"Die Kunst ist zwar nicht das Brot, aber der Wein des Lebens." (Jean Paul)




 [ 11 Beiträge ] 
 organisieren einer malgruppe 
Autor Nachricht

Beitrag  organisieren einer malgruppe
Hallo liebe Kritelmeister

Ich möchte gerne eine Malgruppe organisieren. Das stellte sich aus meinem kürzlichen Tief heraus. Doch wie komme ich zu einem günstigen Raum? Wie organisiere ich das? An was muss ich da denken? Welchen Hintergrund muss ich da bieten können? Was kann ich dazu verlangen? Ich kann ja Farbe, Material und Raumkosten nicht gratis vermitteln. Soviel Geld hab ich nicht. Und es würde für mich auch keinen Sinn machen. Habt ihr Tips für mich? Es wäre für mich ein Übungsgebiet für weitere Malgruppen, auch mit Kindern. In dieser Hinsicht möchte ich mir ja auch was aufbauen. Ich weiss das ich davon nicht leben kann. Darum geht es mir auch nicht. Da ich eine Rente hab. Aber es wäre was, wo ich Spass daran hätte, und meinen Beitrag an die Menschen beitragen kann.

Freue mich auf Eure Gedanken, Hilfe, Tipps, Fragen usw..

lg Franziska

Nach oben 09.09.2010, 09:22 Nach unten

Beitrag  Re: organisieren einer malgruppe
Hmmmm, ich hab selber sowas auch noch nicht organisiert, aber schon mitgemacht .....bei uns gibt es in jeder Gemeinde so Gemeinschaftshaeuser, die werden fuer alles moegliche hergenommen , Privat oder oeffentlich . Es gibt einen Verwalter der den Schluessel hat und der macht einen Plan wer wann den Raum nutzt .
Du koenntest ja mal schauen ob es sowas bei Euch gibt ...oder etwa ein Vereinshaus ...oder eventuell noch einen extra Raum in einem groesseren Lokal ( wenn alle Stricke reissen )
Bei uns zahlt man dann fuer die Zeit der Nutzung eine Raummiete , da ist Versicherung mit drinnen . Diese Kosten werden dann auf die Gruppe umgelegt . Bei uns brachte jeder seinen eigenen Kram mit ...dauerte einmal pro Woche je eine Stunde...was mir persoehnlich zu kurz war. Weil man kann praktisch wieder einpacken wenn man seinen Kram grad ausgepackt und losgelegt hat ....90 Minuten oder sogar 2 Stunden haette ich da schon besser gefunden .

Willst Du da noch Unterricht geben oder willst Du Dich einfach nur mit Gleichgesinten zum Malen und Austausch treffen ....Bei uns hatte die Organisatorin der Gruppe auch noch Untericht fuer Anfaenger gegeben und hat dafuer dann insgesamt 7 Euro pro Teilnehmer genommen , da war dann aber die Raumiete und Versicherung schon mit drin . Sie hatte auch kein Material gestellt , hatte aber immer Buecher dabei und jede Menge Bilder als Malvorlagen .

Ich wuerde als erstes mich um einen Raum kuemmern , schau Dir verschiedene Lokale, Vereinshaeuser , Gemeinschaftshaeuser an und sprich mit den Verwaltern dort und erklaer denen was Du vorhast , aber erst in der Vorbereitungsphase bist .
Wenn Du den geeigneten Raum gefunden hast ( Bedenke Lichtquellen, genuegend Tische und Stuehle ..kann man den Fussboden wischen ...Wasseranschluss )
Dann wuerd ich einfach mal Flyer verteilen und eine Anzeige in der Lokalen Zeitung schalten und schau mal wieviele Du zusammen kriegst

Nach oben 09.09.2010, 09:44 Nach unten

Beitrag  Re: organisieren einer malgruppe
Hallo Franziska,
ich kann dir zu diesem Thema aus meinen persönlichen Erfahrungen berichten:

Die Frage ist zunächst;
Welche Art von Maltreff möchte ich überhaupt anbieten.
Einen in dem sich alle treffen und jeder vor sich hinmalt -
oder einen den ich leite, alle kommen zum gegenseitigen Austausch und um voreinander zu lernen.

Für den ersten brauchst Du wohl nicht besonders viel Vorberetung.
Aber für einen den Du leitest, weil Du ihn insLebengerufen hast, gehört schon eine Menge Vorbereitung:
In welchen Techniken besteht überhaupt Nachfrage
Wie sicher bin ich selbst mit meinen Techniken.
Habe ich genügend Materialkenntnisse.
Habe ich darüberhinaus technische Kenntnisse zum Bildaufbau, Farblehre usw.
Habe ich auch die Fähigkeit, Kenntnisse weiterzugeben und zu vermitteln und zwar ohne die Berührungsängte, es könnte von meinen Schülern ja jemand besser sein als ich.
Stehe ich fest genug auf meinen Beinen, um auch mit kritischen Fragen und besonderen Anforderungen umgehen zu können.

Gerade Kinder sind sehr anstrengend, anspruchsvoll und immer wieder voller Überraschung. Ich habe festgestellt, daß Kinder Aufgaben gestellt bekommen wollen. "Mal dich frei" ist bei Kindern schnell vorbei, das wird denen gleich langweilig, weil ihnen nichts mehr einfällt.
Und - Kinder spüren jede Unsicherheit und reagieren oft entsprechend.

Mit den Erwachsenen ist es nicht viel anders. Die wenigsten kommen mit eigenen Ideen. Auch sie wollen Aufgaben gestellt bekommen und sind entsprechend anstrengend.

Jeder Maltreff oder -Kurs braucht einen nicht geringen Zeitaufwand an Vorbereitung für mich.

Außerdem müssen die Teilnehmer ja auch irgendwo herkommen. Das heißt Werbung und Mund zu Mund Propaganda.

Was einen günstigen Raum betrifft. Kann ich Dir den Tipp geben, Dich mal da umzuschauen, wo auch ehrenamtliche Leistung gebracht werden kann. Dann hast Du zumindes mal einen Einstieg. So habe ich vor mehreren Jahren begonnen. Einen Raum kannst Du vielleicht günstig in Gemeindezentren, z. B. Bürgerbüro (falls es so etwas bei Euch gibt) oder kirchlichen Einrichtungen bekommen (ich habe so die Möglichkeit bekommen, den Jugendraum im Gemeindehaus zu mieten).
Die andere Möglichkeit ist, in speziellen Geschäften für Künstlerbedarf Kurse anzubieten. Hier mußt Du hinehen mit den Geschäftsführern sprechen und Dich und Deine Pläne präsentieren.

Du kannst Dich natürlich auch bei einer Volkshochsule bewerben.

Liebe Franziska, es gehört wirklich viel Planung dazu. Vielleicht habe ich Dir einen Teil Deiner Fragen schon beantworten können. Aber ich kann Dir sagen, nur Mut. Mach Dir Deinen Plan und versuche es.
Meine Schülerinnen und Schüler sind von 6 bis 84 Jahre alt. Es kommt so viel menschliches zurück. Ich bin zwar jedesmal nach Unterricht fix und alle - aber auch glücklich !!!!!!!!!!!!!!!

Liebe Grüße schickt Dir Sonja :winken: :winken:

Nach oben 09.09.2010, 10:28 Nach unten

Beitrag  Re: organisieren einer malgruppe
@irish, @sonja,

gestern war ich in einem Atelier wo meine Tochter und auch andere Nachmittagweise hingehen, und Tätig sind, es ist eine Einrichtung für Psychisch angeschlagene Menschen, damit sie überhaupt rauskommen. Ich hab meine tochter abgeholt, und dabei hab ich zweien die ich auch schon mal gesehen hab, das Angebot gemacht, mit mir bei mir zu Hause zu malen. Beide gaben mir ihre Telefonnummern, und wir machten ab, dass ich sie nächste Woche anrufe. Das ist für mich ein absoluter Probelauf. Natürlich hab ich mir da nicht das einfachste ausgesucht, und sie wissen auch nicht das es für mich ein sogenanter Probelauf ist. Ich stelle ihnen meine farben zur verfügung, sagte aber das sie die Malgründe bezahlen müssen. Ich mache das nicht regelmässig einmal die Woche, weil beide Probleme haben überhaupt rauszugehen. ich denke da mal einmal im Monat. Als Abwechslung zu ihrem Alltag. Sicher ich weiss es ist nicht einfach mit psychsisch angeschlagenen Menschen zu arbeiten, resp. etwas auf die Beine zu stellen. Aber etwas Erfahrung habe ich diesen Menschen. Meine eigene Mutter ist psychisch krank, und es ist jedesmal ein Schneidemesser sie zu treffen. Es kann eine sehr schöne Zeit zusammen sein, oder aber eine recht anstrengende Zeit. Wo ich die ganze Zeit darauf achten muss, sie abzufangen, dass nichts ausartet. Was recht schwierig ist, bei Schizofrenie und Verfolgungswahn. Item ich schweife ab...
Mein Ziel dabei ist es, auszutesten wie ich selbst darauf reagiere.
Ich werde als erstes mit meinem eigenen Therapeut über Möglichkeiten sprechen, dann hab ich da auf der Gemeinde jemand, denn ich kenne, die mir sicherlich behilflich sein kann geeigenete Räumlichkeiten zu finden. Vor x Jahren hab ich mir ihr schon Mal darüber gesprachen, damals fühlte ich mich aber nicht so weit.

Vorstellen tue ich mir, eine Gruppe zu finden in dem freies Malen sein kann, und zugleich eine Leitung da ist. Ich stelle Bildmaterieal zur Verfügung, und Möchte mit der Gruppe über das gemalene sprechen. Was ich auf keinen Fall will, ist in irgendein bild reinpfuschen. Ich werde niemals an einem Bild, andere selbst Hand anlegen. Das sind mal meine ersten Gedanken zu euren Beiträgen. Ich muss nun, auch mal ordnen was ihr geschrieben habt, mir eine Liste erstellen. und mich gedanklich damit mehr auseinandersetzen. Ich bin auf weitere ideen und bedenken usw offen.. Es soll mir ja helfen, etwas aufzubauen, worauf ich stolz sein kann, und mein Ich leben kann.

lg franziska

Nach oben 09.09.2010, 11:18 Nach unten

Acrylmalerei

Beitrag  Re: organisieren einer malgruppe
Liebe Franziska

1. Frage zur Selbstprüfung
Suchst du mit einer solchen Gruppe einen Halt für eine allfällige eigene instabile Situation?
Dann halte ich es für keine gute Idee.
Denn wenn deine «Kunden» (zumindest teilweise) erwarten, dass sie solchen Halt von dir bekommen, dann passen Angebot und Nachfrage nicht zueinander.

2. Qualifikation
Es gibt Bildungsgänge für Leiter/innen solcher Malgruppen.
Schau ggf. auch unter dem Stichwort «Ausdrucksmalen».
(Ich selber hätte Hemmungen, eine Gruppe ohne entsprechende Information zu initiieren – aber das muss dich nicht bremsen.)

3. Kurszeit
Kleines Detail: Zwei Stunden finde ich immer noch viel zu knapp. Mindestens eine Viertelstunde geht ja schon fürs Aufräumen flöten. 2 1/2 bis 3 Stunden würden mir viel besser passen.

4. Periodizität
1 x monatlich ist schon arg zerdehnt (wenn man z.B. an einem Thema bleiben will). Wenn man dann einmal fehlen muss, werdens schon 2 Monate.
1 x alle 2 bis 3 Wochen gefiele mir besser.
Aber immerhin: lieber selten als gar nie!

Liebe Grüsse
armando

Nach oben 09.09.2010, 15:42 Nach unten

Aquarell

Beitrag  Re: organisieren einer malgruppe
Hmmm :mhh: ...den Traum von "Kurse geben" hatte ich auch einmal. Aber dann schnell verworfen. Zum Einen, da ich eh die ganze Woche mehr oder weniger gestresst bin und mir das bißchen Freizeit zum Surfen in diesem Forum oder für die eigene Fortbildung in Sachen Malerei etc. freihalten will. Zum Anderen eben weder fachlich noch didaktisch dazu in der Lage bin.
Therapiemalen ist eine enorme Herausforderung, Franziska. :mhh:
Aber Versuch macht kluch. Insofern probiere es einfach aus.

Ich selbst bin froh, dass ich mit Acrylmaler schon mal eine klitzekleine private Malgruppe gefunden habe und es macht Spaß, sich an verschiedenen Orten zum Malen und zum Klönsnack zu treffen.
Glücklicherweise habe ich noch einen kleinen angemieteten Raum in der Nähe, wo wir bei schlechtem Wetter noch dorthin ausweichen können.
Ich bin daher zuversichtlich, dass aus unseren Maltreffen quasi eine Dauereinrichtung wird und sich ggf. noch jemand hinzugesellt.
Es besteht beiderseits keine "Lehrverpflichtung". Wir beraten uns halt ab und an gegenseitig. Aber eben just for fun.
Wenn Du Deinen Plan dennoch umsetzt, drücke ich Dir 100pro die Daumen und viel Erfolg.
Und wie gesagt, ich möchte Dich hiermit NICHT desillusionieren.
Aber es braucht wohl viel Geduld und Ausdauer, um irgendwann mit Malkursen ein zweites Standbein zu haben. :mhh: :winken:

Nach oben 09.09.2010, 16:21 Nach unten

Aquarell

Beitrag  Re: organisieren einer malgruppe
Hm.......ich habe das einige Jahre gemacht (ehe meine Krankheit mich gezwungen hat, aufzugeben). Mir wurde das übrigens angeboten. Davon hätte ich niemals zu träumen gewagt. :logisch:

Erstes Gebot:
Unbedingte Regelmässigkeit, denn ansonsten verläuft sich das ganz schnell. Die Menschen brauchen "Struktur", eine Regelmässigkeit und ich meine auch psychisch kranke Menschen (oder speziell gerade diese). Ich habe auch einige Jährchen mit Kindern und Jugendlichen mit besonderen Bedürfnissen gearbeitet. Ich habe allerdings eine Ausbildung dazu gemacht und kann eine 10 jährige Praxis als Obfrau eines solchen Vereines (der österreichweit verbreitet ist, mit Dachverband ect., also alles gesetzlich geregelt) nachweisen. Das war natürlich eine große Hilfe, klar. Trotzdem hat mir niemand beigebracht, jemanden das "Malen" zu zeigen, bezeichnete ich mich schließlich beinahe selbst noch in den Anfängen :roll: , weswegen ich auch nur für AnfängerInnen geholt wurde. Dem voraus hat es einige erfolgreiche Ausstellungen von mir gegeben, welche auch im heimischen, privaten Fernsehsender gezeigt wurde. Selbst die Ausstellungen sind mir zugefallen. Die ersten sind mir direkt aufgedrängt worden. Was war ich da mit den Nerven am Ende vor Aufregung pur. :rofl: :rofl: :rofl: So wurde mir der Weg dazu geebnet. Da hatte ich wirklich großes Glück.

Ich hatte zweierlei Gruppen von Erwachsenen. Eine Gruppe war wöchentlich auf dem Programm und diese Gruppe wuchs bald zu einer richtig netten, farbenfrohen Malerfamilie zusammen. Das war wirklich eine sehr schöne Zeit und ich habe für diese auch zwei Gruppenausstellungen organsiert. :D Mit einigen habe ich heute noch Kontakt und alle sind traurig, dass ich es nicht mehr machen kann......und ich erst. :cry: Die zweite Gruppe war einmal im Monat und da war es manchmal richtig mühsam. Erwachsene Menschen können manchmal nicht einen Termin auf den Kalender aufschreiben, wenn es denn nur einer ist :dops: , vergessen und sind dann sauer, dass sie nicht extra daran erinnert worden sind, was meine "Chefin" eine Zeit ohnehin gemacht hat, aber dann zur Einsicht gekommen ist, die müssen sich selbst darum kümmern. Ich war sozusagen als "freie Mitarbeiterin" die Kursleiterin und Vorzustragende, war für diese Zeit nur unfallversichert, wie übrigens auch in der Kinder- und Jugendbetreuung. Ich bekam nach Teilnehmeranzahl bezahlt, aber die Vorbereitung war unabhängig davon. Der lange Tisch musste mit Packpapier abgedeckt werden, Wassergläser gefüllt aufgestellt werden und danach natürlich wieder sauber gemacht werden. All das gehörte natürlich auch zu meiner Arbeit, aber sie erfüllte mich mit großer Freude. :D

Unterm Strich wage ich trotzdem heute für mich zu sagen:

"Mit Kindern war es mitunter einfacher zu arbeiten, als mit den "gesunden" Erwachsenen. :rofl: :rofl: :rofl: Kinder sind "ehrlich und offen", sagen immer was sie denken - oder tun auch was sie möchten, wenn sie es nicht sagen können und da entsteht rascher eine Gemeinsamkeit (auf einen gemeinsamen Nenner zu kommen) bzw. eine gewisse Rahmenbedingung, die immer erfüllt werden muss, um als geschlossene Gruppe etwas gemeinsam zu tun. Dafür benötigen Kinder mehr Zeit für die Vorbereitung selbst, was bei Erwachsenen zwar auch notwendig, aber weniger aufwendig ist. :D

Gut, mit den Kindern habe ich nur zwei Stunden, mit den Erwachsenen 4 Stunden gemalt und unter den Erwachsenen waren die unterschiedlichen Berufsgruppen bzw. natürlich auch Hausfrauen. Die Volksschullehrerinnen waren mir am angenehmsten, aber die Ehefrauen des Herrn Direktors sowieso, oder des Herrn Doktors sowieso :logisch: , naja.......unterm Strich war ich immer zufrieden. Ich habe ein Anekdotenbuch geführt und wenn ich heute darin lese, kann ich köstlich darüber lachen. :grins: :mrgreen: :grins:

Man muss auch bedenken:
"Selbst zu Malen - eine Technik etwas beherrschen zu können ist die eine Seite, aber es jemanden beizubringen ist die ganz andere Seite und sind für mich zwei paar Schuhe."

Zuhause würde ich das niemals machen wollen, aber ich lebe ohnehin in einer viel zu kleinen Wohnung, denn wo gearbeitet wird, da fallen auch Späne und gerade beim Malen kann ganz rasch was passieren.

So, aus dem Bauch heraus habe ich Dir jetzt meine eigenen Erfahrungen geschrieben. Ohne Ratschläge oder so, sondern wirklich nur aus meinem Bauch, wie ich es für mich erfahren habe und daraus gelernt habe.

Viel wird Dir das vermutlich nicht helfen, aber ein kleiner Erfahrungsaustausch tut mitunter auch gut. :D

Was ich unbedingt erwähnen möchte, denn das war für mich eigentlich die schönste Erfahrung:

"Ob mit den Kindern oder mit den Erwachsenen. Hinterher gesehen haben wir allesamt voneinander gelernt." :D :winken: :winken:

Nach oben 04.10.2010, 11:03 Nach unten

Beitrag  Re: organisieren einer malgruppe
@ thinkerbella,

Wow, da hast du dir aber viel Zeit genommen. Und du weisst gar nicht wie du mir mit deiner Erfahrung auch hilfst. Ich sammle hier ja ideen, erfahrungen. Tipps und Tricks. Und jeder der zu dem Thema was zu erzählen hat darf das hier auch schreiben. Es ist nicht so, dass ich eine Malgruppe innerhalb von 10 Tagen zustande bringen will. Sondern dieses Ziel ist auf weiter Sicht. Aber schon seit 10 Jahren in meinem Kopf. Nein eigentlich länger.
Ich bin davon fest überzeugt, dass man durch erfahungen anderer am meisten lernen kann.

in dem sinne herzlichen dank liebe4 thinkerbella. Ich glaube das ich schon mehr auf Kinder ausbin, ich war ja Eiskunstlauftrainerin, und es machte grossen Spass mit den Kidis auf dem Eis. Leider kann ich das heute nicht mehr ausüben, Ich war zu lange nicht mehr in dem Beruf tätig.

liebe Grüsse

Franziska

Nach oben 04.10.2010, 13:18 Nach unten

Aquarell

Beitrag  Re: organisieren einer malgruppe
Zitat:
ich war ja Eiskunstlauftrainerin

Ei, die Welt ist aber wirklich klein. :D Ich war mal am Eistanzen, aber keine Trainerin. Ich hatte einen Hobbytrainer, der es mir beigebracht hat.......Gott.......da wachsen mir heute noch Flügel......so dahin zu gleiten auf dem Eis nach guter Musik und natürlich einem noch besseren Tanzpartner, das war einfach göttlich. :wolke7w: Ich hatte das Glück, klein und zierlich zu sein (heute bin ich nur noch klein. :rofl: )
und das Eistanzen erschien mir so leicht und einfach, obwohl ich noch nicht einmal die Grundschritte gekannt hatte und als Kind nie mit Schlittschuhen gefahren bin. Das war finanziell absolut nicht drin. Meine Mutter "Gott hab sie selig" hat damals gesagt: "Wenn es dem Esel zu gut geht, dann geht er auf das Eis tanzen." Ja und das war auch meine absolute Bestzeit, auf die ich liebend gerne zurück blicke. :D
Ich habe mir grundsätzlich meine Kinderträume bzw. Jugendwünsche in den Erwachsenenzeiten - Jahren erfüllt und manches kam unerhofft wie von selbst. :D
Ich war dann die Person, die dann auch den männlichen Part erlernt hat und ab da gab es keine an der Bande stehenden Eistänzerinnen mehr. :dops: Immer mehr wagten sich die Frauen an den grundsätzlich ohnehin wesentlich einfacheren Herrenschritt (der fährt ja fast nur vorwärts, die Dame dagegen fast nur rückwärts) und somit entstand eine neue Eistanzära in meiner Heimat. :rofl: Im Kurort Baden war das z. B. absolut kein Thema. Da tanzten alle, auch zwei männl. Partner miteinander, denn da ging es tatsächlich nur um den Sport bzw. die Disziplin selbst. :D
Lang, lang ists her......aus der Erinnerung möcht ich es nicht missen.....denn davon ich heute noch manchmal zehr. :D

Mein Hobbytanzlehrer konnte es allerdings absolut nicht ertragen, wenn ich dann mit den anderen im "0815" Schritt seinen Lieblingswalzer getanzt habe und ich habe manchmal echt zu tun gehabt, ihn ruhig zu halten. :logisch: :mhh: Beinahe wäre es soweit gekommen, dass sich jemand ohne der klass. Schrittfolgenkenntnisse mich nicht zu holen gewagt hätte.
Ja, ja.....alles muss man sich hart erarbeiten, aber wenn man dran bleibt und etwas fest will, dann klappt das. :D

Ich freue mich, dass ich Dir mit meinem Posting etwas abgeben konnte und wenn es Dein absoluter Wunsch ist, dann wird es auch klappen. :D Ich drücke Dir jedenfalls die Daumen. :daumen: :winken:

Nach oben 04.10.2010, 17:05 Nach unten

Beitrag  Re: organisieren einer malgruppe
jetzt muss ich über das ganze gesicht schmunzel. Blues, das war mein absoluter lieblingstanz.. ich lieb den heute noch. derzeit überleg ich mir, nochmals neue eislaufstiefel zu kaufen leider brauch ich auch ein neues eisen, denn meines ist total durch. ich fall schon hin wenn ich rückwärts abstosse. lach gerade erst vor vier wochen viel ich hin, als ich mit meiner mutter in davos zum eislaufen war. man war das ein schöner tag. auch wenn mein arm noch tagelang weh tat.

Den Axel den liebte ich auch. sogar den doppelaxel hab ich noch hingekriegt, damals lange her. und ich hab noch lange lange nach der amateurzeit meine sprünge gesprungen.

dann hab ich das alles lange gemieden und wenn ich heute aufs eis geh, tun mir erstmal meine schlittschuhe schon nach 15 min weh. und ich bin steif wie holzstück.. sniff. aber ich denke ich könnte noch immer anschluss in einer erwachsenen gruppe finden wo ich als kind schon trainiert hatte. ich weiss nur nicht ob ich das alles nochmals will. lange ists her und vielleicht sollte ichs einfach gut sein lassen..

mein Schwester ihre tochter ist auf dem eis und traniert. meine schwester ist da sehr diszipliniert mit ihr. jetzt geht ja bald die saison wieder los, und ich ich bin sehr gespannt wie weit sie gekommen ist.

oh jetzt bin ich in meinem eigenen thema off toppic.. lach.. aber du hast mich jetzt gerade mitgenommen. in eine traumhaft rosawolke zeit.. wobei so rosawolke war die gar nicht, denn es war eine harte zeit. trainig bei schnee kälte und regen, keinen tag haben wir ausgelassen. aber ich liebte meinen sport, und ich blutete hart für diesen sport.. naja einerlei die erinnerung tut gut, ich danke dir

ich konzentrier mich glaub doch lieber aufs malen.. hihi

Nach oben 04.10.2010, 21:15 Nach unten

Aquarell

Beitrag  Re: organisieren einer malgruppe
Zitat:
aber ich liebte meinen sport
Jaaaaaaaaa, ich auch. :D
Die Schlittschuhe lagen lange im Keller immer in der Hoffnung, eventuell ziehe ich sie doch noch einmal an. Nun, dann siegte die Vernunft und ich veranstaltete ein kleines Ritual so für mich und dann waren sie dahin die Schlittschuhe, denn haben wollte sie niemand, also entsorgte ich sie auf meine Art.
Manchmal schließe ich die Augen, visualisiere mir Musik, manchmal auch sogar den Ravels Bolero und dann gleite ich in Gedanken über den ganzen Platz. Herrlich entspannend ist das :D und da gelingt mir komischerweise noch jeder Schritt. Also die Schrittfolgen habe ich scheinbar noch total intus. :mhh:
Aus der Erinnerung an diese Zeit hole ich mir manchmal so richtig Kraft, aber so richtig vermissen tue ich es nicht mehr.
Schließlich folgte ja direkt die Malerei und mit der startete ich hierzulande ja so richtig durch. :D So ist das mit der Kunst. Die liegt im Auge des Betrachters, obwohl *hüstel-hüstel*......der Eistanz.....naja......ich will mich dazu nicht äußern. :grins: :mhh: Sind wir wieder beim Thema? :mhh: :logisch: :grins: :hmm: :rofl:
Die drei B´s bedarf es bei der Malerei nicht, aber eine große Portion Glück muss man auch hier haben, wenn man damit nach draußen gehen will. Bei mir war es Glück, sehr großes Glück, denn eigentlich habe ich nur für mich zu Malen angefangen, wie oben beschrieben und wir haben hier auch damals schon richtig gute, auch viele akademische Maler gehabt.
"Neid muss man sich auch da verdienen. Mitleid kommt von selbst". Das unterscheidet sich vom Eiskunstlauf nicht all zu sehr. :rofl:
Tja, alles hat ein Ablaufdatum. Die Hände mögen meinen Pinsel nicht mehr so recht führen.....zumindest seit dem letzten Schub hat sich da noch nicht wahnsinnig viel verändert, aber tippen kann ich. :D Dafür bin ich dankbar. :D

Außerdem: "Ratschläge geben ist ja immer wesentlich einfacher, als es selbst umzusetzen." :rofl: Scherz beiseite. Ich wollte Dich grundsätzlich ermutigen, denn alles was man tatsächlich vom Herzen aus will, erreicht man. :D
Nun, wer die harte Disziplin am Eistanz kennt, dem braucht man ohnehin nicht viel erzählen, gell. :D :winken:

Nach oben 05.10.2010, 10:14 Nach unten
 [ 11 Beiträge ] 




© Kritzelmeister.de • Alle Inhalte, Bilder und Werke sind Eigentum der entsprechenden Rechteinhaber und dürfen ohne ausdrückliche Genehmigung nicht verbreitet bzw. kopiert werden!