Sie produziert ungewöhnliche Glasobjekte, die an die fließenden Uhren des Surrealisten Salvador Dali erinnern. Christiane Deissinger richtete sich eine Werkstatt mit Schmelzofen und Hochtemperaturbrenner in einer stillgelegten Fabrik im Süden Münchens ein. Dort unterrichtet die freischaffende Künstlerin auch neue und alte Techniken der Glasschmuckherstellung.
Der Film zeigt Christiane in ihrer Werkstatt beim Schmelzen von Flaschen und alten Glasgefäßen, die so zu neuen Objekten geformt werden - zum Beispiel Uhren, Lampen oder Skulpturen. Man sieht, wie Christiane den fast 600 Grad heißen, rotglühenden Ofen kurz öffnet, um den Schmelzprozess zu begutachten. Dann schließt sie die Tür und die Temperatur im Ofen steigt weiter bis auf beinahe 1000 Grad Celsius. Das Aufheizen und das anschließende Abkühlen dauert etwa 24 Stunden. Um sehr dicke Glasobjekte zu schmelzen und herunterzukühlen, muss der Ofen manchmal zwei oder drei Tage geschlossen bleiben. Eine schnellere Fahrt würde die Glasskulpturen beim Abkühlen zerstören. Das Bohren der extrem harten Glasobjekte ist nur mit wassergekühlten Spezialwerkzeugen möglich.
Ihre Produkte zeigt und verkauft Christiane auf Künstlermärkten, zum Beispiel auf dem Tollwood in München.