"Wem die Kunst das Leben ist, dessen Leben ist eine große Kunst." (Johann Sebastian Bach)




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 Bilder bei mir in der Arbeit 
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Beitrag  Re: Bilder bei mir in der Arbeit
Beitrag: Re: Bilder bei mir in der Arbeit - 24.04.2009, 07:21 Wolkenkalligraphie hat geschrieben:
Die Künstlerin, die die Tiere doch eher naturalistisch dargestellt hat, hat recht daran getan!

ähm, wenn ich mich recht entsinne, gings weniger drum, wie die Tiere dargestellt wurden, sondern dass der Auftrag "Dschungel mit Tieren" lautete. Und beim Dschungel klemmts massiv.

Zitat:
Eine Walt Disney Welt schadet den Kindern, sogar der Phantasie - ja, sie töte sie gerade.

Du klingst wie die Zeichenlehrerin, die meiner Mutter erklärte, ich hätte einen bedenklichen Hang zum Kitsch und dagegen müsse was unternommen werden (ich war gerade 11 und großer Disney-Fan). Die blöde K.. hat es dann tatsächlich geschafft mir für zwei Jahre den Spass am Zeichnen und Malen zu verderben.

Zitat:
Aus derartigen Bildern und Darstellungen entstehen Verzerrungen, die die Welt nicht wiedergeben, sondern sie verfälscht und die Beziehung zum Tier fast unmöglich macht.

Jede Abbildung ist subjektiv, auch ein Foto ist immer nur eine vom individuellen Blick geprägte Momentaufnahme. Es gibt keine objektive Darstellung der Welt. Abgesehen davon sind Kinder lange nicht so doof, wie du uns zwischen den Zeilen glauben machen möchtest.

Zitat:
Tiere sind keine lustigen, farbenfrohen Spielzeuge, sondern fühlende, sterbliche Wesen, wie wir. Das Leid, welches wir Tieren antun, hat mit dem Bild zu tun, das wir uns machen und die Umwelt uns suggeriert. Im Leib des Tieres, schlägt ein Herz, wie unseres. Das müssen Kinder zuerst lernen, damit sie mitfühlende und liebende Menschen, Mitwesen werden.

Da stimmt dir sicher jeder zu und für noch wichtiger halte ich die Sozialisation mit den Artgenossen. Den Umgang mit Menschen und Tieren lernt man aber nicht durch Abbilder sondern durch den Kontakt .

Nach oben 24.04.2009, 13:09 Nach unten

Beitrag  Re: Bilder bei mir in der Arbeit
Die Darstellungsweise der Tiere ist in Ordnung. Das Thema Dschungel kann auf unterschiedlichste Weise gelöst werden, was die Künstlerin ja getan hat.
Gefragt wurde nach Meinungen, was nichts anderes bedeuten kann: Jeder ernsthaft interessierte Leser bzw. Leserin setzt sich mit dem Thema/Frage auseinander und fügt diese dem Diskussionsverlauf hinzu. Das läuft unter Meinungsvielfalt, ansonsten könnten wir uns ein Forum dieser Art doch ersparen. Mich interessiert das Thema und ich habe mayjulie daraufhin geantwortet.
Eine Diskussion, die auf Zustimmung ausgerichtet wäre, die scheint mir überflüssig.

Nach oben 24.04.2009, 19:01 Nach unten

Beitrag  Re: Bilder bei mir in der Arbeit
Beitrag: Re: Bilder bei mir in der Arbeit - 24.04.2009, 19:01 Wolkenkalligraphie hat geschrieben:
Eine Diskussion, die auf Zustimmung ausgerichtet wäre, die scheint mir überflüssig.

Als ob das jemand verlangt hätte ... ich stimme deinen Argumenten nicht zu und hab mir erlaubt, dagegen zu halten ... warum das ein Problem für die Meinungsvielfalt sein soll, versteh ich nicht. :?:

Nach oben 24.04.2009, 20:55 Nach unten

Beitrag  Re: Bilder bei mir in der Arbeit
Bitte keinen Konflikt, ja...jeder hat seine eigene Meinung, und irgendwann hat ein Mensch, die lila Milka-Kuh erfunden und es war auch okay. Mir gefallen die Bilder nicht, anderen mögen sie zusagen, das ist doch vollkommen okay,...hier ist die Webseite der Künstlerin.

Nach oben 16.06.2009, 22:51 Nach unten

Beitrag  Re: Bilder bei mir in der Arbeit
Ich wusste gar nicht, dass es in der Wüste Affen gibt ... :fernglas:

Nach oben 16.06.2009, 23:39 Nach unten

Beitrag  Re: Bilder bei mir in der Arbeit
Beitrag: Re: Bilder bei mir in der Arbeit - 24.04.2009, 07:21 Wolkenkalligraphie hat geschrieben:
Die Künstlerin, die die Tiere doch eher naturalistisch dargestellt hat, hat recht daran getan!

Ich will das auch begründen und plädiere dafür, den Kindern das Recht zu belassen "an der Wirklichkeit" teilzuhaben.
Eine Walt Disney Welt schadet den Kindern, sogar der Phantasie - ja, sie töte sie gerade. Aus derartigen Bildern und Darstellungen entstehen Verzerrungen, die die Welt nicht wiedergeben, sondern sie verfälscht und die Beziehung zum Tier fast unmöglich macht. Tiere sind keine lustigen, farbenfrohen Spielzeuge, sondern fühlende, sterbliche Wesen, wie wir. Das Leid, welches wir Tieren antun, hat mit dem Bild zu tun, das wir uns machen und die Umwelt uns suggeriert. Im Leib des Tieres, schlägt ein Herz, wie unseres. Das müssen Kinder zuerst lernen, damit sie mitfühlende und liebende Menschen, Mitwesen werden.


Ein Lob für die Künstlerin.


Helene


Liebe Helene,

erkläre mir bitte den Zusammenhang zwischen Disney's Trickfilmen und der Entwicklung der Kinder zu liebenden und mitfühlenden Mit"wesen". Ich kenne kaum eine ähnliche Firma, die ihren Charakteren (in diesem Fall, tierische) so viel Gefühle und "Herz" einverleiben - außer vielleicht die Pixar Studios!

Aber um deinen Standpunkt extremer darzustellen: Darf ich annehmen, du hättest gerne humorlose Schwarzweiß-Kinderfilme, in denen kein Tier länger als 10 Minuten lebt (da von einem Menschen geschlachtet), nur um zu zeigen, wie sehr diese Tiere leiden können?

Um ehrlich zu sein, verstehe ich deine Sichtweise und deine so derart herausstechende Meinung zu den gezeigten, wirklich abscheulichen Bildern und Walt Disney, nicht! Aber ich bin offen für Belehrungen!
:flagge:

LG Hannes

Nach oben 16.06.2009, 23:53 Nach unten

Beitrag  Re: Bilder bei mir in der Arbeit
Hallo Tintenkönig,

wie schon eingehend im Text ausgeführt, ging es mir um eine realistische(re), lebensnahe Darstellung der Tiere -, die abseits von Verkitschung und Verharmlosung angesiedelt sein sollte. Märchen und Legenden sind davon ausgenommen, doch das ist hier nicht das Thema.
Kinder bekommen dann Angst vor Tieren, wenn sie merken, daß sich hinter verniedlichten Darstellung der Tiere, doch ein gefährliches und ein 'ganz anderes Lebewesen' verbirgt.
Die Künstlerin hat das Thema auf ihre Art und Weise deshalb gut umgesetzt, da sie die Tiere und das Umfeld - auch wenn die Interpretation Dschungel dabei etwas karg ausgefallen sein mag - in einer realitätsnahen Darstellung hinbekommen hat.

Ich erinnere gerne daran, daß es in Zeiten des Stummfilmes humorvolle und witzige Kinderfilme gegeben hat, vor allem aber auch 'anspruchsvolle'.

Es ist nicht zwingend notwendig, immer ein Argument zu verstehen. Da gibt es doch auch Freiheit und keinen Zwang. Am besten, offen lassen, was einem fremd oder unverständlich erscheint.

Durchaus sollten Kinder mitbekommen und dabei lernen, dass die lachende Kinderwurst "aus Fleisch eines Tieres" gemacht wurde. Ein Lebewesen mit Lebenslust, Gefühlen, Augen und Ohren, Beziehungsfähigkeit und Seele.

Belehrung ist doof und keiner hat das nötig. :)

Gruß
Helene

Nach oben 17.06.2009, 07:37 Nach unten

Beitrag  Re: Bilder bei mir in der Arbeit
Hallo Julie, :)

keine Furcht vor Konflikten. Wir können davon oder daraus nur lernen. Ausschließlich Vorurteile sind zum fürchten.

Gruß
Helene

Nach oben 17.06.2009, 07:40 Nach unten

Beitrag  Re: Bilder bei mir in der Arbeit
Also ... das ist jetzt echt nur so ein spontaner Gedanke von mir ... aber ist es nicht viel schöner, wenn Kinder ein Bild anschauen, staunen, mit dem Finger zeigen, Fragen stellen ... als wenn sie nach dem zweiten Gucken dabei vorbei gehen?

Ich weiß nun nicht, wie die Kinder täglich auf die Bilder reagieren. Ich finde sie aber wirklich etwas karg. Gerade das Leben, die Gefühle, die ein Tier haben kann, sehe ich in diesen Bildern nicht vertreten. Sie wirken etwas gewolltundnichtgekonnt auf mich.

Natürlich muss man aus Tieren nicht gleich niedliche Comicfigürchen machen. Man kann sie durchaus richtig realistisch darstellen, ohne Kitsch. DAS jedoch, meine lieben, ist etwas, wo sich wohl jeder an die Nase greifen kann. Wie weit möchte ich gehen, um etwas so realitätsnah wie möglich darzustellen? Bin ich bereit, jahrelang Anatomiedarstellungen durchzukauen und den Fellverlauf bestimmter Tiere zu studieren, gemeinsam mit deren Fellmuster und, und, und ...
Viele Künstler sind leider nicht dazu bereit. Natürlich heißt das nicht, dass jeder sowas können muss. Aber wenn ich schon Bilder in einen Kindergarten hänge, dann muss ich doch auch ein Auge dafür haben, wie ein Bild lebendig wirkt? Ein Auge dafür, wie kleine Kinder die Welt sehen und verstehen?

Ich denk halt ... ganz oder gar nicht. Alles dazwischen entlarvt man.

Nach oben 24.07.2009, 08:12 Nach unten
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