"Die meisten Dummheiten in der Welt muss sich wahrscheinlich ein Gemälde in einem Museum anhören." (Edmond de Goncourt)




 [ 11 Beiträge ] 
 Tous pour l'art - Alles für die Kunst 
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Beitrag  Tous pour l'art - Alles für die Kunst
Die Aktion von Arte ist im u.g. Link selbsterklärend.
Reality-Casting-Show für Künstler.

Wen's interssiert:
LINK: http://kunst.creative.arte.tv/de/show

Nach oben 13.11.2012, 19:57 Nach unten

Aquarell, Tusche, Kohle.

Beitrag  Re: Tous pour l'art - Alles für die Kunst
Das ist ein tolles Projekt und beantwortet auch einiges zum Thema „Kunst und Künstler“.
Vielen Dank für den Hinweis.
Dieses arte-Projekt ist sehr interessant und informativ.
Klasse.

Nach oben 14.11.2012, 08:20 Nach unten

Beitrag  Re: Tous pour l'art - Alles für die Kunst
Klasse,vielen Dank :winken:

Nach oben 14.11.2012, 08:43 Nach unten

Beitrag  Re: Tous pour l'art - Alles für die Kunst
Vielen Dank für den Hinweis!

Liebe Grüße,

Michaela

Nach oben 14.11.2012, 13:14 Nach unten

Aquarell, Acryl, Seide, Brandm

Beitrag  Re: Tous pour l'art - Alles für die Kunst
Sehr intressant, auch diese Seite zu sehen, ein bisserl reingeschnüffelt habe ich schon mal durch Aushilfe in einem Auktionshaus für Gemälde

Nach oben 14.11.2012, 16:45 Nach unten

Beitrag  Re: Tous pour l'art - Alles für die Kunst
Ich schreib mal nochwas dazu. Mir kamen nach dem Anschaun der ersten Folge ein paar Gedanken dazu - vielleicht hab ich da zu schräg gedacht, dann die Idee, den Link hier rein zu stellen, was sagen andere dazu:
Wieso wählen denn KunstSAMMLER die Künstler aus?
Daraus folgend: nach welchen Gesichtspunkten wählen die denn aus?
Nach einer Castingsow für Supermodel und Superstar nun auch Casting für den Superkünstler - dessen marktkonforme Karriere dann "gesichert" ist...?

Nach oben 14.11.2012, 19:19 Nach unten

PC

Beitrag  Re: Tous pour l'art - Alles für die Kunst
Beitrag: Re: Tous pour l'art - Alles für die Kunst - 14.11.2012, 19:19 zulu185 hat geschrieben:
Nach einer Castingsow für Supermodel und Superstar nun auch Casting für den Superkünstler - dessen marktkonforme Karriere dann "gesichert" ist...?


Eine der Teilnehmer, Elina Solomonov, findet den Vergleich mit Formaten wie Supermodel unpassend:
„Bei uns ist keiner rausgeflogen. Unsere Werke wurden zwar kritisiert, aber es gab keine Gewinner und Verlierer. Es ging um den Prozess.“...
:arrow: http://www.focus.de/kultur/kunst/kunst- ... 61666.html

Nach oben 16.11.2012, 14:49 Nach unten

Beitrag  Re: Tous pour l'art - Alles für die Kunst
Toller Hinweis für die interessante Folge.
Danke.

Nach oben 16.11.2012, 15:54 Nach unten

Beitrag  Re: Tous pour l'art - Alles für die Kunst
Hallochen :kapituliere:

hab mir heute mehr per Zufall die 2.te Folge angeguckt - HAMMER :grins:

Meine Familie hat mich für verrückt erklärt, da man als Familiebande, Künstler im Speziellen etwas speziell findet, :mrgreen: :grins:
Castingshows im Speziellen nun auch noch für "Künstler" einfach unerträglich :grins:

Aber ich muss euch sagen - zumindest der Schluss - da war ich völlig einer Meinung mit den Juroren.....

Die hatten heute aber genau das Thema, was auch MEL behandelt hat.
Allerdings glaube ich nicht, dass dieses Sendeformat einen der Teilnehmer berühmt und reich macht.

Ich habe aber auch den tieferen Sinn noch nicht mitgekriegt - gibts nen Preis dafür ? Oder sonst was ?

:winken:

Nach oben 18.11.2012, 20:55 Nach unten

Aquarell, Tusche, Kohle.

Beitrag  Re: Tous pour l'art - Alles für die Kunst
Ich hab es auch gesehen: Selbstportrait mit vorgegebenen Materialien.
Waren schon interessante Wege zum Ziel,…..einem wehenden roten Vorhang…
Ob diese Aktion hilft berühmt zu werden? :?:
Alleine in diesem Atelier, in diesem Umfeld, mit den anderen Künstlern zu arbeiten, - da lohnt doch die Teilnahme.

Nach oben 19.11.2012, 07:32 Nach unten

Beitrag  Künstler-Casting? watn dat???
Bezogen auf das beim Fernsehsender Arte noch laufende Programm eines Künstler-CastingsARTE, deren einzelnen Folgen ich mir mit zugegebenermaßen vermehrten Kopf- und Bauchschmerzen angeschaut habe, komme ich zu folgenden Überlegungen.

Die Jury

Abgesehen von meinem bewussten Vorurteil das jegliche vom Fernsehen produzierte Casting-Shows nur zur Förderung und Bildung einer künstlerischen Mittelmäßigkeit dienen und darüber hinaus zur Promotion der Jurymitglieder, hat mich die Idee zu einem Casting im bildnerischen Bereich anfänglich überrascht und mein Interesse geweckt. Umso grösser war dann auch meine Enttäuschung, als ich feststellen musste dass das Jurorenteam hauptsächlich aus Kunstsammlern besteht und nur auf der französischen Seite auch Kuratoren beteiligt sind. Nun könnte man die Funktion der einzelnen Jurorenmitglieder noch einmal genauer unter die Lupe nehmen und dabei eindeutige künstlerische Vorlieben entdecken, die gleichzeitig einer objektiven Beurteilung wie auch einer breitgefächerten Meinung zu Kunstwerken widersprechen, man kann aber auch einigen unterstellen, dass sie die Sendung bewusst als Promotionsplattform missbrauchen, um sich in einem marktwirtschaftlich besseren Licht darzustellen, aber das lohnt die Mühe nicht. Allen gemeinsam ist jedoch, dass man sich aufgrund ihrer dürftigen und zuweilen zweifelhaften Kommentare die Frage stellen muss, warum gerade diese Personen für die Jury ausgewählt worden sind und welche Vorteile sich jeder einzelne der Juroren von mitunter auch peinlichen Auftritten in dieser Sendung verspricht.

In dieser Castingshow wird vor allen Dingen die Unfähigkeit der Jury auf die Versuche einer künstlerischen Umsetzung gezielt einzugehen sehr schnell deutlich. Man benutzt lieber Begriffe wie Déjà-vu und ergibt sich in Plattitüden, als sich mit dem Objekt der Begierde und seinem Produzenten wirklich auseinander zu setzen. Eine direkte Diskussion findet nicht statt, der Kunstsachverständige erwartet ein Statement vom Künstler und bespricht die Eindrücke danach mit den Jurymitgliedern, deren Ergebnisse fein säuberlich in einer Bewertungsliste eingetragen werden. Das mag Bürokraten angenehm sein, in der Kunst laufen solche Strategien einem Kunstverständnis zuwider. Vielleicht ist diese Vorgehensweise gepaart mit fehlender Kommunikationsfähigkeit aber auch nur ein Ausdruck für das Unverständnis von Theoretikern gegenüber Praktikern, den nur so lässt sich erklären warum man in den weiteren Folgen des Castings auf ein verschultes Prinzip zurückgreift, das mit den gestellten Vorgaben der Jury fatal an eine Bastelstunde der Kunst erinnert.

Die Künstler

Angesichts der Vorgabe von Arte das die auserwählten Künstler vor allen Dingen jung sein sollten, wird sehr schnell klar was es mit dem angeblichen Sprungbrett zur internationalen Anerkennung auf sich hat. Hier möchte man einen angehenden bildenden Künstler unter dem Urteil der Jury heranbilden, ihn formen, gar schulen und doch soll er Eigenständigkeit beweisen und neue Tendenzen aufzeigen. Ein Widerspruch der vielleicht unter der Unerfahrenheit von jungen Künstlern nicht so auffällt und dabei völlig außer Acht lässt, das der eigentliche Schaffungsprozess erst dort anfängt, wo es keine wie auch immer geartete Vorgaben gibt, die sich der Künstler nicht selbst ausgesucht hat und für das Werk von essentieller Bedeutung sind. Spätestens hier stellt sich die Frage ob es in dieser Sendung nicht doch eher um die Heranbildung eines Designers geht, der zu mindestens die Vorgaben seiner Kundschaft zu erfüllen weiß, da sie die Grundlagen seines Berufes bilden. Aus dieser Sicht betrachtet ist auch die Bandbreite der gestellten Aufgaben verständlich, denn es geht offensichtlich nicht um die Findung oder Suche nach einer individualistischen Ausdrucksweise, sondern um eine Vielfältigkeit der Ausdrucksformen die jeden gewünschten Geschmack zu bedienen hat. Wer unter diesen Umständen glaubt einen Künstler züchten zu können, der hat sich von der mittelalterlichen Malerwerkstatt mit seinen Zunftauflagen nicht weit entfernt.

Die fehlende Kommunikationsfähigkeit der Jury setzt sich auch bei den Künstlern fort. So arbeiten sie zwar notgedrungen zusammen in einem Atelier, aber eine wirklich relevante Diskussion untereinander findet nicht statt. Mangelndes Bewusstsein für die eigene Situation sowie fehlendes Interesse an einer Selbstbildung durch Andere, zeigen nur zu offensichtlich die Sinnlosigkeit eines solchen Laborversuches mit Käfigkünstlern, denen ein künstlicher Käse als Belohnung immer wieder in eine andere Ecke gehängt wird.

LG :flaggede:
Andreas

Nach oben 30.11.2012, 17:56 Nach unten
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