mal-Leidenschaft.
Denn ich soll noch ne weisse Rose malen (für Freundin, zum halben Preis :hmm: :kapituliere: :lach: )
Ich vermute genau da liegt der Hase begraben, warum ich eigentlich keinen Bock drauf hab
:lach:
Als Ausweg, würd ich persönlich wohl das Bild eher verschenken, als zum halben Preis verkaufen :lach:

Vielleicht wärs nützlich in Psychotherapie dieses Teufelskreisproblem zu beseitigen.

Auf der anderen Seite bin ich ein überaus positiver Mensch.
Und wenn ich derzeit grad der Meinung bin, ich sollte etwas zum Familienunterhalt beitragen, dann leide ich eigentlich auch nicht extrem darunter, deshalb nicht malen zu können.
Ich bin überzeugt das es Zeiten gibt im Leben, die eignen sich zum träumen - andere sind dazu da, sich der Realität zu stellen.

Wir geben viel Geld aus, um gemeinsam mit der Familie das Leben zu genießen. Da ist nicht angedacht, das ich auf eigenen Ego-Pfaden wandle.
Mein Partner gibt mir den Rückhalt zu malen "Wenn Zeit ist" :sterne:
Und wenn es sich nicht auszahlt, sollte ich auch warten bis Geld übrig ist :grins:
Vielleicht ist nie Geld übrig - also ist auch keine Zeit übrig, da Leben eben Geld kostet :P

hihi - mein ganz privater "Teufelskreis" selbst gesät und gepflegt :mrgreen:

Ich bin zumindest im Kopf auf gutem Weg, mein Können (in jedem Bereich) als wertig zu empfinden, also muss nicht der Preis meiner Bilder über mein Selbsbewusstsein regieren.

Ohje - ich babbel wieder Sintflut :oops:

schön die letzten zwei Tage wieder für euch Zeit gehabt zu haben - (hätte ja auch weisse Rose malen können :hmm: :lach: )
Jetzt fahr ich los und hole Eintütbriefe - die werden mir die nächsten Tage die "freie" Zeit versüßen.


Also Mädels und Jungs - ich bin bald wieder da....

Das mit den Preisen werd ich aber im Auge behalten :bussi:

Eure

miss

Nach oben 12.04.2010, 14:50 Nach unten

Öl, Pastell, Acryl, Bleistift,

Beitrag  Re: Wie errechne ich den Verkaufspreis meines Bildes?
Liebe miss!
Du hast für viele plausibel gemacht, was mancher denkt und vielleicht nicht getraut,
öffentlich zu machen.

Das Thema "Verkaufspreis für meine Bilder" ist deshalb ein sehr Emotionales und muss
immer im Zusammenspiel von Realität, Käuferinteresse und eigenen Gefühlen der Wertigkeit betrachtet werden.

Leider habe ich im Moment nicht viel Zeit, bin auf dem Weg in mein Atelier.
Werde aber, sobald es möglich ist, davon berichten, wie ich meine eigenen Ängste
überwunden habe.

Bis bald
Gabie

Nach oben 12.04.2010, 14:57 Nach unten

Beitrag  Re: Wie errechne ich den Verkaufspreis meines Bildes?
Na darauf freu ich mich :knuddelbunt:

Vielleicht hast Du ja die Flasche Milch, die kein Glas benötigt :logisch: :logisch:

Ich vertreib mir die Zeit derweil mit Eintüten von Werken anderer :lach:


:winken:

miss

Nach oben 12.04.2010, 16:36 Nach unten

Beitrag  Re: Wie errechne ich den Verkaufspreis meines Bildes?
Zitat:
Da gibts einen Fallensteller im Kopf - heißt er Realität? Angst? mangelndes Selbstbewusstsein? Feigheit? Funktionismus? Bequemlichkeit?


der innere Zensor ! den kenne ich - auch und vor allem beim Schreiben
der mischt sich immer ein und sorgt dafür, dass ich an einzelnen Worten herumfummele, statt einfach erst mal frei von der Leber weg zu schreiben und später irgendwann zu überarbeiten
das hemmt, das bremst und das führt dazu, dass - wie du schon geschrieben hast - ganz viele, furchtbar wichtige andere Aufgaben vom Schreiben abhalten
und beim Malen ist das genauso

ich glaube, wir müssen lernen, diesen Kerl in den Hintern zu treten und rauszuschmeißen
nach dem Motto "geh spielen und komm erst wer weiß wann wieder"
und dann loslegen, weil es uns eigentlich doch wichtig ist, was wir tun

und was die Ausstellung angeht: verdammt, trau dich, Miss!!!
hinterher wirst du nämlich strahlen und glücklich sein, dass du es gewagt hast
mir ging das in der Adventszeit mit den Lesungen meiner Adventsgeschichte
als das Buch in Druck ging, habe ich mich getraut, einfach ein paar Altenheime und eine Reha-Klinik anzurufen und zu fragen, ob sie an einer Lesung interessiert wären - sie waren!
und sie haben ein faires Honorar bezahlt, als ich danach gefragt habe
die Rückmeldungen waren super und ich werde im Sommer wieder lesen

also: wenn wir nicht versuchen, uns "am Markt" zu präsentieren, dann kommt auch keiner in unser Atelier oder unsere Schreibstube und fragt nach uns

sorry, ist ein bisschen off-topic, aber ich hoffe nicht zu sehr

Uta (von Miss zum Schwatzen angesteckt) :winken:

Nach oben 12.04.2010, 18:15 Nach unten

Öl, Pastell, Acryl, Bleistift,

Beitrag  Re: Wie errechne ich den Verkaufspreis meines Bildes?
Hallo Ihr Lieben!

Ich denke, dass die Beiträge über die "Errechnung des Verkaufspreises MEINES Bildes"
einfach ins Persönliche übergleiten müssen...und deshalb nicht off-topic sind.
Selbst studierte Künstler haben damit ihre Probleme, weil ganz viel Persönliches mit
hinein spielt.
Ihr habt die Bedenken und Gefühle, die einen begleiten, alle schon auf den Punkt gebracht.

Ich kann nur noch meine eigene Geschichte zufügen, die ähnlich wie die von Uta ist nd
erzählen, wie es zu meiner Ausstellung kam.

Wenn Ihr daran interessiert seid (es ist eine laange Geschichte) schreibe ich ein extra
Thema dazu.

Liebe Grüße
Gabie

Nach oben 13.04.2010, 12:26 Nach unten

Beitrag  Re: Wie errechne ich den Verkaufspreis meines Bildes?
au ja, mach mal, Gabie :dopsblau:

Nach oben 16.04.2010, 08:28 Nach unten

Beitrag  Re: Wie errechne ich den Verkaufspreis meines Bildes?
Ich habe auch erst jetzt dieses Thema gefunden - mit Margit verbindet mich schon eine lange Internetfreundschaft, die auch ins Private geht.
Es ist so schwer, Preise für seine Werke festzusetzen. Hier, wo ich lebe würde ich nie Preise bekommen, die so hoch wie in der Stadt sind, da bliebe ich einfach auf meinen Bildern sitzen, was mir auch passiert ist.
Als ich zu Malen begann hatte ich ein unglaubliches Selbstbewusstsein meinen Bildern gegenüber - das ist heute nicht mehr so! Dabei war damals die Qualität der Bilder dermaßen schlecht.
Ich lernte fast alleine malen, nur ab und zu besuchte ich einen Kurs, änderte dann meist mein Malverhalten total, nahm den des Kursleiters an, kam aber immer wieder auf meinen Stil zurück. Manche fanden gewisse der vergangenen Phasen besser als so, wie ich heute wieder male - wenn ich denn male- aber mein Stil gehört zu mir, dass bin ich! Und ich weiß das auch. Deshalb hatte ich auch keine Problem mich von meinen ach so geliebten Malbüchern zu trennen, ich brauche sie nicht mehr, diese Zeit ist vorbei. Jedes mal, wenn ich versuchte, etwas wie der oder die zu malen, kam am Ende wieder alles in meinen speziellen Farben und Formen heraus, das zermürbte mich. Bis ich es kapierte, ich male so und nicht anders, ich bevorzuge unbewusst Farben die ich anscheinend mag. Also belasse ich es so wie es ist. Und die Leute erzählten mir, dass sie sofort Bilder von mir erkennen würden, das ist doch was. Meine Preise lagen nie extrem hoch, ich passte sie der gegend wo ich lebe und dem Einkommen der Leute an. Allerdings muss ich zugeben, ich bin eine Schnellmalerin, 1 Stunde ist schon viel für ein Bild, besonders Landschaften schmeiße ich nur so aufs Papier, dafür langen die Preise allemal. Und wenn ich die Freude in den Gesichtern der Menschen sehe, die mir ihre Galerien mit meinen Bildern stolz zeigen, was will man mehr? Verlasst Euch mehr auf Euer Gefühl und auf Eure Gaben, oft steckt viel mehr in einem, als man ahnt.

Nach oben 16.04.2010, 08:55 Nach unten

Beitrag  Re: Wie errechne ich den Verkaufspreis meines Bildes?
Beitrag: Re: Wie errechne ich den Verkaufspreis meines Bildes? - 13.04.2010, 12:26 gigirouge hat geschrieben:
Hallo Ihr Lieben!

Ich denke, dass die Beiträge über die "Errechnung des Verkaufspreises MEINES Bildes"
einfach ins Persönliche übergleiten müssen...und deshalb nicht off-topic sind.
Selbst studierte Künstler haben damit ihre Probleme, weil ganz viel Persönliches mit
hinein spielt.
Ihr habt die Bedenken und Gefühle, die einen begleiten, alle schon auf den Punkt gebracht.

Ich kann nur noch meine eigene Geschichte zufügen, die ähnlich wie die von Uta ist nd
erzählen, wie es zu meiner Ausstellung kam.

Wenn Ihr daran interessiert seid (es ist eine laange Geschichte) schreibe ich ein extra
Thema dazu.

Liebe Grüße
Gabie


Hallo Gabie,

:dops: neugierig bin ich ja nicht :oops: :grins: :mrgreen:
aber ich bin brennend an dieser, Deiner Geschichte interessiert - bittebitte :bluemchen:

vielleicht tippelst Du hier das Thema rein, da ich es sonst vielleicht verpasse, da ich ja nicht
immer da bin.

Vielen Dank
und liebe Grüßle an alle

miss
:winken:
brigitte

Nach oben 16.04.2010, 11:51 Nach unten
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