"Was nützen mir die Farben, wenn ich nicht weiß, was ich malen soll?" (Michel de Montaigne)




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 Inspiration - woher nehmen? 
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Beitrag  Inspiration - woher nehmen?
Ein Thema das mich immer wieder beschäftigt:
Woher nehme ich die Inspiration für ein Bild?
Kann ich diese hervorrufen, wodurch?
Kann ich sie wecken, wie?
Gibt es einen Auslöser für Inspiration, und wenn ja, welchen?
Warum male ich was?
Was steckt dahinter hinter dem Wunsch ein Bild zu malen?
Was gibt mir dabei die große Befriedigung?
Warum bleibt Inspiration manchmal aus?

Geht euch das auch so, manchmal seid ihr so voll Feuer und Flamme und an einem oder mehreren Bildern dran und möchtet am Liebsten gar nichts anderes machen.
Und dann gehen Wochen oder Monate vorüber ohne dass man Lust zum Malen hätte, obwohl wieder die Zeit dazu vorhanden wäre.
Das ist auch immer wieder ein Thema zwischen Andi und mir und anderen Malern.

Ich glaube es lohnt, mal darüber nachzudenken und zu erforschen, was einem selber dazu hilft, die Begeisterung zu entzünden. Ich werde jetzt drüber nachdenken und mir wirklich mal notieren, wie das so bei mir abläuft und melde mich dann wieder mit dem Ergebnis.
Es wäre schön, diese Anregungen mal auszutauschen, vielleicht ist das Eine oder Andere dabei dass auch für mehr Leute eine Inspiration sein könnte. Vielleicht können wir uns gegenseitig anfeuern.
Ich stehe derzeit mit einem vor einem Jahr halb gemalten Bild da und möchte es fertig stellen, bin mir aber absolut nicht klar, wie der Hintergrund aussehen soll.
Kann ich meine Fantasie irgendwie anregen, wenn ja, mit was?
Wie finde ich den Spirit, den Draht zu meinem Bild?
Liebe Grüße Margit

Nach oben 02.02.2010, 16:20 Nach unten

Beitrag  Re: Inspiration - woher nehmen?
Diesen Wechsel zwischen Malen und Pausen kenne ich - ich dachte, das geht nur mir als Hobbymalerin so.
Die Winterzeit ist für mich verstärkt eine Mal-Zeit, weil ich da mehr nach drinnen verbannt bin.
Und dann sehe ich etwas im Fernsehen oder Bilder aus einer Ausstellung oder ich brauche ein kleines Geschenk - und schon kommt die Idee, etwas zu malen.

Während ich in meiner ersten Aquarellzeit nur Landschaften gemalt habe, inspiriert durch Urlaubsfotos (oder auch Fotos aus Reiseführern, wenn die eigenen nicht so passten), habe ich mit dem ersten Pinselstrich in Acryl angefangen herum zu vagabundieren. Ich probiere hier und da aus, ohne Ziel, ohne Thema, das mich länger beschäftigt.
Einerseits macht das Spaß, andererseits bringt mich das nicht wirklich weiter.

Die Idee mit den Aquarell-Foto-Collagen und Meeresmotiven ist der Versuch, zum ersten Mal eine Serie von zusammengehörigen Bildern zu malen. Nach dem ersten Werk habe ich aber auch wieder andere Sachen gemacht. Anscheinend brauche ich auch den Wechsel, vielleicht auch, damit jedes Bild seine Aufmerksamkeit bekommt.

Manchmal fällt es mir schwer, mich zum Weitermalen zu motivieren. Außerdem scheine ich dann irgendwie zu verkrampfen, was man dem Bild auch ansieht. Ein anderes Mal gebe ich mir einen Schubs und fange an, und plötzlich läuft es von alleine und ich vergesse die Zeit.
Danke für deine Anregung, mal Ursachenforschung zu betreiben, Margit. Ich bin gespannt, was ich über mich herausbekomme. Und natürlich, was ihr anderen dazu schreibt.

:winken:

Nach oben 02.02.2010, 17:22 Nach unten

Beitrag  Re: Inspiration - woher nehmen?
Hm...meistens ist es meine aktuelle Situation oder etwas, das mich gerade beschäftigt, das ich umsetzen möchte.

Oder auch die Neugierde. Wie es sich anfühlt, ein Still-Leben zu malen. Dann mal ich eines, weil ichs wissen will.

Der Weg ist dabei das Ziel. Das Gefühl des Ausprobierens, des Erforschens der Umsetzung.

Im Moment beschäftigt mich auch grade ein Thema - damit weiß ich schon wieder, wie mein nächstes Bild aussehen wird. Nein, nicht wirklich WIE es aussehen wird, sondern was drauf sein wird. :lol:

Malen ist für mich auch eine Art von Therapie, etwas bekommt einen Ausdruck, was mir in der Seele brennt, ein Gesicht, ein "Bild".

Aber ich weiß von den langen Winterstunden, in denen ich Hänger habe, dass die Muse da seeehr kussfaul ist. Da hätt ich zwar Bilder in mir, aber sie können nicht raus.

Margit, das Bild, für das Du einen Hintergrund machen möchtest - was ist das für ein Bild? (Wenn ich damit nicht zu neugierig bin)

Liebe Grüße
Astrila

Nach oben 02.02.2010, 17:44 Nach unten

Beitrag  Re: Inspiration - woher nehmen?
hmmmm :mhh: inspriration, Ideen...
Also, die besten Idee bekomme ich immer, wenn ich mit dem Fahrrad fahre, hier in Wien, meine ausgedehnten Runden an der Liesing und Schwechat usw. Radfahren ist für mich das beste Mittel um abzuschalten. Und wenn ich dann am besten an gar nichts denke, kommen -schwups- die Ideen, dann sehe ich die fertigen Bilder vor mir.
Am besten war die Zeit, als ich noch mein Rennrad hatte und im Hamburger Hinterland an der Elbe rumgekurvt bin. Mit dem Rennrad war ich ja schneller unterwegs und mußte mich mehr konzentrieren und dann meistens irgendwann -schwups- kam die Inspriration.
- Ich glaub, ich muß mir wieder ein Rennrad kaufen! :winken: Benno

Nach oben 02.02.2010, 18:14 Nach unten

Beitrag  Re: Inspiration - woher nehmen?
Danke Traveller und Astrila,

das ist sehr interessant. Auch bei mir hat die Malerei als eine Art Therapie begonnen, die ich jetzt nicht mehr missen möchte.
Doch was mich interessiert ist auch das WARUM hinter dem Drang etwas zu malen.
Bei euch ist es, das zu malen was euch gerade beschäftigt. Das ist heute dies, morgen vielleicht ganz was Anderes.
Bei mir ist es so, ich brauche das Gefühl, dass ich damit jemanden eine Freude machen kann oder die Freude an der Malerei oder dem Bilde mit jemandem teilen kann. Ich möchte gerne Dinge in die Welt setzen, die jemanden zur Freude oder zum Nutzen gereichen. Je mehr sich jemand daran erfreut, desto besser habe ich mein Ziel erreicht.
Ich habe mir auch jetzt Gedanken darüber gemacht warum ich Totenköpfe male und was meine gefühlsmäßige Motivation ist.
Ich habe mal in der Schule zwei echte Totenköpfe in den Händen gehalten, und auf einmal wurde mir klar, dass das Leben auf Erden begrenzt ist. Dass der Tod den Frieden bringt, und dass wir ihn nicht fürchten sollen sondern dass er die Krönung des Lebens ist. So wie die Geburt gehört auch der Tod zum Leben und ist ein Teil davon. Ich möchte gerne dass die Menschen drüber nachdenken und dass allen klar wird, dass die Anhäufung von materiellen Gütern im Übermass die Zeit des Lebens kostet, die sie vielleicht mit lieben Menschen verbringen sollten statt wie wild zu arbeiten. Dass jeder Tag ein kleiner Tod ist, denn jeder Tag der vergangen ist kommt nie wieder. Dass wir für unsere Lieben da sind, ihr Lachen genießen und mit ihnen glücklich sind.
Dass wir nicht alles so bitter ernst nehmen.
Dass der eigene Tod kein Schreckgespenst sein sollte sondern ein Übergang in eine andere Daseinsform.
Dass wir uns mit unserem eigenen Tod versöhnen können sowie mit dem Tod unserer geliebten Menschen.
Das liegt mir am Herzen, euch zu sagen.
Und dass wir in unserem Wahn nicht die Erde kaputt machen sollen (Dieses Bild ist das ganz große, das kommt noch). Das ist der Grund, warum ich derzeit male.
Angefangen zu malen habe ich in einem Urlaubsseminar 1998 auf Zakynthos. Damals ging es mir darum, einfach dekorative Bilder zu machen für meine Wohnung und als Erinnerung.
Und dann geschah folgendes: ich begann jede Nacht zwischen 4 und 6 Uhr vor meinem geistigen Auge Bilder zu sehen, die allerdings in altmeisterlicher Öltechnik gemalt waren. Das ging nicht weg und kam immer wieder. Es wurde immer dringlicher und ein Jahr später habe ich angefangen die Kurse in der Kunstschule zu besuchen.
In jungen Jahren hatte ich einmal einen Kurs in Altmeistertechnik gemacht, dann sagte mein Mann, das stinkt und ich musste Farben, Staffelei in den Keller verbannen. Erst durch den Urlaub auf Zakynthos wurde meine Liebe zur Malerei erneut erweckt. 2004 fing ich wieder mit der Ölmalerei an, malte die drei Zwiebel und einige andere kleine Tafelbilder, und lernte dann Michael Fuchs kennen, der mich als Schülerin aufnahm.
2007 bekam ich mein kleines Atelier. So ging Eins ins Andere.
Von den alten Meistern war ich jedoch schon als 4 bis 5 Jährige begeistert und sah mal eine Kopie des Mannes mit dem Goldhelm, der der Werkstatt Rembrandt zugeschrieben wurde. Seit diesem Augenblick wollte ich, wenn ich groß bin, so malen lernen. Es hat etwas länger gedauert, inzwischen bin ich schon wieder kleiner geworden um 2cm; aber die Faszination ist wieder da, und der Weg ist das Ziel.
Inzwischen muss es nicht wie Rembrandt sein, doch die Liebe zu altmeisterlichen Bildern ist geblieben.
Ich versuche jetzt mit den alten Maltechniken auch zeitlose Motive zu finden, die mir helfen, auszudrücken ws ich mit meiner Malerei sagen will.
Oh, ich schreibe schon wieder so viel, ich hoffe ich langweile euch nicht.

Motiviert war ich aufs Höchste als ich im Atelier Benedetto Fellins stand, mir blieb der Mund offen vor Staunen über diese Leuchtkraft seiner Bilder. Es traf mich wie ein Pfeil mitten ins Herz. Seither lässt mich dieser Anblick nicht mehr los. Da begann die ganz große Faszination für die Malerei zum zweiten Mal.
Ich bemühe mich aber, meine eigene Art und meinen eigenen Stil zu finden und zu entwickeln. Auch probiere ich sehr gerne alle möglichen Techniken aus, um dann eines Tages ganz frei zu sein von der Überlegung wie male ich was, sondern nur mehr an das Ziel zu denken, und die Reise dorthin zu genießen.
Liebe Grüße Margit

Dieses Bild sucht einen passenden Hintergrund:
download/file.php?id=8909&mode=view

Nach oben 02.02.2010, 18:37 Nach unten

Beitrag  Re: Inspiration - woher nehmen?
Hi Benno,

ja, kauf dir ein Rennrad! Mir geht es so wenn ich in der U-Bahn sitze!
Übrigens der Link den ich da reingestellt habe zeigt das Bild wo ich derzeit nach einem passenden Hintergrund suche!
LG Margit

Nach oben 02.02.2010, 18:38 Nach unten

Beitrag  Re: Inspiration - woher nehmen?
Habe eben mit deine ganzen Artikel gelesen! War nicht wenig,aber es hat mir gefallen
wie du das Leben siehst.
Ich muß dir recht geben ,das Leben ist so kurz und die Tage vergehen Ruck Zuck!
Seit ich die 60 überschritten habe, mache ich mir jeden Tag Gedanken über das was einem noch bleibt!
Im Moment fehlt mir die Inspiration zum malen,und ich nehme mir wieder alte Bilder vor und übermale oder zerstöre sie ganz!
Mache dann Abstrakte Bilder daraus! Inspiren lasse ich mich gerne von der Natur, denn sie malt die schönsten Bilder!
Bäume sagen so viel aus ,am schönsten sind die Bäume ohne Blätter!
Gerade habe ich mein erstes Portrait gemalt, es kam einfach so aus mir raus,wäre wohl ein Fall für den Psychiater.Steht im Portrait Forum,aber nicht erschrecken!
Dein Bild habe ich mir angeschaut ,mit dem Rosa Hintergrund ,ich würde Blau nehmen wie auf deinem anderen Bild!

Nach oben 02.02.2010, 19:21 Nach unten

Beitrag  Re: Inspiration - woher nehmen?
Beitrag: Re: Inspiration - woher nehmen? - 02.02.2010, 18:37 MaGie hat geschrieben:
Oh, ich schreibe schon wieder so viel, ich hoffe ich langweile euch nicht.

Ich finde das ungeheuer spannend, Margit.
Dich hat dein vorrangiges Thema gefunden und du hast deinen Stil entwickelt, um ausdrücken zu können, was dich bewegt. Und genau das ist doch Kunst, finde ich.

Irgendwie gibt das außerdem Hoffnung, dass es der einen oder dem anderen von uns ähnlich ergehen könnte.

:winken:

Nach oben 02.02.2010, 19:42 Nach unten

Beitrag  Re: Inspiration - woher nehmen?
Danke Birgit und Danke Traveller,
ich möchte niemanden langweilen, wenn ich in Schreibfluss bin muss ich mich immer einbremsen.
Ich sollte vielleicht doch mein Buch fertig schreiben. Aber dabei bin ich so einsam, und so kann ich mich mit euch unterhalten.
Nun, man braucht nur gefühlsmäßig mal schauen zu welchem Thema man sich hingezogen fühlt und mal anfangen und dann kommen die nächsten ähnlichen Bildideen wie von selbt.
Liebe Grüße Margit

Nach oben 02.02.2010, 19:50 Nach unten

Beitrag  Re: Inspiration - woher nehmen?
Liebe Margit!

Ich finde überhaupt nicht, dass zu zu viel schreibst, ganz im Gegenteil. :D

Ich lese das mit großem Interesse, finde es sehr interessant - jeder hat seinen eigenen Weg und seine persönlichen Motive für die Malerei. Das zu lesen kann gar nicht uninteressant sein.

Bei Deinem eingestellten Bild wegen dem fehlenden Hintergrund war mein erster Gedanke: Da IST doch ein Hintergrund... :wink:

Mir gefällt die Farbe des Hintergrundes wahnsinnig gut. Ich weiß nicht, was Du mit Deinem Bild an Aussage transportieren willst, aber ich denke, jeder wird verschiedene Vorschläge haben.

Ich fang mal an, frei heraus zu sagen, was mir gefallen würde: Ich würde den Hintergrund als flache Landschaft weiterziehen (in genau DER Farbe) und im rechten Drittel im Hintergrund einen goldenen Gral malen, eventuell auf einem violetten Faltenwurf... Dazu eine violett-tönige abendliche dezente Wolkenlandschaft oben drüber. *hach* - das würde mir gefallen! Lach jetzt bitte nicht über mich, meine Phantasie geht grade durch *grins*

Liebe Grüße
Astrila

Nach oben 02.02.2010, 21:08 Nach unten

Beitrag  Re: Inspiration - woher nehmen?
Liebe Astrid,
bis auf den Gral sind bisher viele dafür, die Hintergrundfarbe beizubehalten und maximal nach hinten in eine weite Landschaft zart und vage zu malen.
Der Wolkenhimmel würde mir persönlich auch sehr gut gefallen.
Der Gral würde mir ebenfalls gefallen, doch ist es eine heikle Sache, damit in Profikreisen anerkannt zu werden, sobald es etwas zu esoterisch wird. Ich möchte einen weiten Kreis ansprechen und gewisse Dinge eher subliminal transportieren. So dass der Betrachter den Gral eher ahnt als ihn direkt sieht. Es soll seine Fantasie anregen. Offenbar ist mir das bei dir bereits richtig gut gelungen, danke! :hurra:

Nach oben 02.02.2010, 21:15 Nach unten

Beitrag  Re: Inspiration - woher nehmen?
Hallo Margit,
als Hintergrund für Dein Bild wäre vielleicht auch ein Strand eine gute Idee ( erinnert mich an meine alte Heimat) mit einem schönen blauen Himmel. Es sieht so aus als lägen die Sachen auf Sand und so wäre es ein Bild mit Strandgut.

Dein Bericht ist nicht zu lang. Es ist schön, wie Du übers Leben schreibst und wie Du zur Malerei gekommen bist.

Also da war es für mich viel einfacher: Zuerst hab ich wie jeder Junge von Comics geschwärmt und meine eigenen Comics gezeichnet. Dann kam die Liebe für Motorräder hinzu (hab ja jahrelang auch selber Motorrad gefahren. Irgendwann kam mir dann die Idee, dass gute Fotos von Motorräder zwar gestochen scharf sind, aber wenn Du sie länger betrachtest, müßte das Motorrad eigentlich umfalen, weil es steht.
Also versuche ich mehr Dynamik in die Motorradbilder zu bringen.
Und Karikaturen haben mich schon immer fasziniert. Meine Vorbilder sind Sebastian Krüger und Horst Haitzinger. Deshalb versuche ich mich auch in Karikaturen. :winken: Benno

Nach oben 03.02.2010, 18:27 Nach unten

Beitrag  Re: Inspiration - woher nehmen?
Hallo Benno,
versuchen ist gut, ich war auf deiner Webseite, du bist ein Profi!
Ich habe ja ehrlich gesagt auch eine Motorrad Vergangenheit, auch wenn sie lange her ist. Mein Ex und ich haben alte antike Motorräder hergerichtet und wieder fahrtüchtig gemacht, und er hat sie gesammelt. Ich habe Bläuellager bei einer alten Zündapp K800 eingebaut und solche Sachen, und habe den Rahmen komplett auf neu gestrichen, man hätte glauben können er sei gespritzt. Damals konnte ich schon gut mit dem Pinsel umgehen!
Aber die Zeiten sind lange vorbei. Deine Arbeiten erinnern mich daran.
Liebe Grüße Margit

Nach oben 03.02.2010, 22:28 Nach unten

Fotografie

Beitrag  Re: Inspiration - woher nehmen?
Hallo Margit,

apropos Hintergrund:
Bild
(Schweden, 22:34 Uhr am Siljan)
Ich schenke es Dir. Vielleicht passt es...

Nach oben 04.02.2010, 00:25 Nach unten

Beitrag  Re: Inspiration - woher nehmen?
Danke, Aspis,
ja, das würde mir sehr gut gefallen! Vielen Dank!
So ähnlich habe ich es mir auch vorgestellt.
Liebe Grüße Margit

Nach oben 04.02.2010, 08:06 Nach unten

Beitrag  Re: Inspiration - woher nehmen?
Manschmal könnte ich auch den ganzen Tag malen.es gibt auch Zeit wo ich male überhaupt nicht.Vielleicht aus Gemütlichkeit oder weil der innere Schweinehund siegt- :rofl: -weiß ich auch nicht so genau warum....Manschmal will ich malen,habe aber keine Ideen.Passiert auch dass ich habe x-zig Ideen,aber die Lust zum malen oder umsetzten fehlt.....
Inspiration für meine Bilder hole ich eigentlich von überall.Manschmal entsteht einfach im Kopf.Oder manschmal sehe ich was und dann baue auf mein Bild auf.....So genau habe ich bis jetzt keine Gedanken gemacht.Jetzt wo du schreibst,dann plötzlich frage ich mich auch.Ich finde schön dein Beitrag und überhaupt nicht zu lang.

Malen für mich ist was besonderes.Fühle mich dann anders,entspannt,frei...Irgendwie wie auf ein andere Planet.Z.B. Mond-dort gibt es keine Atmosphäre-könnte er dazu passen :grins:


Siehst du-habe ich auch schon halbe Roman geschrieben...

Nach oben 04.02.2010, 09:16 Nach unten

Beitrag  Re: Inspiration - woher nehmen?
Liebe Rosie,

auch mir geht es sehr ähnlich! Was mich in letzter Zeit auch hemmt, dass ich keine Lebendmodelle habe, für figurative Darstellungen. Aber das könnte sich ja ändern, vielleicht sind einige Freunde von mir bereit, sich in Pose fotografieren zu lassen.
Was mir auch aufgefallen ist, was ganz besonders früher der Fall war: ICH HATTE BEIM MALEN EIN TOTAL SCHLECHTES GEWISSEN.
Der Sache bin ich nachgegangen und es kam heraus, dass ich immer wenn ich als Kind gemalt habe, bestraft worden bin, weil ich "dem Herrgott den Tag stehle" und ein "Nichtsnutz" bin, wenn ich nicht was "Ordentliches" mache, was sinnvoll ist und Geld einbringt. Das war natürlich die totale Unterdrückung meines innersten Wesens und meiner Begabungen. Das hat sich dann fortgesetzt als ich als Erwachsene wieder anfangen wollte zu malen und mein Ex hat es mir verboten, weil es stinkt.
Erst mein Lehrer Mario hat uns immer wieder gesagt, dass Malen auch eine Arbeit sei und wie ein Handwerk zu betrachten sei. Das hat mir damals sehr geholfen.
Aber dieses schlechte Gewissen hatte ich noch bis 2009, dann erst mit Eintritt meiner Pension habe ich mir wirklich gestattet, ich selbst zu sein und meiner Leidenschaft nachzugehen. Und es wird immer besser!
Auch meine Tochter redet mir immer gut zu dass ich doch malen soll und das das wichtig für mich ist, und das baut mich sehr auf. Heuer möchte ich lernen, die Malerei als fixen Termin mit mir im Kalender einzutragen, auch wenn keine Schüler kommen, dass ich wirklich auch andere "Störfaktoren" abblocken kann.
Denn auf was soll ich noch warten?
Lg Margit

Nach oben 04.02.2010, 09:52 Nach unten

Beitrag  Re: Inspiration - woher nehmen?
Hallo MaGie gesternwar ich bei Körperwelten nach langer Zeit ein Nachmittag für mich und meinen Sohn der mich mitgenommen hat.Da habe ich unter all den Körpern die ich übrigens wunderschön hergerichtet sah etwas entdeckt
was mich sehr beeindruckt hat,es waren ettliche Tafeln von erläuterrungen geschrieben es ging um das Altern,
unterdessen stand geschrieben das ettliche Genies ihre Höchstform zwischen 60-80 Jahren hatten
Du bist ja noch nicht so alt aber ich Denke das du noch viel Zeit hast und auf dem besten Wege ein solches zu werden. Nun wünsch ich dir noch viele Zeiten für deine Phantastische Malerei.
co :winken: co

Nach oben 04.02.2010, 10:07 Nach unten

Beitrag  Re: Inspiration - woher nehmen?
Vielen Dank, Coco,
das hast du sehr schön geschrieben, und gibt mir ein bisschen Hoffnung. Dann fängt meine Höchstform praktisch gerade erst an, nur Genie bin ich leider keines, es entstand alles nur durch harte Arbeit und viel üben.
Ich bräuchte noch ein bisschen mehr Inspiration, aber ich glaube das könnte sich eventuell auch noch einstellen.
Und etwas mehr Disziplin.... :logisch:
Liebe Grüße
Margit

Nach oben 04.02.2010, 11:31 Nach unten

Tempera grassa

Beitrag  Re: Inspiration - woher nehmen?
jaaaaaaaaaaaa Margit, es geht mir ganz genauso, und in einem ausmaß, wie es sonst nicht kenne! gut, die entscheidung was als nächstes zu malen wird mir heute von porträtkundschaft abgenommen, aber ansonsten bin ich ratlos. ich habe heute schon in meinem thread geschrieben, dass ich lust- und kraftlos bin, was meine zukünftigen projekte angeht, viele ideen, nix konkretes, nix was mich total anspornt... und das, obwohl ich so viele sachen neu im studio habe und höchstprofessionell es angehen könnte.

auftragsporträts will ich ja eigentlich auch keine mehr malen, wahrscheinlich wieder vom angeblitzten foto, aber es bringt halt geld. inspiration ist was anderes ... dieses ewige dilemma, aufträge malen oder nicht.

dann die unfertigen bilder, die hier herumstehen, nicht einmal sich aufraffen können, ein bißchen ordnung zu machen usw.

wieder ein einzelporträt anfangen oder doch wieder einmal durch anfängliche überforderung einen schritt vorwärts machen? pause machen? was in der pause anfangen ..... puuuuuuh

gutes thema, margit ....

glg

Andy

Nach oben 04.02.2010, 11:51 Nach unten
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