"Wer mir sagen kann, warum ein Bild schön ist, dem bezahle ich eine Flasche!" (Edgar Degas)




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 Farbtöne richtig ermitteln und zusammen stellen. 
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Bleistift, Pastell, Buntstift

Beitrag  Farbtöne richtig ermitteln und zusammen stellen.
Vermutlich habe ich grade schlicht ne Blockade im Kopf.

Das Medium ist der Buntstift. Mein Thema im Moment.

Ich habe beim Auflösen des korrekten Hauttons Probleme. Was bei Pastell noch funktionierte durch die gute Mischbarkeit (auf dem Papier was ich benutze!), funktioniert beim Buntstift nicht. Ich muss schichten. Fakt ist, ich kriege den Ton nicht korrekt aufgelöst in seine Bestandteile. Ich habe mich hier quasi den ganzen Nachmittag geärgert :mrgreen: Gut ich habe keine Zeichnung angefangen sondern nur Farbmischübungen auf nem Blatt Papier gemacht um z.B. einen Farbton in einem bestimmten Bereich des Fotos zu treffen.

Gute Bücher gibt es scheinbar nicht (Ann Kullberg schließe ich aus, ich hab ein paar Downloadsachen von ihr, Sprachbarriere!) schon gar nicht auf Deutsch. Zumindest sind mir die letzten zwei Stunden keine brauchbaren Titel untergekommen.

Gibt es andere Hilfsmittel? Wie macht ihr das? Jeder hat ja mal angefangen, der inzwischen intuitiv seine Farben zusammenstellt.

Noch eine kurze Anmerkung, ich weiß, dass Haut aus warmen und kalten Tönen besteht und nicht nur aus Braun- und Rosatönen, sondern auch aus blau, violett, rot, gelb etc.... :grins:

Bei meinem Drachenauge war es ja insoweit nicht das Problem, die Colorierung ist abgewichen, aber das macht bei einer Fantasiefigur nichts. Ich will beim Fotorealismus und Portrait bleiben und da muss der Farbton sitzen. Vielleicht bin ich im Moment auch zu verkrampft, aber der Kopf kreist halt.

Nach oben 23.03.2014, 19:35 Nach unten

Beitrag  Re: Farbtöne richtig ermitteln und zusammen stellen.
Bin zwar kein Buntstiftspezialist, aber bei Hauttönen versuche ich immer Extreme zu meiden, vor allem am Anfang.
Mit folgenden Pigmenten habe ich gute Erfahrungen gemacht: Caput Mortuum (für Schatten oder sehr kalte Hauttöne), Umbra gebrannt (für starke Pigmentierung, Leberflecken), Siena gebrannt (Grundton, Halbschatten) und Siena natur (für hellere Bereiche).
Das Auflösen von Hauttönen in seine elementaren Bestandteile (z.B. Rot, Gelb, Blau) kann nach hinten losgehen, vor allem wenn man nicht immer hundertprozentige Kontrolle über die Farbstärke hat. Dann blitzen hier und da unerwünschte Farben auf, das Ergebnis wirkt dann ziemlich durcheinander. Es mag zwar bei bestimmten, total überbelichteten Starportraits funktionieren, aber richtig natürlich sieht es dann in der Regel aber nicht aus.

Nach oben 24.03.2014, 00:07 Nach unten

Acryl

Beitrag  Re: Farbtöne richtig ermitteln und zusammen stellen.
Grüss dich,

Die Frage ist was willst du machen. Wenn du den Buntstift mit voller Deckung aufbringst, dann muss die helligkeit stimmen des Buntstifts, da du ja den Untergrund überdeckst ( das past normal nicht ). Am besten druckst dir mal ein Foto aus und ermittelst mit Hilfe eines Lochpapiers mal einzelne Farbtöne die du entdeckst und dann suchst du dir einen Bunstift mit dunklere Mine heraus der diesen Farbton in etwa entspricht. Hast du einen Gefunden, dann suchst du alle heraus die diesem ähnlich sind und schaust welche da am besten passt. So machst du das für alle bereiche Licht, Mittelton und Schattenbereich. Meistens sind es nur 8 Farbtöne in einen Portrait von haaren bis hin zur haut und Augenfarbe.

Die Hautfarbe hat in der Regel 3 verschiedene Töne die aber durch Licht und Schatten andere wirken. Es gibt da natürlich ausnahmen aber das ist für eine Buntstiftzeichnung nicht von Bedeutung. Der Hauttyp 1 hat Orangetöne in der Haut und in Schattenfarben meistens Blau/Grün, wohingehend der Hauttyp 2 schon mehr braunanteile und dadurch die Haut leicht gelblichbraun und und im Schattenbreich gelbgrünlich wirkt. Hautyp 3 hat ist schon wesentlich dunklere Farbe ( höheren Grauanteil ) und hat dadurch eine ausgeprägtere gelb oder rotbraune Färbung, Beim hauttyp 4 ist das das selbe nur eben noch extremer. Das trifft auch bei schwarzen Menschen zu, nur das hier eben der Grauanteil der Farbe viel höher ist als Farbtön selber z.b. rot´. Braune Farben haben einen sehr hohen Grauanteil.


Dann muss man noch dazu sagen, das bestimmte Gesicht/Körperstellen besser durchblutet sind und dadurch eine rötlichere/orange oder bei ganze Hellen typen fast schon ins Magentafarbene/ Violette Fallen können. Bei den Ohren oder Wangen sieht man das sehr schön ( z.b. Schamesröte ). Unterhalb den Augen gibt es noch die Tränensäcke die bei Manchen je nach Gesundheit einen grünstich oder violettestich wirken können. Auch die Mundwinkel sind bei manchen etwas gelbliche von der Haut ( fällt bei hellen Menschen mehr auf ). Das alles hängt natürlich auch von den Lichtquellen selber ab wie die Haut schimmert nun Schlussendlich wirkt.


Lg Raimund

Nach oben 24.03.2014, 01:01 Nach unten

Bleistift, Pastell, Buntstift

Beitrag  Re: Farbtöne richtig ermitteln und zusammen stellen.
Lieber Björn, danke für die Farbauflistung. Das ist auch schon mal ein Ansatz. Bis auf Sienna natur gibt es diese Farbtöne in Buntstiftform. Eventuell heißt die Farbe auch nur anders. Da müsste ich mal recherchieren.

Gibt es eigentlich eine allgmeingültige Farbtabelle? Sprich Farbbeispiel mit einem Namen der in der Regel verwendet wird? Würde mich ja mal interessieren. Ich versuche mir immer die Nummern meiner Stifte zu merken. Auch ziemlich umständlich. Besonders wenn man kein Zahlengedächtnis hat.


Lieber Raimund, was kann ich mir unter einem Lochpapier vorstellen? Ein Loch in einem Blatt Papier? Mit welchem Durchmesser? Sorry, ich hab sowas noch nie benutzt oder gesehen. Beim Bleistift arbeite ich intuitiv. :oops:

Als Basisequipment wird also Braun, Rosa und Grau benötigt hinzukommen Beigaben von Gelb, Blau etc.? Grautöne finde ich schwierig, insbesondere wenn es darum geht ob es nun kalte oder warme Grautöne sind, die ich brauche.

Grundsätzlich möchte ich mein eigenen Stil behalten, ähm zumindest sagen viele man würde meine Zeichnungen sofort erkennen. Ich arbeite jedenfalls gerne kontrastreich und die Portraits sollen so lebendig und "echt" aussehen wie irgendmöglich.

Nach oben 24.03.2014, 09:08 Nach unten

Beitrag  Re: Farbtöne richtig ermitteln und zusammen stellen.
Nun, ich merke mir gerne die Pigment-Identifikationsnummern meiner Farben:
Umbra gebrannt: PBr 7
Siena gebrannt: PBr 7
Caput Mortuum: PR 101
Siena Natur: PBr 7

Aber wie du siehst, sind selbst diese nicht unbedingt eindeutig. Die von mir genannten Farben sind alles Eisenoxide (im Prinzip nichts anderes als Rost), die chemisch sehr ähnlich zusammengesetzt sind. Daher harmonieren sie auch so ausgezeichnet. Es gibt sie sowohl in deckender als auch in transparenter Form, was aber bei Buntstiften wohl eher nebensächlich sein dürfte. Aber je nach Vorkommen können sie mal als PR 101 oder PBr 7 bezeichnet werden. Siena Natur wird in der transparenten Form auch als PY 42 aufgelistet. Vielleicht gibt dein Farbhersteller ja diese Nummern bei den Farben an. "Ocker" fällt auch in die Sparte der gelblichen Brauntöne wie Siena natur.

Ein weiterer Vorteil dieser Pigmente ist, dass sie sehr günstig und lichtbeständig sind.

Nach oben 24.03.2014, 16:13 Nach unten

Beitrag  Re: Farbtöne richtig ermitteln und zusammen stellen.
Handprint.com hat eine Unmenge an Informationen zu Pigmenten - geünzt auf die Aquarellmalerei, aber Pigmente sind Pigmente.

Hier kannst du die verschiedenen Pigmentzusammenstellungen nachlesen: http://handprint.com/HP/WCL/waterfs.html

(Oben auf die verschiedenen Farben klicken, dann bekommst du die Pigmentlösungen verschiedener Aquarellhersteller. Ob dann Buntstifte genauso zusammengesetzt sind, ist natürlich immer das Problem - grade bei Buntstiften. Aber die Pigmentzusammenstellungen sind zumeist ähnlich.)

Nach oben 24.03.2014, 16:21 Nach unten

PC

Beitrag  Re: Farbtöne richtig ermitteln und zusammen stellen.
Beitrag: Re: Farbtöne richtig ermitteln und zusammen stellen. - 24.03.2014, 16:13 Beowulf hat geschrieben:
Vielleicht gibt dein Farbhersteller ja diese Nummern bei den Farben an.

Bei Buntstiften sind solche Pigmentangaben in aller Regel unüblich und werden offiziell nirgendwo aufgeführt - würde mich allerdings auch interessieren ob es dazu auf Nachfrage entsprechende Infos von den Herstellern gibt! Die Sinnhaftigkeit sei allerdings dahingestellt, weil es dabei (anders als bei "flüssigen Farben" wie Öl, Acryl oder Aquarell) ohnehin kaum Unterschiede im Farbverhalten gibt.

Wie Cerberus schon geschrieben hat: Man schichtet die Farben übereinander, ggf. auch fein verwischt mittel Polierstift (Splender). Und was man sieht, das bekommt man auch (anders als bei spezifischen Pigmenten "nasser" Farben).

:winken:

Nach oben 24.03.2014, 16:25 Nach unten

Beitrag  Re: Farbtöne richtig ermitteln und zusammen stellen.
Nun, hier als Beispiel eine Farbtabelle von den Pastellstiften und -kreiden von Caran D'Ache:
http://www.pastels.carandache.com/pdf/n ... ndache.pdf
Leider sind manche Farbtöne ein recht wilder Mix aus verschiedenen Pigmenten, auch die Lichtechtheit schwankt recht stark. Aber tendenziell halten die Erdtöne einfach deutlich länger durch als andere.

Nach oben 24.03.2014, 16:48 Nach unten

Acryl

Beitrag  Re: Farbtöne richtig ermitteln und zusammen stellen.
Beitrag: Re: Farbtöne richtig ermitteln und zusammen stellen. - 24.03.2014, 09:08 Cerberus hat geschrieben:


Lieber Raimund, was kann ich mir unter einem Lochpapier vorstellen? Ein Loch in einem Blatt Papier? Mit welchem Durchmesser? Sorry, ich hab sowas noch nie benutzt oder gesehen. Beim Bleistift arbeite ich intuitiv. :oops:

Als Basisequipment wird also Braun, Rosa und Grau benötigt hinzukommen Beigaben von Gelb, Blau etc.? Grautöne finde ich schwierig, insbesondere wenn es darum geht ob es nun kalte oder warme Grautöne sind, die ich brauche.

Grundsätzlich möchte ich mein eigenen Stil behalten, ähm zumindest sagen viele man würde meine Zeichnungen sofort erkennen. Ich arbeite jedenfalls gerne kontrastreich und die Portraits sollen so lebendig und "echt" aussehen wie irgendmöglich.


Grüss dich,

Lochpapier ist einfach ein Stück Schreibmaschinepapier das du lochst. Wichtig ist das die Löcher klein sind. Ich nehme dazu einfach einen Locher. Dann kannst du einzele farbtöne isolieren indem du das Blatt drüberlegst über eine Foto. Anschliessend nimmst du deine Buntstift und malst kleien flächen aus mit unetrschiedlichen druck und hälst die unetr das zweite Loch. Somit kannst du vergleichen ob du heller sein must oder dunkler ob der Farbton past und ob die Farbtintiseivtät past. Wichtig ist das du zerst ein grobe einschätzung machst welche stifte können es sein und dann reibst erstmal kurz auf dem Papier obd er Farbton in etwa hinkommt. Anschliessend must du die Helligkeit genau anpassen, damit du die Farbtintensivität richtig einschätzen kannst und den Farbton selber.
Es gibt lassierende Buntstifte und deckende. Die lassierenden solltest du zum drübermalen nehmen über die Deckenden ( z.b. für Nuosen in der Haut ). Wenn du allerdings sowieso viel FArbintensiver malen willst, dann ist das natürlich viel zu genau das verfahren und du suchst dir dann einfach dann einfach den FArbton heraus der Farbtinentiver ist und weniger grauanteil hat.


Lg Raimund

Nach oben 24.03.2014, 18:43 Nach unten

PC

Beitrag  Re: Farbtöne richtig ermitteln und zusammen stellen.
Beitrag: Re: Farbtöne richtig ermitteln und zusammen stellen. - 24.03.2014, 16:48 Beowulf hat geschrieben:
Nun, hier als Beispiel eine Farbtabelle von den Pastellstiften und -kreiden

Pastell ist halt wieder was ganz anderes, egal ob nun als Stift oder als Kreide, weil die sich ja auch ganz anders vermalen. Bei Aquarellstiften könnten solche Angaben auch noch sinnvoll sein. Aber hier geht's ja speziell um Buntstifte (überwiegend auf Öl-, seltener auch auf Wachsbasis), und da kenne ich keinen Hersteller (weder Faber Castell noch Lyra noch Bruynzeel noch Koh-I-Noor etc.), die dazu offiziell spezifische Pigment-Angaben machen. Meine Erfahrung ist eher, dass aus den dabei zugrundeliegenden Rezepturen eher ein Geheimnis gemacht wird. Bei exklusiven Spezialprodukten wie z.B. Lyra Colorstripe bekommt man noch nichtmal Aussagen, auf welcher Bindemittel-Mixtur das Produkt beruht...

Beitrag: Re: Farbtöne richtig ermitteln und zusammen stellen. - 24.03.2014, 09:08 Cerberus hat geschrieben:
Gibt es eigentlich eine allgmeingültige Farbtabelle? Sprich Farbbeispiel mit einem Namen der in der Regel verwendet wird? Würde mich ja mal interessieren. Ich versuche mir immer die Nummern meiner Stifte zu merken. Auch ziemlich umständlich. Besonders wenn man kein Zahlengedächtnis hat.

Jeder Hersteller hat seine eigenen Farbbezeichnungen. Manche davon sind gängig, andere sind reine Phantasienamen. Überhaupt kann man sich auf Farbbezeichnungen der Hersteller niemals verlassen, egal welches Medium. Daher ist Björns Pigmentnummern-Ansatz der einzige Verlässliche - wenn man die Infos bekommt. Der Vorteil bei Buntstiften: Da hat man zumeist ein insich abgeschlossenes und aufeinander abgestimmtes Farbsystem eines einzigen Herstellers, wo es im Grunde aus praktischer Sicht erstmal vollkommen egal ist, welche Pigmentnummern verwendet wurden. Am besten man legt sich damit ein eigenes Colorsheet an (immer besser als gedruckte Versionen), und dokumentiert dort die gelungensten Nuancen-Mischungen für seine bestimmten Zwecke (z.B. Hauttöne). Einmal angelegt, kann man dann immer gezielt nachschlagen und ggf. Varianten vorab testen und ergänzen. :winken:

Nach oben 24.03.2014, 20:09 Nach unten

Bleistift, Pastell, Buntstift

Beitrag  Re: Farbtöne richtig ermitteln und zusammen stellen.
Mhm... befürchtete ich schon, Adrian. Ich verstehe ehrlich gesagt auch nicht, wieso das Abmischen von Hauttönen so schwer ist.

Ich habe mir heute für mein neues Bild schon mal die Stifte zusammengesucht und mir kam da direkt noch eine Frage. Woran genau definiert es sich eigentlich ob ein Farbton warm oder kalt ist?

Für mein neues Bild brauche ich viele Grauabstufungen, bei den Polys von Lyra steht ja definitiv drauf ob warmes oder kaltes Grau, woran die das auch immer festmachen. Weil ich die Töne irgendwie anders wahrnehme.
Da ich aber mit den Koh I Noor (Mondeluz) zeichnen will (trocken, ohne Wasser), wo keine nähere Bezeichnung vorhanden ist stehe ich auf dem Schlauch. Sämtliche Grautöne erscheinen mir nämlich kalt. :helpbook: :gruebel:

Nach oben 24.03.2014, 20:42 Nach unten

Acryl

Beitrag  Re: Farbtöne richtig ermitteln und zusammen stellen.
Beitrag: Re: Farbtöne richtig ermitteln und zusammen stellen. - 24.03.2014, 20:42 Cerberus hat geschrieben:
Mhm... befürchtete ich schon, Adrian. Ich verstehe ehrlich gesagt auch nicht, wieso das Abmischen von Hauttönen so schwer ist.

Ich habe mir heute für mein neues Bild schon mal die Stifte zusammengesucht und mir kam da direkt noch eine Frage. Woran genau definiert es sich eigentlich ob ein Farbton warm oder kalt ist?

Für mein neues Bild brauche ich viele Grauabstufungen, bei den Polys von Lyra steht ja definitiv drauf ob warmes oder kaltes Grau, woran die das auch immer festmachen. Weil ich die Töne irgendwie anders wahrnehme.
Da ich aber mit den Koh I Noor (Mondeluz) zeichnen will (trocken, ohne Wasser), wo keine nähere Bezeichnung vorhanden ist stehe ich auf dem Schlauch. Sämtliche Grautöne erscheinen mir nämlich kalt. :helpbook: :gruebel:



Grüss dich um da einen unterschied auszumachen brauchst du Tageslicht und du must sie in der selben Helligkeit aufbringen, da du sonst die Wahrnehmung verfälschst. Du solltest außerdem jeden Ton abdecken, denn dein Gehirn sieht die Farben daneben und gaukelt dir andere Töne vor. Bei dunklen Tönen ist ein weisser Untergrund besser zum Farbnuosen sehen und bei hellen Tönen ein schwarzer Untergrund.

Lg Raimund

Nach oben 24.03.2014, 21:20 Nach unten

Beitrag  Re: Farbtöne richtig ermitteln und zusammen stellen.
Beitrag: Re: Farbtöne richtig ermitteln und zusammen stellen. - 24.03.2014, 20:42 Cerberus hat geschrieben:
Woran genau definiert es sich eigentlich ob ein Farbton warm oder kalt ist?

Die Opaleszenz von Objekten zerteilt das Lichtspektrum in ungefähr zwei gleich große Teile:
Dateianhang:
Opalit.jpg

Sie ist auch verantwortlich dafür, dass tagsüber der Himmel cyanblau ist und abends rotorange. Diese beiden Gegensätze werden als warm und kalt bezeichnet. Also im Prinzip ist alles, was im Farbkreis nah an Orange ist warm, alles was nah an Cyan ist kalt. Mit Wärme im eigentlichen Sinne hat das wenig zu tun, denn Flammen sind dort besonders heiß wo sie bläulich sind. Aber es hat wohl auch traditionelle Gründe, Flammen sind eben in der Regel orange und die Arktis mit ihrem vielem Eis stellen wir uns gerne cyanfarbig vor.

Wie man bei den beiden Opaliten oben sieht, dann kommen warme Farbtöne besonders gerne bei "Tiefenlicht" zustande, wenn also das Licht durch das Objekt und dann erst zum Betrachter kommt. Das kann man auch beim Menschen beobachten, wenn man z.B. seine Hand gegen eine sehr starke Lichtquelle hält, dann erscheint sie rötlich. Gleiches gilt oft auch für die Halbschatten bei Portraits. Kalte Töne sind oft Oberflächenlicht, wie bei der menschlichen Haut, bei der die eigentlich farblose Haut überwiegend blaues Licht reflektiert, weswegen die eigentlich roten Adern auch manchmal bläulich wirken. Dieser Kontrast zwischen Oberflächen- und Tiefenlicht mag auch zu dieser Warm/Kalt-Wahrnehmung beigetragen haben.

Nach oben 24.03.2014, 22:37 Nach unten

Bleistift, Pastell, Buntstift

Beitrag  Re: Farbtöne richtig ermitteln und zusammen stellen.
Dann würde sich der warme und kalte Ton, z.B. in Form von Grau durch einen Anteil an blau oder rot herstellen lassen? Wo ich dann bei dem Hinweis von Jenny bin mit dem Abmischen durch Indio, Paynes Grau und Sepia.

Und ich muss wohl was wegen dem Licht in meinem Zimmer unternehmen. Ich habe Halogenlampen. Leider ist derzeit keine neue Lampe für mich drin. :(

Nach oben 24.03.2014, 22:47 Nach unten

Acryl

Beitrag  Re: Farbtöne richtig ermitteln und zusammen stellen.
Beitrag: Re: Farbtöne richtig ermitteln und zusammen stellen. - 24.03.2014, 22:47 Cerberus hat geschrieben:
Dann würde sich der warme und kalte Ton, z.B. in Form von Grau durch einen Anteil an blau oder rot herstellen lassen? Wo ich dann bei dem Hinweis von Jenny bin mit dem Abmischen durch Indio, Paynes Grau und Sepia.

Und ich muss wohl was wegen dem Licht in meinem Zimmer unternehmen. Ich habe Halogenlampen. Leider ist derzeit keine neue Lampe für mich drin. :(



Du must nur über dein Grau einen hauch rot oder orange malen. Ein bleistifton z.b. ist ein warmes grau und enthält einen tick orange.

Lg Raimund

Nach oben 24.03.2014, 23:00 Nach unten

Acryl

Beitrag  Re: Farbtöne richtig ermitteln und zusammen stellen.
Hallo Beowulf,

sind das deine Steine ? Wenn ja dann muss ich sagen die sehen toll aus. Darf ich fragen woher du sie hast ?

Lg Raimund

Nach oben 24.03.2014, 23:01 Nach unten

Beitrag  Re: Farbtöne richtig ermitteln und zusammen stellen.
Solche kleinen Opalite findet man in jedem Esoterik-Laden. ;) Mit ihnen lässt sich die Opaleszenz besonders gut veranschaulichen. Sie sind milchig und eigentlich farblos... aber je nach Lichteinfall bunt, wie man sieht.

Beitrag: Re: Farbtöne richtig ermitteln und zusammen stellen. - 24.03.2014, 22:47 Cerberus hat geschrieben:
Dann würde sich der warme und kalte Ton, z.B. in Form von Grau durch einen Anteil an blau oder rot herstellen lassen? Wo ich dann bei dem Hinweis von Jenny bin mit dem Abmischen durch Indio, Paynes Grau und Sepia.

"Blau" und "Rot" sind nicht ganz exakt. Orange und Cyan sind da schon eher die "Brennpunkte" der beiden Opaleszenzbereiche. Welche Farbe man dann aber in der Praxis wirklich zum Abmischen nutzt, das hängt vom jeweiligen Fall ab.

Paynes Grau ist neutral, Indigo kalt und Sepia warm. Vorteil dieser Farben ist, dass sie dicht aufgetragen schon sehr dunkel werden und die zusätzliche Nutzung schwarzer Farbe überflüssig machen können. Denn je weniger Stifte du benutzen musst, umso einfacher wird es für dich sein eine Harmonie im Bild herzustellen.

Nach oben 25.03.2014, 01:09 Nach unten

Acryl

Beitrag  Re: Farbtöne richtig ermitteln und zusammen stellen.
Dankeschön für die info Björn,

Ich war früher öfter im esoterikladen und die hatten eine unmenge an Steine und ich habe auch alles mögliche gekauft, aber der opal ist mir noch nie aufgefallen.

Lg Raimund

Nach oben 25.03.2014, 01:26 Nach unten

Buntstifte

Beitrag  Re: Farbtöne richtig ermitteln und zusammen stellen.
In der Bibliothek habe ich ein Buch gesehen: Die Kunst des Zeichnens, Farbe. Da sind zwei Porträtbeispiele drin mit Auflistung der Farbstifte. Aber super viel ist es nicht zu dem Thema. :winken:

Nach oben 28.03.2014, 22:35 Nach unten

Bleistift, Pastell, Buntstift

Beitrag  Re: Farbtöne richtig ermitteln und zusammen stellen.
Ja, die deutsche Literatur zum Thema "Lernen" ist da ziemlich dünn gesät. Ich bin mal so frech und sage, dass das zu 90% Selbstbeweihräucherung der Künstler ist und man mit diesen "Anleitungen" nichts anfangen kann. Ich habe noch aus meiner Anfangszeit viele Bücher aus dem Englisch-Verlag hier stehen. Herrn Morscheck finde ich da noch einigermaßen brauchbar. Zumindest wenn es um kleinere Kniffe geht. Aber den Rest kann man wirklich in die Tonne treten. Zum Thema "Portrait" habe ich ja mittlerweile so einiges hier rumstehen und auch zum Thema "Tierzeichnungen" :nein:

Auf einer Facebook-Seite war man vorgestern so nett mir einige Auszüge aus dem Buch hier: http://www.amazon.de/gp/product/1581806 ... UTF8&psc=1 zu schicken (einfach so :shock: natürlich zur Ansicht, das Buch habe ich bestellt, kostet gebraucht viel weniger als neu ;) ). Insbesondere die Seiten, die sich mit dem Farbaufbau beim Hautton sowie der Erstellung einer Farbkarte dafür beschäftigen (und dem Schichten allgemein).

Witzigerweise war das natürlich keine deutsche Seite sondern eine amerikanische und die Künstler lassen sich dort auch gerne mal in die Karten blicken. Die scheinen keine Angst zu haben, dass man ihnen was wegguckt. So wie das mir hier so oft schon passiert ist, wenn man mal nach Tipps gefragt hat. Sind natürlich nicht alle so. Und bis auf die ein oder andere Ausnahme hier, helfen ja alle nur wo sie können. :knuddelbunt: Aber ein paar sehr dumme Erfahrungen musste ich da leider schon machen.

Probleme wird mir natürlich die Sprache machen. Mal sehen :dops:

Nach oben 29.03.2014, 10:11 Nach unten
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