"Wem die Kunst das Leben ist, dessen Leben ist eine große Kunst." (Johann Sebastian Bach)




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 Was machen wir mit unseren Bildern? 
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Öl, Mischtechnik

Beitrag  Re: Was machen wir mit unseren Bildern?
camkar hat geschrieben:
Meer, Wasser, Wellen, Schiffe,
7-Türme und alte Mauern..


:rofl:
ich weiß ja, warum ich sowas nicht male...

katzen und hunde kämen dann auch noch dazu. ok, katzen hab ich auch schon gemalt... :mrgreen:

mehr maler als interessierte käufer...ja, das wird wohl so sein. dazu kommt ja noch die billigkonkurrenz aus china, die sich ja nicht damit begnügen, jede menge sonstigen ramsch zu produzieren, sondern dort gibts auch malfabriken, die bilder, die ja nicht mal einzelstücke sind, sondern im dutzend kopiert werden, werden dann im baumarkt um eben diese 50 euros verhökert.

eva hat geschrieben:
dass viele Leute die Bilder zwar schön finden, aber glauben, so ein Original dürfe nicht mehr als maximal 50 Euro kosten...


was eben wohl auch daher kommt. aber ich hab das "globalisierte" in konkurrenz setzen von arbeitnehmern, bauern etc. auch schon immer ebenso unfair gefunden wie das.

ich hab eigentlich ganz gut verkauft, das billigste um 500 euros, das teuerste um 1.200. die anderen so dazwischen.
wenn sowas regelmäßig reinkäme - nur müsst ich halt auch ausstellen dafür... :mrgreen: - wäre das schon ein ernstzunehmender einkommensanteil.

ausmisten tu ich schon, die arbeiten auf papier entsorge ich, die keilrahmen übermale ich... :mrgreen:

lg
vera :winken:

Nach oben 27.07.2011, 20:11 Nach unten

Acryl

Beitrag  Re: Was machen wir mit unseren Bildern?
Liebe Vera, die globalisierte Konkurrenz sah ich kürzlich bei meiner Mutter. Sie zeigte mir kürzlich stolz ein Bild von "Turner" aus China für 250 € ! Da konnte ich nur vermuten, daß ein gut malender Künstler sich verdingte. Denn wer es schaffte ein solches Bild ansprechend nachzumalen, kann nur ein guter Künstler sein. Also auch die Maler in China müssen um ihre Existenz kämpfen.

Liebe Eva, für mich interessant zu lesen, wie Du mit Deiner Malerei umgehst und welche Ansprüche Du hast. Gut zu malen für sich, Freude empfinden, wenn es andere auch gut finden und nicht für jeden Preis abgeben. So sehe ich es auch. Manchmal frage ich mich aber schon, was das soll, wenn ich die anghäuften Bilderberge sehen. Aber Malen bereitet eben auch viel Freude, Erfüllung und kann eine regelrechte Sucht sein, aber eine gesunde Sucht. (wenn es die überhaupt gibt)

Mich interessiert aber weiterhin, wie ihr um Aufmerksamkeit ringt für Eure Bilder! Geht es manchmal nur mit neuartigen, außergewöhnlichen Motiven in unserer heutigen überreizten Welt? Oder ist die Frage einfach falschgestellt und nur und immer nur zählt die Qualität!? :mhh: :winken:

Nach oben 28.07.2011, 09:45 Nach unten

Öl, Mischtechnik

Beitrag  Re: Was machen wir mit unseren Bildern?
oh, ich will damit nicht sagen, dass die chinesen nicht gute maler sind, das ist es nicht, was ich meine...

wenn sie ihre bilder um die selben preise wie bei uns üblich verhökern, dann muss eben die bessere qualität siegen. wenn man aber nur siegt, weil man billiganbieter ist, hat das halt einen schalen beigeschmack und schädigt im grunde jene, die ja gar nicht anders können, als diese preise hier zu verlangen. weil ja auch das ganze leben hier viel teurer ist als das in china. und das ist eben nicht nur in der malerei so.

dass nur die qualität siegt, das haben wir ja schon festgestellt, dass das nicht so ist... :mrgreen:
z.b. letzens ging ich am schaufenster einer renommierten galerie vorbei, hing dort ein riesiges bild, das fast nur schwarz mit etwas braun rechts unten war. es hat schrecklich depressiv ausgesehen und der tiefere sinn hat sich mir jedenfalls nicht erschlossen... :hmm: aber vielleicht sollte es ja depressionen darstellen... :rofl: nur wer hängt sich das auf? da wird man ja trübsinnig, wenn man das jeden tag sehen muss... :cry:
manchmal hab ich das gefühl, dass viele menschen keine eigene meinung haben, und dann stehen sie andächtig vor einen scheußlichen werk herum, weil der kritiker xy es in den himmel gelobt hat, wissen zwar nichts damit anzufangen, aber keiner traut sich, das ehrlich zu sagen und sich auf sein eigenes gefühl/seinen eigenen geschmack zu verlassen.

ich glaube auch nicht, dass es irgendein motiv gibt, welches noch nicht gemalt wurde. aber natürlich gibts welche, die sind inflationär, wie camkar schon angemerkt hat, es gibt bestimmt millionen sonnenuntergänge, hunde, katzen, waldlandschaften etc. und auch beim abstrakten gibts nicht wirklich was neues. jeder stil, jede technik wurde bereits erfunden.
ich denke, dass man am ehesten noch durch einen eigenen stil bestechen kann.

lg
vera :winken:

Nach oben 28.07.2011, 13:16 Nach unten

Pastell, Aquarell, Öl

Beitrag  Re: Was machen wir mit unseren Bildern?
Beitrag: Re: Was machen wir mit unseren Bildern? - 28.07.2011, 13:16 vera-s hat geschrieben:
wenn man aber nur siegt, weil man billiganbieter ist, hat das halt einen schalen beigeschmack und schädigt im grunde jene, die ja gar nicht anders können, als diese preise hier zu verlangen.
lg
vera :winken:


Das gilt dann aber auch für sehr viele Hobbymaler gegenüber Berufskünstlern, oder?

Ich sehe das übrigens etwas anders: Die meisten, die ein preiswertes Original kaufen, würden sonst eher auf Kunstdrucke zurückgreifen, als ein teures Original zu erwerben :mhh: .

Meine Schwester wollte unbedingt meine beiden Rhodo-Aquarelle. Ich habe sie ihr geschenkt und nun hängen sie gemütlich zwischen den Malen-nach-Zahlen-Pferden ihrer Töchter und ihren eigenen Stickbildern :rofl: . Aber BEZAHLEN würde sie im Leben keinen Euro für ein Bild... Wobei ich meine Hobbykleckserei auch nicht verkaufen würde, das wäre mir peinlich :oops: .

:winken:

Nach oben 28.07.2011, 13:40 Nach unten

Öl, Mischtechnik

Beitrag  Re: Was machen wir mit unseren Bildern?
lucie hat geschrieben:
Das gilt dann aber auch für sehr viele Hobbymaler gegenüber Berufskünstlern, oder?


aus sicht der berusfkünstler ist das auf jeden fall so! die ärgern sich besonders bei gemeinschaftsausstellungen über billig anbietende hobbykünstler.

ich für meinen teil würde gar nicht auf die idee kommen, ein größeres ölbild um 2 oder 300 euros zu verkaufen. natürlich ist mir bewusst, dass ich keine bekannte berufskünstlerin bin, aber da gehts dann sowieso um ganz andere preiskategorien, nicht ein paar hunderter, sondern ein paar tausender, aber man sollte seine sachen auch nicht unter wert verkaufen.
viele menschen haben auch keine wertschätzung für sachen, die zu billg verkauft werden.

.
lucie hat geschrieben:
Wobei ich meine Hobbykleckserei auch nicht verkaufen würde, das wäre mir peinlich :oops:


tu nicht so tiefstapeln! da gibts viel peinlichere leute, die bilder verkaufen und sogar schüler haben, was ich ja immer ganz hervorragend finde, da sie so ihre eigenen fehler und peinlichkeiten auch noch vervielfachen... :rofl:

lg
vera :winken:

Nach oben 28.07.2011, 14:12 Nach unten

Acryl

Beitrag  Re: Was machen wir mit unseren Bildern?
Liebe Vera, Deine Äußerungen zu dem depressiven Bild gehen stark konform mit meinen Beobachtungen auf der MoMa-Ausstellung in Berlin (siehe oben). Ich kann mich schon ärgern, wenn ich fürchterliche, nichtssagende Bilder in Ausstellungen, Museen sehe, nur weil die Maler einen Namen oder Beziehungen oder sonst was haben. Friedlich gesinnt, sage ich dann, daß sie sich bestimmt mit richtig guten Bildern, die ihr Können beweisen, den Namen erarbeiteten. Sehe ich das richtig?

Zur Frage der Motivauswahl, könnte man aber sagen, die Motivauswahl ist unendlich, weil der menschliche Geist unerschöpflich ist. Noch gar nicht richtig angesprochen, sind die Vorgaben, die man mittels Computertechnuk erhält, siehe z.B. letztes Bild von Coco. :mhh:

Liebe Vera, davon habe ich auch gehört, daß bestimmte Menschen erst ein Bild für würdig einschätzen, wenn sie einen entsprechend hohen Preis haben. Na, auf solche Schnösel kann ich verzichten, weil ich Sorge habe, daß sich da noch ganz andere Charakterzüge verbergen...

Nach oben 28.07.2011, 14:13 Nach unten

Beitrag  Re: Was machen wir mit unseren Bildern?
Die momentanen Diskussionen in diesem Thema, sind echt interessant, ich wollte auch schon öfters was dazu beitragen, bin aber zu faul einen riesigen Text zu schreiben :rofl:

Ich denke, wie berreits erwähnt, spielt Glück eine große Rolle, man muss halt zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein.
Aber trotzdem geht es meiner Meinung nach oftmals, schlichtweg um Angebot und Nachfrage, was sich im Themenberreich den man verfolgt, möglicherweise dem Ort an dem man Wohnt und der Qualität die man vorzuweisen hat wiederspiegelt.

Natürlich sind Portraits nicht sonderlich Originell, aber gerade deswegen sind sie ein allzeit beliebtes Motiv/Thema, das jeder mag, weil JEDER weiß was dahinter steckt. Es ist Simpel, aber effektiv.

Wärend Abstrakte Bilder den Kunden zum nachdenken anregen, wodurch das ganze automatisch Komplexer wird als Portraits, eben weil man "nachdenken" muss. Es will halt nicht jeder ein Bild an seiner Wand hängen haben, was Fragen aufwirft.

Damit will ich sagen, das es Motive, wie Portraits, gibt die Zeitlos sind und Motive, wie Abstrakte Bilder, die ebenso lange existieren, aber vom momentanen Trend und Geschmack der Gesellschaft abhängen.



Dafür habe ich sogar ein schönes Beispiel:
Als ich vor ungefähr 5-6 Monaten angefangen habe zu zeichnen, habe ich mit etlichen Fantasie Wesen, oder berreits existierende Spielhelden, wie Mario, Luigi, oder Zelda angefangen.

Unabhängig davon, das ich zu der Zeit noch deutlich schlechter war als jetzt, kann mein Vater überhaupt nichts mit solchen Motiven anfangen, während er mein Portraits dagegen immer wieder gerne siet.

Er geht sogar soweit zu sagen das, selbst wen beide Sparten mit der selben Qualität gezeichnet würden, die Fantasy Motive für ihn keine Kunst, sondern nur "Schrott" sind.

Das liegt meiner Meinung nach daran, weil er Portraits seit der Kindheit kennt und mit ihnen aufgewachsen ist, während alles andere für ihn Fremd ist und viele Menschen meiden das Fremde ....


Somit muss man, wen man etwas Geld damit verdienen will, auch danach gehen, was das "Volk" momentan haben will ..

----

Und um nochmal auf mein "Angebot und Nachfrage" Gerede zurückzukommen:
Auch dafür habe ich ein Beispiel ...

Von ungefähr einem Monat, habe ich zu meiner Mutter gesagt dass ich mir nach einem erfolgreichem Studium (liegt ja noch in weiter ferne), hier vielleicht einen Laden aufmachen könnte, weil es, was Kunst angeht, oder andere Arten von Kreativen Dienstleistungen, garnichts bei uns in der Umgebung gibt.

Nachdem was ich hier so lesen durfte, weiß ich, das das oft nichts heißen muss, aber in meinem Fall ist diesbezüglich vor ein paar Tagen was lustiges Passiert.

Meine Mutter hat, auch wenn ich das eigentlich nicht wollte, einer Bekannten erzählt das ich zeichne, bzw. es momentan noch lerne, aber nur dieser einen Frau und als sie neulich von anderen Bekannten wiederkommt, erzählt sie mir dass sie darauf angesprochen wurde, das man sich erzählt dass ihr Sohn (also ich :grins: ) gut zeichnen kann und er Portaits für andere zeichnen würde ... :shock:

Ich habe meiner Mutter lediglich gesagt das ich mir, wenn ich gut genug bin, vorstellen kann für den Bakenntenkreis Portraits zu zeichnen um ein bisschen Geld dazu zu verdienen und, weil es ein guter Anfang ist um mal Erfahrungen zu sammeln wie das so ist.

Aber sie hat mir geschworen, das sie ihrer Bekannten "nur" erzählt hat dass ich zeichnen LERNE und jetzt heißt es von anderen Bekannten -die übrigens in einer ganz anderen Stadt wohnen- das Ich Aufträge annehme und schon total gut sei ... :shock: HALLO?? .. ich weiß Frauen reden viel untereinander, aber das ist ja wie stille Post ... :mhh:

- mfg :winken:

Nach oben 28.07.2011, 15:53 Nach unten

Mischtechniken

Beitrag  Re: Was machen wir mit unseren Bildern?
Beitrag: Re: Was machen wir mit unseren Bildern? - 27.07.2011, 20:11 vera-s hat geschrieben:
camkar hat geschrieben:
Meer, Wasser, Wellen, Schiffe,
7-Türme und alte Mauern..
:rofl:
ich weiß ja, warum ich sowas nicht male...
katzen und hunde kämen dann auch noch dazu. ok, katzen hab ich auch schon gemalt... :mrgreen:

Hunde und Katzen würde ich nicht malen, weil ich es nicht kann... damit hätte ich mal irgendwann
anfangen müssen... hatte aber nie Lust dazu...
hier gibt es tolle Tiermaler... ich bewundere ihre Bilder und ihre Geduld und schaue sie gern an...
wie sie die Augen und das Fell hinbekommen... in Acryl oder Pastell... wundervolle Tierportraits... 8)

:winken: camkar

Nach oben 28.07.2011, 16:35 Nach unten

Beitrag  Re: Was machen wir mit unseren Bildern?
So viele Ähnlichkeiten gibt es zwischen uns, das stellte ich fest. Viele haben wegen ihres Talentes begonnen und nicht mehr aufgehört.
So auch ich, damals arbeitete ich in einer Keramik und meine Chefin konnte Aquarell malen, da dachte ich, das kann ich auch. Dann überholte ich sie ganz schnell, kapierte die Malerei rascher als sie.
Meine ersten Bilder (ein paar hab ich noch) waren grauenhaft! Ich fand sie Spitze! Seltsamerweise verkaufte ich von Beginn an, sogar ziemlich viel. Verstanden hab ich das nie. Mein Stil wurde besser, änderte sich, meine Kunden wurden immer mehr, es war keine Seltenheit, ein ganzes Haus mit Bildern auszustatten (hätte ich nie gemacht, ich hätte verschiedene Maler genommen!).
Einmal fand mich ein Immobilienmakler über meine HP, dem durfte ich alle seinen Häuser malen, ich denke es waren mind. 40 Bilder. Aber das war ein Knochenjob! Nur nach seinem Wunsch malen, doch ich kriegte viel Geld. Leider brauche ich ab und zu das Malgeld, meine Rente (745,- ) langt hinten und vorne nicht, ich bekomme sonst keinen Zuschuss, erhalte mich alleine. Teile mir nur Miete und Lebenshaltungskosten mit meinem Partner.
Alleine das Malmaterial verschlingt viel, ich verwende nur beste Qualitäten.

Dann kam irgendwann die Prinzessin, die hatte Sonderwünsche, die mich zum Heulen brachten, aber sie zahlte dafür, 10 x mehr als andere! Ich darf leider nichts darüber zeigen, musste mich vertraglich verpflichten. Ab und zu kriege ich von ihr noch einen Auftrag - ich weigerte mich beim ersten Mal, kannte sie nicht, da wollte sie mich partout haben, sie ist eine Flick. Aber es ist extrem hart für sie zu arbeiten, sie ändert andauernd ihre Meinung, wie das Bild aussehen soll. Man muss ständig neu beginnen, dann kommt der Chauffeur und holt alle Unterlagen, damit sie nicht in falsche Hände kommen (auch die Skizzen). Damals habe ich fürchterlich jeden angejammert, auch ihr gesagt, dass ich den Auftrag zurückgebe, dann hats plötzlich gepasst von ihrer Seite aus, sie gab das O.K..
Bei mir ist es sonst je nach Laune, im Moment male ich wieder nach Bestellung, wenigstens kann ich mir aber die Motive selbst aussuchen, oder zumindest selbst fotografieren. Dann mag ich zeitweise wieder gar nicht nach Bestellung arbeiten.
Mit akademischen Malern bin ich auch schon aneinander geraten, die sind ja sowieso die Besten (denken sie), bekommen oft Förderungen, wir Normalos nie. Man sagte mir, unser Gebiet hier (wo ich lebe) gehöre einer Wiener Malerin, nur sie dürfe Karten drucken und verkaufen. Das hat mich dazu veranlasst, dass ich gleich 12.000 (8 versch. Motive) drucken ließ und prächtig verkaufte....
Es ist schwer für jeden einzelnen, denke ich, jeder hat so seine Probleme oder Stapel mit Bildern, die irgendwo liegen.

Und es werden immer mehr, bei mir zumindest....

Nach oben 28.07.2011, 16:38 Nach unten

Öl, Mischtechnik

Beitrag  Re: Was machen wir mit unseren Bildern?
camkar hat geschrieben:
hier gibt es tolle Tiermaler... ich bewundere ihre Bilder und ihre Geduld und schaue sie gern an...
wie sie die Augen und das Fell hinbekommen... in Acryl oder Pastell... wundervolle Tierportraits...


ich hab damit ja auch nicht die qualität der bilder angesprochen, sondern nur das inflationäre der motive...es gibt halt einfach millionen davon. und viele davon sind zwar schön gemalt, aber dennoch fehlt ihnen der pep.

portraits hingegen, twonkey, finde ich immer zeitlos, weil man ja immer wieder neue menschen zeichnen kann, die alle unterschiedlich aussehen. abgesehen davon gibt es dutzende art und weisen, wie man ein portrait zeichnen und malen kann (was bei tieren natürlich auch der fall ist).
als sujet ist es uralt, aber spannend trotzdem bis heute.

wie schon erwähnt: meiner meinung nach muss man mit eigenem stil hervorstechen, auch wenn es dann der millionste hund oder portrait ist, was gemalt wird.

lg
vera :winken:

farbfreundin hat geschrieben:
Na, auf solche Schnösel kann ich verzichten, weil ich Sorge habe, daß sich da noch ganz andere Charakterzüge verbergen...


:rofl:

das mag schon sein, aber wenn du davon leben musst, kümmerst du dich wohl eher nicht um verborgene charakterzüge deiner kunden, die dich sowieso nichts angehen und nicht betreffen... :mrgreen:

Nach oben 28.07.2011, 17:02 Nach unten

Acryl

Beitrag  Re: Was machen wir mit unseren Bildern?
Liebe Vera mit "auf solche Schnösel kann ich verzichten", meine ich natürlich, daß ich nicht auf das Geld verzichte, aber auf den privaten Umgang mit solchen Menschen. Aber stopp, einmal habe ich auf Geld verzichtet. Da kam eine kleine Gruppe von Menschen, die hier sehr eingebildet, einfach unsympathisch auftraten und mir in einem ziemlich diktatorischen Ton erklären wollten, was mein Bild denn so darstellt. Sie zeigten starkes Interesse, da ich aber nicht wollte, nannte ich einen überhöhten Preis. Sie zogen ab, ich behielt mein Bild, hatte aber kein Geld. War ich nun doof?

Lieber Twonkey, ich stimme dir schon ein wenig zu, was Deine Betrachtungen zum Umgang mit abstrakter Malerei und Porträtkunst betrifft. Abstrakt ist für viele fremd, man will sich oftmals mit Äußerungen nicht blamieren. Bei einer Ausstellung hat ich u.a. abstrakte Bilder zu hängen. Da kam ein Vater mit einem ungefähr 10 Jahre alten Sohn vorbei. Dieser fragte seinen Vater, was dieses Bild bloß darstelle. Der Vater gab keine Antwort, sah mich aber sitzen. Er fragte nicht einmal, zog seinen Sohn weiter mit den Worten, daß man dahinten noch mehr zu sehen bekommt... So, ist das manchmal oder öfter?
Schön Twonkey, wie Du per Buschfunk zu einen verkaufenden Portraitmaler geworden bist. Buschfunk kann auch wichtig sein... :mhh: :winken:

Nach oben 28.07.2011, 17:49 Nach unten

Beitrag  Re: Was machen wir mit unseren Bildern?
Beitrag: Re: Was machen wir mit unseren Bildern? - 28.07.2011, 17:02 vera-s hat geschrieben:
wie schon erwähnt: meiner meinung nach muss man mit eigenem stil hervorstechen, auch wenn es dann der millionste hund oder portrait ist, was gemalt wird.


Genau das meinte ich, als ich sagte, es kommt darauf an, mit welchen Motiven man sich beschäftigt und welche Qualität man anzubieten hat.


Und zum Thema Profikünstler, die sich von Hobbymalern gestört fühlen:

Das Finde ich je nach Situation die ich hier so lese lächerlich, unverschämt und absolut nicht nachvollziebar.
Ich meine, als man sich dazu entschieden hat, es zu lernen bzw. auf Professionelle Art und Weise sein Geld damit zu verdienen, war man doch überzeugt davon dass man gut genug ist um davon zu leben, wie kan man sich dan so aufregen, wenn ein paar popelige Hobbykünstler (übertrieben dargestellt), etwas dazu verdienen wollen.

Natürlich gibt es viele die die Bilder des Hobbymalers bevorzugen, weil er sie wahrscheinlich günstiger anbietet, aber wenn ich Profi wäre, würde ich meine Gedanken garnicht daran verschwenden.

Ich finde als Profikünstler ist es schon fast ein MUSS 100% von seinem können überzeugt zu sein, sonst geht man auf kurz oder lang unter, wenn man seine Existenz vom Nachbarn, der ein bisschen Malt, bedroht siet.

Ich meine, irgendwas, abgesehen von der Lehre, muss den Profi, doch vom Hobbykünstler unterscheiden und was sollte das sein? Klar die Qualität der Arbeit und wenn ich Angst habe, weil mein Nachbar genauso gute Bilder wie ich malt, sollte ich mal darüber nachdenken, ob für mich persönlich, der Schritt zum Profi nicht doch zu groß war.

Ich weiß, ist ein bisschen weit hergeholt und es gibt durchaus Hobbykünstler die das Niveau eines Profis haben, aber wenn ich Profi wäre, wären, die oben beschrieben Dinge mein finanzieller Tot. Da kann ich auch dem Hobbymaler keine Schuld geben, weil er in meinem "Revier" verkauft. Kunst als Beruf, ist ein ständiger Wettkampf und wenn ich diesen gegen einen Hobbykünstler verliere, bin ich kein Profi ....

Nach oben 28.07.2011, 18:06 Nach unten

Beitrag  Re: Was machen wir mit unseren Bildern?
Hallo,ich habe auch viele Bilder so ca1000,und bin sehr froh das sie fast alle am P.C sind,etliche sind in Mappen und an der Wand.Um das verkaufen habe ich mich noch nicht so richtig gekümmert.
Es ist einfach Marketing,man braucht einen Galeristen,oder Ausstellungen,aber nächstes Jahr geh ich mal Haussieren,und schaue was zu machen ist,meine Bilder gefallen mir und ich Denke es gibt bestimmt noch eine Menge anderer die es auch interessiert,mein Spektrum ist schon mal ganz gut,ich male alles,und jeden Stiel, damit meine ich meine eigenen Arbeiten.Also mal sehen.Ich male mit grosser Leidenschaft bin immer sehr neugierig was es denn alles so gibt.Ich mache im August einen Kurs,es geht um Pigmente hoffentlich findet er statt da wir mindestens zu 4 sein müssen.
Liebe Grüsse co :winken: co

Nach oben 28.07.2011, 20:11 Nach unten

Beitrag  Re: Was machen wir mit unseren Bildern?
Hm, da möchte ich mich doch auch einmal zu Wort melden. Auch wenn ich einige der hier geschriebenen Kommentare verstehen kann, so kann ich nicht umhin, sie als von der Realität meilenweit entfernt zu bezeichnen und ich bin erstaunt das sich offensichtlich viele Vorurteile hartnäckig halten.

In der gesamten Kunstgeschichte waren die Förderer der Kunst immer ein besonderes Publikum, ausgehend von der Kirche bis zum Adel und reichen Händlern. Das zieht sich bis in unsere heutige Zeit, zwar nicht mehr in diesen Klassenunterteilungen, aber in der Regel sind die heutigen Förderer der Kunst mitnichten unter dem Mann auf der Straße zu suchen. D.h. die Klientel der Kunstkäufer oder Förderer beschränkt sich auf bestimmte Berufsbilder, die eher den gehobenen Berufszweigen zuzuordnen sind. Um es einfacher, klar und deutlich auszudrücken: der einfachen Mann/Frau hat bestenfalls ein Interesse für die Kunst, aber er würde niemals viel Geld in Kunst investieren und das hat sich seit Urzeiten nicht verändert.

Kunst war und ist ein Luxusartikel, Kunst ist teuer, wobei meistens die bildende Kunst nicht so einfach konsumierbar ist wie z.b. die Musik, denn man muss sich mit ihr auseinandersetzten, man muss sie verstehen, man muss sich selbst in ihr wiederfinden und vor allem man muss sich mit ihr identifizieren. Diesen tiefgehenden Kunstgenuss kann man leider nicht von jedem erwarten und somit wird und wurde das allgemeine, oberflächliche Bedürfnis nach „Bildchen“ zur Dekoration des eigenen Heim schon in Frühzeiten der Kunst durch billige Drucke abgedeckt, die in heutiger Zeit abgelöst wurden durch hochwertige Drucke bis hin zu Massenfertigungen von sogenannten original Ölbildern a la China. Individualismus ist bei dieser Dekoration nicht gefragt, sonder hier zählt der Geschmack der Masse, der mit der Mode kommt und geht und von daher die Wertschätzung erfährt die ihm gebührt. Wer in der Dekorationsmalerei als Künstler oder Hobbymaler bestehen will, braucht sich über die niedrigen Preisvorstellungen nicht zu wundern, da jede Alternative, ob sie nun IKEA, Neckermann oder der eigene Nachbar heißt, immer billiger sein wird und dazu noch ein größere Auswahl bietet.

Es wurde hier von Konkurrenz zwischen professionellen Künstlern (was auch immer d.h. mag) und Hobbymalern gesprochen, doch aus meiner Erfahrung existiert dieser angebliche Kampf zwischen beiden Lagern überhaupt nicht, da sie auf zwei völlig verschiedenen Ebenen handeln und agieren und das dann jemand als ernsthafter freischafender Künstler gar neidisch auf die Billiganbieter der Hobbymaler schaut, halte ich wahrlich für ein Gerücht.

Noch etwas in eigener Sache. Weder ich, noch meine damaligen Kollegen haben unser Kunststudium finanziert bekommen, sondern wir haben es teilweise selbst finanziert oder haben später den Staatskredit zurückzahlen müssen und in meinem konkreten Fall, ich habe auch schon vor dem Studium in mehreren Berufen gearbeitet und damit wie jeder andere auch ganz normal meine Steuern bezahlt. Darüber hinaus glaube ich auch, das ich mit meiner Tätigkeit hier ein gutes Beispiel dafür bin, das ein so oft beschworenes Konkurrenzdenken bei mir wie auch bei vielen anderen, zu mindestens nicht vorhanden ist, denn mir geht es vorrangig nur um eins: Kunst und Kreativität dort zu fördern wo sie sichtbar ist.

LG :spanien1:
Andreas

Nach oben 29.07.2011, 03:11 Nach unten

Mischtechniken

Beitrag  Re: Was machen wir mit unseren Bildern?
Beitrag: Re: Was machen wir mit unseren Bildern? - 28.07.2011, 17:02 vera-s hat geschrieben:
camkar hat geschrieben:
hier gibt es tolle Tiermaler... ich bewundere ihre Bilder und ihre Geduld und schaue sie gern an...
wie sie die Augen und das Fell hinbekommen... in Acryl oder Pastell... wundervolle Tierportraits...

ich hab damit ja auch nicht die qualität der bilder angesprochen, sondern nur das inflationäre der motive...es gibt halt einfach millionen davon.
vera :winken:

Der Eindruck entsteht wahrscheinlich dadurch, dass hier im Forum viele Katzenbilder gezeigt werden.
Doch nehme ich an, dass dies meistens Auftragsbilder sind - oder dass die Malerin ihr geliebtes Haustier
gern als Bild an der Wand hat.
Ich könnte mir vorstellen, wenn ich 15 Jahre mit einer Katze zusammen gelebt hätte, dass ich mich über ein Portrait
sehr freuen würde. Und das würde ich gern bezahlen. Oder ich würde selbst versuchen, meine Katze zu malen.
Ich habe z. B. 1994 ein Aquarell meines Zwergkaninchens Lisa gemalt, das 9 Jahre mit uns lebte. Und dieses
Aquarell hängt im Wohnzimmer - dies ist keine gute Aufnahme - und nicht nur alle, die sie kannten,
erfreuen sich an ihrem Anblick.

Lisa, mein Zwergkaninchen

:winken: camkar

Nach oben 29.07.2011, 10:44 Nach unten

Beitrag  Re: Was machen wir mit unseren Bildern?
Beitrag: Re: Was machen wir mit unseren Bildern? - 29.07.2011, 03:11 arte60 hat geschrieben:
Es wurde hier von Konkurrenz zwischen professionellen Künstlern (was auch immer d.h. mag) und Hobbymalern gesprochen, doch aus meiner Erfahrung existiert dieser angebliche Kampf zwischen beiden Lagern überhaupt nicht, da sie auf zwei völlig verschiedenen Ebenen handeln und agieren und das dann jemand als ernsthafter freischafender Künstler gar neidisch auf die Billiganbieter der Hobbymaler schaut, halte ich wahrlich für ein Gerücht.


Falls du mich meinst, hast du mich missverstanden.

Im groben und ganzen wollte ich eigentlich auf dasselbe hinaus wie du, bzw. das es, ünabhängig davon ob es diesen Konkurrenzkampf gibt, oder nicht, absolut ungerechtfertigt und nicht nachvollziehbar wäre, wenn es ihn gäbe ...

Nur bin ich garnicht darauf gekommen: "doch aus meiner Erfahrung existiert dieser angebliche Kampf zwischen beiden Lagern überhaupt nicht, da sie auf zwei völlig verschiedenen Ebenen handeln und agieren"

Das ist wahr und macht mein ganzes Qualitätsgeblabbel, selbst wenn es wahr sein sollte, Sinnlos :mhh: :lol:


Aber mein Gott, was du alles weißt...
Ich weiß jetzt schon an wen ich mich wende, wenn ich es auf die Fachoberschule-Gestaltung schaffen sollte und Probleme im Fach Kunstgeschichte habe :rofl:


- mfg :winken:

Nach oben 29.07.2011, 11:04 Nach unten

Öl, Mischtechnik

Beitrag  Re: Was machen wir mit unseren Bildern?
hallo andreas,

andreas hat geschrieben:
gar neidisch auf die Billiganbieter der Hobbymaler schaut, halte ich wahrlich für ein Gerücht.


vielleicht ist das ja in spanien anders, aber in wien ist es so, wie ich beschrieben habe. die galerien haben quasi schutzverträge mit den akademischen künstlern, die ihnen untersagen, nicht-akademische auszustellen. der mann meiner lehrerin ist präsident der IG galerien in wien, also ich sauge mir das nicht aus den fingern.
also wenn sie eh net neidig sind...? ich red jetzt auch nicht von den billig-hobbymalern, sondern von solchen, die schon was drauf haben und daher schone eine ernstzunehmende konkurrenz sind.

ich betrachte mich selber auch nicht unbedingt als hobbymalerin, auch wenn ich davon nicht lebe. ich habe mir zumindest eine gediegene ausbildung angedeihen lassen, in die ich viel geld investiert habe, da es einzelunterricht war. nur abschlusspapier hab ich halt keins...
kannst du davon leben? aber was außer dem kunststudium ist noch ein kriterium, um einen hobbymaler von einem profesionellen zu unterscheiden? das geld, das man damit verdient oder dass man sich freischaffender künstler nennt?
auch leute wie artlady würde ich nicht mehr unter hobbymaler einreihen.

die wenigen nicht studierten, die sich einen echten namen gemacht haben, die ich kenne, haben aber - abgesehen davon, dass sie auch malen können - alle gute beziehungen.

camkar, als auftrag würde ich auch hunde malen... :mrgreen: ich erhoffe mir ja auch durch die portraits aufträge.

lg
vera :winken:

Nach oben 29.07.2011, 13:03 Nach unten

Beitrag  Re: Was machen wir mit unseren Bildern?
Liebe vera-s!
Danke, ich bezeichne mich auch nicht als Hobbymalerin. Viele Jahre führte ich jährlich meine Ein-, und Verkäufe schön brav beim Finanzamt ab...Nun muss ich das seit 2 Jahren nicht mehr tun, habe meine Firma (Künstlerische Produkte und Bilder) aufgegeben. Hier hat man mir (von anderen Künstlern) angedroht, mich beim Finanzamt anzuzeigen, deshalb meldetet ich mich schon von Beginn an. Seit ich in Pension bin, kann ich dazu verdienen ohne es angeben zu müssen. Aber da tut sich nicht viel, doch so groß ist das Problem für mich nicht, meine Ansprüche sind niedrig.

Also male ich für den Stapel...

Nach oben 29.07.2011, 13:25 Nach unten

Beitrag  Re: Was machen wir mit unseren Bildern?
Hola ihr da draußen,
also für mich persönlich ist es völlig einerlei, ob sich jemand als Künstler oder Hobbymaler empfindet, was für mich zählt ist die Qualität der Werke und damit meine ich nicht nur die maltechnische Qualität. Auch hier in diesem Forum habe ich Arbeiten gesehen, die nach meiner persönlichen und subjektiven Meinung den Anspruch erheben können, einmal künstlerische individuelle Werke sein zu können, obwohl sich der Maler selbst als Hobbymaler bezeichnet.

Wie die Verhältnisse in Österreich sind, kann ich nicht beurteilen, meine Erfahrungen in Deutschland wie in Spanien und Lateinamerika sind aber andere. Ich bin seit meinem Abschluss des Kunststudiums niemals gefragt worden, ob ich denn Kunst studiert hätte, außer es handelte sich um einen Nachweis für irgendwelche Forderungen seitens der Bürokratie. Auch meine Erfahrungen aus der Zeit als ich in einer deutschen Galerie gearbeitet habe, können dieses Auswahlkriterium nicht bestätigen. Hier zählen ganz andere Dinge, wie z.b. passen die Werke überhaupt in das Program der Galerie, hat derjenige schon Erfahrungen auf dem Kunstmarkt, ist er verkäuflich oder trifft er den Geschmack der Galeriekunden usw. Dabei darf man auch nicht vergessen, das eine normale Galerie tagtäglich schriftliche wie auch persönliche Präsentationen bekommt und unter diesen Präsentationen ist wirklich das gesamte Spektrum vorhanden, wobei ich es schon erstaunlich finde, das sehr viele offensichtlich den Berufszweig Galerist wohl nicht sehr ernst nehmen, von der fehlenden Seriosität seitens der Bewerber ganz zu schweigen.

Die Beschreibung meiner eigenen Laufbahn in der Kunst würde hier eindeutig den Rahmen sprengen, aber ich kann aus meiner langjährigen Erfahrung mit Sicherheit eines behaupten, es führen viele Wege nach Rom oder zur Kunst. Zu meinem Erfahrungsschatz gehört dabei auch, seine Werke durch Galerien vertreten zu lassen, Einzelausstellungen wie auch Gemeinschaftsausstellungen, Organisation und Durchführung von internationalen Ausstellungen, wie auch der künstlerischer Austausch über die nationalen Grenzen hinweg. Das ich dabei über Jahre hinweg auch versucht habe, nur von meiner Kunst zu leben, ist dahingegen eher unbedeutend und sicherlich kein Kriterium sich als Künstler zu bezeichnen. Mein Verständnis vom Begriff des Künstlers, ist viel weiter gefasst und dabei spielt der finanzielle Aspekt eher keine Rolle, sondern Dinge wie die Qualität, Kontinuität und Individualität der eigenen Werke, die Unabhängigkeit im eigenen Denken wie auch von Sachzwängen, das Einstehen für und die Verteidigung der künstlerischen Freiheit, bis hin zum genießen können einer einfachen Sachertorte.

LG :spanien1:
Andreas

Nach oben 29.07.2011, 15:26 Nach unten

Acryl

Beitrag  Re: Was machen wir mit unseren Bildern?
Hola, Du da erst recht draußen in Spanien! Na, egal, wer draußen , wir sind hier alle drinnen und ich finde es gut, daß wir uns austauschen können.
Es tat mit gut von Dir zu hören Andreas, was Du zur Frage Hobbymaler - "echter Künstler" sagst. Ich sehe es auch so, daß die Qualität entscheiden soll und nicht der Maßstab, ob einer im Künstlerbund ist und die Kunst studiert hat. Hier in meinem Raum gibt es zu der Aktion "Kunst offen" immer Pfingsten schon Diskussionen zu der immer größeren Beteiligung von Hobbykünstlern. Keine Frage, auch der Hobbykünstler sollte bestimmte handwerkliche Fähigkeiten beherrschen, aber soll doch der sogenannte mündige Bürger entscheiden, was gut ist.

Kunst soll ja nicht nur einfach gefallen, sondern auch bilden, Anregungen geben... Die Blume, die Katze zu präsentiern, ich meine vielleicht einem Massengeschmack entgegen zu kommen, das reicht nicht. Da kann ich manche Künstler verstehen, die sich dagegen wehren. Aber stopp, auch eine Katze kann meisterhaft dargestellt werden... Und da sind wir schon wieder bei der Motivauswahl, alle Motive schon millionenfach gemalt? Nichts Neues mehr? Ich bin der Meinung, daß es kein Ende gibt. Aber ich kann mich oft des Eindruckes nicht erwehren, daß auch gestandene Künstler nur irgendwas wählen, um einfach aufzufallen, um ihrer Rolle gerecht zu werden. Wir sollen dann ehrfürchtig aufschauen! Da mache ich nicht mit, auch wenn mit dem Gekrakel oftmals horrende Summen erzielt werden.

Lieber Andreas aus der Ferne, auch wenn Du schreibst, daß es hier den Rahmen sprengen würde, es interessiert mich schon, wie Du mit Deinen Bildern umgehst, wie Dein Weg zur Malerei war.

Es sind hier ja soviele beisammen und viele können noch berichten über ihren Weg zur Malerei.... Ob es hier jemand gibt, der von seiner Kunst leben kann? Was muß man dazu alles anstellen? Kommt man am Internet vorbei...? :mhh: :winken:

Nach oben 31.07.2011, 08:46 Nach unten
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